Beiträge von Huhn

    Weiß man denn eigentlich was aus Tulpe wird? Spielt er nach der Verletzung weiter und wenn ja bei welchem Verein? Oder hört er auf? Ist Jari Lemke eigentlich wieder fit?

    Jari ist, nach allem was zu hören und in der Lokalpresse zu lesen ist, im Training voll dabei. Er hat wohl in den letzten Monaten ca. 15 Kilogramm abgenommen, um fitter zu sein und/oder das Knie auch etwas zu entlasten (soll so in der Zeitung gestanden haben, ich habe es selbst allerdings nicht gelesen). Aber er gehört ja nun zum 16er-Bundesliga-Kader, und über den konnte man heute noch in der LZ-online lesen, dass alle Spieler gesund sind und am Training teilnehmen können, was es lange Zeit nicht gegeben habe. Ich drücke Jari alle Daumen - verdammp lang her, dass er auf der Platte stand, und er scheint ein angenehmer Geselle zu sein. Bin gespannt!

    Zu Tulpe bin ich gerade überfragt, muß ich gestehen.

    Gruß noch Nordhessen, also quasi nach nebenan :hi:

    PS: Das mit den Jari ./. 15 Kilo kann man auf diesem Foto (auch ohne Zugang zur LZ sichtbar) durchaus erahnen, finde ich: https://www.lz.de/sport/22836961…n-am-Kreis.html

    sander aus dem immo-bereich
    und
    auch lippische
    haben das paket erhöht.....

    Na, das ist doch mal vergleichsweise erfreulich. ;) Aus meiner derzeitigen Sicht ist das wichtigste Saisonziel, die Saison - nicht im sportlichen Sinne - zu überstehen (gilt sicher nicht nur für den TBV).

    Wenn mich meine allmählich müder werdenden Augen nicht täuschen und ich alle Erinnerungslücken einigermaßen überbrücke, hat der TBV einen neuen Werbepartner für den Rücken - sie Minute 0:54 bei der Präsentation des neuen Trikots:

    https://www.youtube.com/watch?v=b0UTZPQOTio&feature=youtu.be

    Ansonsten ist es schön, dass neue Trikot im Video zu sehen - ich denke/befürchte, es wird noch eine Weile dauern, bis man (als geneigter Stehplatzkarten Fan) live in den Genuß kommen wird.


    Was mich dabei interessietren würde, wie findestDu diese Veränderung?
    Ich für meinen Teil gehe auch fast nur in den Außenbereich und nicht einkaufen, aber nicht aus Vorsicht sondern weil ich extrem genervt bin von den Masken, ich für mich finde es uglaublich schade, das unterbewußt eine große Angst und ein Mißtrauen zwischen den Menschen gelegt wird.

    Es fällt mir schwer, eine Antwort auf Deine Frage zu geben, insbesondere eine kurze. Ich denke, letztlich kann diese nur jeder Mensch individuell selbst für sich beantworten. Ich versuch es mal aus meiner Sicht: 25-jährige Profi-Sportler mit bester Gesundheit (um jetzt mal ein plattes, aber vielleicht deutliches Beispiel zu nennen) müssen sich wohl weniger Sorgen über eine mögliche Infektion machen als Menschen mit z. B. eine chronischen Erkrankung des Immunsystems. Auf lange Sicht ist es für mich nachvollziehbar, menschlich erklärbar und fast schon logisch, dass eine anfangs der Krise vorhandene "solidarische Haltung gegenüber Schwächeren" nach und nach ablässt, weil ihm die Antwort auf die Frage "Mein Gott, was habe ich eigentlich damit zu tun?" nach und nach unklarer wird und er sein altes Leben wieder zurückhaben will: Dieses mag man gut oder schlecht finden und "moralisch" so oder so bewerten, da gibt es sicher verschiedene Meinungen. Ist aber letztlich für den, der im Beispiel die chronische Erkrankung des Immunsystems hat, auch ohne Belang, denn es hilft ihm bedauerlicherweise ohnehin nichts, dass das Infektionsrisiko für die Gesellschaft und deren "normal gesunden" Mitglieder bei weniger als 3 Prozent liegt, denn er muss davon ausgehen, dass eine Infektion bei ihm mit einer Wahrscheinlichkeit von vielleicht 70 oder 80 % schwere oder schwerste Folgen haben wird. Er muss also, um sich selbst zu schützen, sozusagen zwangsläufig misstrauisch verhalten, wenn sich um ihn herum das Verhalten ändert und z. B. eine Mundschutzpflicht entfällt, denn für ihn ist die Situation unverändert (und wird es auch weiterhin bleiben, bis z. B. ein Impfstoff da ist). Ich würde als Begriff eher vorsichtig als misstrauisch bevorzugen, aber da gíbt es sicher auch verschiedenste Formen und Ausprägungen, und ja, sich finde das auch sehr schade, aber es ist m. E. keine willentliche oder vorsätzliche Handlung, die dazu führt, und deshalb nehme ich das sozusagen nicht "persönlich",

