Beiträge von Rheiner

    Zitat von Füchsin

    Sorry, aber ich kann so einfach nicht ganz unterschreiben - was war in der Halbzeit, als jeder, wirklich JEDER Ballverlust und somit Konterchance für Berlin sofort abgepfiffen wurde zugunsten von Madrid? Das war wirklich nicht ganz normal. Hätte man da den einen oder anderen Konter mal laufen lassen, hätte man mindestens den Ausgleich schon in der 1. Halbzeit erzielt!

    Meinst du die vielen Szenen, wo ein Spanier ganz klar gefoult wurde, die Füchse an den Ball kamen und nach vorne liefen, die Schiris natürlich für Madrid Freiwurf pfiffen und die ganze Halle schrie?

    lol, gerade bei Sport1:

    Nach dem Spiel kam schon der Beginn der News; nur leider hat man vergessen, Markus Götz stummzuschalten.

    Ziemlich genervt:

    "Wie, jetzt bin ich noch mal dran? Was macht ihr mit mir? Ich sitz hier durchgehend seit 4 Stunden. Habt ihr ne Ahnung, wie..."

    Dann haben sie ihn leider leise gestellt.

    Er war dann gerade übrigens wirklich noch mal dran und musste kurz auf morgen und übermorgen einstimmen.

    :D

    Ich halte auch überhaupt nichts davon, absichtlich gegen die Regeln zu pfeifen, nur weil sie einem nicht gefallen!

    Muss Rio aber trotzdem etwas verteidigen:
    Das war ja die Fragestellung hier, wie man es in der Praxis macht.

    Und jetzt bei der WM wird das z. B. scheinbar nicht gepfiffen.
    Ich kann mich nicht an eine Situation erinnern (und ich hab einige Spiele, auch in den
    kostenpflichtigen IHF-Streams gesehen), wo das gepfiffen wurde.
    Im Gegenteil: Ich erinner mich spontan an drei Situationen (u. a. die mit Heinevetter), wo
    es nicht gepfiffen wurde. Und beschwert wurde sich da nicht.
    Guckt euch z. B. die Heinevetter-Situation an: Die Spanier fordern die Zeitstrafe gegen Roggisch, aber gegen die Abwurfentscheidung sagt keiner was.

    Und wenn das bei einer WM nicht gepfiffen wird und das auch alle so hinnehmen, halte ich es nicht für ganz richtig, einen tiefer pfeifenden Schiedsrichter so anzugehen, wenn er es auch nicht pfeift; vor allem dann nicht, wenn hier extra danach gefragt wird, wie es in der Praxis gemacht wird.

    Hallo zusammen,

    schaue natürlich auch die Handball-WM und da ist mir jetzt schon mehrfach aufgefallen, dass Regel 5:10 nicht wirklich gepfiffen wird:


    Zitat von handballregeln.de

    Es ist dem Torwart nicht erlaubt:

    (...)

    5:10 den sich in Richtung Spielfeld bewegenden Ball mit dem Unterschenkel oder Fuß zu berühren (13:1a).]

    Bestes Beispiel war gestern die Situation in der 19. Spielminute bei Spanien - Deutschland:

    Ein Spanier geht an Roggisch vorbei, Roggisch hängt hintendran, der Spanier reißt sich los, wirft auf's Tor, Heinevetter hält, der Ball rollt Richtung Spielfeld, Heinevetter hechtet hinterher - und stößt den Ball mit dem Fuß ins Toraus. Entscheidung: 2 Minuten Roggisch und Abwurf.

    Und davon habe ich jetzt schon mehrere Szenen gesehen.

    Wird das in der Praxis generell nicht konsequent gepfiffen, oder nur in höheren Ligen nicht, oder haben die Schiris einfach gepennt?

    Pfeift ihr das in unteren Ligen?

    Viele Grüße,
    Michael

    Aus meiner Sicht war die erste DQ nicht korrekt. Die Aktion mit einer H zu ahnden wäre a.m.S. vertretbar, aber hier fehlen sämtliche regeltechnischen Merkmale für eine DQ.

    Ok, dann glaub ich das natürlich.

    Aber ich sag trotzdem kurz, wie ich auf Disqualifikation komme:

    DHBAnweisungen20092010-erg.pdf

    Punkt 14.

    Und ich hab das auch so gelernt, dass vor allem die Auswirkung wichtig ist.
    Und da er ja wirklich direkt auf den Rücken fiel, hab ich auch sofort gedacht "Rot".

