Freundschaft!
Im Grunde hat er ja recht - es ist wider den Geist des Sports ein Spiel nicht gewinnen zu wollen. Aber Jacobsen muss nicht nur die CL beachten sondern versuchen den für den Verein größtmöglichen Erfolg erreichen. Bei diesem Spiel hat er sich so entschieden - und ich kann diese Entscheidung sehr gut nachvollziehen
Wenn ein Spiel nur ein Teil des Wettbewerbes ist, kann es eben sein, daß eine Niederlage oder Schonung der Kräfte, die eine Niederlage begünstigen, aus taktischer Sicht langfristig sinnvoll sind. Das ist nichts Neues. Herberger gegen Ungarn. Oder Fisher, der gegen Spasski die erste Partie 1972 angeblich verloren hat und zur zweiten nicht antrat. Solange der Modus nicht so ausartet, wie bei der WM 2003, als Schweden durch einen Sieg zwei Punkte weniger mit in die Hauptrunde nahm, als es bei einer Niederlage der Fall gewesen wäre.
Gut, damit, daß der Modus ein Abschenken einzelner Spiele befördert, damit muß man leben. Übrigens ein mahnendes Beispiel für alle, die für Bundesliga-Playoffs sind. Was mich bei der riesigen Champions League nur nervt, ist, daß ein Nebenwettbewerb in so vielen Spielen ausgetragen wird. Das ist er insofern, daß alle Mannschaften in der nationalen Liga spielen (bzw. statt der Hauptrunde in der SEHA), aber nur ein ganz kleiner Kreis in der CL. Und dann kommt die Forderung auf, die Bundesliga zu verkleinern. Warum sollen sich denn 18 deutsche Vereine den dreien fügen, die in der CL spielen? Im Klartext, drei Clubs bekommen massiv zusätzliche Heimspiele und die, die nicht dabei sind, verlieren zwei weitere Heimspiele. Oder gleich ihren Platz in der Liga. Es war mal 17 zu 17+(3 bis 6). Heute reden wird über 17 zu 17+(7 bis 9). Am besten noch von 15 zu 22-24.
Karl
Ich lese nichts, was im Gegensatz zu meiner Aussage steht.