    Das war jetzt keine sehr deutliche Antwort, fürchte ich. M. E. ist es immer eine Frage der Perspektive und des Grades der eigenen Betroffenheit, aber das muss eben jeder für sich selbst beantworten, und das hängt für mich maßgeblich davon ab, ob ich eher der Profisportler oder der chronische Patient bin.

    Kleiner Reisebericht: In den letzten Wochen war ich im unmittelbaren Grenzbereich Sachsen/Tschechische Republik unterwegs. Aus Gründen kommt für mich momentan grundsätzlich nur der Besuch von Außengastronomie infrage. Einkäufe erledige ich, so es denn sein muss, auch innerhalb eines Geschäfts, fühle mich allerdings, wie viele andere auch, nicht wirklich wohl mit der Maske - nichts desto trotz halte ich sie aber ausdrücklich für sinnvoll, nützlich, hilfreich. Wie sehr, ist mir in den letzten Tagen aufgefallen. Geht man auf der tschechischen Seite der Grenze durch ein Lokal in den Biergarten oder auf Toilette, gibt einem sehr häufig (geschätzt in 70 bis 80 Prozent der Fälle) jemand verbal oder mit Zeichen zu verstehen, das man hier keine Maske braucht. Tatsächlich ist man auch, wenn man nach links und rechts schaut, so ziemlich der einzige mit so einem Teil im Gesicht. Desinfektionsmittel gibt es relativ häufig (durchaus nicht seltener als in D, würde ich völlig unrepräsentativ schätzen).

    Heute ergab sich dann die Gelegenheit, in einem kleinen, aber feinen tschechischen Einzelhandelsgeschäft, spezialisiert auf Bier, einzukaufen - für einen erklärten Freund des Bieres wie mich quasi sowas wie ein Feiertag, weil Tschechen und Bier passt ja wie Arsch auf Eimer (will sagen: es gibt dort halt viel tolles Bier, was noch probiert werden will). Beim Betreten des kleinen Ladens (<50 qm, würde ich schätzen) war ein Mitarbeiter anwesend, ein anderer Kunde. Beide trugen im Gegensatz zu mir keine "Maske". Okay, dachte ich mir, geht ja noch, und schaute mich ein wenig um (sah auch alles recht vielversprechend aus in den Regalen;-). Ein paar Sekunden später betreten 5 bis 6 muntere Herren den Laden, alle unmaskiert und kreuz- und quer durcheinanderhüpfend. Ich war selbst überrascht über das Ausmaß an Unwohlsein, dass mich quasi im Handumdrehen befallen hat, und hatte das Gefühl, sowas Ähnliches wie Platzangst zu Empfinden (kenne ich nur vom Hörensagen). Ich war schneller aus so dem tollen Laden heraus, als ich das angesichts des Angebots jemals für möglich gehalten hätte.

    So deutlich wie heute konnte ich bisher noch nie eine Veränderung beim Empfinden/Verhalten von mir selbst feststellen. Dies als Beitrag zu dem Thema, was Corona bei der Gesellschaft und/oder dem Einzelnen verändert.

