...
Ach ja und noch was zu all denen die was von "die Sportart man sich klein" schreiben. Wenn bei Sport1 Vierte-Ligafussball den x-fachen Wert an Einschaltquoten zu Kiel-Flensburg bringt, dann zählt hier einfach die normative Kraft des Faktischen. Kommt aus Euerem Vereinsturnhallenbrunnen raus und registriert, dass Handball zwar für uns hier ein großer Sport ist, für den gemeinen Mann da draussen jedoch ein Sport, der immer Anfang Februar während der Turniere, bei gutem Verlauf, in dessen Wahrnehmung auftaucht und im März nicht mehr existent ist.
Der EM-Titel hat keinen spürbaren Run verursacht im Unterschied zu 2007.
-
Das meine ich etwas anders mit dem "klein machen". Komplett ausformuliert meine ich:
"Im Versuch größer zu werden als er ist (und als er zu unseren Lebzeiten jemals sein wird), macht sich der Handball kleiner als er ist, indem er sich auf fußballose Fernsehzeiten zurückdrängen läßt. Hier wäre so viel Selbstbewußsein und realistische Selbsteinschätzung wünschenswert, um einfach zu sagen: Ja, wir sind eine Randsportart, wissen wir. Wir werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Na und? Deswegen muss ich nicht meinen bisherigen Hauptspieltag aufgeben, um zukünftig zu bislang unvorstellbaren Zeiten zu spielen."
Oder wird die Masse der fußballkonsumierenden Skygucker/Himmelsbeobachter nun sagen: "Oh toll, darauf habe ich ja nur gewartet, dass ich noch ein paar Stunden länger vor der Glotze/vor`m Smartphone hängen kann, macht ja nix?" oder "Hey toll, die spielen jetzt um 12.30 am Sonntag Handball, da werde ich deshalb jetzt Fan?"
Ich glaub's nicht. Es wird keinen Quantensprung geben bei der Reichweitenerweiterung, das gibt meiner Meinung nach die sportliche Landschaft hierzulande auf absehbare Zeit schlicht und ergreifend nicht her, völlig egal, ob Sport1 oder Sky oder Radio Eriwan wieviele Spiele auch immer überträgt. Ich finde das auch nicht sonderlich schlimm, da es mir logisch erscheint, das nicht alles auf der Welt immer im Wachstum sein kann. Man sollte einfach in etwa seine Grenzen kennen und akzeptieren.
(Habe bislang zwei Spiele auf diesem Leistungsniveau zu einer solchen Uhrzeit gesehen. DSC Wanne-Eickel hat in einer Bundesliga-Saison Ende der 80er - zumindest einmal - am Sonntag vormittag gespielt. Da war sowieso alles anders, denn das war eigentlich eine Eishockey-Halle (wenn ich mich nicht irre), in der während des Spiels geraucht wurde. Und ein Europapokal-Spiel in Prag in den 90igern, wobei die Uhrzeit meiner Erinnerung nach eine Ausnahme war.) Die Vereine auf diesem Niveau werden wohl ihre Gründe haben, warum sie üblicherweise nicht um diese Zeit spielen.)