Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Und gleichzeitig der Mannschaftsbus verkauft wurde. Der Wagen wurde übrigens nicht geleased, sondern gekauft und dafür ein Kredit über 48 T€ aufgenommen. Vorher war die HMD schuldenfrei.

    Freundschaft!

    Ich erinnere mich an die einstimmigen Verisse aus MD seinerzeit - ob berechtigt oder nicht, der Mann hatte bei den derzeitigen Foristen nie den Hauch einer Chance. Seltsam, dass er in FL wohl ganz gute Arbeit geleistet hat. Der Erfolg war jedenfalls nicht "gerade woanders"...


    Da habe ich noch eine Geschichte. Ich weiß gar nicht, ob ich die hier schon erzählt habe. Jahre später habe ich mal zugetragen bekommen, wie Holger Kaiser über Magdeburg und Flensburg denkt. In Magdeburg fand er das okay und konnte damit leben, weil die Kritik mit offenem Visier von vorn kam. In Flensburg war er nicht so gerne, weil dort alles hinten rum lief. Ich fand das ganz bemerkenswert.

    Freundschaft!


    Ich hab mal die Jahresabschlüsse 2017/18 einiger Vereine angeschaut:
    Hannover hatte durchschnittlich 57 Arbeitnehmer, beim THW waren es 50 (21 Spieler/Trainer, 15 Verwaltungsangestellte, 14 Aushilfen), bei den Füchsen durchschnittlich 33, bei der HSG Wetzlar durchschnittlich 30, bei Balingen durchscnittlich 35


    Super. Danke für die Info. Hat jemand eine Ahnung, warum das bei Hannover so viel ist? Und beim THW so stark gestiegen ist?

    Freundschaft!

    Der SCM, also die HMD GmbH hatte 2007/08 28 Mitarbeiter, das war aber das erste Kaiser-Jahr, in denen das Personal massiv aufgestockt wurde und man sich dann gewundert hat, dass das Geld nicht reicht. Vorher waren es so um die 20. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man heute 50 hat. Der THW hatte 2013/14 31 Angestellte. 50 dürfte kein einziger Bundesligist haben.

    Freundschaft!

    Wir haben in den kleineren Mannschaftsportarten ein komplett konträres Bild zum Fußball (zumindest zu den Bundesligen). Die können ohne Zuschauer spielen, weil die TV-Gelder und die TV-relevante Werbung einen Großteil der Einnahmen ausmacht. Und sie müssen das auch bald tun, um die Clubs zu erhalten. Denn viele von den Clubs haben auch Kapitalbedarf, wenn sie das Geschäft komplett einstellen würden. Schalke zum Beispiel muss in 2020 netto knapp über 70 Millionen Euro auftreiben (soviel übersteigen die fälligen Verbindlichkeiten die fälligen Forderungen). Dort kann die Lösung für viele Clubs nur sein, zu spielen.

    Beim Handball ist es genau anders herum. Da nehme ich jetzt mal den SC Magdeburg. Da sollten nicht allzu viele zu bedienende Posten sein, wenn man den Geschäftsbetrieb komplett runterfährt. Man könnte als HBL ein Jahr in den "Winterschlaf" gehen, letztlich nur noch den GF (einen GF!) zu geringeren Konditionen bezahlen und die restlichen Verträge müssten irgendwie ausgesetzt werden (sei es über Kurzarbeit bei den Angestellten und Spielern, Kündigungen oder Vertragsaussetzungen für ein Jahr; seien es die Verträge bezüglich der Halle etc.). Was - anders als beim Fußball - nicht gehen wird, ist ohne Zuschauer zu spielen. Da fallen die Einnahmen weg & die Kosten bleiben erhalten. Da wären die Clubs schnell platt. Aber so ein kompletter Lockdown des Geschäftsbetriebes wäre, wenn man es denn an allen Fronten geregelt bekommt, ein gangbarer Weg.

    Ich weiß nicht, ob das jeder Club der HBL durchhält. Aber der SCM sicher. Natürlich wäre die Situation, wenn es losgeht eine andere. Da würde man sicher allerorten mit weniger Geld auskommen müssen, weil die wirtschaftliche ein ganz andere sein wird. Aber retten und bewahren wird man die meisten Clubs so ganz sicher können. Und im dümmsten Fall geht eben die GmbH krachen. Der Verein kann dann hinterher trotzdem weiter Handball spielen.

    Edit: es ist natürlich noch zu früh für Prognosen. Aber wenn es wieder losginge, würde der SCM relativ vielleicht sogar besser dastehen als heute. Die ganz großen Geldclubs dürften schrumpfen oder verschwinden, wären die "Volksclubs" mit einer in Jahrzehnten gewachsenen Basis mit starker emotionaler Bindung womöglich solider aufgestellt sind für die Nachkrisenzeit. Aber das ist Zukunftsmusik.