    In den letzten ein, zwei Wochen etwas unterwegs gewesen in NRW (Sauerland, OWL) und mal hier und da Gastronomie/Biergarten (alles ausschließlich im Außenbereich, Essen überall möglich) aufgesucht. Fazit: 20 % (1x) aus meiner Sicht perfekte "Gasterfassung" (also so wie sie eben ohne Ausweispflicht möglich ist: separates Formular, bei dem dann eben jeder selbst entscheiden muss, ob er plötzlich wie 40-50% seiner Mitmenschen auf einmal auch Müller heißt oder eben seinen echten Namen angibt). 20% datenschutzrechtlich fragwürdig, denn ich konnte sehen, wie viele "Müllers" schon vor mir in diesem Lokal an diesem Tag gewesen sind (leider fehlte es mir an einer Idee, wie ich aus diesen Insider-Informationen Kapital schlagen konnte, weshalb ich die Liste nicht abfotografiert habe). Bei 60 % (also bei 3-4 Lokalitäten) gab es keine datenschutzrechtlichen Probleme, denn es wurde komplett auf eine Erfassung der Daten des Gastes verzichtet.

    Ich werte das gar nicht, denn dies ist eher eine Moment- als eine Bestandsaufnahme. Alle, die z. B. in der Gastronomie arbeiten, sind auch Menschen, und wir alle machen Fehler. (Jaja, ich weiß, ich ein Paar von uns nicht; ich selbst befürchte jedoch persönlich für mich, dass ich selbst auch fehlbar sein könnte.) Auffällig finde ich aber schon, das es- nach meiner subjektiven und nicht repräsentativen Wahrnehmung der letzten Tage - zu 100% männliche Bedienungen sind, die der Definition Mund- und Nasenschutz nicht können ( sprich: die Nase ist frei, wie bei diesem "ledendären" Wiirt oder Koch, der sich auch nicht erklären konnte, wie ausgerechnet in seinem Lokal sich der Virus verbreiten konnte, und deswegen Zinken lustig herausragte ...). Lustig ist auch dieses Foto vom Bremer Auswärtssieg auf Schalke. Kohlfeld jubelt, und links und rechts von ihm sind zwei Gurkenträger zu sehen, deren Nase schön über den Schutz herauslinst ...

    Kann aber auch sein, ich habe die aktuellen Bedingungen in NRW falsch verstanden, dann würde ich mich über Auflklärung freuen.

    Ich tue jetzt einfach mal so, als
    sei Corona kein Thema, dass bis in die nächste Saison ausstrahlt und die
    abgelaufene beeinträchtigt hat (ich brauche mal eine Auszeit von dem Thema),
    und als wäre es eine normale Spielzeit mit der gesicherten Teilnahme aller Bundesligisten am Spielbetrieb der
    kommenden Saison.

    Der 16er-Kader vom TBV sieht-
    Stand heute - so aus:


    TW: Peter Johannesson, Finn
    Zecher (aus der 2.), Abgang: Piotr Wyszomirski, Backup: Timon Mühlenstädt
    LA: Bjarki Már Elísson, Alexander
    Reimann
    KM: Gedeon Guradiola (von Rhein
    Neckar Löwen), Marcel Timm (aus Coburg), Abgänge: Christoph Theuerkauf, Christian
    Klimek), Backup: Christoph Theuerkauf
    RA: Bobby Schagen, Lukas Zerbe
    (Backup: Shawn Pauly, Maxim Schalles?)
    RL: Jonathan Carlsbogard, Jari
    Lemke, Dani Baijens (Abgang: Fabian van Olphen)
    RM: Tim Suton, Andrej Kogut, Fynn
    Hangstein (aus der 2.)
    RR: Andreas Cederholm, Isaias
    Guardiola (Backup: Shawn Pauly, Jacques Tironzelli?)

    Für mein Verständnis durchaus möglich, dass der Kader auch ohne die unerwarteten Umstände genau so ausgesehen
    hätte. Sicher, man hätte über eine Alternative für RR nachdenken können, da
    Isaias Guardiola offensiv gelegentlich nicht alle freudigen Erwartungen oder auch
    verzweifelte Hoffnungen erfüllt. Zweifellos sorgt sein offensives Spiel für die
    eine oder andere Überraschung auch, aber mutmaßlich nicht nur, auf den Rängen.
    Auf jeden Fall bietet er Unterhaltungswert, wobei ich keinesfalls unterschlagen
    möchte, das er z.B. in Erlangen ein überragendes Spiel in der Offensive geboten
    hat, einschließlich des Treffers zum Ausgleich pünktlich zum Schlusspfiff.
    Etwas mehr Konstanz wäre sicher wünschenswert,
    allerdings ist er defensiv nach wie vor über so ziemlich jeden Zweifel
    erhaben. Und wer weiß, was im Verbund mit seinem Zwillingsbruder defensiv
    möglich ist? Ein sehr stabiler spanischer Innenblock erscheint durchaus
    möglich, mit Carlsbogard, Timm und vielleicht auch einem wieder genesenen Lemke
    (man würde ihm eine lange Zeit ohne Verletzung wirklich wünschen) sind recht zahlreiche
    Alternativen vorhanden:

