Freundschaft!
Hannover, Minden und "der Lauf" fanden aber unter anderen Voraussetzungen statt. Ich finde, dass kann man nicht mit der heutigen Situation vergleichen, in der sich die Mannschaft befindet. Ich glaube auszumachen, dass bei Mannschaft und Trainer eine sehr erfreuliche Entwicklung stattgefunden hat und damit ein mittlerweile ganz anderes Selbstverständnis einhergeht - siehe z.B. die eher enttäuschten Reaktionen nach dem Flensburg Spiel. Dieses Selbstverständnis in eine entsprechende Leistung umgemünzt kann es für mich nur einen Gewinner geben.
Es sind mehrere Beiträge von Dir, in dene Du immer wieder (Dir selbst?) vergewissern willst, daß es unmöglich ist, daß der SCM das Spiel nicht gewinnt. Und es ist letztlich genau dieses Denken, was auf dem Papier klare Duelle eben auch mal umgekehrt ausgehen läßt. Es ist nämlich nie unmöglich, daß ein Spiel ganz anders ausgeht, als erwartet. Es ist nur ein Frage von unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten. Sobald eine Mannschaft anfängt, solches Denken ebenfalls in ihre Köpfe zu bekommen, wird es kritisch.
Und es ist ganz menschlich, daß es nach einer Erfolgsserie irgendwann dazu kommt. Der Magdeburger Umschwung der letzten Zeit resultiert mMn hauptsächlich aus atmosphärischen Gründen (Selbstverständnis Musa statt Selbstverständnis van Olphen - Selbstbewußtsein aus knappen Siegen) denn aus sportlichen (z.B. Ankommen O'Sullivan). Aber das muß man eben auch aufrecht erhalten. Und aus meiner Sicht war und ist doch genau das der Knackpunkt. Läuft es, dann können viele beim SCM Handball spielen, läuft es nicht, dann wird über alles und jedes gejammert, statt sich an die eigene Nase zu fassen.