    Freundschaft!

    "Bis 23. März" - das war der Tag, an dem bundesweit der Lockdown begann. Die Dauerkarten wurden also noch in normalen Zeiten geordert. Diese "Bekenntnis in Krisenzeiten" ist daher nichts als Marketingsprech.

    Freundschaft!

    Die Nörgler die ich meine gehören ja zu den 95% - denen geht es jetzt zu langsam. Aber das ist das, was ich meine - wenn man diese 95% nicht erreicht, dann sind auch Maßnahmen sinnlos. Nehmen wir nur mal die beiden Beispiele "Schul- und Kita-Schließung" und "Grenzschließung" - Umsetzung vier Wochen vorher. Das hätten niemals 95% befürwortet, vermutlich nicht einmal 20%, weil China weit weg ist und es aus Italien noch keine Horrormeldungen gab. Und jetzt kann sich jeder mal für sich ausmalen, was passiert, wenn statt 95% Befürwortung plötzlich 80% Ablehnung rauskommt...


    Das ist eben das Problem, bei einer exponentiellen Kurve. Da kann man den Kampf um die öffentliche Meinung zu keinem Zeitpunkt gewinnen. Leitet man früh Maßnahmen ein, versteht es niemand und der Schaden bleibt aus (sofern die Maßnahmen dann überhaupt fruchten). Dann sagt hinterher jeder, daß die Maßnahmen übertrieben waren. Macht man sie später, ist das Problem so groß, dass die Leute fragen, warum man nicht früher reagiert hat.

    Freundschaft!

    Ein Spiel an dem ich mich nicht satt sehen kann. Europapokal der Landesmeister 1988/89, Finalrückspiel. Steaua hatte das Hinspiel 30:24 gewonnen, nachdem sie in der ersten Halbzeit schon neun Tore vorn waren. Im Rückspiel hat Minsk sie vernichtet.

    https://www.youtube.com/watch?v=UB1qjcpp8aY

    Ein paar absolute Weltklassespieler wie Karschakewitsch, Tutschkin und Dumitru auf dem Höhepunkt ihres Könnens. Stinga hatten sie komplett abgemeldet.

    Überhaupt eine sehr geile Saison. Der SCM war da mit einer - für internationale Verhältnisse - eher talentfreien Mannschaft ziemlich sensationell ins Halbfinale gekommen. Zu Hause hat man Minsk sogar mit 26:25 geschlagen. Im Rückspiel dann chancenlos. BUH hat mir mal erzählt, wie er in Minsk mit Heinz Hercke im Aufzug stecken geblieben ist ("Mit zwei sonne Madroschkas"). :D Gibt noch mehr Geschichten.

    Freundschaft!

    Das muss so bitter sein für MHS. Endlich hört die ganze Kritik im Internet auf. Und zu welchem Preis? Jetzt sind die schönen Zahlen kaputt, wenn keine Kunden mehr kommen. Verdammt!

    Freundschaft!

    Ähm - BTW :

    Aktuell machen sich alle über Trump und die USA lustig, von wegen kaum Tests usw. - hier in Deutschland wird auch noch viel zu wenig getestet.
    Mal eben zum Arzt und "schau mal nach" iss nicht. Da reichen Symptome nicht aus. Getestet wird nur, wenn man nachweislich Kontakt zu Infizierten hatte.
    Selbst im direkten Umfeld erlebt.


    Kann ich so nicht bestätigen. Kenne jemanden, der nicht - bewusst - mit Infizierten Kontakt hatte. Der hatte nur Symptome und wurde trotzdem getestet. Negativ.

    Freundschaft!

    Bezüglich Benno habe ich aber eine andere Meinung. Niemand kann sagen, ob wir mit einem anderen Trainer besser da stehen würden - aber ernsthaft daran glauben kann ich nicht. Und pures Glück / Pech der anderen waren die vergangenen Jahre auch nicht. Die Frage ist, wer hätte es besser machen können? Da fällt mir niemand ein!


    Das ist auch nicht ganz die richtige Frage. Die erste Frage muss immer die sein, was man machen will, auf welche Art man zum Erfolg kommen will. Was mit den gegebenen Mitteln überhaupt Erfolg ist. Und wenn ich die Fragen beantwortet habe, kann ich mir überlegen, wer dann die richtige Person auf der Trainerbank und gegebenfalls im Büro ist.

