Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    DIe haben also verdient gefeiert zu werden, wenn sie ihren Job machen? Du stehst dann also auch jeden Tag beim Bäcker und feierst den, wenn die Brötchen frisch aus dem Ofen kommen, obwohl die Bäckerei ihm das Gehalt nicht zahlt? Komische Sicht der Dinge, auch wenn der Vergleich natürlich überspitzt formuliert ist. Daher bitte nicht persönlich nehmen. Ich kann auch keinen Spieler feiern, der meint, dass er müsse dort einen völlig überdimensionierten Vertrag unterschreiben und jahrelang dick abkassieren, sorry.


    Nur weil ein Verein das Geld gar nicht hat, was er den Spielern in den Vertrag schreibt, bedeutet das noch lange nicht, daß die Summe nicht marktgerecht ist. Von daher ist es fraglich, den Spielern Gier zu unterstellen. Ob es so schlau war (bezüglich der Ausfallwahrscheinlichkeit), in Hamburg zu unterschreiben, ist eine andere Frage.

    Tja, jetzt haben wir den ersten Fall von Wettbewerbsverzerrung, da Magdeburg zweimal gegen die komplette Truppe spielen mußte.

    Ansonsten konnte man ohne die Ausfälle und nach einer Woche Training nicht wirklich mehr erwarten.

    Freundschaft!

    Sebi schreibt:


    Jaja, könnte gut sein, dass Fiztek 'das Patronat' nicht zieht, weil dann sofort eine weitaus höhere Gegenforderung von Rudolph käme....

    Die HBL-Lizensierung sähe in der Geschichte dann natürlich nicht so gut aus, wenn sie eine Patronatserklärung als Sicherheit akzeptiert hätte, die faktisch nicht einlösbar wäre (okay, man kann davon ausgehen, dass die HBL nicht komplett informiert war/ist).


    Dann dürfte man mal gespannt sein, was passiert, wenn Insolvenz angemeldet wird. Der vorläufige Insolvenzverwalter muß und wird die Patronatserklärung ziehen. Dann ist entweder die Insolvenz vom Tisch und das Verfahren wird gar nicht erst eröffnet (bzw. sofort wieder beendet). Oder es reicht nicht, und dann wird das Geld aus der Patronatserklärung auf die Gläubiger verteilt. Da ist dann die Frage, wer (Rangrücktritt etc.) wieviel seiner Forderungen erfüllt bekommt. Möglich, daß es da gar nicht mehr so gut für AR aussieht.

    Freundschaft!

    Eine Chance hat jeder verdient. Es ist doch gar keine so schlechte Situation. Er ist jetzt quasi Interimstrainer, ohne daß man gleich einen Nachfolger sucht. Läuft es gut, kann man mit ihm in die neue Saison gehen. Läuft es nicht so gut, ist er nicht verbrannt, weil er sowieso nur aushelfen wollte.

    Ich traue ihm grundsätzlich schon ein bißchen was zu. Ich verstehe aber auch die Skepsis. Ganz allgemein ist es schon ein SCM-Problem der letzten Jahre, daß man Positionen gern mit Leuten besetzt, die schon da sind. Egal, ob das nun Sinn macht. Ich bin mir nicht sicher, warum das so ist. Ich glaube, da mischt sich ein wenig Inkompetenz mit Bequemlichkeit und einer ungesunden Freund-Feind-Einstellung. Wer den Mund aufmacht, ist gegen den Club.

    Ich drücke Bennet die Daumen, daß er in dieser Löwengrube was erreichen kann. Er hat sich in seiner Persönlichkeit richtig gut entwickelt. Und er ist der einzige im sportlichen Bereich des Clubs, von dem ich überhaupt eine gute Meinung habe.

    Freundschaft!

    Irrationale Zustände halten aber nicht ewig an. Wenn man sich mal die Vita von Geir ansieht, sieht man, daß man nichts sieht. Als ich vor 18 Monaten gefragt wurde, was ich von ihm halte, habe ich nur immer wieder gesagt, daß er seit 15 Jahren Trainer ist und man in der ganzen Zeit nie was von ihm gehört oder wahrgenommen hat. Wenn einer richtig was kann, fällt es irgendwann auf.

    Er war von Anfang an ein Notkandidat, weil man irgendwen präsentieren mußte. Wobei ich im Zweifel mit Jungandreas einen besseren Interimstrainer hatte. Ob man da wirklich wechseln mußte? Jedenfalls hat man bei dem, was man im Spiel selbst sehen konnte, nichts gesehen. Nicht einmal habe ich gedacht: "Och, das ist aber eine schlaue Idee!" Bei anderen - guten - Trainern passiert das schon mal. Am besten regelmäßig.