    Zurück zu RR: die Alternative für
    Isaias Guardioala (offensiv, wohlgemerkt) hätte ja auch eine interne Lösung wie
    Shawn Pauly oder auch der junge Luxemburger Jacques Tironzelli sein können,
    hier allerdings hat man dann, sicher für einige überraschend, aber aus meiner
    Sicht auf jeden Fall sympathischen Entschluss
    gefasst, den Vertrag mit Jari Lemke zu verlängern. Bleibt Cederholm, der
    sich für mich nach mäßigem Beginn im Laufe der Saison immer mehr gesteigert hat
    und mittlerweile für mich zu einer richtig guten Verpflichtung geworden ist.
    (Ja, klar, manchmal hat er seine Phasen, wo diese Meinung ins Wanken gerät,
    aber insgesamt geht seine Entwicklung für mich in eine wirklich gute Richtung).

    Die Personalie Lemke sorgt, vielleicht
    nach der langen Pause auf Sicht, für eine zusätzliche Alternative im
    Deckungszentrum. Und für ein relatives Gedränge auf RM und RL mit dann 6
    Spielern, wobei neben Lemke mit Suton ein weiterer Rekonvaleszent (hoffentlich)
    zurückkehrt. In Sutons Abwesenheit hat sich Carlsbogard in seiner zweiten
    Saison prächtig entwickelt. Es wird interessant sein zu sehen, ob die beiden
    auch neben- und miteinander so gut funktionieren, wie es der TBV zuletzt
    sportlich getan hat. Suton, Kogut und Carlsbogard gleichzeitig über einen
    längeren Zeitraum fit – hört sich für mich gut an. Bin gespannt, wie sich (aus
    meiner Sicht etwas dahinter) die Spielanteile von Baijens und Hangstein, vor
    allem im Vergleich zueinander, entwickeln. Nach der langen Verletzungspause vermute
    ich, dass Jari Lemke vielleicht zunächst eher defensiv Spielanteile bekommen
    könnte.

    Linksaußen hat man den aktuellen
    Torschützenkönig und einen jungen Spieler, der durchaus schon ein paar
    charmante Auftritte gezeigt hat. Aktuell sind da für mich keine größeren
    Probleme in Sicht. Auch auf RA ist man so besetzt wie im Vorjahr, Probleme sind
    auch aktuell für mich nicht zu erwarten.

    Dann haben wir noch den Kreis. Hier
    wird komplett gewechselt. Zwischenzeitlich, in der Saison 2018/2019, hatte ich
    den Eindruck, der TBV habe mit Theuerkauf/Klimek das abschlussschwächste
    Kreisläuferduo der Liga. In dieser Saison setzte sich das teilweise fort, wobei
    Klimek auch Spiele mit 100%iger Trefferquote bei 4 bis 6 Versuchen hatte – es
    kann also durchaus funktionieren, doch eine gewisse Beständigkeit war hier m.
    E. nicht immer gegeben. Bei Theuerkauf zeigte die Formkurve nach oben, nachdem
    sich seine sportliche/berufliche Zukunft geklärt hatte - so zumindest mein
    subjektives Empfinden. Gedeon Guardiola ist für mich sozusagen der Ersatz für
    Klimek, da ich seine Stärken eher defensiv sehe. Kann sein, Guardiola ist ein
    der Abwehr erfahrener und noch versierter als Klimek, dann hätte man sich hier
    verstärkt. Timm kann ich kaum bwurteilen, aber in der Abwehr wird er Theuer sicherlich
    gut ersetzen können. ;) Vorne? Hm. In weiten Teilen dessen, was wir in den
    letzten 1,5 bis 2 Jahren gesehen haben, glaube ich: Ja, das auch.

