Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Kalarasch ist ein Supertransfer. Aber ja, mir ist das auch wieder aufgefallen, wie sehr man betont hat, daß Svensson mit dem Vater von Gleb gespielt hat. Das ist letztlich das Gegenteil von Scouting, auch wenn hier das Ergebnis stimmt. Ich habe neulich zu jemandem gesagt: "Scouting ist nicht: ich kenne da jemanden. Sondern Scouting ist: ich kenne alle (oder zumindest viele) und suche mir den Besten raus."

    Freundschaft!

    Man kann und soll natürlich den Pokalsieg feiern und auch vermarkten. Aber man sollte das eben nicht zum Maßstab der Leistungsfähigkeit machen, weil einzelne Spiele nun einmal stark vom Zufallselement bestimmt sein können. Ebenfalls, wenn auch nicht mehr so stark, kann auch eine einzelne Saison noch einen gewissen Zufallsfaktor enthalten. Ja, da gab es den vierten Platz - mit - auf 34 Spiele umgerechnet - 45,3 Punkten. Es war die einzige Saison in den letzten 15 Jahren, bei der das für den vierten Platz gereicht hätte. Die einzige. In der Regel wird man mit dieser Punktausbeute Sechster, manchmal auch Fünfter oder Siebenter.

    So richtig unbestechlich sind die Zahlen, wenn man einen langen Zeitraum ansieht. Nehmen wir die letzten 6 1/2 Jahre (Ära Schmedt), dann haben wir 222 Spieltage als Basis. Da nivellieren sich alle Zufälle raus. Umbruch, Verletzungen, Spielglück etc. Mit meinem Anhang habe ich mal sichtbar gemacht, wie die Ausbeute des SCM tatsächlich ausgefallen ist. Für mich steht ganz klar fest, daß der relative Mißerfolg des SCM im Vergleich zum Aufwand nicht nur gefühlt ist, sondern absolut real und mit Fakten untermauert ist. Aus meiner Sicht wird der SCM sogar "gefühlt" viel besser wahrgenommen, als es die Zahlen sagen. Ich kann auf Wunsch auch noch leicht zeigen, daß es in den letzten 6 1/2 auch keine erkennbare Aufwärtsentwicklung gab. Es war immer nur ein (statistisch normales) Schwanken um die 40-Punkte-Marke.

    Für mich sind beim SCM immer die Füchse die Benchmark, weil sie mit ähnlichen finanziellen Mitteln operieren, eine ähnliche Halle und ähnliche Bedingungen haben. Daher ist für mich die Lücke von 8,2 Punkten nahezu komplett als Kompetenzvorsprung/-defizit zu sehen.

    Noch ganz interessant. Von 2007 bis 2010, also im kompletten Chaos, hat der SCM 34,7 Punkte pro 34 Spielen geholt. Man hat sich also um 5,3 Punkte verbessert. Nimmt man nur die Bieglerzeit (40,2), dann steht man heute sogar marginal schwächer da.

    Freundschaft!

    Stimmt. Ich hatte bei HW.com im Dezember gelesen, daß GG mit allen Olympiasiegern außer Christiansen plant. Was ja nicht heißt, daß er nicht mit ihm plant. So hatte ich das aber verstanden. Glaube aber nicht unbedingt, daß das ein großer Verlust ist. Kirkelökke und Larsen sind interessante Leute.

    Freundschaft!

    Wie viele Mannschaften haben denn einen, geschweige denn zwei Top-RR? Das schrumpft Deutschland höchstens auf Normalmaß zurück, aber nicht darunter. Bin mal gespannt, wie da die anderen aufgestellt sein werden. Freue mich auf Dika Mem und die jungen Dänen möchte ich auch gern sehen. Christiansen hat sich, der alten Tradition folgend, im ersten SCM-Jahr aus dem Kader gespielt. Die Polen haben auch nur junge, nicht gerade übertalentierte RR dabei. Ich glaube, wir haben einen übermäßig starken Umbruch in den Kadern und dazu eine reduzierte DHB-Sieben. Wird ziemlich viel neu gemischt werden.

    Freundschaft!

