Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    So langsam zeichnet sich ab, wer wo hingehört. Und die Füchse scheinen mir eher Best-of-the-Rest zu sein als über eine ganze Saison ein Kandidat für Platz eins. Es ist noch gut möglich, daß die Top 3 am Ende wieder oben stehen, denn auch Kiel findet sich langsam und so groß ist der Abstand noch nicht. Meister dürften die Löwen werden, wenn sich nicht zuviele Verletzungen einstellen, insbesondere nicht bei Schmid.

    Freundschaft!

    Der Kompromis geht dort los, wo es gar keinen Kompromis braucht. Die Champions League ist ein optionaler Wettbewerb, im Gegensatz zur heimischen Liga. Man kann die Liga ohne die CL spielen, aber man kommt nicht ohne eine Ligateilnahme in die CL (auch nicht die Wild Cards sind daran geknüpft). Ergo hätte im Zweifel die Champions League hinter der nationalen Liga zurückzutreten. Daß manche Ligen derart kaputt sind, daß die CL das einzige Highlight ist halt Künstlerpech für diese Klubs. Hätte die EHF die CL nicht so wuchern lassen, dann würde es gar keine Notwendigkeit für hochgezüchtete Superkader geben. Als supranationaler Sportverband wäre das auch nicht die Aufgabe der EHF, aber man sieht sich ja nur noch als Sportvermarkter.

    Freundschaft!

    Weil viele Karten vorher verkauft werden. Wenn man definitiv weiß, daß keine deutsche Mannschaft dabei ist, dann kann das schon ganz anders aussehen. Daß man diese Anzahl an Karten zu diesem Preis irgendwo anders regelmäßig sicher verkauft, würde ich gern erstmal sehen.

    Freundschaft!

    Für mich eine totale Schönrechnerei. Wenn man die Mannschaften an sich betrachtet, dann war das bisher ein recht ausgeglichener Spielplan. Ist auch nicht unlogisch, wenn man bereits 12 Gegner weg hat und nur noch fünf kommen. Zieht man den Heimvorteil mit hinzu, dann war der Spielplan bisher leicht, weil man meist zu Hause gespielt hat. Daß man nur noch drei schwere Spiele hätte, kann man doch nur sagen, wenn man davon ausgeht, daß die Mannschaft eine Topmannschaft ist. Aber das ist eine reine Behauptung. Wenn man gesehen hat, wie man zu Hause gegen Wetzlar gespielt hat, dann hätte man in Hessen sicher nicht gewonnen.

    Freundschaft!

    Klar ist der Spruch frech. Trotzdem zutreffend. Es gab zwar auch in Lemgo Zeiten, in denen richtig Ehrgeiz drin war, aber über viele Jahre war das auch eine bequeme Hängematte für Spieler. Zumindest über die Jahrzehnte gesehen hatte der SCM in der Regel einen sehr hohen Leistungsanspruch.

    Ich bin ja der Meinung, daß man eine Mannschaft unter dem Strich danach bewerten muß, ob sie die Spiele am Ende nach 60 gewinnt oder nicht. So sind schließlich die Regeln. Wir können die Spiel in Kiel und Hannover natürlich auch als Siege werten. Okay. Dann hat man aber gegen Wetzlar zu Hause verloren und gegen Friesenheim ...hm... sagen wir Remis gespielt.

    Freundschaft!

    In Gummersbach hofft man, dass Kevin Schmidt irgendwann mal wieder fit wird. Ansonsten wird man sicherlich versuchen, Sommers Vertrag zu verlängern.


    Wenn ich VfL-Fan wäre, würde ich hoffen, daß Schmidt nicht mehr fit wird und Sommer so oder so verlängert wird.

    Freundschaft!

    Krass, dass da so Feuer unter dem Dach ist.
    Ihr habt gegen die beiden absoluten Topteams dieser Saison verloren, so wie schwere Auswärtsspiele in Hannover, Kiel und Melsungen, wo ihr euch bei allen gut präsentiert habt.
    Keine Klatsche dabei, alle Pflichtpunkte geholt und Leipzig souverän geschlagen, was keinesfalls selbstverständlich ist. Frag nach in Melsungen.
    Zudem im Pokal unter den letzten 8.


    Klar kann man "Kann-man-verlieren"-Spiele deklarieren und kein Problem damit haben, wenn man die dann ALLE verliert. Aber dann ist man eben Lemgo.