    Zuletzt das Tor – diese Position
    ist ja auch nicht ganz unwichtig. Johannesson bleibt – hat etliche Punkte
    gewonnen für den TBV in der vergangenen Saison – war am Saisonanfang aber auch
    quasi nicht existent in einigen Spielen. Dürfte die klare Nummer eins sein, vor
    allem, wenn er die Form zeigt, die er ab Oktober/Novemberziemlich konstant
    gezeigt hat, beineghalten kann (ach ja, es waren ja bis heute zwei Monate Pause
    und bis zum Beginn der neuen Saison sind es dann wahrscheinlich sechs Monate
    Pause gewesen … die Form, die man dann mal irgendwann hatte, ist wohl ziemlich
    wumpe, hm? ) Da Wyszomirski nach Ungarn wechselt, kommt aus der „Zweiten“ Finn
    zecher fest in den Profikader. Bin gespannt – und recht optimistisch. Ja
    staibiler Johannesson, desto leichter vielleicht der „Profi-Einstieg“ für
    Zecher, der aber auch in der vergangenen Saison beim (sportlich) wichtigen Sieg
    in Balingen gezeigt hat, dass er es kann.

    Tja, alles in allem hätte ich
    durchaus Bock auf Handball. Zeitlich kommt es einem auch fast so vor, als sei
    die Sommerpause schon gewesen, aber irgendwie „bleibt alles anders“ (wenn
    Herbie Grönemeyer einmal Zutreffendes genuschelt hat, dann sicher hier) und ich
    habe keine Ahnung, ob einer von uns im September ein Handballspiel in der
    Bundesliga live vor Ort sehen kann. Ich würde es uns allen wünschen, denn dann
    wäre der weitere Verlauf der aktuellen Krise wohl , im Rahmen des zu
    Erwartenden und/oder des zu Befürchtenden, verhältnismäßig glimpflich gewesen.

    Die Hoffnung stirbt als letztes,
    in diesem Sinne!

    Ach so, was ich dem Kader zutrauen würde? So wahnsinnig weit ist Europa bei optimalem Verlauf von Lippe gar nicht entfernt. ;)

    So, und nun mal gucken, ob, wann und/oder für wieviele es nächstes Jahr überhaupr Bundesliga-live zu sehen gibt ...

    Sieht wohl nicht so richtig pralle aus mit der Teilnahme an der 3. Liga in der kommenden Saison:

    https://www.nw.de/sport/lokalspo…ie-3.-Liga.html

    Man war zum Zeitpunkt des Abbruchs der Saison halt 3. in der Oberliga NRW. Man könnte also durchaus der Meinung sein (ich zumindest bin es), dass andere Mannschaften bis zu diesem Zeitpunkt mehr aus ihren (mutmaßlich bescheideneren) Möglichkeiten gemacht haben. Also eigentlich business as usual und durchaus so, wie in den Jahren zuvor.

    Nächste Saison dann der 4. Anlauf zum Aufstieg in die 3. Liga. Die Fluktuation im Kader traditionell recht hoch (6 Neuzugänge, wenn ich richtig gezählt habe, u.a. mit Dresrüsse und Bechtloff auch wieder eine Portion TBV-Historie), aber länger als zwei Spielzeiten braucht man sich die Namen der Neuzugänge üblicherweise nicht merken. Das Template für die Vorstellung der Neuzugänge auf der Homepage würde ich als mittlerweile in die Jahre gekommen bezeichnen und einer Überarbeitung empfehlen. (Jaja, es stimmt natürlich: Es ist ja tatsächlich auch ein spannendes Projekt, dass da in Bielefeld, total aufregend und so. Ich würde mich ja selbst auch ziemlich aufregen, wenn ich Fan des Clubs wäre. :hi: )

    Stichwort Landesregierungen ... in NRW empfinde ich, dass sich bei Laschet seit Mitte März eine recht erstaunliche Wandlung vollzogen hat - seinerzeit sprach er recht deutlich von einer Frage auf Leben und Tod, als der Lockdown sozusagen von der Politik vorbereitet wurde, und nun öffnen in NRW als erstem Bundesland die Möbelhäuser, weil es ja so viele Hersteller von Möbeln in NRW gibt. Für mich persönlich nicht nachvollziehbar, da nicht miteinander vereinbar.