    Dürfte schwer werden. Da sind die Kellerkinder Lemgo und Balingen auf dem Programm. Und sonst alles von vier bis zehn. Also die direkte Konkurrenz komplett auswärts. Berlin, Hannover, Wetzlar, Leipzig, Erlangen, Melsungen. Das sah schon zu Hause in Summe nicht besonders gut aus.

    Freundschaft!

    Hey, Obo. Freut mich, daß Du auch hier bist. Wie Du siehst, habe ich Dich seit geraumer Zeit in meiner Signatur. Gern sollen auch noch die restlichen Hanseln hier aufschlagen. Hat jemand Kontakt zu Kervadecfan?

    Und nicht vergessen: auch MHS ist in seinem "Wohnzimmer" nur Mieter und kein Eigentümer. Auch seine Zeit wird vorbei gehen.

    Freundschaft!

    "Die Regeln des fairen Miteinander wurden durch Beschimpfungen, Häme und zuletzt sogar bewusst falsch verbreitete Schlagzeilen immer wieder gebrochen. "


    1. Herr Roswandowicz hat sich dort gar nicht beteiligt. Er sollte also in dem Zusammenhang nicht von einem Miteinander sprechen. Daß es unter den Usern untereinander so unfair gewesen wäre, habe ich nie erkennen können. Klar ist man mal anderer Meinung. Aber das ist ja gerade der Sinn eines solchen Forums.
    2. "Bewusst falsche verbreitete Schlagzeilen": jeder, der das Thema angeklickt hat, konnte ab dem ersten Satz erkennen, daß die Überschrift nicht den Tatsachen entsprach und lediglich ein Teaser war. Wenn Herr Roswandowicz dazu nicht in der Lage gewesen sein sollte, dann ist er möglicherweise in einer Verfassung, in der er sich gar nicht öffentlich betätigen sollte. Wahrscheinlicher ist wohl, daß man hier einen Anlaß gesucht hat, das umzusetzen, was man sowieso tun wollte.

    "Beleidigungen, Spott und Diffamierungen von Spielern und Angestellten" waren an der Tagesordnung.


    Das ist eine Behauptung. Keine Tatsache. Für Herrn Roswandowicz und auch für Dich, Zoppi: Beleidigt sein heißt noch lange nicht, beleidigt worden zu sein. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Beleidigung ist eine Straftat und die ist klar definiert. Das läßt sich zur Not auch verfolgen. Ich habe genug gelesen, um sagen zu können, daß dies nicht "an der Tagesordnung" war. Möglich, daß es das im Einzelfall mal gab. Gleiches gilt auch für die Diffamierung. Die war auf keinen Fall "an der Tagesordnung".

    Was es noch und nöcher gab, ist Spott. Ja, ausgebreitet in den herrlichsten Formulierungen. Aber weißte was? Spott ist weder verboten, noch unangemessener Umgang. Wer sich konsequent in aller Öffentlichkeit immer wieder blamiert, der erntet nun einmal irgendwann Spott. Was soll man auch dazu sagen, wenn man spät nach Minden aufbricht, weil sich die Mehrheit der Mannschaft dafür ausgesprochen hat, noch zu Hause Mittag zu essen und sich dann zehn Dinger vom Aufsteiger geben läßt? Wenn Kritik der Presse an schlechten Leistungen damit gekontert wird, daß die Person sich doch mal das Training anschauen sollte, wie der Präsident. Wenn wieder und wieder auf der Webseite die Topnews mit einem Foto eines Trainers dekoriert wird, der aussieht, als würde er gerade groß müssen. Wenn der GF sagt, daß man sich um das Final Four bewerben wird, um dann eine Woche später merkt, daß die Halle lange ausgebucht ist. To be continued... Ja, irgendwann bleibt nur noch Spott. Wenn die geübte Kritik nonchalant weg gelächelt wird.

    Danke noch einmal an die, die dafür gesorgt haben. Schade ist es nur für die, die seit Jahren dort einen vernünftigen Austausch gesucht haben.


    Zoppi, dafür gesorgt, daß abgeschaltet wird, hat die Person, die festgelegt hat, daß abgeschaltet wird. Das ist sicher. Alles andere ist Interpretationssache.

    Freundschaft!

    Nichts gegen Kritik, ich denke, Kritik kann der SCM schon vertragen, ob nun durch Medien oder aus einem Forum.