    Jetzt geht das hier auch los mit dem "Gesicht"-Argument (genau wie bei Götz und Hanning). :rolleyes:

    Was hat das denn damit zu tun, dass der den nicht im Gesicht getroffen hat?

    Abwehrspieler in der Luft, Stoß gegen den Körper und jetzt kommt das Entscheidende:
    Der Abwehrspieler kommt mit dem Rücken zuerst auf dem Boden auf.
    Und das ist Rot.

    Wäre er auf den Füßen aufgekommen und wäre dann hingefallen, wären es zwei Minuten gewesen.

    Mit "Gesicht" oder "nicht Gesicht" hat das gar nichts zu tun.

    Ganz ehrlich: Ich sehe die Aussagekraft des Spieles gestern fast bei Null.

    Ich kann ja verstehen, dass das gestern einem aus deutscher Sicht gefallen hat , aber ein Spiel gegen eine Top-Mannschaft, die vor allem in der Abwehr nicht annähernd das spielt, was sie kann (in den KO-Spielen wird das eine völlig andere Abwehrarbeit sein), finde ich nicht, dass man da wirklich Schlüsse draus ziehen kann, außer den, dass Deutschland gestern wesentlich mehr wollte.

    In den Spielen gegen Mazedonien und ggf. dann gegen Kroatien oder Spanien werden wir sehen, wo die deutsche Mannschaft wirklich steht.

    Erstmal vielen Dank für die Antworten!

    Klingt plausibel.


    Was uns vor allem irritiert hat, war folgender Regeltext:

    Zitat von Erläuterung 7

    A. Wechselfehler oder regelwidriges Eintreten eines Spielers (Regel 4:2-3, 5-6)
    Der Zeitnehmer (oder Delegierte) muss das Spiel ohne Rücksicht auf die Vorteilsregel 13:2 und 14:2 umgehend unterbrechen.

    Und 4:2 beschäftigt sich nur mit mit den Mannschaftsoffiziellen (eben z. B. genau mit dem Betreten des Spielfeldes).

    Weiß jemand, warum da dann 4:2 steht, wenn der Zeitmehmer bei 4:2 gar nicht sofort unterbrechen soll?

    Hallo zusammen,

    habe noch eine Frage. Hatten die Situation zuletzt und waren da wirklich hin-und-hergerissen und so ganz sicher sind wir uns jetzt immer noch nicht.

    Kenne die Regeltexte, aber ganz zweifelsfrei krieg ich mir das trotzdem nicht beantwortet:

    Der Zeitnehmer der Heimmannschaft kam in der Halbzeit zu uns und sagte, dass der MVA der Gastmannschaft öfters das Spielfeld betreten hätte (z. B. beim Reklamieren und auch einfach beim Laufen an der Bank, weil er nicht auf die Linie geachtet hat).
    Wir haben dem MVA dann (noch in der Halbzeitpause) gesagt, dass er bitte drauf achten solle.
    Mitte der zweiten Hälfte (Ball im Spiel, Gast in Ballbesitz) pfiff der Zeitnehmer und da sahen wir, dass der MVA ein Stück im Feld stand (20 bis 30 Zentimeter oder so). Vorher hatten wir das nicht gesehen, sondern erst beim Pfiff des Zeitnehmers. Offizielle der Gastmannschaft hatten noch keine Strafe erhalten.

    Wenn man jetzt wirklich mal streng nach Regelwerk geht:

    1. Verwarnung an den MVA - ja oder nein?

    2. Ballbesitzwechsel - ja oder nein?


    :hi:

    Was übrigens unbedingt zu vermeiden ist (stand mal im Handball-SR-Magazin), ist nach Wiederanpfiff aus einer gelben Karte noch ne Zeitstrafe zu machen.

    Also wenn man z. B. einer Mannschaft aus Versehen die 4. Verwarnung gibt, und das erst auffällt, wenn das Spiel wieder angepfiffen wird,
    dann nicht (!) die Strafe noch in eine Hinausstellung umwandeln. Dann lieber die 4. Verwarnung.

    Eine "soll"-Bestimmung bedeutet noch lange nicht, dass sie keinen zwingenden Charakter hat!!

    Glaube, DonMaffa wollte damit sagen, dass es kein Regelverstoß ist (bei dem man mit einem Einspruch durchkommen kann), wenn man einer Mannschaft z. B. doch mal aus Versehen vier gelbe Karten gibt, oder einem Spieler nach einer Hinausstellung noch eine gelbe Karte o. ä.

    Wurde zumindest hier schon öfters so gesagt.