    Hätte nie geglaubt, das Folgende Mal zu schreiben: "Aus meiner Sicht macht die beste Figur aller Ministerpräsidenten in dieser sicher sehr schwierigen Zeit der CSU-Ministerpräsident." Aber, zu meiner eigenen Verwunderung, ist genau das mein Ernst.

    Wer übrigens mal einen (sicher auch nicht unbedingt repräsentativen) Eindruck darüber haben möchte, wie die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung der NRW-Schulen von Betreoffenen gesehen werden, und wer aktuell ein wenig Langeweile hat und was lesen möchte, dem sei dieser Link empfohlen:
    301 Moved Permanently

    Ob sich die Regelungen mit Möbelhäusern und Shopping-Malls als gut und vor allem praktikable erweisen, wird die Zeit zeigen. Natürlich sind bestimmte Schutzvorkehrungen und Einlasskontrollen vorgeschrieben, aber ich befürchte, dass selbst wenn der Betreiber vieles versucht, die Umsetzung aufgrund der Vernunft der Besucher eher schwierig wird. Ich war in den letzten Wochen aufgrund meiner dienstlichen Tätigkeit im Wochenrhythmus in der Innenstadt und obwohl die Geschäfte am Donnerstag genauso geöffnet oder eben geschlossen hatten wie in den Tagen bzw. Wochen zuvor, war ein deutlich höheres Menschenaufkommen wahrzunehmen. Sowohl meine Kollegen als auch ich hatten den Eindruck, dass mit der angekündigten Ladenöffnung ab Montag bei vielen plötzlich die "Normalität" in den Köpfen zurückgekehrt ist. Ich bin in meiner Mittagspause die übliche Runde durch die Stadt gelaufen und musste regelmäßig Menschen ausweichen, die -wie vor Corona- auf ihr Handy starrten und ohne Rücksicht auf andere auch mal frontal in jemanden reingelaufen wären.

    Wenn die Vernunft und Vorsicht bei den Mitmenschen einfach aussetzt, dann kann der Inhaber des Möbelhauses oder Shopping-Centers sich noch so gut an Vorgaben halten - die Leute werden zu dicht beieinander sein. Hier kann man natürlich sagen, dass dies die Verantwortung eines jeden einzelnen ist, aber ich seh auch, dass der Staat im Zweifelsfall die Deppen ein wenig vor sich selbst schützen muss - vor allem sind hier die Mitarbeiter der Geschäfte, die sich eben nicht "wehren können" im Bedarfsfall zu schützen.

    Ich hab für mich entschieden, das ich in den nächsten Wochen, solange es keine belastbaren Werte aufgrund der Lockerungen gibt, mit Sicherheit nicht in Shopping-Center, Möbelhäuser und sonstige Läden fahre, aus denen ich nicht unbedingtzwingend etwas benötige. Wenn ich etwas dringend braucht, kann ich immer noch die Abholangebote der örtlichen Geschäfte nutzen, denn diese haben sich inzwischen recht gut auf die veränderte Situation eingestellt.

    Glück auf
    smoerf

    Sehe ich (leider) praktisch genauso. In unserer Firma gibt es ein Außenbüro, an dessen Außentür in 5 Sprachen groß und deutlich steht: "Nicht ohne Aufforderung eintreten, bitte Klingeln". Anfangs haben wir die Tür offen gelassen in der naiven Meinung, dass sich (fast) alle daran halten werden. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass 40 bis 50 % der Leute a) sich entweder nicht angesprochen fühlen oder b) mit der Aufforderung intellektuell überfordert sind (zumindest in der Zielgruppe, mit der wir befasst sind). Das Beispiel ist sicher nicht repräsentativ, stimmt mich jedoch einigermaßen skeptisch. Unsere Außentür bleibt bis auf Weiteres verschlossen und ich persönlich werde mich exakt weiter so verhalten, wie in den letzten Wochen, da ich vermute, das die "Herdenintelligenz" in der nächsten Zeit nicht gerade zunehmen wird.

