Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Na gut, sagen wir mal, in erster Linie ein Wirtschaftsprogramm, dann ein PR-Instrument und zuletzt dann ein Sportwettbewerb. Die CL hat mit ihren Anforderung an die Clubs und den Einnahmemöglichkeiten die nationalen Liga ziemlich demoliert (was den Wettbewerb dort angeht). Und ein Final Four Jahr für Jahr in Köln hat sicher auch nicht die Breitenwirkungen, wie ein CL-Finale in Hin- und Rückspiel mal in Spanien, Frankreich, Ungarn, Slowenien, Deutschland oder Polen. Bis auf Polen war es dort überall schon.

    Für mich ist die EHF seit geraumer Zeit ein Vermarkter und eher kein Sportverband.

    Freundschaft!

    Musche hat eine Saison mit 2,5 Feldtoren pro Spiel und eine mit 1,9 hinter sich. Dahmke eine mit 1,6 FT pro Partie. Was rechtfertigt das?

    Ich finde es gut, daß diese Burschen sich mal zeigen können. Und auch mal das Flair mitbekommen. Das wird ihnen nicht schaden.

    Freundschaft!

    Es ist aber im Handball nichts ungewöhnliches, daß ein junger Mann mal ein, zwei Länderspiele bekommt. Das ist durch die recht große Anzahl von Länderspielen (auch innerhalb weniger Tage) und durch fliegende Wechsel sehr gut möglich. Das kann man dann auch nutzen und wird auch recht häufig gemacht. Ich kann da nichts Schlechtes erkennen.

    Ingolf Wiegert hat sein erstes A-Länderspiel bestritten, bevor er auch nur einen Pflichtspieleinsatz in der Ersten des SCM hatte. Svetlana Kitic hat auch schon mit 16 in der Nationalmannschaft gespielt.

    Freundschaft!

    Im Grunde hat er ja recht - es ist wider den Geist des Sports ein Spiel nicht gewinnen zu wollen. Aber Jacobsen muss nicht nur die CL beachten sondern versuchen den für den Verein größtmöglichen Erfolg erreichen. Bei diesem Spiel hat er sich so entschieden - und ich kann diese Entscheidung sehr gut nachvollziehen


    Wenn ein Spiel nur ein Teil des Wettbewerbes ist, kann es eben sein, daß eine Niederlage oder Schonung der Kräfte, die eine Niederlage begünstigen, aus taktischer Sicht langfristig sinnvoll sind. Das ist nichts Neues. Herberger gegen Ungarn. Oder Fisher, der gegen Spasski die erste Partie 1972 angeblich verloren hat und zur zweiten nicht antrat. Solange der Modus nicht so ausartet, wie bei der WM 2003, als Schweden durch einen Sieg zwei Punkte weniger mit in die Hauptrunde nahm, als es bei einer Niederlage der Fall gewesen wäre.

    Gut, damit, daß der Modus ein Abschenken einzelner Spiele befördert, damit muß man leben. Übrigens ein mahnendes Beispiel für alle, die für Bundesliga-Playoffs sind. Was mich bei der riesigen Champions League nur nervt, ist, daß ein Nebenwettbewerb in so vielen Spielen ausgetragen wird. Das ist er insofern, daß alle Mannschaften in der nationalen Liga spielen (bzw. statt der Hauptrunde in der SEHA), aber nur ein ganz kleiner Kreis in der CL. Und dann kommt die Forderung auf, die Bundesliga zu verkleinern. Warum sollen sich denn 18 deutsche Vereine den dreien fügen, die in der CL spielen? Im Klartext, drei Clubs bekommen massiv zusätzliche Heimspiele und die, die nicht dabei sind, verlieren zwei weitere Heimspiele. Oder gleich ihren Platz in der Liga. Es war mal 17 zu 17+(3 bis 6). Heute reden wird über 17 zu 17+(7 bis 9). Am besten noch von 15 zu 22-24.

    Karl
    Ich lese nichts, was im Gegensatz zu meiner Aussage steht.

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    Diese CL hat einzig und allein den Zweck, den Teams aus den schwächeren Ligen zugkräftige Heimspiele (in garantierter Anzahl) zu bringen. Das Ganze ist ein Wirtschaftsprogramm und kein Sportwettbewerb. Das muß man sich einfach klar machen.

    Wenn man einfach die beste Mannschaft in Europa küren möchte, ginge das auch auf kürzem Wege.

