Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    na ja ... möglich ist das schon ... s. sc magdeburg. da war es noch ein deutlich höherer betrag:

    Kr鰏us Kiel konkurrenzlos - Magdeburg hat Schulden abgebaut

    aber dazu braucht es halt ein erfahrenes krisenmanagement und eine harte hand...


    Schönen Dank für den Lacher. Es weiß doch jeder, daß der SCM eine Milliarde Euro Schulden hatte. Wenn ich den Quatsch in dem Link schon lese. Der SCM hatte 2,5 Millionen Schulden. So ein Blödsinn. So hoch war nicht einmal die ganze Bilanzsumme (außer einmal, als es wohl durch die Fusion mit der MSM GmbH eine deutliche Bilanzverlängerung gab). Ja, erfahrenes Krisenmanagement und eine harte Hand. Der SCM hatte 2007 bis 2008 ungefähr 200.000 bis 300.000 an Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die eben wirklich . Und denen gegenüber standen schon ein paar Transferwerte im Kader. Allein die Ablösesumme für Bielecki/Tkaczyk überstieg diese Summe schon erheblich. Hätte man also in den Jahren 2007, 2008, 2009 den Etat ausgeglichen gestaltet, hätte es gar keine Probleme gegeben. Hat man aber nicht. Deshalb gab es 2009 die vorläufige Lizenzverweigerung und den Verkauf von Christian Sprenger. Erfahrenes Krisenmanagement und Harte Hand sieht für mich anders aus.

    Wenn man natürlich auf unqualifizierte Presseveröffentlichungen reinfällt, geht man natürlich mit falschen Vergleichen ans Werk.

    Im Bundesanzeiger stehen die Zahlen für den HCL (2015) sogar recht detailiert. Da kann man erkennen, daß die wirklich zahlungrelevanten Verbindlichkeiten (die nicht rollierend sind) ungefähr doppelt so hoch ausfallen, wie seinerzeit beim SCM. Und das mit geringeren Umsätzen und ohne Transferwerte zur Abdeckung. Die Situation steht also bereits 2015 wesentlich schlechter als es beim SCM je war. Und trotzdem denke ich, daß diese 2015 ausgewiesenen Verbindlichkeiten zumindest händelbar waren bzw. sein würde. Wenn ich aber lese, daß man 1.000 statt kalkulierten 2.200 Zuschauer hat, dann hat man offensichtlich ein erhebliches Einnahmeproblem. Und das ist dann praktisch nicht mehr stemmbar, wenn schon in dieser bilanzielle Situation ist. Und die könnte natürlich in der Folge auch noch schlechter geworden sein.

    Das ist also alles viel, viel dramatischer als beim SCM seinerzeit. Zumindest sieht es so aus, wenn man die wenigen belastbaren Zahlen zu Rate zieht.

    Was natürlich noch eine interessante Frage ist: Sieht sich der HCL wirklich als so unverzichtbar an? Vor zehn Jahren hatte man sicher ein gewichtiges Standing. Aber in der Leipziger Sportlandschaft hat sich viel getan und man ist heute höchstens noch die Nummer drei.

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    Das ist nun wieder Ansichtssache, Du siehst es so, ich so. Da kann es für das Trikot nur einen Weg geben...


    So sehr Ansichtssache ist das für mich nicht. In der Saison 2006/07 war er hinter Bielecki, Tkaczyk und Kabengele der viertbeste Halblinke im Kader, auch wenn Tkaczyk natürlich auch Mitte gespielt hat. Dann gingen die beiden Polen und später verletzte sich Kabengele und ging dann auch. So ist van Olphen durch den sukzessiven Wegfall von stärkeren Spielern zur Nummer eins auf dieser Position hochgespült worden. Dann hatte er zwei Jahre (2009/10 & 2010/11) als Leistungsträger. Dann hat er sich das Kreuzband gerissen. Letztlich kann sich jeder selbst überlegen, wie hoch er einen Spieler einschätzt, der zwei Jahre Leistungsträger und neun Jahre Ergänzungsspieler war. Für mich steht fest, daß er einer der größten Gewinner der SCM-Krise von 2007 ist und zwar finanziell und vom Ansehen. In Ermangelung von echten Spitzen- und Führungsspieler ist sein Standing in absurde Höhen aufgeblasen worden. Und das ist bis heute ein Teil des Problems in der Leistungsentwicklung des SCM.

