Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Wobei ich mir die Frage stelle, in wie weit diese Immerfreundlichkeit bei Klein eine Maske ist. Mir kam das einfach so vor. Wenn man so eine Maske trägt, dann bricht es irgendwann aus einem raus, wenn man mal angeschlagen ist. Das ist dann eigentlich folgerichtig.

    Grundsätzlich wäre es gut, wenn alle Handballer solche Aktion wie die von RTH sein lassen würden. Denn wenn die Handballer so etwas anfangen, dann wird das Spiel unpfeifbar. Beim Handball stehen so viele Spieler so eng zusammen, daß die Schiedsrichter das alles nur noch schwerlich aus einem guten Winkel sehen können. Da sollten sie sich halbwegs sicher sein dürfen, daß wenn einer liegt, auch was war. Diese gewisse Fairness ist einfach notwendig.

    Freundschaft!

    So dürfte man das sehen.

    Was die Sendelizenz angeht, hatte ich mir schon vorher Gedanken gemacht. Es ist so, daß viele Tageszeitungen mittlerweile Videos und teilweise auch Live-Berichterstattung per Video online anbieten. Da gibt es das Thema schon länger, wie weit das gehen darf. Daher kam mir das auch bezüglich der DKB in den Sinn. Dachte nur, man hätte das vorher geklärt.

    Freundschaft!

    Der letzte deutliche Heimsieg gegen Melsungen geht ins Jahr 2010 zurück. Danach hat man kein Spiel mehr mit mehr als vier Toren gewonnen. Wenn man die letzten fünf Spiele addiert, ist die Tordifferenz sogar negativ. Gab zuletzt einen Gerade-so-Sieg, bei dem man fast immer hinten lag. Ein Remis. Einen Sieg. Eine Heimklatsche. Finde nicht, daß das eine Bilanz ist, die selbstbewußt macht.

    Und was die Ausreden angeht. Natürlich hat es Auswirkungen, wenn ich mich öffentlich hinstelle und erzähle, warum es eventuell nicht klappt. Menschen funktionieren einfach so, daß sie das aufnehmen und sie das nicht stärker macht. Wenn die Spieler hören, daß es Gründe gibt, warum es eventuell nicht läuft, dann läuft es eventuell auch nicht. :D Natürlich kann es negative Auswirkungen haben, wenn ich Spieler abstellen muß. Aber aus welchem Grund muß man die raus posaunen? Das Rezept ist doch ganz einfach: nur noch auf Spieler setzen, die nicht gut genug für solche Turniere sind. Dann würde bestimmt Meister. :D

    Freundschaft!

    Auch wenn Österreich nicht die allerhärteste Nuss war ,ein Spiel unserer Männer das richtig Spass und Lust auf die WM gemacht hat.
    Ich freu mich auf die nächsten Spiele.


    Es ist noch nicht lange her, da haben sich beide Teams von der Spielstärke her nicht viel genommen. Mag sein, daß auch Österreich wieder abgebaut hat nach starken Jahren. Aber man muß dem deutschen Team einfach ein unglaubliche Entwicklung attestieren. Das hat natürlich auch mit den Spielern zu tun, die aus der Jugend kommen. Aber Dagur hat sie a) spielen lassen, was bei anderen Trainer womöglich so nicht passiert wäre. Und ihnen b) auch wieder ein Selbstverständnis eingeimpft, natürlich auch durch die Erfolge. Da spielt jeder wieder gern, weil er weiß, daß er was gewinnen kann. Und da weiß auch jeder, daß er alles geben muß, um in dieses Team zu kommen und drin zu bleiben.

    Paul Jonas
    Sehe das Problem so eigentlich nicht. Letztes Jahr war es noch eine Mannschaft im Werden. Jetzt ist die Mannschaft einfach ein Jahr weiter und auch zwei (erfolgreiche) Turniere weiter. Das angesprochene Selbstverständnis wird durch solche Siege gefestigt. Mit einem solchen Ego haben die Franzosen auch mal bessere Mannschaft überrannt. Ich sehe das nur positiv.

    Freundschaft!