    "Bei allen gut präsentiert". Wenn man das so sehen will. Ich sehe es genau anders herum. Man hat gegen ALLE diese Mannschaften nicht das Niveau gehabt, um mitzuhalten. Entweder von Anfang an oder wenn diese Teams eine Schippe draufgepackt haben. Bisher waren es 12:0 Punkte gegen die zweite Tabellenhälfte und 2:10 gegen die erste. Der Sieg gegen Leipzig war leistungsmäßig der einzige Ausreißer. Nach oben. Ein richtig schwaches Spiele war noch gar nicht dabei. Und trotzdem hatte man unter dem Strich gegen die besseren und gegen die starken Mannschaften praktisch keine Chance. Zudem sind bereits acht Heimspiele weg.

    Generell bewegt sich der SCM seit Jahren in so einer Art Twilight Zone. Es ist nicht so schlecht, daß mal richtig Theater wäre, aber auch nicht gut genug, um wirklich mal einen Schritt in die Spitze zu machen. Deshalb können sich die Verantwortlichen seit Jahren rausreden. Und deshalb gibt es auch immer wieder Fans anderer Vereine, die meinen, das wäre doch alles nicht schlecht. Ist ja auch nicht schlecht. Es ist aber auch nicht gut. So einfach ist das.

    Das Spiel in Göppingen ist das 250. Spiel in der Ära Schmedt. Zu Buche stehen 41,5 Punkte pro 34er-Saison (zum Vergleich: die Füchse haben 49,0 geholt). Unter dem Strich waren die letzten sieben Jahre und ein paar zerquetschte nicht wesentlich besser (ein wenig allerdings schon) als die ersten Bundesliga-Jahre in der Gieselerhalle. Da hatte man etwas weniger Punkte, war aber immer einstellig. Pokalsieger war man auch und auch ins Europapokalhalbfinale hat man es geschafft. Wenn man mit den jetzigen Möglichkeiten kaum besser ist als damals unter den gegebenen Umständen, dann macht man eben nicht genug richtig.

    Ansonsten: Göppingen ist so ein Knackspiel. Weiß nicht, wie ich es bewerten soll. Komme auf ein 50/50-Spiel. Göppingen gehört nicht zu den Clubs, die wirklich hinten spielen, aber auch nicht zu denen, gegen die der SCM bisher Probleme hatte, zu denen Anwärtern auf die Plätze bis sieben. Im Prinzip ist es ein "Kann-man-gewinnen"-Spiel in einer "Muß-man-gewinnen"-Situation.

    Freundschaft!

    Man kann lang und breit theoretisch über Tradition diskutieren. Ich will mich mal mit dem konkreten Fall beschäftigen.

    Es wird seit Jahr und Tag all das geschliffen, was den SCM ausgemacht und vorallem stark gemacht hat. Also z.B. Jugend und Förderung von Einheimischen, Stimmung in der Halle und eine gewisse leistungsfördernde Aggressivität im Club. Alles weg zu Gunsten von höheren Ausgaben für die erste Mannschaft, vermeintlich besserer Effizienz der Mittelausgabe und einer größeren Mitteleinwerbung durch extremer Vermarktung bzw. Eventisierung in der Halle. Letztlich mit dem Effekt: NULL.

    Das ist für mich das ganz große Problem. Man modernisiert liebgewonnen Dinge & Alleinstellungsmerkmale weg - teilweise kontraproduktiv - ohne daß es einen Nutzen bringt. Sinnlos und dumm.

    Freundschaft!

    Ich habe Palmarsson 1x erwähnt, also immer habe ich schon mal nix mit ihm. Für 1,93 m sieht er ziemlich klein aus, finde ich, aber mal im Ernst, ich hätte ihn für kleiner gehalten, aber auch 1,93 cm ist ja noch deutlich von Kervadec Fans 2 m weg. Für RM ist 1,93 m aber sehr ordentlich.


    Stimmt. Muß ich wohl irgendwie verwechselt haben. Irgendwie hatte ich in Erinnerung, daß Du das schon mehrfach angesprochen hattest. Palmarsson ist körperlich zwar anfällig, aber er ist nicht nur relativ groß, sondern auch muskulöser als man so denkt.

    Freundschaft!

