Freundschaft!
Und wie!
Unter Führung von Peter Kovacs ohne Punktverlust bis zum Finale und auch gegen die Jugo-Jahrhundertmannschaft im Finale war es recht eng.
Muss man aber sagen, dass die WM in Folge des Olympiaboykotts ziemlich unausgeglichen gelost war. Die Ungarn waren in der leichten Hälfte und wären imho vielleicht eher Fünfter geworden, wenn das ausgeglichen gewesen wäre.
Ich habe vor dem Turnier die Frage gehabt, warum eigentlich die Ungarn von den klassischen europäischen Handballnation eigentlich fast als einzige nie eine Medaille holen (zumindest nicht bei den Männern). Kleinere Länder (als Ungarn) wie Slowenien, Kroatien, Island, Dänemark (!), Norwegen schaffen das auch. Die Ungarn sind eigentlich (fast) immer dabei, immer solide, aber irgendwie auch bieder. Jetzt im Turnier haben sie durchaus Ansätze gezeigt, dass sich das ändern kann. Nur kommt der Lackmustest natürlich erst in der KO-Runde. Eigentlich habe ich die Ungar von der Substanz her tendenziell eher vor den Franzosen gesehen. Sie hatten bisher den besseren Rückraum & die bessere Abwehr. Am Kreis ist Banhidi auch nicht so weit hinter Fabregas einzuordnen. (Ganz) leichte Vorteile hatten die Franzosen im Tor und vielleicht auf Außen (aber dort eher, weil sie mehr über die Außen spielen, nicht weil sie qualitativ besser wären).
Wird spannend. Geht um das klassische Überperformer gegen Unterperformer-Duell. Die Franzosen haben schon oft besser abgeschnitten als sie handballerisch waren. Aber sie haben nicht mehr die Abwehr und die physische Walze. Vielleicht sehen wir ja einen Momentumchange. Die Ungarn könnten Richtung Heim-EM schon eine interessante Mannschaft sein.
Insgesamt haben FRA/HUN/SWE/QAT hier eine riesige Chance auf ein WM-Finale, in dem sich sie im freien Spiel der Kräfte nicht sehen würde. Da wären es für mich eher zwei aus DEN/NOR/ESP.