Beiträge von Rheiner

    Eigentlich müsste Schauspielerei durch den Videobeweis ja deutlich schwieriger sein, aber in der subjektiven Wahrnehmung gebe ich dir recht. Es passiert auch nur selten, dass die Schiris nach Videobeweis nicht mindestens 2-Minuten geben.

    Genau, die Spieler haben nichts zu verlieren, wenn sie schauspielern. Sie können nur gewinnen.

    Ich find, es hat durch den Videobeweis massiv zugenommen.

    Weil es eben nicht nur um zwei Minuten geht, sondern potenziell um Rot (bzw. in den letzten 30 Sekunden auch um Strafwurf).

    Und die Spieler wissen; Wenn sie nach Gesichtstreffern liegen bleiben, gehen die Schiris zum Bildschirm - und dann ist alles möglich (je nach verfügbaren Bildern etc.).

    Man muss was gegen die Schauspielerei machen!

    Gestern wieder bei Löwen - Göppingen ganz am Ende.

    Zum Glück haben die Löwen nach der Zeitstrafe nicht noch das Siegtor gemacht.

    Aber was war das wieder für ein Theater für (fast) nichts? Zur Erklärung: Bei Rot hätte es den Strafwurf wegen der letzten 30 Sekunden gegeben.

    Selbst wenn der irgendwo in der Halsgegend nen kleinen Treffer gekriegt hat (was auf keinem der gezeigten Bilder klar zu sehen war) -

    aber sich dann so hinzuschmeißen und sich das Gesicht zu halten...

    Meine Güte.

    Normalerweise würde ich sagen: Goldene Himbeere für die schlechteste Schauspielleistung.

    Das Problem: Es hat funktioniert! Überzahl für den letzten Angriff.

    Man muss sich im Sinne des Handballs dringend überlegen, wie man das in den Griff kriegt.

    Weil es seit letzter Saison massiv zugenommen hat. Tendenz steigend.

    Lord Vader

    Ich empfehle dir die Fußball-Schiri-Doku der ARD. Staffel 1.

    Da ging es u.a. um Deutschlands besten Schiri Daniel Siebert. Er pfiff bei der WM 2022 und hat in einem Hexenkessel (ich meine mit Uruguay) einen indirekten Freistoß im Strafraum nicht gegeben, obwohl es ihn hätte geben müssen.

    O-Ton: „Das hab ich mich nicht getraut ehrlicherweise.“

    Die WM war nach der Vorrunde für ihn beendet.

    Und jetzt sag mir bitte nicht, dass sowas bei Handballschiedsrichtern keine Rolle spielt. Das ist realitätsfern.

    Ich stimme dir sowohl bei der Trainer-Challenge als auch bei der vorherigen Entscheidung zu.

    Beides funktioniert so im Handball nicht.

    Wie es aussehen könnte, ist schwer zu beantworten.

    Man hat's im Wettbewerb halt nie getestet.

    Das ist der Hauptunterschied zum Videobeweis in der Fußball-Bundesliga!

    Dort hat man in der ersten Situation nach ein paar Wochen den ganzen Ablauf auf den Kopf gestellt, weil man gemerkt hat, dass es so nicht funktioniert.

    Der Videobeweis beim Habdball ist im Kern seit etwa acht Jahren unverändert.

    Man verbessert ihn einfach nicht!

    Meine drei Vorschläge wären so:

    1. Kameras auf jede Seite! Ohne die kann man das Ganze gleich einstellen, weil es einfach keinen Sinn macht und nur Roulette ist.

    2. Ein ehemaliger HBL-Schiri sitzt am Bildschirm und sucht unmittelbar nach der Situation passende Bilder raus (inklusive Geschwindigkeit/Vergrößerung etc,).

    Das ist das, was man wirklich vom Fußball übernehmen müsste!

