Freundschaft!
Interessant finde ich, dass die Väter der zur Zeit ersten deutschen Rückraumreihe Grgic, Knorr, Uscins alle auch Handball-Nationalspieler waren. Grgic senior trat für Kroatien, Uscins Vater für Lettland und Thomas Knorr für Deutschland an. Letzterer war sogar EM-Torschützenkönig. Handballtalent scheint also gut vererbbar zu sein!
Sollte man meinen. Ich denke aber, dass etwas anderes viel wichtiger ist. Handball ist eher ein Arbeitssport als ein Talentsport. Es gibt im Handball viel, viel mehr Spitzensportler aus mehreren Generation als z.B. beim Fußball. Da könnte man leicht sagen, es liegt am vererbten Talent. Aber ich glaube, es liegt viel stärker an dem Zugang zum Handball und am vorgelebten Ehrgeiz, den es braucht, um im Handball zu bestehen. Es gibt nämlich auffällig viele Handballer, die in typischen Handballstädten geboren sind. Die absoluten Ausnahmespieler kommen tatsächlich quasi zufällig von irgendwo her. Aber die Reihe danach, ist dann oft da, weil es irgendwo die gute Förderung gibt. Wenn man viel Statistik macht, dann fällt einem das irgendwann ins Auge. Wenn man z.B. eine ukrainische Handballnationalmannschaft hatte, bei der ein Drittel der Spieler (oder so) in Saporoschje geboren ist. So was kann dann nicht am vererbten Talent liegen.