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    Ich verstehe den Dittmann phasenweise überhaupt nicht, obwohl ich die Lautstärke durchaus hoch aufgedreht habe. Gehört der jetzt zum Handball-Stammpersonal oder darf der heute nur ran, weil fußballfreies Wochenende bei Sky ist?


    Wollen wir mal hoffen, daß er uns (bzw. zumindest mir) nicht auch noch den Handball verleidet. Oder soll ich hoffen, daß er keinen Fußball mehr macht, weil er strafversetzt wurde? :D Infantil beschreibt ihn am besten. Wie ein kleines Kind - eingesperrt im Erwachsenenkörper. Seine (gespielt) wunderliche Art geht mir wirklich auf den Keks.

    Bin mir sicher, daß es mit dem fußballfreien Wochenende zu tun hat.

    Vranjes bei einer Auszeit in der ersten Hälfte: "Die Acht ?( ...der Große!" Fand ich witzig.

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    War auch in Plock zu hören, sobald Kiel den Ball hatte. Gesänge waren klasse, umso weniger verstehe ich das unfaire Dauergepeiffe nicht...


    Wir können ja mal eine Runde weinen. Pfiffe sind ein effektives Mittel des Publikum, der Gastmannschaft das Leben schwer zu machen. Psychisch auf jeden Fall und zum Teil sicher auch, weil man dem Gegner die Kommunikation (im Angriff) erschwert. Das ist Taktik. Im Schnitt ist das Pfeiffen für ein paar Tore gut. Mit einer Geringschätzung der Gegner hat das nicht zu tun.

    Nur weil es in Kiel Opapublikum und in Mannheim Eventiealarm gibt, müssen andere schließlich nicht auf diesen Vorteil verzichten. Ich finde das Klasse.

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    Es wird gemunkelt, daß die Meisterschale ihren Vertrag in Kiel nicht verlängern möchte. Als heiße Kandidaten werden Kronau und Flensburg genannt. In jedem Fall ist klar, daß sich die Verhandlung noch eine ganze Weile hinziehen werden, da die Meisterschale in der ganzen Liga sehr begehrt ist. Es wird nicht ausgeschlossen, daß die Meisterschale die Situation auch nur nutzen will, um mit dem THW zu pokern. Nur eines ist sicher: einen Wechsel zu einem ausländischen Spitzenverein hat die Meisterschale kategorisch ausgeschlossen.

    In der Vergangenheit war die Meisterschale bereits für sechs Clubs tätig. Kronau wäre eine völlig neue Station. :smokin:

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    Lövgren war auch nie ein klassischer Halblinker, sondern von vorn herein ein hybrider RL/RM. Er hat halt bei den Schweden Halblinks gespielt, weil die keinen klassischen Halben hatten, sonst . Gleiches galt für Wislander. Und davor war Björn Jilsen ein phantastischer Halblinker, aber er war im Prinzip auch ein Hybride. Man muß wohl bis in die Siebziger zurück gehen, um einen richtigen Halben bei den Schweden zu finden. Das entspricht wohl ihrer Mentalität. Spielstarke Leute, die kooperativ denken. Am ehesten war noch Ola Lindgren ein Halbspieler. Aber war nicht besonders stark. Weiterhin Robert Hedin. Weiterhin Jonas Persson und Magnus Linden, aber die haben nur ein Turnier gespielt.

    Lövgren wurde nie "umgeschult", der konnte schon als er zum THW kam, beides. Vergleiche auch hier.

    P.S. Weinhold auf der Mitte ist sicher okay. Aber das ist kein Ersatz für einen wirklichen Spielmacher. Beim SCM hat Alfred auch versucht, Kuleschows Ausfall mit anderen zu kompensieren, u.a. mit Stefansson. Mit überschauberem Erfolg. Ein spielstarker Halbrechter ist noch lange kein spielstarker Mann für RM-Verhältnisse. Es gab auch welche, die das gut konnten. Jae-won Kang und Jovica Cvetkovic konnten das sogar richtig gut.