    Abgesehen davon, muß man sich wohl keine Sorgen machen, daß dieser Typ in die HoF kommt, sollte man damit nicht ausgerechnet gute Miene zum bösen Spiel machen wollen. Denn so beliebt ist Herr van Olphen bei den Entscheidern nicht mehr. Man wollte ihn jetzt ganz gerne nicht mehr im Club haben, gleich in welcher Funktion. Und das hat mit einer Geschichte zu tun, die noch auf eine Zeit zurück geht, in der Kretzschmar der Sportdirektor war und die zu meinem Erstaunen bis heute an Aktualität behalten hat.

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    Da es äußerst unwahrscheinlich ist, dass uns das Glück immer so hold ist, ist mir das Zustandekommen überhaupt nicht egal. Wenn man 10 min vor Schluss mit 5 Toren führt, darf das Spiel nicht mehr so enden, dass es nur am Zufall hängt es noch zu gewinnen. Wenn man das mit angezogener Handbremse und 2-3 Toren vor ins Ziel schlittert, könnte ich das noch clever nennen, so ist es nur glücklich und beim nächsten Mal gehts dann eben wieder in die Hose. Aber das kommt dann wenigstens nicht mehr überraschend.


    Ist eben die Frage, ob das nun Können oder Glück ist. Das läßt sich aus ein paar gewonnen Spielen schlecht abschätzen. Wenn man das jahrelang immer wieder hinbekommt, ist es was amderes. Man kann es aber anders betrachten.

    Bilanz gegen die letzten vier: 5-0-0 +42
    Bilanz gegen den Rest: 7-2-6 -29

    Höchste Siege gegen den "Rest": +4 gegen Wetzlar, +3 gegen Mannheim, +2 gegen Erlangen, sowie viermal mit einem Tor.

    Rein statistisch müßte man bei der Tordifferenz aktuell bei 21,5 Punkten stehen. Man steht also aktuell 4,5 Punkte über dem eigenen Substanzwert. Schwankungen gibt es immer. Es ist allerdings wahrscheinlicher, daß man auf lange Sicht eher wieder schwächer punkten wird, wenn man die aktuelle Spielstärke beibehält.

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    "Mit dem Titel „Geschäftsführer“ tut er sich allerdings schwer: „Ich habe keine kaufmännische Ausbildung und keine Ahnung von Finanzen, Wirtschaft oder Marketing."
    :lol: Na danke für den Riesenlacher an den neuen GF. Damit wäre ein weiteres Mal bestätigt, wie in der HMD das "Geschäft" gesehen wird. Geschäft ist nur, wieviel Geld reinkommt. Ob man es dann beim Ausgeben wieder verplempert ist egal. Das hat ja mit dem Geschäft nichts zu tun. Also ist man erfolgreicher denn je. :lol:

    So ganz will mir auch nicht in den Kopf, wie man sich zum GF machen lassen kann, wenn einem der Titel schon nicht gefällt. Wie sieht es denn dann erst mit der Verantwortung und mit der Haftbarkeit aus? :nein:

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    Muß nicht schlecht sein, wenn Wiegert die Kompetenz erhält, beides zu machen. Das ist wohl besser als wenn ihm jemand ahnungsloses von oben reinquatschen kann. Ich bin der ganze Personalie Wiegert grundsätzlich mal positiv eingestellt. Doch so richtig weiß bis heute keiner, ob er wirklich das Zeug dazu hat, ein richtig guter Bundesligatrainer zu sein/werden. Wirklich aufschlußreich war das erste Jahr da nicht. So gesehen verdoppelt man das Risiko.

    Wenn man böse ist, sieht man nur die x-te Personalrochade. 'Wir ändern was, ohne die handelnden Personen zu tauschen.' Das scheint mir das wichtigste zu sein. Egal wie die Leistung aussieht, die Personen müssen bleiben. Mittlerweile haben wir Klebefleisch aus Stücken vom Klebefleisch. :D

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    Hinrunde und Rückrunde werden in der gleichen Reihenfolge gespielt, schon erspart man sich jegliche Diskussion.
    Warum die HBL dieses Prinzip der Spielplangestaltung ändern mußte, wird ihr alleiniges Geheimnis bleiben.


    Man kann es auch rumdrehen. Kiel hatte in dieser Saison (und meiner Erinnerung nach auch davor sehr oft) die Spitzenspiel in der Hinrunde spät, während zum Beispiel Mannheim vs. Flensburg ganz am Anfang war.