    Also da irrst Du Dich gewaltig. Das ist leider verbürgt und auf vielfältige Weise gesichert, daß der SCM und insbesondere MHS eine akute Kritikallergie hat. Und das geht ja noch weiter. Es ist selbst so, daß schon gut gemeinte und wohl auch gute Tips von langjährigen Weggefährten als Affront gesehen werden. Nur auf das, worauf der innere Zirkel von alleine kommt, ist richtig. Alles andere ist Blasphemie. So eine harte Beratungsresistenz ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht untergekommen.

    Freundschaft!

    Die Schließung wird keine großen Auswirkungen haben. Das ist sicher richtig. Aber der konsequente Weg, Kritik zu unterdrücken oder zu ignorieren, statt die Kritik ernst zu nehmen und sich verbessern zu wollen. Seit 6 1/2 Jahren holt die Mannschaft im Schnitt nun knapp 40 Punkte (auf 34 Spiele gerechnet), mit statistischen Ausschlägen im Bereich +/- 4 Punkten. Man wird also seit Jahren trotz eines regelmäßig gesteigerten Aufwandes nicht besser und schleift - im Sinne des Erfolges, der doch nicht kommt - eine Institution nach der anderen: die Jugend; langjährige Institutionen wie Hoffi/Harry Jahns; das Forum; die Presseplätze etc.

    Wer glaubt, daß das ewig ohne Auswirkungen bleibt, dürfte sich irren. Und vielleicht steigt auch noch der FCM in den Profifußball auf. Das würde die Lage noch verschärfen.

    Freundschaft!

    Da es geschlossen wurde, haben wir doch den Beweis, daß es ein paar Leute genervt hat. Also war nicht wirkungslos, was dort geschrieben wurde. Und um die Frage zu beantworten, warum nicht administrativ eingeschritten wurde: der Knackpunkt, der zur Schließung geführt hat, wurde vom Administratorenteam nicht als Verstoß gegen die Forenregeln (und damit inkludiert auch nicht als Verstoß gegen Gesetze oder den guten Ton) gesehen. Und damit gab es weder Grund noch Handhabe, dort einzuschreiten.

    Es ging hier lediglich darum, daß es Leute gab, die sich am Inhalt gestört haben. Das ist einfach mal ihr persönliches Problem und kein generelles. Es waren die Leute, die das Schließen das Forums veranlassen konnten. Und das haben sie gemacht. Die Crux ist nur: wenn ich nicht der Lage bin, den Club so zu führen, daß Kritik ausbleibt oder jedenfalls ein bestimmtes Maß nicht überschreitet, dann bin ich es auch nicht, wenn ich den einen oder anderen Verbreitungsweg der Kritik kappe. Diese Menschen werden weiterhin genervt sein, wenn der MDR kritisch über den SCM berichtet. Und sie werden die Kritik auch weiterhin auf Facebook, Twitter etc. zu lesen bekommen. Das bekommen sie nämlich nicht aus dem Netz. Und sie werden es auch irgendwann mal an den Zuschauerzahlen merken.

    Freundschaft!

    Es meckert sich ja schnell. Aber nach ein paar Springen kann man wirklich sagen, daß sich Eurosport damit viel genommen hat. Der Abfall ist dramatisch. Pure Langeweile ist das jetzt. Da sieht man mal, wie gut das Dirk Thiele und Pohl/Siegmund lange Jahre gemacht haben.

    Nun gut. Hat Dirk Thiele jetzt mehr Zeit, um in Potsdam zum Handball zu gehen.

    Freundschaft!

    Ist sicher nicht die technische Seite gemeint. Das Forum gab es nun fast zwei Jahrzehnte und da wollen auch die Leute, die es los werden wollten und das auch Kraft ihrer Wassersuppe durchsetzen können, nicht als Buhmann dastehen. Also geht man in einen Dialog, wie man das in Zukunft gestalten will, weil dieser oder jener Beitrag nicht so angemessen wäre. Dann versucht man die Klarnamenpflicht durchzusetzen etc. Das Spielchen spielt man ein, zwei Runde bis man sich dann an dem Punkt sieht, wo man meint, sagen zu können: "Das können wir jetzt nicht mehr dulden." Und dann macht man Schluß. Was man von Anfang an vor hatte.

