Beiträge von Rheiner

    Die Schiedsrichter haben also das Spiel entschieden weil sie eine!!! Fehlentscheidung getroffen haben, die EVTL. zum Torerfolg geführt hätte. Handball kann manchmal so einfach sein ;)

    Kann mich sehr gut an 2009 erinnern, als der jetzige Sky-Kommentator von heute gerade bei solchen Situationen, die angeblich gegen Deutschland gepfiffen wurden,
    "Beschiss" gerufen hat, dann der DSDS-Moderator das nachgeplappert hat und ganz Handball-Deutschland ebenfalls. Und das waren in den meisten Fällen weniger klare Sachen als die heute.


    Das war aber nicht der Grund für den Sieg. Das Ding gegen B. Jurecki war klar Siebenmeter. Aber das war auch die einzige klare Sache.

    Aber halt eine ganz entscheidende bei 2 Toren Rückstand kurz vor Schluss.

    Wenn Schiedsrichter das ganze Spiel über sch.... bei 7-Metern pfeifen - ok, dann ist das halt so.

    Aber wenn sie sie die ganze Zeit über konsequent pfeifen und dann den wichtigsten nicht, sieht das blöd aus.

    Naja, ob's bei dem Frauenspiel jetzt einmal Prellen war oder gar kein Prellen, ist ja hier nicht entscheidend.

    Zweimal war's auf keinen Fall.

    Darum war der Pfiff in die andere Richtung falsch.

    Aber die Spielerin dachte ja erst selber, sie dürfe den Ball nicht aufnehmen und hat ihn erst dann aufgenommen,
    als keine Mitspielerin zum Ball gelaufen ist.

    Das hat die Schiedsrichterinnen wohl irritiert.

    Hier wird oft argumentiert, dass Australien rausflog und dafür dann ein Teilnehmer nachrücken musste.

    Das Schlimme ist doch, dass der Zusammenhang genau umgekehrt ist:

    Die IHF wollte Deutschland unbedingt dabei haben und hat deshalb ne Mannschaft gesucht, die rausfliegt.

    Gesucht wurde also kein Nachrücker für Australien, sondern ein Opfer für Deutschland!

    Die Länder sind ja ansonsten stabil, regulär qualifiziert und an sich spielbereit.

    Das gilt für Australien auch alles.

    Und ich sehe es umgekehrt: Ich finde den Weltverband, der qualifizierte Teams aus finanziellen Gründen
    gegen nicht qualifizierte austauscht, schlimmer als den Gastgeber.

    Den Gastgeber ist man nach der WM los - den Weltverband nicht.

    Und ich frage mich, wie man jetzt noch die Qualifikationen ernst nehmen kann,
    wenn man weiß, dass es für die Großen sowieso ein Hintertürchen gibt, wenn es schiefgeht.

    Es wird echt so langsam mal Zeit, das ein paar nationale Verbände den Aufstand proben. Ich denke vorne weg an den DHB. Aber naja, da werden wir wohl lange warten können.

    Naja, der DHB ist mit der geschenkten WM-Teilnahme ein großer Profiteur der Geldgeilheit und fehlenden Transparenz der IHF.

    Und ich find den Rausschmiss von qualifizierten Teams, damit die Großen (finanziell gesehen) stattdessen teilnehmen können, viel schlimmer
    als fehlende Übertragungen.

    Das von dir verlinkte Urteil ist in der Tat spielentscheidend gewesen. HIer passierte der Fehler in den letzten 10 Sekunden des Spiels, und die Mannschaft die den Fehler begangen hat hat in dieser Zeit noch den Ausgleich erzielt.

    Aber der Unterschied liegt ja nicht in der Beurteilung, ob spielentscheidend oder nicht.

    Sondern, ob Tatsachenentscheidung oder Regelverstoß.

    Da die EHF mit Tatsachenentscheidung argumentiert, ist die Frage nach spielentscheidend oder nicht gar nicht mehr
    relevant.

    Die beiden letzten Meinungen zeigen genau die beiden Meinungen, die auch die Urteile gezeigt haben, die ich verlinkt habe.

