Beiträge von Rheiner

    Die Regeln sind nun mal da, und man hatte ja in der HBL sogar schon die letzte Saison Zeit, sich z.B. auf die letzten 30 Sekunden einzustellen.

    Ich verstehe auch die Vereine nicht, dass die nicht eine Person haben, die in solchen Fällen sofort sagen kann, was Sache ist.

    Da auf Schiedsrichter und Delegierte scheinbar kein Verlass ist, muss ich als Verein doch einen haben, der sofort zur Stelle ist und die Vereine informieren kann, wenn man durch Regelverstöße benachteiligt wird.

    Für ne VIP-Dauerkarte mach ich das gerne hier im Westen irgendwo. :)

    Auf jeden Fall fragt man sich schon, wie man von Schiedsrichtern und Mannschaften auf Amateur-Ebene erwarten können soll,
    dass die die neuen Regeln drauf haben - wenn selbst Bundesliga-Teams,- Schiedsrichter und -Delegierte sie nicht kennen.

    Was sind das für Vorbilder? Und vor allem: Warum hat man die Regeln bzgl. der letzten 30 Sekunden
    letzte Saison in der HBL getestet, wenn sie jetzt immer noch nicht sitzen?

    :rolleyes: :rolleyes::rolleyes:

    Also: Wenn das Regelwerk regelmäßig selbst Chefexperten verwirrt und von diesen falsch angewandt wird , muss es dringend vereinfacht werden!

    Aber, ganz ehrlich:

    Ball im Spiel - letzten 30 Sekunden laufen (Uhr läuft) - Rot-würdiges Foul gegen den Angriff = Strafwurf und Rot.

    Ball nicht im Spiel - letzten 30 Sekunden laufen (Uhr läuft) - Abwehr verhindert Anwurf, Freiwurf, Einwurf oder Abwurf = Strafwurf und Rot.

    Ist das so schwer?

    Es gibt noch zwei, drei Sonderfälle, aber die hätte es ja gestern noch nicht mal gebraucht.

    Mein Gott, dann soll sich der Delegierte da ne Karte mit den zwei Zeilen hinlegen und abhaken.

    Erster Fall (das Foul vom Feldspieler, Ball im Spiel) war in Punkt 3 raus, zweiter Fall (Aktion vom Torhüter, Ball nicht im Spiel) in Punkt 2.

    Dann wär man in 20 Sekunden drauf gekommen, dass es keinen 7-Meter geben kann.

    Von den Zuschauern kann man das nicht erwarten, von Bundesliga-Schiedsrichtern- und Delegierten schon!

    Ich möchte (in keiner Sportart!) Schiedsrichter haben, die versuchen sich rauszureden! Fehler passieren, sind schliesslich auch Menschen. Aber versuchen, den Fehler zu vertuschen ist absolutes NoGo!

    Naja, das können wir den Schiedsrichtern auch nicht unterstellen.

    Dafür hätte Magdeburg Einspruch einlegen müssen, dann hätten sich die Schiedsrichter irgendwie äußern müssen -
    und dann hätten wir gewusst, ob sie dazu stehen.

    Ich hätte als Magdeburg auf jeden Fall Einspruch eingelegt.
    Ihnen wurde in eigener Halle ein Punkt "geklaut".
    Da legt man doch Einspruch ein! Selbst wenn man den in einem Wiederholungsspiel dann theoretisch verlieren könnte.

    Das setzt aber voraus, dass da irgendjemand wusste, dass es ein Regelverstoß war.
    Und da bin ich mir nicht sicher...
    Selbst Spieler, Offizielle und Kommentatoren (in deren Livestream) wussten es ja nicht besser.

    Im Zweifel hätten die bei einem Protest einfach das Foul von Musa genannt und wären fein raus gewesen.

    Nee, so einfach ist das nicht.

    Denn auch die Regel 8:10 d) (Ball im Spiel) ist nicht erfüllt, da es für das Foul nur 2 Minuten gab.

    Dann hätten die Schiedsrichter das komplett ohne die neuen Regeln begründen müssen,
    also mit klarer Torgelegenheit bzw. Abwehr durch den Kreis.

    Dann wäre dann eine Tatsachentscheidung.

    Wäre aber in dem Fall völlig daneben, weil ja jeder weiß, dass es niemals ein "normaler" 7-Meter (also ohne die neuen Regeln) war.
    Dann lieber zugeben, dass es ein Regelverstoß war.

    Aber gut, wenn Magdeburg keinen Einspruch eingelegt hat, erübrigt sich das Ganze ja eh.

    Aber intern wird der Fall sicher besprochen werden.