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    Jetzt gilt es darüber zu streiten, woran das liegt, das Spiel aus einem Guss :)
    An einem überragenden Schmid als Mittelamann, oder am guten Trainer .... ;)


    Mehr am Mittelmann als am Trainer. Kein Trainer der Welt kann viel dran ändern, wenn er die Spielertypen dafür nicht hat. Außer Klaus Miesner natürlich, der Ernst Gerlach mit Peter Pysall als Regiseur (erfolgreich!) ersetzt hat. :)

    Wobei man auch sagen muß, daß Alfred offenbar keinen Bedarf für einen echten Spielmacher gesehen hat. Sonst hätte man Lauge (der natürlich auch eher ein Hybridtyp als ein klassischer RM ist) nicht abgegeben, als Arons bereits als Wechsel feststand. Ich hatte neulich ein Gespräch, in dem die Frage aufgeworfen wurde, warum der THW nicht Mahe geholt hat. Das wäre ein Ersatz für Klein gewesen, mit der Option, dann auch auf der Mitte zu spielen, wenn Klein wieder da ist. Oder sofort, weil Dahmke das gut macht. Ich habe gemutmaßt, daß sich der THW wohl mit Blick aufs Geld für Jansen entschieden hat. Vujin tut es jedenfalls verdammt weh, daß ein schneller, beweglicher Passer auf der Mitte fehlt.

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    Zumindest haben sie nicht die extreme Belastung der CL. Und das sie für mich von vorn herein den besten Kader nach den Top3 hatten. Daß sie jetzt ohne Drux und Zachisson so gut spielen, ist natürlich bemerkenswert. Das könnte wirklich spannend werden, sollten sie solche Spiele wie in Magdeburg auch gewinnen.

    Aber dort haben sie natürlich keine Chance. Immerhin hat Magdeburg das bessere Torhüterduo. :D Wo wir mal wieder bei meinen Haßthema wären. Obwohl mir versichert wurde, daß die Zahlen in dieser Saison belastbarer erhoben würden, sind sie noch immer unbrauchbar. Martin Ziemer hat beispielsweise 71 Rückraumwürfe pariert, 14 von Außen. Aber keinen einzigen vom Kreis oder aus Tempogegenstößen. Alles klar. Auch ist die Zahl der Paraden weiterhin deutlich unter dem, was nach jahrzehntelanger Beobachtung zu erwarten wäre. Aussagekraft daher weiterhin unter Null.

    Wird sicher ein spannendes Spiel. Die Füchse in vielen Aspekten bisher die bessere Mannschaft. Die talentiertere sowieso. Aber man muß natürlich auch die BLH in die Rechnung einbeziehen. Also mal sehen.

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    Absolut treffend beschrieben.

    Dazu kommt der Aspekt des Spielplans. Im Prinzip sieht der Punktestand schlechter aus, als er eigentlich ist. Der THW hat schon die beiden Top-Gegner auswärts weg. Dazu mit Göppingen ein weiteres schweres Auswärtsspiel. Allerdings ist das Pensum mörderisch (für Kiel und die SG 34 vom Saisonauftakt bis Ende Dezember, für die Löwen 33). Das wird sich in noch unbekannten Ausmaß auf die drei Mannschaften auswirken. Aus heutiger Sicht hat dabei aber der THW mit dem schlanken Vorrat an verbliebenen Topspielern die größte Chance auf die Arschkarte.

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    Ja, aber.
    Wird nicht immer gesagt, dass Gislason ein so guter Trainer sei, dass er aus mittelmäßgen Leuten gute macht, wenn sie nur seinen Vorstellungen von physischen Voraussetzungen her entsprechen?


    Das war Klaus Miesner. Oder Spartak Mironowitsch.

    Alfred hat diesen guten Ruf weg, weil er in seiner Zeit beim SCM den Nachwuchsspielern eine breite Beachtung schenkte. Mehr als alle anderen Trainer vorher oder nachher. Das ist also in gewisser Weise korrekt. Am Rande erwähnt: von den 447 BuLi-Einsätzen in der Meistersaison 2000/01 entfielen 175 auf Spieler, die aus der eigenen Jugend kam (das sind 39 Prozent!).

    Doch junge Spieler spielen zu lassen und Spieler aktiv zu entwickeln, sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Man muß sich nur mal ansehen, welche Spieler bei ihm wirklich einen Sprung gemacht haben, der über das erwartete Maß (weil junge Spieler ganz natürlich in einem gewissen Maße von alleine reifen) hinaus geht. Da bleiben dann Ausnahmetalente Tkaczyk und Palmarsson übrig. Und in einem kleineren Rahmen könnte man noch Wiencek und Dahmke nennen. Für 17 Jahre in der Bundesliga ist das nicht viel. In Magdeburg machten Spieler wie Grafenhorst und Sprenger auch erst nach ihm einen größeren Leistungssprung.