    Bisher hat sich das Final Four noch nicht als der große Sieggarant erwiesen. Es gab bei vier Austragungen nur einen Sieg des Gastgeber, obwohl diese bisher immer dabei waren. Und gerade gegen Melsungen und die Füchse hat sich Magdeburg zu Hause in den letzten Jahre auch oft schwer getan, wenn nicht sogar verloren. Das sollten zwei große Kandidaten fürs Final Four sein. Dafür hat man aber in Göppingen die zwei der letzten drei Bundesligaspiel gewonnen.

    Vielleicht ging es aber auch mehr um den Weg zu Final Four. Der ist für den Gastgeber schon einfacher.

    Freundschaft!

    Naja. Bei der letzten WM ist Karabatic in einem Spiel nach einer Schwalbe in der Abwehr für 2 Minuten runter gegangen und dann in der Folge nochmal und hat sich da fürs Meckern 2+2 abgeholt. Das war schon eine reife Leistung.

    Freundschaft!

    Wer ist diese Frau und woher kommt dieser bemerkenswerte Spitzname?


    Das ist die von mir hochgeschätze Journalistin und Moderatorin, Krone der Schöpfung des TV-Sports, Kathrin Müller-Nierenstein (o.s.ä). Die hat vor Jahren mal davon gesprochen, daß es irgendjemanden ein "innerer Reichsparteitag" sein müßte, was da gerade passiert ist. Gab einen riesigen Shitstorm. Dabei ist dieser Terminus nicht so anstößig wie er scheint, weil er explizit aus dem politischen Kabarett stammt, ergo von Beginn an ironisch gemeint war. Ist schon was anderes als das Trainieren "bis zur Vergasung" von Peter Grube. In den akuten Verdacht der Kompetenz ist Frau Müller-Nierenstein bei mir jedenfalls trotzdem nie geraten.

    P.S. Hohenstein! Hohenstein muß es richtig heißen. Ich Schussel...

    Freundschaft!

    Also ich für mich persönlich muß sagen, daß ich die Politik der ÖR hier unterstütze. Von der Politik, dem ÖR möglichste frei und weit zu verbreiten, darf man nicht für ein paar Handballspiele opfern. Da gucke ich dann im Zweifel lieber gar nicht. Der andere Wert wiegt weit, weit schwerer.

    P.S. Beim Fußball gibt es zumindest in dem Rahmen, in dem ARD/ZDF über die WM berichten würden (also deutsche Spiele) und noch ein bißchen hinaus (Eröffnungsspiel, HF und Finale) die Verpflichtung im Staatsvertrag, dies im freiempfangbaren Programm zu zeigen. Das garantiert zwar noch nicht die Übertragung, würde aber jede andere Ausstrahlung verbieten. Ergo wäre der deutsche Markt für den Rechteanbieter tot.

    Da Deutschland so ein wichtiger Handballmarkt ist, wäre so eine Verankerung des Handballs wohl wirtschaftlich noch viel bedeutender für den Rechteinhaber. Spätestens dann müßte das bereits bei der Vergabe seitens der IHF ein dringlicher Punkt sein. Wir hatten das Thema mit Nadinchen hier schon einmal.

    Freundschaft!

    Da stellt sich die Frage, warum BUH überhaupt gehen musste. Letztendlich hat sich alles in heiße Luft aufgelöst. Interessant wäre, wo der SCM heute mit BUH stünde.

    Extrem defensiv mit den Finanzen zu sein kann ja eine Strategie sein. Aber am Ende des Jahres zählen die errungenen Titel und nicht, dass man die ganze Saison finanziell über dem Strich war. Denn am Geschäftsjahresende war der SCM dann ja wohl auch mit BUH immer schuldenfrei.


    Egal wie man es unter dem Strich nun bewertet. Eines kann man sicher sagen: es wurde von keiner bedeutenden journalistischen Instanz, weder von der Volksstimme (haha!), noch vom MDR, noch von einer anderen Tageszeitung etc. jemals über das, was die Protagonisten damals verlautbart haben, hinaus berichtet. Dabei wäre es nicht ganz so schwer gewesen, zum Amtsgericht zu gehen, sich einen Jahresabschluß zu holen, das einem Wirtschaftsjournalisten aus dem Hause vorzulegen. Beim MDR wäre das ein leichtes gewesen. Da hätte man schnell festgestellt, daß der von Kaiser unterzeichnete Jahresabschluß Dinge beinhaltet, die teilweise im diametralen Gegensatz zu dem steht, was er und Gesellen damals öffentlich verlautbart haben. Wäre so leicht gewesen. Wollte aber keiner. Und andere hätten vielleicht gewollt, sind dann aber wohl einfach keine guten Journalisten.