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    Es war klar, daß die Packers den Verletzungen irgendwann mal Tribut zollen müssen. Das ist sehr spät in der Saison passiert. Und die Patriots hätten sich wohl auch nicht so klar durchgesetzt, wenn sich nicht Bell verletzt hätte. War natürlich sonnenklar, daß sowas passieren würde.

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    Das war ja auch nach wie vor ein Guter. Glaube, der hatte zuletzt in Kiel Schulter und danach bei uns dann richtig böse. War dennoch ein Gewinn für die Truppe, klar. Hab mich aber in meiner jugendlichen Naivität damals trotzdem gefragt, warum man nach den beiden Spielen gegen Irun nicht selber versucht hatte, ihn zu verpflichten. Hab davon zumindest damals nichts mitbekommen. Und Kiel schlug dann aus der Erinnerung heraus plötzlich zu. Aber Schulter und Alter und über dem Leistungszenit... trotzdem erstaunlich.


    Konnte man sich vielleicht nicht leisten. Es hatte auch seinen Grund, warum Atawin verpflichtet wurde. Ich weiß nicht, ob Du die Geschichte über den SCM damals in der HandballTime (war das noch) gelesen hast. BUH schildert da, daß Atawin geholt wurde, um der Mannschaft internationale Härte beizubringen. Was auch geklappt hat. Atawin muß im Training so gekloppt haben, daß Abati zu einem Training plötzlich mit einer Schaumstoffpanzerung auflief. :D

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    Ich verstehe Dich da schon. Das ist natürlich alles suboptimal. Wenn man bereits früh mit dem Gedanken spielt, zu wechseln, dann ist man natürlich auch nicht mehr voll dabei. Das ist klar. Das Geld sehe ich dabei nicht im Vordergrund, denn er spielt nach wie vor mit seinem alten Vertrag. Es ist ja nicht so, daß er durch den Wechsel nach Melsungen sofort mehr Geld in der Tasche hat. Er spielt jetzt regulär seinen Vertrag ab und ab Juli 2017 hätte er, ob nun beim SCM oder woanders sowieso alle neu verhandeln können. Ab da war er frei und es ist sein gutes Recht, da dann aufs Geld zu achten. Das Geld hätte man imho nur dann in den Mittelpunkt stellen können, wenn er entweder versucht hätte aus dem Vertrag zu kommen oder mit Hinweis auf einen anderen Verein eine Gehaltsaufstockung zu bekommen.

    Im übrigen gab es auch von Vereinsseite immer wieder schnelle Trennungen von neu verpflichteten Spielern. Früher und heute. Das sollte man dann nicht unter den Tisch kehren.

    Edit: Vergessen. Ich glaube schon, daß Lemke bereits im Herbst 2015 erkannt haben könnte, daß es in Magdeburg gar nichts wird und gar nicht funktioniert. Das halte ich schon für plausibel. Bei Espen Lie Hansen war doch im Prinzip auch schon nach Wochen das Ding gegessen.

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    Meint natürlich Herbst 2016, ergibt sich ja auch so aus dem Kontext. Lemke hat eben nach knapp einem Jahr die weiße Flagge gehisst. Ist mir auch recht so. Das ist kein "bad boy", auch wenn er dies gern wäre sondern eher so ein stiller zurückhaltender Schwiegersohntraum. Und von solchen "Mentalitätsweicheiern" hab ich auch so langsam die Schnauze voll. Neben der Platte gibts da bei uns wahrlich genug. Dann brauch ich die nicht auch noch aufm Feld.


    Das eine resultiert doch aus dem anderen. Wenn ich Nichtpersönlichkeiten in der Leitung habe, dann wollen die auch keine Persönlichkeiten um sich haben. Das ertragen die einfach nicht. Gegen Typen wird dann reflexhaft geschossen. Beispielhaft der Rückpfiff, den Musa von Stiebler bekommen hat, als er ganz am Anfang sagte, er wolle Titel gewinnen. Wie kann man denn einem Leistungssportler verbieten wollen, ehrgeizig zu sein? Und der Witz dabei: am Ende sprang wirklich der erste Titel seit Menschengedenken heraus.

    Leute, ich habe tatsächlich selber etwas gestutzt. Irgendwas passte da auch für mich nicht. Aber ich bin mir sicher, dass Lemke während einer Spielübertragung mal mit den Worten wiedergegeben wurde, dass Melsungen schon vor der EM an ihn herangetreten ist.
    Vielleicht hat er sich nicht sofort entschieden, aber der Kontakt soll so früh zustande gekommen sein.
    Da äußerte er sich so auf die Frage, ob er durch die EM auf sich aufmerksam gemacht hat und das soll eben schon vorher passiert sein.


