Freundschaft!
Du übernimmst ja die komplette Analyse unseres „Feindes“.
Leider trifft der Punkt „wach sein“ wohl auch auf uns zu.
Schon, aber nicht eins zu eins. Der SCM ist mit seinem Kern noch nicht am Ende des Zyklus' angekommen. Dieses permanente Programm zehrt auch an den SCM-Spielern, war aber leichter zu verkraften, als man permanent gewonnen hat. Wiegert sprach neulich von Kleinigkeiten, die nicht passen würden. Gegen Kiel ging dann plötzlich sogar die große Linie flöten. Da hat man Fehler gemacht, die man sonst nicht macht und im Angriff teilweise komplett die Struktur verloren. Da war ich - nach einer Nachdenkphase - besonders am Montag sehr pessimistisch. Wenn es schon nicht wirklich rund läuft und man sich dann leistungstechnisch richtig eingräbt, dann wird es irgendwann schwer, zeitnah wieder aus dem Loch zu kommen.
In Aalborg hat man unter dem Strich gesehen, dass der SCM die Resilienz hat, sich auch selbst wieder zu befreien, nach der schwachen 2.HZ gegen Kiel und der schwachen 1.HZ in Aalborg. Es war sehr wichtig, die Abwärtsspirale schnell zu stoppen. Das ist gelungen. Der SCM war jetzt leistungstechnisch an seinem Minimum. Er wird im Laufe der Saison auch wieder stärker spielen. Die Frage ist nur, wie schnell und wie sehr. Ich erwarte nicht, dass man das Niveau der letzten Saison erreicht. Aber der SCM braucht seinen Rhythmus, um sein bestmögliches Spiel zu spielen. Das funktionierte nie von Anfang der Saison an, mit Ausnahme von 2021/22. Ich bin aktuell sehr gelassen, habe die Ansprüche für die nächste Zeit runtergeschraubt. Es wird im Moment manchmal nur was über den Kampf gehen. Aber das wird sich auch wieder ändern.