    Das nennt sich Politik.

    Freundschaft!

    Ja, sicher. Ist doch auch gut und richtig so. Es ist auch nicht schlecht, daß dort noch einmal darauf hingewiesen wird, wo die Leute, die noch schreiben wollen, jetzt hingegangen sind. Finden dadurch vielleicht ein paar mehr Leute.

    Freundschaft!

    Genau diese Art des nebulösen, andeutenden "Herr Lehrer, ich weiß was" scheint mir eing gut Teil des Problemes in MD. Insider gibt es überall, nur wissen die, wo die Grenzen sind..... :hi:


    Weißt Du, Du bist es, der Kaiser immer als Leumund her nimmt. Offensichtlich, ohne seine Meinung zu kennen. Ich war ja selbst überrascht, als ich von, sagen wir, einem "gemeinsamen Freund" hört, was Holger Kaiser dazu gesagt hat. Zu meinem Erstaunen hat er die Zeit in Magdeburg gar nicht so negativ gesehen, anders als die in Flensburg. Mehr will ich dazu nicht sagen.

    Ich habe es immer so gesehen und sehe es bis heute so: das was Oesterhoff, Meyer und Kaiser (und Co.) gefahren haben, war für mich ein mutwilliger, böswilliger Angriff auf den SCM. ABER: die Herren haben sich der Kritik gestellt, sogar eine große Veranstaltung in der BLH organisiert, um sich mit den vielen Kritikern zu treffen. Es war ein wilder Ritt und auf einen gemeinsamen Nenner kam man sicher nicht. Aber sie haben sich gestellt. Das kann man ihnen nicht in Abrede stellen.

    Heute geht alles hinten rum.

    Freundschaft!

    Sehr schön, TCLIP. Als völlig Unbeteiligter die Leute anpflaumen, die jahrzehntelang dabei waren. Es ist schon richtig, was Wiesel sagt. Das Forum war in letzter Zeit kaum noch moderiert. Schon deshalb, weil viel weniger Leute als früher drin waren und es eigentlich auch nicht wirklich was zu moderieren gab. Die wenigen Leute, die noch drin waren, haben sich zwar beharkt. Aber letztlich nur im Ausdruck unterschiedlicher Meinungen. Wobei es in letzter Zeit immer deutlicher in die Richtung ging, daß frühere Verteidiger der sportlichen Führung umgeschwenkt sind und erkannt haben, daß dort keine echte konsistente sportliche Personalpolitik, die nachhaltigen Erfolg versprechen könnte, möglich ist. Ganz einfach, weil diese Kompetenz nicht vorhanden ist. Das ist die eine Seite.

    Die andere Seite ist, daß, soweit ich weiß, dafür der Aufwand hinter den Kulissen umso größer war, das Forum weiter offen zu halten. Insofern ist die "Kritik" von Wiesel sowohl "gerechtfertigt" (und das bewußt in Anführungsstrichen) als auch nicht. So sehe ich das. Der Ton im SCM-Forum war jedenfalls nicht dramatisch. Was Herrn Schmedt und Co. so ungemein genervt haben muß, war die Kritik. Weil sie zutraf. Die drehte sich zwar irgendwann im Kreise. Wurde deshalb aber nicht unwahrer. Das Problem ist, daß Unfähigkeit und Beratungsresistenz so unglücklich zusammentreffen.

    Crusty
    Wenn Du wüßtest, wie Holger Kaiser seine Zeit in Magdeburg im Vergleich zu der in Flensburg bewertet, würdest Du aber staunen.

    Freundschaft!

    Ich habe mir die Beinarbeit eines Spieler auf Video angesehen und dabei ist mir aufgefallen, daß ich gar nicht genau weiß, was beim Handball ein Schritt ist. Ein Spieler hat den Ball aufgenommen, dann den ersten Schritt mit rechts gemacht, den zweiten mit links, den dritten mit rechts und ist dann mit dem rechten noch einmal kurz hochgesprungen und auf der gleichen Stelle gelandet, bevor dann mit dem rechten Fuß zum Sprungwurf hochgegangen ist. Vier Schritte habe ich mir gedacht. Aber ist das so? Macht man auch einen Schritt, wenn man z.B. mit dem rechten Fuß abspringt und wieder landet - also hüpft? Ist alles ein Schritt, wenn ein Fuß den Boden verläßt und wieder berührt? Oder entscheidet auch, ob man "Raumgewinn" mit dem Fuß erzielt hat? Es gibt durchaus Sonderbestimmungen, was kein Schritt ist - z.B. beim Basketball den Sternschritt.