    Da wäre aber die Frage - wie geschrieben - schon interessant, ob man mit 2,08 Meter oder so, motorisch so schwach sein muß oder ob es einfach nur so wenige große Menschen gibt, daß sie durch ihre Größe immer weiter kommen, während bei den Leuten mit 1,92 Meter oder so die motorisch schwachen aussortiert werden und nur die guten übrig bleiben. Vlado Stenzel hat mal gesagt, daß er den großen Spieler beweglich machen kann, aber keinen kleinen groß.

    Übrigens war Yoon trotz seiner Größe handballerisch in allen Bereichen richtig gut. Gehen tut das schon.

    P.S. Was hast du eigentlich immer im Palmarsson. Der ist mit 1,93 Meter doch ein großer Mittelmann.

    Freundschaft!

    Vielleicht sollte ich mal was grundsätzliches zur Größe sagen.

    Wenn man davon ausgeht, daß handballerisches Talent (Athletik, Motorik, Spielintelligenz) unabhängig von der Größe gleichmäßig verteilt ist, dann wirken zwei Faktoren. Die Größe und das Talent. Bei zwei gleichtalentierten Spielern darf man davon ausgehen, daß dann der größere der bessere ist. Ergo ist davon auszugehen, daß Handballer statistisch gesehen je besser sind, je größer sie sind. Da aber sehr große Menschen sehr viel seltener sind als große, gibt es ab einer bestimmten Größe zu wenige Menschen, als daß da statistisch gesehen noch genug mit Handballtalent sind. Also gibt es irgendwo einen Peak, an dem die beiden Effekte gegeneinander laufen. Und den kann man beim Studium der besten Spieler der letzten 40 Jahre (davor waren die Spieler doch einiges kleiner) recht genau erkennen, wenn man mich fragt. Halbrechts wäre das ungefähr 1,95 bis 2,00 Meter, Halblinks etwa 1,98 bis 2,05 Meter und Mitte so bei 1,90 bis 1,94 Meter. Wenn man mich fragen würde, wer die besten Spieler der letzten 40 Jahre auf diesen Positionen sind, dann wären die meisten von ihnen auch tatsächlich jeweils in diesem Bereich zu finden. Und die, die doch kleiner sind, sind dann einfach ganz exzellent in ihren handballerischen Fähigkeiten gewesen. Ich nenne mal Jovica Cvetkovic, Magnus Andersson oder Vasilie Stinga, die mich alle ganz besonders begeistern.

    Die Frage ist also nicht genau danach, wie groß ein Spieler ist, sondern ob ein Größendefizit durch seine handballerische Klasse aufgewogen wird oder nicht. Und bei Lagergren ist meine Antwort darauf, wie schon geschrieben: er ist okay, aber ich sehe ihn nicht so stark, daß seine Skills sein Größendefizit überkompensieren. Ergo hätte man wohl auch einen anderen Spieler bekommen, der größer ist, aber in Summe nicht schlechter.

    Was den Vergleich mit Damgaard angeht: das Problem ist doch, daß man dann mit ihm einen 1,92-Meter-Mann UND mit Lagergren einen 1,86-Meter-Mann hat. Das Problem potenziert sich. Wenn man Lagergren geholt hat, weil man das Tempospiel aus der Abwehr weiter forcieren will, dann müßte man aber auch konsequent sein, und auf eine offensive Deckung umstellen. Was ich erstmal nicht erkennen kann. Im Gegenteil, man spielt 6:0 mit Leuten wie Musa und Chrapkowski, dessen Wert ihrer Größe vorne gegen Null geht, weil sie entweder gar nicht im Angriff spielen (es verlernt haben [Chrapkowski] oder quasi Umschüler sind [Musa], weil er das vorher fast nie gespielt hat). Wenn man aber hinten nicht viel mehr Bälle abgreift, dann kann man die Fähigkeit im Umschaltspiel zu selten nutzen, um die Nachteile im Positionsangriff wenigstens auszugleichen. Am Ende hätte man dann das schlechteste von beidem.

    Ich kenne übrigens keinen Verein, der seinen Kader bewußt klein gemacht hat, um dann mit schnellerem Spiel Vorteile zu erreichen. Das funktioniert im Handball nicht so, wie es im Basketball durchaus gehen kann. Daß es gehen kann, haben die Koreaner 1988 bewiesen. Aber sie konnten sich von vornherein nicht aussuchen, mit welchen Spielern sie spielen. Ein Verein kann das.