    Ich persönlich empfinde die für mein Verständnis jetzt sehr schnell erfolgende "Wiedereröffnung der Schulen" als fragwürdig (oder, anders gesagt, als sehr riskant). Habe mich heute mit heute länger mit einer Lehrerin einer NRW-Schule erhalten. Sie sagte sinngemäß, dass möge vielleicht an der Oberstufe eines Gymnasiums einigermaßen funktionieren, aber sicher nicht z. B. an der Schule, an der sie unterrichtet. Sinngemäß müsste man den Meisten dort erst einmal erklären, was überhaupt 1,50 Meter und Abstand miteinander zu tun haben könnten. Andererseits ist natürlich die Frage, wie lange man warten soll/muss, bis alles wieder "normal" ist. Das kann ich leider auch nicht beantworten. Wenn ich an meine eigenen Erfahrungen mit SuS denke (die stammen überwiegend aus dem außerschulischen Bereich, z. B. Carnival der Kulturen etc.), bin ich aber auch durchaus skeptisch, ob die von der NRW-Schulministerin in einem Radiointerview angekündigten Hilfen für LehrerInnen ausreichen werden. Bisher ist ja nicht einmal eine Aussage auffindbar, was mit LehrerInnen ist, die zu eine Risikogruppe gehören. (Wird in den nächsten Tagen definiert, heißt es z. B. hier: https://www.ksta.de/region/schule-…hr-aus-36566402 - Punkt 12). Ich hätte durchaus erwartet, das solche Fragen beantwortet sind, bevor man einen "Re-start" verkündet.)

    Ich hoffe, Lemgoer dürfen auch mitmachen ;)

    Meine Liste ist keineswegs frei von subjektiven Sentimentalitäten und erhebt keinen Anspruch auf Objektivität:


    Tor: Grosser Lutz (so wurde er zumeist von Lajos Mocsai benannt), Die ersten Titel gingen über ihn.
    RA: Florian Kehrmann (ich würde ja auch gern hier Frank Ziegler nennen, der nie vor dem entscheidenden Wurf gescheut hat, aber Flo hat schon mit geringeren Winkeln arbeiten können. Aber dennoch: "Mamor Stein und Eisen bricht, aber unsere Ziege nicht" - dieses fragwürdige Fragment eines Liedes haben wir ihm mal im nicht unbedingt völlig nüchternen Kopp nach irgendeinem Heimsieg bei einem zufälligen Treffen in einer Lemgoer Lokalität vorgetragen - Ziege war auch angemessen peinlich berührt (uns hingegen war längst nix mehr peinlich; naja - good old times und so).
    KM: Christian Schwarzer (kommt man schlecht dran vorbei, wenn man 2002/2003 bedenkt und seine Schlüsselrolle bei der schnellen Mitte)
    LA: Logi Geirsson (für mich ein großes sportliches Elend, dass er seine Karriere in der Bundesliga so früh beenden musste). Mit ihm auf RL stand Island im olympischen Finale.
    RR: Tja. Wir bewerten hier ja das Sportliche, nicht das Kaufmännische oder Sonstiges (ich zumindest bei dieser Position). Dann muss es wohl Volker Zerbe sein.
    RM: Andrei Siniak. Was habe ich ihn bestaunt - diese sensationelle Wandlungsfähigkeit von absoluter Teilnahmslosigkeit in einem Sekundenbruchteil bis zur für unmöglich gehaltenen Entladung im nächsten (zumeist in Form eines sensationellen Schlagwurfs). Hat immer Verantwortung in entscheidenden Momenten übernommen (okay, es hat nicht immer geklappt, aber das steht für mich auf einen anderem Blatt). War zielführender Bestandteil beim Double 1997 - und irgendwo schwankend zwischen Genie und Wahnsinn. Habe wirklich quasi Trauer getragen, als irgendwann (2001?) Markus Baur für Andrei Siniak kam. Und, sorry: Ich kann hier nicht anders, ich muss für unsere Kalashinkov stimmen,
    RL: Daniel Stephan. RM ist bei mir ja besetzt, und den ersten Welthandballer der Republik muss ich aus sportlichen Aspekten hier doch unterbringen. ;)

    Trainer: Für mich, unzweifelhaft, Lajos Mocsai. Aufbauarbeit, Entwicklung, Visionen, alles das. Wenn man so sagen möchte: Er hat uns "groß" gemacht.