    Insofern kann ich eigentlich nur schmunzeln und mich zurücklehnen, wenn Sascha hier berichtet, daß die SCM-Journalisten im MD nun einen schweren Stand haben. Shit happens. Denn teilweise sind es noch genau die gleichen Leute, die sich diese Situation selbst herbeigeführt haben. Die List der Geschichte. :D

    Freundschaft!

    Ich meine steuerliche Verlustvorträge nach § 10d KStG und § 10a GewStG und die stehen nicht in der Bilanz.


    Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Steuer- und Handelsbilanz. Nur müßtest Du mal erklären, warum die sich hier die Steuerbilanz in diesem Fall hier so deutlich von der Handelsbilanz unterscheiden sollte, daß bilanzielle Verlustvorträge sich so eklatant von den steuerlichen Verlustvorträgen unterscheiden, sodaß massiv Steuern auf den Gewinn gezahlt werden mußten. Wir haben hier ja schließlich keine Konzernbilanz vorliegen und auch keine sonstige komplizierte gesellschaftliche Struktur, sondern eine einzige GmbH. Ich kann jedenfalls sagen, daß die GuV im Jahresabschluß 2008 keine Steuern auf den Gewinn ausweist, obwohl dort der größte Gewinn der GmbH-Geschichte verbucht wurde. Jetzt müßtest Du mindestens schon erklären, warum das für die Folgejahre anders gewesen sein sollte oder konkrete Zahlen liefern, daß tatsächlich der Gewinn versteuert wurde. Ansonsten ist es nicht mehr als ein rein theoretisch begründeter Versuch, die Argumentation, daß im sportlichen Bereich nicht gut gearbeitet wurde, nicht anerkennen zu müssen.

    Im übrigen reden wir hier theoretisch von 64882,50 Euro p.a. (Hebesatz in MD 450 %) in den vier Jahren. Das ist vergleichsweise auch eine geringe Summe. UND: wie schon einmal gesagt - man kann auch nach Auslaufen dieser Belastung praktisch keine Entwicklung erkennen. Punktemäßig zwei Zähler, das aber auch noch unter dem Einfluß, daß mit dem HSV Hamburg genau dann ein Topclub komplett weggebrochen ist. Edit: spätestens an dieser Stelle konterkariert sich diese Argumentation in Bezug auf die Ausgangsfrage, wie gut man wirtschaftliche Möglichkeiten in sportlichen Erfolg umsetzt.

    Ich fasse außerdem zusammen. Du hast also auch keine konkreten Zahlen zum Umsatz des SCM, aber dieser bewegt sich NATÜRLICH in der Höhe des angegebenen Etats. Weil es so schön bequem für die eigene Argumentation ist. Im übrigen sollte man auch noch erwähnen, daß die Füchse 2014 und 2015 das EHF-Cup-Final-Four ausgerichtet haben. Das erhöht den Umsatz auch beträchtlich, ist aber Geld das nur durchfließt. Würde ich bitte nicht vergessen. Ebenso, daß die Füchse mit CL-FF, zweimal EHF-FF, Pokalsieg und zweimal Vereins-WM praktisch am laufenden Band erhebliche Erfolge neben der Bundesliga hatten, die einen zusätzlichen Umsatz, aber auch erhöhe Personalkosten (von den Spieler aus selbst erwirtschafteten Einnahmen gezahlte Prämien!) zur Folge haben. Diese sind dadurch aber Ergebnis einer guten sportlichen Arbeit, aber nicht Grundlage für diese. Denn der Spieler kommt für das Grundgehalt und nicht, weil man ihm erzählt, daß man zweimal die Vereins-WM gewinnt oder ins CL-FF kommt. Wer hätte dann vorher damit gerechnet?

    Freundschaft!

    Danke. Das war mir entgangen, weil die Füchse im letzten veröffentlichten GJ das nicht mehr drin haben (und davor afaik auch nie). Aber der THW hatte auch jahrelang ein deutlich weitreichenderes Zahlenwerk eingestellt, als nur die Bilanz. Ist im letzten GJ auch nicht mehr so gewesen.

    Ist mal interessant, die Zahlen zu haben.