    Da blieb dann nur noch die Frage, ob er vielleicht gutes Training macht oder für eine leistungsfördernde Stimmung in der Mannschaft sorgt. Dinge, die man eben nicht als Spielzuschauer erkennen kann. Aus heutiger Sicht darf man das wohl auch verneinen. Wahrscheinlicher ist, daß er noch eine Weile von der Substanz gelebt hat, die Jungandreas zweifellos gelegt hat. Und von einer allgemeinen, für eine Weile selbstragenden, Aufbruchphase und Hochstimmung nach der langen, grauen Endphase Carstens.

    Man muß auch sagen, daß es bereits in der letzten Saison im Umfeld bereits eine gewisse Skepsis gegen Geir gab. Trotz der Ergebnisse. Das fand ich schon bemerkenswert.

    Achja, ich wollte neulich eigentlich noch schreiben, daß der SCM in der BLH-Ära zum fünften Male nach 17 Spielen bei 18 oder weniger Punkten stand. Vorher gab es in drei von vier Fällen einen Trainerwechsel in der Saison. Nun steht die Quote bei vier von fünf.

    Freundschaft!

    Woran es liegt? Die Frage kommt in letzter Zeit oft. Es liegt an nichts. Es ist ganz einfach. Die Mannschaft hat seit Jahren die Substanz für gut 40 Punkte. Und um diesen Wert pendelt sie mit +/- 4 bis 5 Punkte. Letzte Saison war das Pendel im Plus (45,3 Punkte hochgerechnet auf 34 Spiele), diese Saison im Minus (derzeit 36 Punkte hochgerechnet auf 34 Spiele). Der SCM ist sogar die konstanteste der 10 besten Clubs seit 2010. Allerdings will von außen (und wohl auch intern) niemand so recht wahrhaben, daß der Club eben genau die Substanz "40 Punkte" hat. Daher die Verwunderung über diese Leistungen.

    Die Frage kann also höchstens lauten, warum verbessert sich die Substanz der Mannschaft nicht, obwohl man Jahr für Jahr mehr Geld in die Mannschaft stecken kann. Dann sind wir wieder bei der Jeans.

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    Da die komplette Hinrunde gespielt ist, kann ich keine signifikante Wettbewerbsverzerrung erkennen, falls der HSV Handball nach dem Spiel gegen Berlin auseinanderbrechen sollte.


    Achso? Und wie sieht es mit Heim- und Auswärtsspielen aus? Das ist im Handball nicht ganz unwichtig.

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    Also ehrlich. Gummersbach muß doch keinen Meistertitel absichern oder eine CL-Teilnahme. Der VfL ist ein Team, welches (A) in der Entwicklung steckt und (B) entweder 32 oder 36 Punkte holt, wenn die Position nun sehr gut oder durchschnittlich besetzt ist. Es ist wirtschaftlich doch völlig unsinnig, dafür eine nennenswerte Ablöse zu zahlen. Es gibt keinen ROI.

    Wir reden hier von einem Linksaußen. Die bekommt man immer. Ein Ablöse würde nur dann Sinn machen, wenn man eine große Lösung bekommen würde. Und das könnte beim VfL gehaltsbedingt kein Topmann sein, sondern ein Toptalent. Und das ist Sigurmansson für mich jedenfalls ganz klar nicht. Was ich nicht ausschließe, wäre eine Pro-Forma-Ablöse von 10.000 Euro o.ä. Sicher aber nichts in einer Größenordnung, mit der man einen Tollbring halbwegs finanzieren könnte.

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    Genau, Gummersbach wird Ablöse für Sigurmansson zahlen. Warum sollten sie? Erstens würden die Löwen den Spieler in dem Fall gerne abgeben wollen. Und zweitens glaube ich nicht so recht daran, daß der VfL eine Ablöse für einen LA zahlen wird. Wenn überhaupt, dann wäre das sicher nur für einen Spieler ein Thema, der (vom Talent her) eine Kategorie über Sigurmansson steht. Der Isi wäre sicher eine gute Option für den VfL. Aber wenn man zahlen müßte, dann würde zumindest ich ihn nicht in Betracht ziehen.

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    Magdeburg hat die schwerste Gruppe erwischt, was durchaus wichtig werden kann, da ein Zweiter wohl nicht weiter kommt. Nantes bzw. Göppingen in einer leichteren Gruppe, da kann man von einem direkten Aufrücken ins Final Four ausgehen.

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    Ich fand eine Lesermeinung in der FAZ sehr treffend:

    "Der Bürger teilt, da wo er beteiligt wird, Ohrfeigen aus. Warum ist das so? Weil der Bürger den ihnen verpflichteten Volksvertretern nicht mehr traut. Zu oft haben die Bürger erlebt, dass man ihnen vor Wahlen A. versprach und am Ende B. gemacht wurde. Sobald sie beteiligt werden, erteilen sie jetzt "rote Karten". Vielleicht in der Hoffnung, dass das zu einem Nachdenken der politischen Klasse führt."