    Und ganz allgemein. Ist das Kampfgericht eigentlich dergestalt eine höhere Instanz, die, wenn sie in so einem Fall nicht eingreift, die Entscheidung der Schiedsrichter legitimiert? Wie gesagt, es wurde ja gesprochen.

    Nee, hat man ja im Pokalspiel mit Melsungen gesehen.

    Zeitnehmer und Sekretär sowieso nicht.

    Und nur weil die Spielaufsicht in dem Fall nicht einschreitet, verhindert das keine Konsequenzen bei Einsprüchen.


    Wie sieht es eigentlich mit dem Kampfgericht aus? Mit dem wurde doch sogar diskutiert. Im Falle einer offensichtlichen Regelverletzung hätte dies doch auch eingreifen können/müssen.

    Die Spielaufsicht wohl theoretisch ja (nicht Zeitnehmer oder Sekretär!) - in der Praxis war es aber jetzt das dritte Mal in diesem Jahr, in dem das nicht passiert ist.
    Und das waren nur die Fälle, die bekannt sind (also erstens spielentscheidend waren und zweitens aufgezeichnet wurden).
    Und zwar mit drei verschiedenen Spielaufsichten.

    Meiner Meinung nach war das Spiel unterbrochen und die Spieluhr angehalten da Musa ja (zurecht) 2 min bekommen sollte.

    Richtig, und darum ist es (wenn der 7-Meter nach der Regel gegeben wurde) ein Regelverstoß.

    Bei Einspruch hätte das ne Spielwiederholung gegeben.

    Nur klare Torgelegenheit/ Abwehr durch den Kreis wäre in dem Fall eine Tatsachenentscheidung gewesen.

    Laut unserer Heimatzeitung gab es den 7m wegen der Tätlichkeit von Quenstedt.
    Das wäre ja noch absurder. Das Spiel war unterbrochen und es sollte 9m geben (was auch angezeigt wurde) und das wurde dann auf 7m geändert und da die Spielaufsicht ja auch beteiligt war möchte ich echt mal wissen was da los war.

    Hier gehen immer zwei Dinge durcheinander:

    Spielunterbrechung und Spielzeitunterbrechung.

    Wenn ich das jetzt so alles lese, glaube ich, dass genau das auch der Knackpunkt gestern war.

    Für Regel 8:10 c) darf der Ball nicht im Spiel sein, aber die Zeit muss natürlich laufen!

    Es geht bei den Regeln um das Verhindern eines Angriffes. Was kann für ein Angriff stattfinden,
    wenn die Zeit nicht läuft? Keiner!

    Was ich so erstaunlich finde: Die ganzen Kriterien für Regeln 8:10 c und d, die vorliegen müssen,
    haben sich in den letzten Jahren nicht verändert!

    Nur die Konsequenz wurde von Bericht zu 7-Meter geändert, aber die Kriterien (also auch die Unterscheidungen
    "Ball im Spiel", "Ball nicht im Spiel", "Spielunterbrechung", "Spielzeitunterbrechung") sind unverändert!
    Darum müssten doch zumindest die Kriterien und die Unterscheidungen sitzen!

    Wie manche von Euch regeltechnisch da dran gehen um die Entscheidung zu hinterfragen, finde ich sehr bemerkenswert. Hut ab. Mal abgesehen von wenigen Bemerkungen unter der Gürtellinie - die Niemanden weiter bringen - wurde hier vieles korrekt analysiert und bewertet.

    Also war die Entscheidung falsch und ein Regelverstoß, korrekt?


    Ich find es übrigens falsch, die Schiedsrichter jetzt persönlich anzugreifen.

    Das war jetzt das zweite Mal, dass Bundesligaschiedsrichter plus erfahrener Spielaufsicht daneben liegen (Pokalspiel war das erste)!
    Und das waren nur die Spiele im Fernsehen (von den anderen weiß ich nichts).

    Und: Die Mannschaften und Vereinsvertreter wissen ja auch überhaupt nicht Bescheid.

    Im Pokalspiel war es ein Journalist, der Melsungen auf den Regelverstoß aufmerksam gemacht hat.

    Und gestern in den Interviews haben selbst die Magdeburger Spieler gesagt, dass der 7-Meter nach der neuen Regel wohl richtig sei.

    Wenn man das Ganze zusammen betrachtet, kann ich mir daher nicht vorstellen, dass der Fehler gestern nur
    diesen Schiedsrichtern und dieser Spielaufsicht passiert wäre.

    Das Fehler müssen vor der Saison passiert sein.

    Hier ist das Spiel:

    7-Meter-Szene bei 1:50:20.

    http://tv.sport1.de/player/player.php?id=s159461

    Aktion des Torhüters ganz klar nach der Spielzeit(!)unterbrechung.