    Edit: Für 2013/14 hatten die Füchse einen Etat von 4,8 Mio. € gemeldet und einen Umsatz von 6,6 Mio. € gemacht. Damit haben wir auch mal ein Beispiel abseits des SCM.

    Freundschaft!

    Hier gebe ich dir absolut Recht. Allerdings kann man nicht sagen, welche prinzipiellen Möglichkeiten der Markt hergibt. Vielleicht ist es einfach nicht möglich die jungen Toptalente für Magdeburg zu gewinnen. Und dann geht man den Weg des kurzfristigen Erfolges, um einfach oben dran zu bleiben.


    Ich denke, es ist ganz einfach eine Mentalitätsfrage. Man will einfach den Erfolg sofort. Wenn es funktionieren, wäre es ja noch nachvollziehbar. Aus meiner Sicht war es bisher überall teuerer, sich den Erfolg zu kaufen (und es hat oft auch nicht einmal geklappt). Und immer billiger, langfristig und nachhaltig aufzubauen. Es dauern nur länger.

    Hätte man 2010 angefangen, eine junge Mannschaft aufzubauen, wäre die jetzt schon im Zenit oder vielleicht sogar schon etwas drüber. Je nach dem, wie jung die Spieler gewesen wäre. Stattdessen hat man, um Zeit zu sparen, immer wieder Oldies bzw. fertige Spieler geholt. Ist aber auch nie wirklich bei einer Mannschaft angekommen.

    Freundschaft!


    Da heißt es wir hatten für letztes Jahr 5,2 und Berlin 4,5. Wenn ich damm aber die Daten der Berliner aus deren Bilanzen mir anschaue, die seit mehreren Jahren über 6 Mio Umsatz haben und kaum Gewinn, also alle Einnahmen wieder raushauen, kann deren Etatangabe definitiv nicht stimmen. Das ist schon grotesk. Aber da weist ja auch der Marc immer drauf hin. Würde mich nicht wundern, wenn unsere Zahlen stimmen, aber bei anderen einiges im Dunkeln liegt (s. auch Melsungen).


    Hast Du jetzt konkrete Umsatzzahlen oder nicht? Für SCM und Füchse? Im Bundesanzeiger stehen sie ja nicht. Dann müßte man sich schon ein Jahresabschluß bestellen.

    Apropos Melsungen: Mit 4 Mio Verlustvortrag (aufgelaufen bis 13/14) und über 2,6 Mio Jahresfehlbetrag für 14/15 in Summe über 6,6 Mio Verlust und insgesamt Negativkapital von über 800 T bei einem Genussrechtskapital von 5,8 Mio (1 Jahresetat), sind die bilanziell ziemlich angeschlagen. Wenn da mal Frau Braun hustet, kann da auch mal eine Blase platzen. Das finde ich sehr bedenklich :pillepalle: Stille Reserven über Ablöse herleiten, aber lieber Spieler holen als abgeben. Wie da Fehlbeträge abgearbeitet werden geht mir nicht in die Birne. Aber da sitzt ja der Geerken - erst Gummersbach, jetzt Melsungen :wall: Mal schauen wie lange das gut geht.


    Ja. Stimmt. Ist wie beim HSV Hamburg. Allerdings denke ich, daß bei Frau Braun mehr finanzielle Substanz drin ist und sie auch eher am Club hängt und nicht wie Rudolph daran, für sein Engagement geliebt zu werden.

    Freundschaft!

    1. Meine GABI kennst Du nicht.

    2. Gras wächst noch genauso schnell wie vor zehn oder zwanzig Jahren. Habe selbst nachgemessen. Also gilt mein Beispiel. :D Total blödsinnger Vergleich von Technik, die sich sicher immer schneller entwickelt, und Menschen. :hi:

    3. Süß, daß mit dem Etat auf die BUH-Schiene zu schicken. Hätte auch ein Beispiel aus einem anderen Jahr nehmen können. Habe ich als erstes gefunden. Etat ist überhaupt keine in irgendeiner Art genormte Größe. Da kann jeder alles angeben. Darauf weisen viele Leute immer wieder hin, auch MHS.

