Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Hofmann ist vielen durchgerutscht, wie mir scheint. :D Er war einer der vier Weltklassespieler, die die DDR in den 80ern hatte (neben Wieland Schmidt, Wahl und Wiegert). 1986 war er als bester Torhüter der WM im Allstar-Team und die Nummer eins im DDR-Team. Hatte 66/152 (43,4 Prozent), Wieland Schmidt hatte 34/86 (39,5 Prozent). Wieland Schmidt hat aber wie so oft die Sowjetunion gekillt und war bester Siebenmetertöter des Turniers. Überhaupt konnten die Gegner nur 21 von 40 Siebenmetern verwandeln (52,5 % Prozent). Das war wohl das beste Duo, dass je eine Mannschaft bei einem großen Turnier hatte.

    Bei der WM 1990 stand Hofmann fast durchgehend im Tor (Grosser bekam nur ein paar Minuten) und war mit 51,4 Prozent Paraden bester Torhüter im Turnier. Und mit Wallau dann hat er ja auch (fast) alles gewonnen und wurde 1992 vom Handballmagazin als einziger Torhüter in die Weltklasse eingestuft.

    Wie sagt man bei den Amis so schön? Hofmann ist kriminell "underated". Bei Handballern ist es schon fast Zufall, wer als Topmann in Erinnerung bleibt (oder sogar überhöht wird) und wer vergessen wird.

    Freundschaft!

    Nein, teilweise wurden drei Serien gespielt. Ein Spiel zu Hause, ein Spiel auswärts und am Saisonanfang erstmal turnierweise in neutralen Städten. In der sowjetischen Meisterschaft war das aufgrund der Entfernungen der Standard. Habe sie sich vielleicht vom großen Bruder abgeguckt.

    Edit: Hier ging es ja um die Turniermeisterschaft. Da war im Grunde der Pokal, bevor er Pokal hieß.

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    Wenn hier über den SC Empor Rostock geredet wird, dann muß auch der Torhüter Jürgen Rohde erwähnt werden, der zusammen mit Wieland Schmidt auch in der DHV-Auswahl mal ein Gespann bildete. Jürgen Rohde war 20 als er 1973 nach Rostock kam und war vorher 6 Jahre beim SCM. Ich weiß nicht, ob es den Tatsachen entspricht, daß sein damaliger Wechsel mit Wieland Schmidt zusammenhing, der damals auch schon beim SCM spielte. Meine es mal so gehört zu haben.


    Beide sind ein Jahrgang, aber fast ein Jahr (2. Januar bzw. 23. Dezember) und damit auch ein Schuljahr auseinander. Zuerst ist Rohde in die erste Mannschaft aufgerückt, dann Schmidt. Klaus Miesner wollte aber nicht mit zwei so jungen Torhütern spielen und hat sich daher für den besseren entschieden und Rohde durfte wechseln. Ich habe nicht mehr im Kopf welche, aber er hatte die Auswahl unter mehreren Sportclubs und hat sich für Rostock entschieden.

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    Ok, was meinst Du mit "zu der Zeit"? Im Aufgebot zur WM im Feb./Mrz. '86 waren ja 6 Spieler vom Club, wenn man Wikipedia glauben darf.


    Das was ich geschrieben hatte. Sieben SCM-Spieler waren im WM-Kader 1986. Wieland Schmidt hatte danach aufgehört in der Nationalmannschaft (hat später nochmal gespielt). Schimrock war generell so auf der Kippe drin/draußen in der Auswahl. Köckeritz war wieder weg vom SCM. Krüger hatte ebenfalls aufgehört in der Nationalmannschaft (ist ja überhaupt nur durch Zufall wieder im WM-Kader gelandert, er hatte ja auch schon aufgehört in der Auswahl).

    Blieben im Dezember 1986 drei SCM-Nationalspieler. Pysall, Wiegert und Winselmann.

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    Bei den Aufstellungen fällt mir auf, daß mit Peter Pysall nur ein SCM-Spieler auftaucht. Eigentlich ungewöhnlich für eine DHV-Auswahl in den 80ern. Potti Wahl fehlt auch. Hat man da nur eine bessere B-Auswahl nach Österreich geschickt?


    Da fehlen nur Winselmann und Wiegert, mehr SCM-Spieler haben zu der Zeit nicht in der A-Mannschaft gespielt.

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    Hermann und Herold sagen mir spontan erst mal nix und Bausch und Zeise, da wirds auch trübe. Bausch noch eher als Zeise, wahrscheinlich wegen dem Wechsel zum SCL.
    Zeise, Zeise, vom Typ eher schlaksig und dünn? Von ASK oder Dynamo? Der kann doch nicht viele Länderspiele haben. War wohl eher so Springer, wenn die A-Garde verhindert war.


    Thomas Zeise hatte 43 Länderspiele und war bei der WM 1986 dabei. Rückraum Links.
    Jens Herold (SC Leipzig) hatte 6 Länderspiele. Rückraum Mitte.

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    Die Bördelandhalle enstand doch erst nach der Wende. War der Bau einer richtigen Halle aufgrund der Beschränkung der Gieseler-Halle vor der Wende nie eine Thema?


    Es gab die Idee, eine 4000er Halle in der Innenstadt zu bauen. Da wo heute das Allee-Center ist. Wie konkret das am Ende war, kann ich nicht sagen.

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    Die Hallen war wohl eine generelle Herausforderung. Piesteritz spielte einer Halle, die hieß "Am tor 2" also auf dem Werksgelände.War die Gieselerhalle auch ein ehemaliger Lokschuppen. In meiner Erinnerung baugleich mit Marienehe.


    Also das war Premnitz. Piesteritz hat in der Stadthalle gespielt.