    Das Foul in der Mitte wird mit 2 Minuten bestraft.

    Also nach den "letzten 30-Sekunden"-Regeln ist kein Strafwurf möglich!

    Wenn sie ihn doch danach gegeben haben, ist das ein Regelverstoß und müsste, wie beim Pokalspiel, ne Spielwiederholung geben
    (wenn Magdeburg Einspruch angekündigt/eingelegt hat).

    Wenn die Schiedsrichter da eine klare Torgelegenheit gesehen haben (was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann,
    weil es nicht annähernd eine war), wär es ne Tatsachenentscheidung und nicht anfechtbar.

    Ginge das nicht sogar über die Behauptung, daß die Aktion von Quensted bei laufender Uhr erfolgte? Wäre auch eine Tatsachenentscheidung und ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Uhr da schon angehalten war.

    Meines Erachtens haben die Schiedsrichter sofort beim Foul die Zeit angehalten (weil das ne Strafe geben musste).

    Es geht bei der Regel 8:10 c) um Verzögerung eines offiziellen Wurfes der gegnerischen Mannschaft.

    Dazu muss aber natürlich die Zeit laufen (sonst kann ja eh kein Wurf ausgeführt werden).

    Nur mal kurz zu dem Thema. Was ist regeltechnisch das Problem damit? Das hast Du noch gar nicht geschrieben.

    Ok, also:

    Es gibt drei Regeln, die hier rein theoretisch eine Rolle spielen könnten:

    14 (klare Torgelegenheit), 8:10 c) und 8:10 d (beides sind die Regeländerungen und betreffen die letzten 30 Sekunden).

    Klare Torgelegenheit war es nicht (da standen noch drei Spieler dahinter, und zwar nicht im Kreis).

    Das ist aber kein Einspruchsgrund, weil das ne Tatsachenentscheidung ist.

    Da der Torschiedsrichter aber gar nicht sofort 7-Meter angezeigt hat, sondern erst nach den Strafen und der Beratung,
    glaube ich auch eher nicht, dass der 7-Meter nach der Regel gegeben wurde.


    Dann haben wir 8:10 c).

    Das Foul in der Mitte ist dabei irrelevant, weil da der Ball im Spiel war (bei der Regel darf der Ball nicht im Spiel sein).

    Die Aktion vom Torhüter ist auch irrelevant, weil die Spielzeit gar nicht mehr lief.


    Dann haben wir 8:10 d):

    Ball im Spiel, Foul von der abwehrenden Mannschaft - beides erfüllt.

    Aber: Es muss ein Vergehen nach 8:5, 8:6 oder 8:10 a) oder b) sein.

    Also ein Foul, das sowieso eine Disqualifikation nach sich zieht (egal wann).

    Dann wird in den letzten 30 Sekunden ein Strafwurf dazu gegeben.

    Die Schiedsrichter haben aber nur 2 Minuten gegeben!

    Regel also nicht erfüllt!

    Alter Schwede, der 7-Meter ist ne Skandalentscheidung! :wall:

    Völlig verkehrt.

    Wenn die den nach der neuen Regel (letzten 30 Sekunden) gegeben haben, würd ich Einspruch einlegen.
    Klarer Regelverstoß!

    Wenn die den nicht nach der neuen Regel gegeben haben, sondern da ne klare Torgelegenheit gesehen haben,
    ist es ne Tatsachenentscheidung, aber völlig daneben.

    Wenn die neuen Regel schon in der Bundesliga zu solchen Fehlentscheidungen führen - dann gute Nacht!

    PS: Mir war völlig egal, wer gewinnt. Ich seh das nur aus Schiedsrichtersicht.

    :wall:

    Uns wurde gesagt, am Anfang der Saison eher Timeout geben und den Spielern erklären, was zu tun ist und den Wechsel ermöglichen. Später sollten es dann alle verstanden haben und man könne ruhig strenger vorgehen.

    Versteh ich nicht.

    Warum strenger vorgehen?

    Einfach an die offiziellen Anweisungen halten!

    Time out (wenn nötig) und fertig.

    Warum man in der Szene eventuell das passive Vorwarnzeichen geben solte? Aus dem selben Grund wenn der Ball nach einem Tor vom Torhüter zur schnellen Mitte daneben geworfen wird

    Nein, denn beim Anwurf besteht die Anweisung, nach Möglichkeit, nicht die Zeit anzuhalten, sondern Passiv anzuzeigen.

    Und wenn man da doch die Zeit anhält, dann zeigt man nicht noch zusätzlich Passiv an!

    Entweder oder.

    Bei der von dir angesprochenen Situation zeigt man Passiv an, beim Abwurf (wenn der Torwart draußen ist) Time Out.