    Ich habe bisher noch nie gelesen, was beim Handball genau ein Schritt ist. Oder fällt das sogar komplett in die Auslegung des Schiedsrichters?

    Freundschaft!

    Da blieben nur noch 38 Langweiler über. :D Das Problem ist doch auch und wahrscheinlich viel mehr, daß das subjektive Spannungsgefühl nicht da ist. Wenn es mal fünf Minuten spannend ist, weil so ein Spiel hintenraus eng ist, dann ersetzt das nicht die Spannung unter Woche, die man hat, wenn es Spiele gibt, die Stolpersteine werden können. Sage mal als Beispiel von früher Kiel in Dutenhofen. Im Gegenteil. Eigentlich macht es die Sache sogar noch langweiliger, wenn die paar wenigen unvorhergesehenen engen Spiel am Ende doch wieder vom Favoriten gewonnen werden.

    Freundschaft!

    Ich würde die beiden Spieler nicht in einem Satz nennen. Kalarasch ist schon ein anderes Kaliber als Bagerstedt. Der Däne war doch von vorn herein nicht mehr als ein kleines Upgrade zu Landsberg. Ohne rechte Stärke. Und hat dann noch stark abgebaut. Kalarasch ist schön beweglich und flink für seine Größe. Das ist ein ganz anderes Regal.

    Freundschaft!

    Mit welchem Trainer, der auch verfügbar ist, wären sie denn erfolgreicher?


    Mit Petkovic. Aber der ist jetzt vom Markt. :D In Berlin ist genau das Ding passiert. Erlingur mußte nicht gehen, weil die Punktausbeute nicht geut genug war, sondern weil die Entwicklung der Mannschaft negativ gesehen wurde.

    Kein anderer Trainer kann garantieren, daß es weniger als vier Minuspunkte in einer Halbserie sein würden. Aber die Chance, daß ein anderer Trainer der Mannschaft neue Impulse verleiht, ist groß. Spielerisch ist es seit Jahren mau. Das ist wohl auch außerhalb Kiels bekannt. Es ist die Crux der so stark gespreizten Leistungsfähigkeit der Liga. Mit dem THW gewinnt man 28 Spiele sowieso. Und dann gibt es noch sechs weitere, in denen "Klassement" gemacht wird. Da kann dann ein ausgewähltes Spiel bei Sieg oder Niederlage schon Meister oder Platz drei bedeuten. Weil es aber so wenige Spiele sind, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, daß man sich stabil in einer Zone befindet, in der es nicht zur Meisterschaft reicht, aber auch nicht schlecht genug, daß der Verein in eine Ergebniskrise kommt. Wenn man also nicht nach dem geht, was auf dem Feld zu sehen ist, sondern nur nach den Punkten, dann wird der Trainer auch dann noch unantastbar sein, wenn man ihn eigentlich wechseln sollte. Und so verbaut man sich dann eventuell Meisterschaften, die man andernfalls vielleicht holen würde. Weiß man aber vorher natürlich nicht.

    Man sollte auch nicht vergessen, daß einem auch ein Amt Gewicht verleihen kann. Da wird einer in der Öffentlichkeit als ein Großer wahrgenommen, weil er Bundestrainer ist. Oder eben beim THW. Und letztlich färbt da die Substanz der Mannschaft auf den Trainer ab. Weil man mit einer Mannschaft gar nicht unter ein bestimmtes Niveau fallen kann, wird man ganz automatisch als Toptrainer wahrgenommen. Es weiß aber keiner, wie andere Bundesligatrainer mit dem THW abschneiden würden. Es waren jetzt in den letztwn 24 Spielzeiten zwei Trainer. Da ist es schwierig zu sagen, wie groß der Anteil des Trainers am Erfolg ist und wie groß der des Vereins. Dafür hätte man öfter mal wechseln müssen. So ist schwer zu beurteilen, wie up-to-date auch die Methoden noch sind.