    Ich hoffe, das neulich abgesagt Legendenspiel kommt irgendwann tatsächlich noch zustande. Alles Gute für meine Top/ und jeden, der sich meinen Text reingezogen hat. ;)
    RL:

    Mal wieder was zum Thema Bielefeld und den Bundesliga-Handball, den es da ja irgendwie noch nicht so recht geben will: Am kommenden Wochenende spielt der Tabellenführer Hamm II daheim gegen den HandbOWL-Erfinder. Hamm hat momentan 34:2 Punkte, die Wortspielgiganten der TSG als Tabellen-3. 28:6. Wenn man das Spiel verliert, dürfte es sich mit dem Aufstieg für diese Saison endgültig erledigt haben. Mit den jüngst verkündeten Neuzugängen von Nils Dresrüsse aus Hagen und Jens Bechtloff aus Lübbecke hätte man aber in der nächsten vielleicht die Möglichkeit, im dann vierten Anlauf in die 3. Liga aufzusteigen ... ich weiß nicht. Eine Erfolgsgeschichte ist das irgendwie nicht so recht bisher.

    Man kann ja hoffen, dass Wetzlar das schlechteste Spiel der Saison abliefert, wovon Lemgo dann profitieren könnte.
    Ich kann aber das Spiel vom 22. August 2019 da nicht einordnen. Ggfls. ist das Rennen also offen.

    :D So wird es sein.

    Oder fast genau so ähnlich. ;)

    Aber tatsächlich sehe ich hier einen der angenehmen Vorzüge von KW: so einfach macht er es sich in den PKs eigentlich nicht (zumindest nicht in denen, die ich bislang von bzw. mit ihm gesehen habe).

    Naja, wenn wir mal die Historie bemühen fällt uns auf, dass Wetzlar uns zu Hause noch nie geschlagen hat.

    Ich finde KW zwar sehr sympathisch und habe ihn immer als fairen Sportsmann empfunden (und habe aus der Distanz betrachtet ein Verständnis von exakt 0,0 für die kürzlich verkündete Entscheidung der HSG, seinen Vertrag nicht zu verlängern), aber ich glaube, er muss es verknusen, dass er mit der HSG auch weiter nicht in Lemgo gewinnen kann.

    Anders ausgedrückt: In der Welt von heute gibt es für einen um Realismus bemühten Menschen wie mich kaum noch gesicherte Wahrheiten. Eigentlich nur noch die eine: die HSG gewinnt beim TBV nicht! Wenn diese letzte Bastion der Sicherheit fallen würde, wüsste ich auch nicht mehr, an was ich noch glauben soll.  ;)

    Ich schließ mich Lemgoer Jung und TCLIP an ... wenn man sich das so anhört ist Lemgo nur deswegen 10., weil alle ihr schlechtestes Saisonspiel immer gegen Lemgo machen ( die Löwen ja jetzt auch schon zum 2. Mal in dieser Saison ;) ) ...naja, aber ist ja immer so: wenn man selbst nicht so schlecht gespielt hätte, hätte man vielleicht nicht verloren ... kann ja jeder immer sagen, so what ... schönes WE!

    @ TCLIP: das aus Carlsbogard mal ein richtig Guter wird, hast da hier im Forum ja schon recht früh geschrieben. Gutes Auge! :hi:  

    Erstaunlich ist ja, dass ein Jonathan Stenbäcken vor 4 Jahren Okympionike für Schweden wurde, aber ein Jonathan Carlsbogard - wenn ich nichts verpasst habe - noch kein Länderspiel für Swerige gemacht hat.

    Gesendet von meinem ATU-L21 mit Tapatalk

    Wenn man das Sky Gespräch mit Stefan Kretschmar über die Causa Prokop gerade gehört hat, fragt man sich warum er überhaupt noch zu Themen befragt wird mit denen Bob Hanning im entferntesten zu tun hat. Offensichtlicher kann Parteilichkeit nicht sein.

    Das sehe ich genau so. Das Interview mit Kretsche vor der Konferenz am Freitag war meines Erachtens ... nicht sehr werthaltig, für so einen Handball-Rebell. Sehr interessant, der direkte Vergleich mit Heiner Brand (ein Heiner-Fan bin ich traditionell eher nicht unbedingt).