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    Mir ist vor einiger Zeit beim Aufräumen ein alter Wimpel in die Hände gefallen, der sehr gut zu diesem Thema passt. Mein Vater hatte als Clubvorstand irgendwie Kontakt zu Gunnar Schimrock und da ich im TZ Handball gespielt und den Traum vom SCM mit 5 bis 6 Trainingseinheiten pro Woche (als 11/12 jähriger) forciert habe, hat mir der Gunnar einen SCM-Wimpel mit den Autogrammen der 86er (?) Mannschaft geschenkt. Einige der Autogramme kann ich noch ganz gut erkennen: Klaus Miesner, Ingolf Wiegert, Hartmut Krüger, Holger Winselmann, Udo Rothe, Peter Pysall, Andreas Fink, Wieland Schmidt und Gunnar Schimrock und dann wird es schwierig: Heiko Triepel, Heiner Benecke, D. Schmidt (?), Dr...(?), L. Becker (?) und den Rest kann ich nicht entziffern.


    "D. Schmidt" kann eigentlich nur Dirk Schnell sein. Dann wäre es 1987/88, wobei da Rothe nicht mehr dabei sein dürfte. Aber Dirk Schnell war der einzige Oberligaspieler des SCM in den gesamt 80er Jahre, dessen Vorname mit D begann. "L. Becker" ist Lars Becker. "Dr." ist vielleicht. wenn es ein Spieler ist, Dr. Olaf Haase oder eben Dr. Maue, der Mannschaftsarzt.

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    Sorry, aber bei mir ist immer noch vieles unklar. Wenn schon Lok nicht zum SCM gekommen ist, muss aber mindestens Klaus Miesner gewechselt sein, weil der ja 1967 Acki Kandula als SCM - Trainer beerbte.


    Klaus Miesner hatte mit dem SCM eigentlich nichts zu tun. Er war Sportlehrer. Und als der SCM einem Trainer brauchte, hat Heinz Hercke Miesner mal auf dem Fahrrad abgefangen, am Gepäckträger festgehalten und überredet, es zu machen.

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    Guido, wie muss ich mir das vorstellen? Liefen bis in die 60er Jahre hinein Hallen- und Feldhandball parallel? Aber die hatten doch keine 2 Mannschaften, oder? Klaus Miesner hat doch auch noch Feldhandball gespielt.
    Meine Mutter hat ja auch bei Lok Südost gespielt und die kannte ja Miesner, Wende und so auch persönlich, aber ihre Erinnerung ist auch nicht mehr die beste. Außerdem bekam sie dann auch meinen Bruder und fing selber an zu studieren.
    Auf jeden Fall hat sie bestätigt, dass Miesner 1957 zur DHfK delegiert wurde, bei Wiki steht, dass er mit DHfK ´61 und ´62 Meister wurde. Das kann ja alles sein, bzw. auch mit Südost dann ´63 wieder Meister geworden zu sein. Passt ja, so 4-5 Jahre Studium.
    Also was ich partout nicht mehr sauber getrennt bekomme ist das Ding mit Feld- und Hallenhandball und die Metamorphose der Vereine von Lok Südost, über SC Aufbau bis hin zum SCM und wie das konkret beim Handball war. Wiki sagt ja auch, dass der SCM 1967 Feldhandballmeister wurde. Wann war Schluss mitt Feldhandball?
    Den Verein SC Aufbau gabs ja auch schon länger, glaube seit 1950, aber dann wohl mit anderen Sportsparten.
    Hats den Handball unter dem Dach SC Aufbau überhaupt mal gegeben oder ging Südost direkt in den SCM über?


    Hallenhandball im Winter. Feldhandball im Sommer. Spieler waren die gleichen, wenngleich sicher auch unterschiedlich stark in beiden Disziplinen. 1967 war in der DDR Schluss mit der Feldhandballmeisterschaft. Der SCM der letzte Meister.

    Handball gespielt wurde im SC Aufbau Magdeburg sofort. ab 1957 in der höchsten Spielklasse im Feldhandball, ab 1958/59 auch im Hallenhandball.

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    Ansonsten auffällig, dass Chemie Piesteritz, Zweitligist, sehr oft Freundschaftsspiele gegen ungarische bzw. Osteuropatruppen zu Hause gemacht haben.


    Wie sicher ist es, dass es sich um Piesteritz und nicht oder nicht auch um Premnitz handelt? Das wurde nämlich gerne mal durcheinander gebracht.

    Ansonsten wäre interessant, welche Teams da eine Häufung haben. Bei Piesteritz kommt da einmal in Frage, dass über die Erdgasleitung/Düngerproduktion einfach Kontakte zu anderen RGW-Wirtschaftshochburgen da waren. Zudem war ein wichtiger Mann bei Chemie Piesteritz Helmut Alexander mit einer polnischen Handballerin verheiratet. Da gab es sicher auch Kontakte.

    Freundschaft!

    Wenn jeman Kontakt zu einem Journalisten hat, der damals die Oberliga begleitet hat, dann freue ich mich über Hinweise. Auch und insbesondere mit Bezug auf das IHF-Pokalfinale 1989 zwischen Frankfurt/Oder und Düsseldorf.


    Generell ist Hartmut Moheit da eine Adresse. Frag Ronaldo, ob er den Kontakt herstellen kann.

    Beim den entsprechenden Europapokalfinals war er nicht involviert, da war er mit der Nationalmannschaft unterwegs. Berichtet haben über die Spiele z.B. Klaus-Dieter Kimmel und Klaus Pohlenz (gut möglich, dass letzter nicht mehr lebt. Wenn ich ihn nicht verwechsle, ist er vor 5 Jahren gestorben).