    Spieler über ihr eigenes Talent hinaus zu führen, das können aber auch nur ganz wenige Trainer. Beim Handball die oben genannten. Beim Fußball gäbe es da Klopp oder Brian Clough zu nennen.

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    Gina ist halt ein As. Kann mich noch gut erinnern, wie sie mir beim Final Four 2006 verzweifelt erzählt hat, wieviel 10-Tore-plus-Tips es für den THW im Fanbus gab. Am Ende haben dann die Löwen mit (afair) einem gewonnen.

    Wo das Siegergen ist? Es ist eben nicht nur eine Frage der vermeintlichen Winnermentalität. Es war auch immer eine Frage der Substanz. Alsob man den Fahrer dafür lobt, daß sein Auto mehr PS hat. Und diese Substanz ist eben nicht mehr in der Form vorhanden. Der THW hat, auch durch die Verletzungen, derzeit nur noch acht von den Spielern, die man auf den meisten Großturnieren sieht, die die Klasse und Erfahrung haben (und auch so bezahlt werden: Landin, Toft Hansen, Canellas, Duvnjak, Weinhold, Vujin, Ekberg und Sprenger. Letzte Saison waren es noch zwölf (wenn ich Lauge nicht dazu zähle). Jetzt kommzt noch ein Dahmke dazu, der sich gut entwickelt. Und der Rest sind Aushilfen/Zwischenlösungen oder Experimente. Klar, daß man damit das Niveau nicht hält.

    Dazu kommt eine gewisse Unwucht, weil z.B. ein Spielmacher fehlt und weiterhin vier der genannten sich auch noch zwei Positionen teilen (die Linkshänder). Alles erklärbar. Selbstbewußtsein kommt durchs Siegen. Gewinnt man seltener, leidet es eben auch.

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    Ich fand die Kieler Leistung jetzt nicht so desolat wie man meinen könnte, wenn man sich diesen Thread durchliest. Die Löwen wirkten zwar spritziger, aber KIel hat das Spiel im Grunde bis vier Minuten vor Schluss offen gehalten und man kann so in Mannheim verlieren. Verstehe weder das tiefstapeln der Kieler Fans noch das allgemeine schlechtreden.


    Richtig. Kiel hat durchaus gezeigt, daß sie jedes Spiel gewinnen können - aber eben längst nicht mehr alle. Und sie haben gezeigt, daß sie das Spiel kontrollieren können, aber nicht mehr über 60 Minuten. Mit der zweiten Halbzeit können die Kieler zufrieden sein, auch wenn das keine Kategorie für einen Leistungssportler ist.

    Hier stand die Frage, ob Alfred den Angriff noch einmal einstellen kann. Ich habe dann vorallem eine aggressive, bewegliche Abwehr gesehen. Das ist immer der Schlüßel zu allem im Handball. Die Löwen haben dann ein paar Minuten gebraucht, bis sie wieder ins Spiel fanden.

    Bei den Löwen frage ich mich allerdings schon wo die ihre Punkte lassen sollen...mal gesetzt das wir die packen (was man bezweifeln könnte) und bis dahin(Anfang Dezember?) tatsächlich keine Punkte abgeben, wären die ja immer noch komfortabel vorne. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt sind die Löwen damit endgültig klarer Favorit auf die Meisterschaft, da gibt es bei dem Punktestand eigentlich nur wenig zu diskutieren was das angeht.


    Das muß man abwarten- Man weiß nicht, wie es laufen wird. Ohne größere Verletzungsorgien werden die Löwen aber Meister. Sie haben die Klasse. Sie haben die Reife. Sie haben die Harmonie. Sie sind einfach an der Reihe. Aber sie müssen noch viele Monate dafür arbeiten. Bei der Belastung sind Prognosen schwierig. Ich denke aber, daß den Löwen eher Flensburg als Kiel gefährlich wird.

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    Wenn die Löwen dem THW auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr gestatten, dann brauchen sie noch zwei Tore für den Sieg. :D Klare Struktur im Angriff, ohne ein Übergewicht auf Schmid zu haben. Bärenstarke Deckung und dazu cleverer. Wie sie die 2-Minuten-Strafe runtergespielt haben, war schon recht cool. Torwartduell gewonnen.

    Ansonsten: Sport1 spricht einfach nur aus, was man seit Jahren bei RTH sehen kann. Hinten straflos ausgeteilt und vorne zweimal schön geflogen, wenngleich das eine wirklich ein Foul war. Ob es zwei Minuten gegeben hätte, ist eine andere Frage.