    Freundschaft!

    Die Zahlen der Statistik mögen per Zeitschiene auch verwässert sein, weil gemäß user hlp Marko Bezjak .. anders .. spielen soll ?


    Die Anzahl der FT pro Spiel ist schon runtergegangen, ungefähr seit Wiegert. Es mag also schon systembedingt sein. Grundsätzlich würde ich nicht von verwässern sprechen, wenn die Zeitreihen länger werden. Die Daten werden dadurch doch stabiler und aussagekräftiger. Ich hatte ja extra die jeweils stärkste Saison mit angegeben. Und selbst da lag Bezjak mit dem besten Saisonwert unter dem generellen Schnitt von Jaszka.

    Kuleschow hat übrigens einen Schnitt von 2,1 Feldtoren pro Spiel beim SCM. Er hatte allerdings einen sehr guten Wurf und wenn keiner neben ihm war, dann hat er die Dinger auch selbst gemacht. Zum Beispiel bei Kaustik oder in der Junioren-Auswahl. Beim SCM hatte er Topschützen neben sich, die man am besten geholt hat. Mindestens mal Perunicic, Bielecki und Stefansson. Bezjak hat niemanden zum Holen. Und der einige Topschütze nimmt sich die meisten Würfe selbst. Zudem war auch die Toranzahl der Kreisläufer damals besser als in den letzten vier Jahren. Bezjak hat also nicht mal so den Fokus auf der Arbeit für andere und ist trotzdem nicht torgefährlicher als Kuleschow.

    Freundschaft!

    Also ich denke das das nicht. Ein klassischer Spielmacher würde schon gut zu Allrounder Ernst passen.

    Ich denke was ganz anderes: ich sehe nicht, daß Bezjak von der Torgefährlichkeit her mit Jaszka mithalten kann. Ja, er hat schon einige Klassetore gemacht. Aber er hat eben nicht den einen Wurf, den er immer auspacken kann wie Jaszka, sondern kann eher nur situativ torgefährlich werden. Daher hatte Jaszka auch eine besser (Re-)Produktion, was Tore angeht. Er hatte in der Bundesliga knapp über drei Feldtore pro Spiel. Bezjak steht nach dem Spiel gestern genau bei zwei Feldtoren pro Spiel (266 in 133). Die beste Saison von Jaszka war bei 4,0, bei Bezjak 2,6.

    Ich sehe es auch so wie viele, daß Bezjak in Magdeburg seit einiger Zeit nicht an seinem Limit spielt. In der Nationalmannschaft sieht das oft besser aus. Ich sehe in Bezjak allerdings so oder so nicht den großen Klassemann. Wenn man ein Ziel wie der SCM anpeilt, daß man die Spitze angreifen will, dann steht ein Spieler wie Bezjak dem nicht im Wege, aber eine Lokomotive dahin wird er dann nicht sein. Er ist okay, aber wenn er die ganz große Klasse hätte, müßte man das auch irgendwann mal dauerhast sehen.

    Freundschaft!

    Auf Deutsch: dein Gefühl ist also mehr wert als eine valide statistische Erhebung über 14 Jahre aus der offiziellen Bundesligadatenbank? Geh mal zum Arzt. Sicherheitshalber.

    Freundschaft!

    Dann misch Dich doch nicht in die Diskussion ein wenn Du sie fuer fruchtlos haelst und schreib stattdessen weiter Deine Romane im TVG Thread


    Der Witz ist, daß man die Frage nach dem Bayern-Bonus nicht diskutieren muß, weil sie längst stichthaltig entschieden ist. Aber du nimmst das nicht zur Kenntnis. Schon doof, wenn die eigene Position nicht haltbar ist, aber man trotzdem partout daran festhalten will...

    Freundschaft!

    Nein Du Riesenschlaumeier das habe ich natuerlich nicht...es gab eben mal solche Entscheidungen und dann wieder andere..aber es gibt eben keine systemathische Bevorteilung oder Benachteiligung ueber all die Jahre...zufrieden Du Schlauberger?


    Doch, die gibt es. Gerade die gibt es. Ich kenne zwei Studien zu dem Thema und die habe oben beschrieben. Schon aufschlußreich, daß das ignoriert wird. Die Schiedsrichterbevorzugung ist ein Fakt, solange nicht vergleichbar systematische Studien das Gegenteil belegen. :hi: