Freundschaft!
Wie dem auch sei, die CL ist kein Geschäft, das Gewinn bringt. Es bringt außerdem mehr Belastung. Daher ist das sicherlich kein Grund, warum diese Clubs auch oben stehen. Sie haben halt einfach die besseren Kader und bringen dadurch bessere Leistungen.
Kein einziger Handball-Bundesligist schüttet Dividenden an seine Gesellschafter aus. Kein Bundesligist ist also auf Gewinnerzielung ausgelegt. Insofern sind auch alle anderen Wettbewerbe kein Geschäft, das Gewinn bringt.
Die Champions League bringt aber soviel Umsatz, daß man die Kader um soviel besser aufstellen kann, daß man auch in der Bundesliga mehr Punkte holt, als ohne das Geld und die Belastung. Der Meister der Bundesliga 1993 bis 2002 hat im Schnitt 77,2 Prozent der möglichen Punkte geholt. Der Meister der Bundesliga 2007 bis 2016 hat im Schnitt 90,7 Prozent der möglichen Punkte geholt. Wenn man die Werte über fünf Jahre gleitend nimmt (also Zeitraum 1993-1997 bis 2012-2016) und eine Linie malt, dann sieht man erst eine Niveau immer knapp unter 80 Prozent, dann eine Transformationsphase mit starkem Anstieg und zuletzt wieder eine Seitwärtsbewegung mit etwas über 90 Prozent (leicht gezackt). Und die Transformationsphase ist genau dort, wo die Kader 14 statt 12 Spieler umfassen durften und die Champions League auf mehrere (dt.) Teilnehmer aufgestockt wurde. Einerseits durfte man dann mehr Spieler einsetzen, andererseits war dann mehr Geld da, um diese Positionen hochkarätig zu besetzen. Ähnliche Statistiken kann man auch mit den Punkten der Top3 erstellen und komt auf ähnliche Resultate.
Es ist sicher auch kein Zufall, daß der eine der drei deutschen (Dauer-)-CL-Teilnehmer, der das größte Gefälle im Kader hat, der ist, bei dem die Champions League von den Zuschauern nicht so angenommen wird und deshalb auch nicht so große Einnahmen generiert als bei den anderen zwei.