    Argument gegen Protest: Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter (und des Delegierten)

    Argument für den Protest: Laut Regelwerk sind nicht die Schiedsrichter für Wechselfehler zuständig, sondern das Kampfgericht (daran ändert auch nichts, dass die Schiris letztendlich die Strafe aussprechen). Das hat das nicht ordnungsgemäß gemacht, also Verstoß des Kampfgerichtes und eben nicht nur Tatsachenentscheidung.


    In diesem Fall aber kam das regelwidrige Eintreten wohl so plötzlich (und war eben nicht nach einer Unterbrechung), dass man auch
    beim Kampfgericht/Delegierten wirklich mit Tatsachenentscheidung (wegen fehlender Wahrnehmung) argumentieren kann.

    Wenn ich vom französischen Handballverband wäre, würde ich weiterklagen.


    Hier mal ein Fall aus der 2. Liga:

    Das ist die Argumentation, mit der der Einspruch abgewiesen wurde (gleichen Argumente wie von der EHF jetzt).

    bspg_2008_05_urteil.pdf


    Und das ist die Argumentation, mit der das Urteil aufgehoben und auf Spielwiederholung entschieden wurde:

    bg_2009-01_urteil.pdf


    Die Argumentation des zweiten Urteiles, dass das Kampfgericht (in diesem Fall wohl auch der Delegierte) einen
    Verstoß begangen hat, indem er nicht durchgezählt hat (und es deshalb keine bloße Tatsachenentscheidung wegen
    falscher Wahrnehmung war) müsste doch hier auch gelten.


    EDIT: Achso, ok, jetzt hab ich die Szene gesehen. Die lief mittendrin einfach mal drauf.
    Ok, dann kann man die Wahrnehmungs/Tatsachenentscheidungs-Argumentation (auch vom Kampfgericht/Delegierten)
    wohl doch gelten lassen.

    Auf der anderen Seite geht es nicht nur ums Zählen nach Unterbrechungen, sondern generell ums
    Überwachen der richtigen Spieleranzahlen.

    Ach, keine Ahnung. ?(

    Ich denke in den letzten 3 Minuten hätte man auf beiden Seiten wohl gerne mal gesehen das die Zeit irgendwann mal angehalten wird. Die ist so wie ich das gesehen habe in der Schlussphase insgesamt über 30 Sekunden einfach so weitergelaufen in 3-4 Aktionen.


    In Situationen, in denen das ganze Spiel über die Zeit nicht angehalten wurde, sollte sie dann am Ende auch nicht angehalten werden.

    Ja, ich meinte natürlich den Torraum.

    Die 7-Meter-Situation ist mir jetzt auch ziemlich klar.

    Freiwurf für die Abwehr.


    Das Problem, was ich bei der Einwurfszene habe, ist die mangelnde Verbindung zwischen dem Einwurf und der Regelwidrigkeit.
    So wie ich den Regeltext lese, geht es schon um Fehler, die mit der Ausführung in Verbindung stehen (Werfer selbst oder Mitspieler).
    Wenn jetzt zwischen Anpfiff und Ausführung z.B. ein Wechselfehler oder ne Beleidigung durch das Team des Werfers kommt,
    gibt's ja auch keinen Ballwechsel, oder? Darum war ich mir da so unsicher.

    @ Arcosh, noch eine Nachfrage:

    Also bei der Einwurfszene wär's dann von Einwurf zu Abwurf?


    Wobei ich denke in der Praxis würden die meisten Schiedsrichter über eine falsche Sperre beim Siebnemeter hinwegsehen - sofern es kein offensichtliches Schieben und Drücken mit vollem Körpereinsatz ist. ;)

    In dieser Szene war es aber mit vollem Körpereinsatz.
    Habe ich so auch noch nie beim 7-Meter gesehen.

    Ich hab's mich trotzdem nicht getraut zu pfeifen, weil solche Situationen
    sehr Regelverstoß-anfällig sind, wenn (!) man sie zu Unrecht zu früh in die andere Richtung pfeift.

    Und da ich mir nicht sicher war, hab ich's gelassen.