Zitat
Original von Ivano
Lemgo hat gegenüber vielen Spitzenteams (Kiel, Ciudad, Barcelona, HH, Kopenhagen) einen entscheidenden Nachteil: Es liegt im völligen Niemandsland. Kein Flughafen in unmittelbarer Nähe, keine attraktive Großstadt, nichts. Da überlegt sich ein Spitzenspieler schon, ob er in dieses Provinzstädtchen wechselt.
Sorry, aber das ist für mich kompletter Blödsinn. Alle Jahre findet sich zwar jemand, der das wieder auf den Tisch bringt, aber ich glaube Lemgo hat oft genug bewissen, daß es junge Talente ( Stephan, Kraus, Jicha, Kehrmann ... ) oder auch gestandende (Welt-?)Klasse-Spieler ( Baumgartner, Schwarzer ) nach Lemgo holen kann. ( Und auch lange im Verein halten kann. ) Es soll ja auch Menschen geben, die für andere attraktive Großstädte für sich selbst gar nicht als attraktiv empfinden. Letztlich kommt es doch wohl mehr darauf an, mit wm man wo ist, nicht wie viele mit einem wo sind. Und was den Flughafen angeht - 40 MInuten nach Paderborn. Ist es nicht völlig wurscht, ob ich innerhalb von Hamburg eine Stunde brauche, um zum fLughafen zu kommen, oder in der gleichen Zeit die 45 KM von Lemgo nach Paderborn zurücklege? Na, und wenn nicht geht es halt nach Münster, Dortmund oder Hannover.
Lemgo hatte auch mal einen sehr verdienstvollen Manager, der gegen Ende seiner Amtszeit meinte, es müßte eine "SG Owstestfalen-Lippe" geben, da Lemgo nie aus eigener Kraft Deutscher Meister werden könne -auch ein Irrtum.
Alle Skeptiker seien beruhigt: es gib in Lemgo fließend Wasser und in viele Häusern sogar Strom, so daß es einem Leistungssportler an wenigem Fehlen wird ... die Suizidrate aus Langeweile bewegt sich bei Einwohnern ( inklusive Leistungssportlern ) meines Wissens nach auch im üblichen Rahmen ...

Generell zu den Wechseln, Verträgen und Wechseln ( Galia und Kubes sind gute Beispiele ) möchte ich folgendes anmerken: die beiden sind jetzt z. B. Tschechen. Ich persönlich glaube nicht, daß sie in ihrer Kindheit in FAG, TBV oder HSG-Klamotten geschlafen haben - vermutlich werden auch Bieleckii und Takcyk als Kinder nicht mit leuchtenden Augen die Heimspiele vom SCM oder Kronau gesehen haben. Mithin frage ich mich: woher soll denn da eine ( über ein subjektiv sicher unterschiedliches, aber eben m. E: irgendo begrenztes ) gewisses Maß an Empathie die sicher wünschenswerte, aber nicht erzwingbare, Identifikation und Vertragstreue kommen? Ich kann es keinem Spieler verdenken, wenn er seine Möglichkeiten ( auch die finanziellen ) nutzt. Und ich persönlich vermute, daß es insbesondere Spielern aus dem Ausland ( wohl gemerkt: das soll keine Kritik sein ) relativ egal sein wird, ob sie nun in Nord- oder Süd- oder Was-auch-immer-Deutschland spielen. Ihre Mindestanforderungen werden sie wohl bei mehreren Vereinen erfüllt bekommen, so what ... ?
Desweiteren sollte folgendes nicht vergessen werden: ein allgemein beliebter und geschätzter Spieler hat schon einmal genau so argumentiert, wie es der eine oder andere ausländische Spieler jetzt tut: bevor Christian Schwarzer von Niederwürzbach nach Barcelona wechselte, war Lemgo schon interessiert - er kam allerdings erst zwei Jahre späte. Begründung für den Wechsel nach Barcelona? Sinngemäß sowas wie "Ich hätte zwar gerne mit meinen Kumpels aus der Nationalmannschaft auch im Verein zusammengespielt, aber dieses Angebot kann ich mir nicht entgehen lassen."