    Da brauchst Du doch gar nicht zu stutzen. Es ist doch ganz normal, daß sich ein Profiverein, sich frühzeitig nach Personal umsieht und auch mit (vielen) Spielern spricht. So einem Vertrag gehen in der Regel monatelange erst Gespräche und dann Verhandlungen voraus. Nur weil man das in Magdeburg heute nach Schema 3S* regelt, ist das anderswo noch lange nicht so. Ich halte es für absolut plausibel, daß Melsungen im Herbst 2015 erstmals auf den Spieler zugegangen ist und der Vertrag dann im Sommer/Herbst 2016 ausverhandelt war. Ganz normal.

    * 1. "Wir brauchen zur neuen Saison auf Position X einen Spieler." 2. "Wir haben genau Summe X zur Verfügung." 3. "Jetzt rufen wir mal die paar Spielerberater an, deren Nummer wir haben und lassen uns einen 'namenhaften' Spieler für reines Gold verkaufen."

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    So viel breiter sind wir auch nicht. Ein Fäth oder ein Drux zeigen in der Liga jetzt auch keine besseren Leistungen als der dänische Rückraum (vom Papier her). Die wachsen innerhalb eines Turniers schon über sich hinaus, was natürlich für den Teamgeist und den Trainer spricht.


    Kann ich nicht teilen. Drux hat noch gar nicht soviel gespielt, aber in einem Spiel dann doch wichtige Dinger gemacht. Drux fand ich mittlerweile sehr clever und abgeklärt. Der spielt für mich top bisher.

    Vom Papier kommen ich bei Deutschland (Vorrunde) auf 9,6 Tore bei 15,8 Würfen pro Spiel (64,9 %) und 11,8 Assists. Die Dänen haben da (bereits nach sechs Spielen) 11,2 Tore pro Spiel bei 21,0 Würfen (53,2 %) und 8,2 Assists. Mit Hansen wohlgemerkt. Und imho sind die deutschen Spieler die besseren Abwehrspieler.

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    Uiii...das ist heftig. Wie wäre denn die Quote gewesen?

    Man muß einfach sagen, daß die Dänen eben nicht die Breite haben wie Deutschland. Was auch ganz logisch ist bei der Anzahl der Einwohner. Das geht beim Torwart los. Da ist Deutschland sehr ausgeglichen besetzt. Dänemark nicht. Halbrechts hat Deutschland auch ohne Wiede und Weinhold noch Klasse. Da hat Dänemark schon in Bestbesetzung nicht viel zu bieten. Bei den Rechtshändern im Rückraum hat Deutschland zwar keinen Hansen, aber auch die klar bessere Gruppe.

    Und dank dieser Breite ist bei Deutschland auch eine ganz andere Gruppendynamik drin. Da kann jeder ein Spiel entscheiden und nicht nur Hansen. Und da muß sich und darf sich auch jeder einbringen. Ist der Knackpunkt bei Dänemark. Die können brilliant spielen, sind aber auch störanfällig.

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    Jede Rechnerei ist nur theoretisch. Kein Mensch weiß, wie weit man selbst kommt und wer am Ende wartet. Vielleicht gibt es ja ein Halbfinale Schweden gegen Slowenien in unserer Seite.

    Bei Dänemark waren die beiden SCM-Spieler auch ziemlich involviert. Erst hat Damgaard die Dänen wieder ins Spiel gebracht und dann am Ende doch einen Fehlwurf zu viel gehabt. Landin heute nicht mit dem besten Tag und dann kommt eben Green, der aber nicht gut genug ist, um einigermaßen zuverläßig Leistung zu garantieren, wenn sie von der Nummer eins mal nicht kommt.

    Bei Ungarn diesmal wieder Nagy dabei, der seine "wochenlange" Verletzung wieder auskuriert hatte. Das ist natürlich schon ein Unterschied zu Vorrunde. Ansonsten noch Mikler mit dem großen Unterschied. Spannend, daß er die Bälle von LA weggenommen hat und von RA nicht. Ungarn im Positionsangriff mit vielen Toren, bei denen ein Rückraumspieler mit dem Ball ein paar Schritte gemacht hat und dann nah an der Abwehr hochstieg. Das muß man in der Anzahl einfach besser wegverteidigen.