    4. Verlustvorträge gehen nicht so leicht unter. Ein Eigentümerwechsel hat in der Zeit nach dem Stand meiner letzten Zahlen nicht stattgefunden. Interessanter Nebenaspekt: vielleicht hat MHS deshalb immer so darauf gepocht, daß der e.V. alle Anteile hält. Weil man nicht verkaufen konnte, ohne die Verlustvorträge zu verlieren. Eine Fusion (die es wohl mit der MSM gab?) steht dem nicht entgegen. Es ist also doch sehr wahrscheinlich, daß die HMD keine Gewerbe- und Körperschaftssteuer auf die genannten Gewinne gezahlt hat. Erst über einer Millionen pro Jahr lassen sich die Verlustvorträge nur noch teilweise anrechnen!

    Edit: Gar nicht dran gedacht. Die Verlustvorträge stehen doch sogar in der Bilanz im Bundesanzeiger. Also klar. Man hat die Verlustvorträge geltend gemacht. Man hat sogar jetzt noch was offen, wo das negative Eigenkapital schon abgetragen ist.

    Freundschaft!

    Es ist ja nur Fleisch von eigenen Fleische. :D Die SPD hat sowas öfter durch. :D

    Mal abgesehen davon, daß da doch ein gewaltiger Graben zwischen den Klubs ist. Was wäre denn wirtschaftlich/sportlich denkbar, wenn man sich zu einem Verein bzw. einer SG zusammenschließen würde?

    Freundschaft!

    Ich hoffe ja mal darauf, daß die IHF das Theater bei der Neuvergabe der Rechte ausgiebig würdigt. Frauen-WM in Deutschland steht doch auch noch unter dem Damoklesschwert? Männer-WM 2019 aber erstmal nicht? Oder?

    Freundschaft!

    Was mich dann noch zu einem anderen Thema bringt. Man sollte nicht unterschätzen, wie stark sich die Frage, in welcher Entwicklungsphase eine Mannschaft steckt, auf die Leistungsfähigkeit auswirkt. Also ob sie jung ist, in besten Alter oder überaltert. Deshalb bin ich ein Freund davon, längerfristige Mittelwerte zu analysieren. Da nivellieren sich solche Effekte raus.

    Als Schmedt angetreten ist, wurde als Ziel ausgegeben, binnen drei Jahre in den Europacup einzuziehen. Und dann hat man einen Kader aufgestellt, der aus Altersgründen in der ersten Saison seinen Leistungshöhepunkt haben MUSSTE. Ich habe da so ein nettes Analyseinstrument (GABI), welches ziemlich präzise Aussagen ermöglicht, wann eine Mannschaft zu alt (oder zu jung ist). Jedenfalls waren damals die formulierte Zielstellung und die getätigten Personalmaßnahmen nicht im Einklang. Die Verantwortlichen waren sich dessen sicher nicht bewußt.

    Daher ist es eigentlich folgerichtig, daß kürzlich von Schmedt die Ansage kam, daß man 2020 die Spitze angreifen will/wird. Wie auch immer. Jeder, der auf die Geburtsdaten des aktuellen Kaders bzw. den der neuen Saison wirft, wird feststellen, daß dieser Kader um 2020 entweder im Totalumbau steckt oder hoffnungslos überaltert ist. Und wieder hat man die gleich Diskrepanz zwischen Ansage und dem tatsächlichen Handeln. Und ich bin mir sicher, daß Schmedt sich dessen nicht einmal bewußt ist.

    Wenn man bedenkt, daß eine erfolgreiche Handballmannschaft im Kern immer so in Zyklen von sieben bis acht Jahren zusammenspielt (Beispiele für eine solche Generation: SCM von 1996 [Kretschmar-Verpflichtung] bis 2003 [Stefansson-Abgang] oder THW von 2005 [Andersson, Karabatic, Kavticnik] bis 2013 [Abgang Omeyer, Narcisse, Ahlm, Ilic]), dann muß man feststellen, daß nun fast schon so eine Zeitspanne verstrichen ist, ohne daß sich mal eine Mannschaft mit fixem Kern gefunden hätte. Und sich, wenn man aufs Alter guckt, auch in der nächsten Zeit nicht längerfristig finden wird. Man hat es nicht verstanden, eine Kerntruppe zusammen zu stellen, die für ein paar Jahre leistungsstabil ist und dann auch den Rest mitträgt. Ohne dies, ist kein echter Erfolg möglich.

    Für mich das Hauptmanko.