    Dann muss man erstmal analysieren, was gut läuft und was schlecht. Und das ist hier ganz einfach. Man ist geradezu katastrophal schlecht beim Kaderbau, bei der Umsetzung der finanziellen Mittel in sportliche Substanz. Fast kein Transfer sitzt wirklich, viele sind Flops, echte Treffer gibt es fast kaum. Auf der anderen ist die Bilanz geradezu sensationell, was die Umsetzung dieser Substanz in Punkte angeht. Man wird vermutlich wieder Dritter, weil man viele Spiele einfach knapp gewinnt und die direkte Konkurrenz einfach öfter patzt. Nach regelmäßigen Zwischentiefs ist man am Ende trotzdem immer wieder konstant. Aber gewinnen wird man damit trotzdem nichts, weil man irgendwann in der Saison halt doch mal eine Krise hat und aus den Pokalen ausscheidet oder in der Liga zurückfällt. Jede Mannschaft, die von der Form und vom abrufen lebt und nicht von der Qualität, ist eben auch abhängig davon, dass die Form da ist. Kann sie nicht immer. Mit Qualität kann man sich über solche Phasen retten. Und vorallem gewinnt Qualität am Ende die Finalspiele, weil da alle von alleine motiviert sind.

    Das ist das Spannungsfeld in dem wir uns bewegen. Eine klare Schwäche, eine klare Stärke. Das mittelt sich zu einem Ergebnis aus, in dem ein Trainer eben nie zur Disposition steht. Ganz normal. Das ist ja in der Gesamtschau im grünen Bereich. Aber man wird nicht irgendwo Spitze sein, wenn man nicht die Qualität für die Spitze hat. Das ist außer Reichweite und muss es auch bleiben.

    Ein Zahlenspiel zur Veranschaulichung. Sagen wir, die Mannschaft hat ein Substanzpotenzial von 48 Punkten. Halte ich für realistisch. Normale Schwankungen wären +/- 5. Wiegert motiviert die Mannschaft seit Jahren am Limit, sodass man immer in dem Bereich 48+3/4/5 landet. Das sehen wir. Kämen jetzt andere Leute, die das wirtschaftliche Potenzial besser in Kaderqualität umsetzen würde, hätte der Kader vielleicht ein Substanzpotenzial von 54 Punkten. Das halte ich für einen realistischen Wert. Der Trainer würde die Mannschaft aber nicht so konstant motivieren können wie Wiegert. Also reizt man diese Spanne +/-5 über die Jahre stärker aus, dann landet man im Schnitt vielleicht gar nicht besser als heute. Aber man hat eben mal eine Saison mit 59 Punkten, mit denen man um die Meisterschaft spielt, vielleicht sogar gewinnt und mal eine eine mit 49 Punkten, mit denen man vielleicht Fünfter wird. Das ist der Unterschied. Aktuell kann man vielleicht wieder Dritter werden. Das ist aber das höchste der Gefühle mit so einem Kader. Und das ist - wie gesagt - schon ziemlich gut mit so einem Kader.

    Muss man halt wissen, was man will. Ich weiß, wofür sich der Club entscheidet: immer für den Spatz in der Hand und das Prinzip Hoffnung.

    Freundschaft!

    In der PM zum Transfer v. Jan. 2019 stand was von einem "Dreijahresvertrag von 2019 bis 2022". Auch im Spielerportrait auf der Homepage steht aktuell noch 2019 bis 2022. 2023 war vielleicht in der PM heute ein Schreibfehler, falls nicht mal zwischendurch verlängert wurde.


    Kam mir auch komisch vor. Deshalb war ich gerade so entsetzt. Wer weiß schon, was Sache ist? Vielleicht haben sie zwischendurch verlängert, vielleicht sind sie zu blöd, eine Pressemitteilung korrekt raus zu schicken.

    Freundschaft!

    War mal ganz früher die Telefonnummer meiner Großtante. Endlich kann ich sie mir merken.

    Dass mal ein Spieler nicht funktioniert, kommt vor. Beim SCM zu oft. Aber das ist noch einmal eine neue Qualität. Da wird 2017 ein Spieler ab 2019 bis 2023 unter Vertrag genommen. Das klingt für mich generalstabsmäßig. Da denkt man sich doch, der Verein hat einen Plan. Da hat man zwei Jahre Zeit, sich den Spieler anzugucken, sich zu überlegen, was man mit ihm machen wird, wie man ihn einsetzt, woran man arbeiten will. Und dann kommt so eine Verreckernummer raus.

    Mal wieder eine neue Peinlichkeit.

    Freundschaft!

    Was Damgaard betrifft - auch da fahre ich Accord. Wer hatte den eigentlich nochmal verpflichtet? :P


    Ich weiß nicht, worauf Du genau hinaus willst. Sportdirektor war damals Steffen Stiebler, dem ich allerdings null Entscheidungsfähigkeit attestieren würde. Und Trainer war Geir Sveinsson. Gut möglich, dass er ihn haben wollte. Weiß nicht mehr, wie das damals genau ablief.