    Bis die Schiedsrichter sich besprochen haben, zum Delegierten gegangen sind und dann am Bildschirm ankommen, müssten sie da schon ein, zwei perfekte Einstellungen serviert bekommen (was natürlich nur geht, wenn Punkt 1 erfüllt ist).

    3. Wer nicht die Courage hat (z.B. um sich das Spiel nicht schwer zu machen), in bestimmten Hallen/bei bestimmten Clubs bestimmte Entscheidungen zu treffen, muss mal ein paar Wochen zweite Lige pfeifen. Vielleicht haben sie die Courage dann nächstes Mal.

    Herrlich schwammig formuliert. Der Deligierte darf es zwar nicht anfordern, aber empfehlen. Es gibr sicher nicht allzuviele SR Paare die sich der "Empfehlung" des Deligierten widersetzen.

    Dass das sogar da steht mit dem Empfehlen, hatte ich übersehen.

    Da gibt‘s für mich nur ein Wort für: Willkür.

    Hatte er entschieden oder "nur" das entsprechende Handzeichen gemacht? Entschieden ist mE erst mit der entsprechenden Spielfortsetzung.

    Die Spielzeit war abgelaufen. Es konnte in dem Moment nichts mehr fortgesetzt werden.

    Das ist aber auch nicht der Punkt. Dass es geprüft werden durfte, ist ja unstrittig.

    Die Frage ist halt, von wem die Überprüfung ausging - und ob das so korrekt war.

    Ich denke, es war korrekt, weil die Regularien dem Delegierten nicht verbieten, "Empfehlungen" auszusprechen.

    Mit diesen Regularien kann der Videobeweis aus meiner Sicht niemals mehr Gerechtigkeit herstellen. Dafür lassen sie zu viel Willkür zu.

    Ich Tippe mal, daß es wenn es einen 7m gegeben hätte, ein Protestgrund für den SCM gewesen wäre.

    Mit Sicherheit nicht.

    Es ist in meinen Augen alles bewusst schwammig formuliert.

    Wirklich klar formuliert ist eigentlich nur, dass Einsprüche gegen den Videobeweis (Anforderung und Entscheidung) unzulässig sind.

    DYN-Kommentator wilkenjohannes hat in seinem Podcast die Frage aufgeworfen, ob der Delegierte in Hamburg (gegen den SCM) den Videobeweis anfordern durfte.

    Der Torschiedsrichter hatte ja auf Abwurf entschieden; Spiel war eigentlich durch, und dann kam's doch noch zum Videobeweis.

    Laut Hamburger Morgenpost "empfahl" (O-Ton) der Delegierte den Schiedsrichtern den Videobeweis.

    Laut Regularien (s. unten) gibt es nur drei fälle, in denen der Delegierte den Videobeweis anfordern darf (Wechselfehler, Buzzer und möglicher Regelverstoß, der zur Spielwiederholung führen könnte). Fälle 6, 10 und 11. Das in Magdeburg war Fall 9; gehörte also nicht dazu.

    Also die Antwort an Lennart ist: Nein, er durfte ihn nicht anfordern!

    Aber er hat ihn ja wohl auch nicht angefordert, sondern empfohlen.

    Vielleicht ist das für die HBL ein Unterschied.


    https://www.daikin-hbl.de/downloads/HBL/HBL_GmbH/Downloads_2025_26/01/Anhang-DFO---Richtlinie-zur-Nutzung-des-Videobeweises.pdf

    Naja, da diese Konstellation mit einem 2.-Liga-Verein im F4 extrem selten vorkommt und gerade das letzte F4 ja genau das Gegenteil bewiesen hat, kann ich deinen Satz nicht nachvollziehen

    Erste Halbzeit im Halbfinale war gut. Hab aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt dran gezweifelt, dass Melsungen gewinnt. Zweite Hälfte war dann erwartet öde.

    Das ist einfach nicht das, was ich mir von einem Primetime-Spiel vor 19.000 Zuschauern erwarte.