    Ich denke schon, daß da grundsätzlich viel Wahres dran ist. Trotzdem impliziert diese Meinung, daß es gewissermaßen die Pflicht der Bürger sei, in einer Akklamation der Bewerbung zuzustimmen. Die beiden möglichen Entscheidungen werden unterschiedlich gewichtet. Ein eine eigentliche richtige und in eine falsche. Und nun wären die Bürger bockig gewesen und hätten aus Trotz der eigentlich richtigen Entscheidung die Gefolgschaft verweigert.

    Dabei ist es eine echte Entscheidungsbildung freier Menschen, die Aufwand und Nutzen für sich eingeschätzt und bewertet haben. Und dann eben dementsprechend abgestimmt haben.

    Freundschaft!


    Die Abstimmung an sich möchte ich auch in keiner Weise anzweifeln, ich finde diese Art der direkten Demokratie sehr angebracht! Mir erschließt sich aber nicht, warum ein nein in Kiel ein ja in Hamburg torpediert hätte. Die Ruderstrecke bei Leipzig wurde doch irgendwie so gefunden und hätte zu den "Hamburger Spielen" gehört, oder? Da hätte sich schon was gefunden, wenn Hamburg ja gesagt hätte. Wenn es das Kombipaket sein musste, macht es natürlich Sinn, dieser Zugzwang war mir gar nicht bewusst, so ganz frei war ich im "Eigeninteresse". ;)


    Ich bin mir nicht sicher, ob die Sache dann definitiv an Kiel gehangen hätte, kann es mir aber nicht anders vorstellen, da die Vergabe bereits dicht vor der Tür steht. Ich weiß nicht, ob das Segelrevier bereits zum 8. Januar 2016 hätte fix sein müssen.

    Freundschaft!

    Man hat sich doch schon gut Luft verschafft. Lemgo spielt eine sehr respektable Saison bisher. Rechnet man die aktuelle Tabelle auf 34 Spieltag hoch, dann würden die zwölf Punkte, die Lemgo schon hat, zum Klassenerhalt bereits ausreichen. Nach der Erfahrung der Vergangenheit holen die Kellerteams in der Rückrunde mehr Punkte als in der Hinrunde. Ich glaube aber, mit zwei, vielleicht drei weiteren Siegen hat der TBV den Klassenerhalt dann in der Tasche.

    Göppingen ist jetzt wohl das einzige Heimspiel im alten Jahr, in dem man realistischerweise eine Chance auf Punkte hat. Dazu zwei Auswärtsspiele, in denen man Big Points machen kann.

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    Flink
    Es ist demokratietheoretisch schwierig, wenn letztlich die Kieler abstimmen würden, ob die Spiele in Hamburg stattfinden (wenn sie schon zugestimmt hätten). Man überlege sich mal den Fall, daß Hamburg zugestimmt hätte und dann die Hamburger Olympiagegner in Kiel massiv Wahlkampf gemacht hätten, um die Spiele noch zu verhindern. Wäre mit weniger Aufwand möglich gewesen, weil es dort deutlich weniger Wähler gibt. Die Kieler konnten frei im Eigeninteresse nur abstimmen, wenn es gleichzeitig passierte.

    Und mit dem Wissen um die DDR-Verhältnisse im Hinterkopf kann ich nur sagen, jede demokratische Legitimierung ist ihr Geld zigfach wert. Besser kann man Geld nicht anlegen.

    Freundschaft!

    Ich sehe Kiel als wesentlich stärker an als sie gemacht werden, das haben sie auch gegen Melsungen wieder gezeigt...aber auch Kiel hat ein Interesse daran statt 4 nur noch zwei Punkte auf die Löwen zu haben. Den Rückstand auf Flensburg kann man leicht aufholen, aber der auf die Löwen benötigt eben Schützenhilfe.


    Ich würde das anders formulieren. Kiel ist schwächer als die Löwen oder Flensburg. Das kann man in der Champions League gut ablesen. In der Bundesliga ist es aber nunmal so, daß von 34 Spielen 25 durch die Topteams sowieso gewonnen werden. Da macht es dann keinen Unterschied in der Punktausbeute ob man nun zwei Tore besser (Kiel) ist als der Gegner oder sechs Tore (Mannheim, Flensburg). Den Unterschied sieht man nur in der Tordifferenz.

    Wirklich entscheidend sind dann die restlichen Partien. Das sind aber dann so wenig, daß da einmal die bessere Tagesform die Saison entscheiden könnte. Deshalb ist der THW nach wie vor voll im Geschäft. Von der reinen Stärke kann ich es mir gut vorstellen, daß der THW zumindest ein Heimspiel gegen die Löwen oder Flensburg verliert. Das werden enge Kisten. Passiert das, ist der THW aus dem Meisterrennen raus. Ebenso wenn Duvnjak ausfallen sollte. Dann kommen auch Punktverluste aus den "leichten" Spielen. Da bin ich mir sicher.