Freundschaft!
Hast du das nicht? ...
Nicht toll ist nicht gut. Genau hier stellt sich mir dann allerdings die Frage, wie Du dir denn anhand des bescheidenen Zahlenmaterials die Aussage erlauben kannst, dass beide Quoten von 27 und 31% nicht so toll sind, wenn doch die geringe Größe der Stichprobe nach Deiner Lesart für stichhaltige Schlüsse eigentlich nicht oder kaum taugt? 
Den Schuh meiner Formulierung muß ich mir wohl anziehen. Was ich damit grundsätzlich zur Aussage bringen wollte, ist, daß Torhüter im langjährigen Schnitt ungefähr 33 Prozent halten. Da lagen beide drunter. Ich muß mich dahingehend etwas einschränken, daß es bei den großen Turnieren im langjährigen Schnitt nur 31 Prozent sind. Ob da nun anders gezählt wird oder einfach die Werfer stärker sind, weiß ich nicht.
Meine Formulierung "Ich habe mitnichten behauptet, daß 31 Prozent nicht gut wären" bezog sich dagegen auf den speziellen Fall, daß ich nicht behauptet hätte, Lichtlein wäre in dem Spiel ein Problem gewesen. Kann ich mit leben, wenn das mißverständlich angekommen ist. Grundsätzlich sind 31 Prozent nicht gut, sondern durchschnittlich. Gemessen an der Vorleistung von Wolff sind die 31 Prozent nicht signifikant besser, aber damit auch nicht schlechter. Ich kritisiere damit nicht die Leistung von Lichtlein in diesem Spiel, denn da können 31 Prozent durchaus okay oder gut sein. Kommt wirklich auf die Wurfsituationen an. Das meinte ich mit meinem zweiten Satz.
Grundsätzlich finde ich es aber bemerkenswert, wie hier partout nicht sein darf, daß es bei dieser EM sportlich wenig Gründe pro Lichtlein gab. Ich versuche den Fall Russland noch einmal anders aufzurollen. Beim ersten russischen Angriff mit Lichtlein im Tor (habe nicht geprüft, ob er vorher schon einmal beim Strafwurf drin war) stand es 13:12 für Deutschland. Am Ende war Deutschland ebenfalls ein Tor vorn. Die Wirkung des Wechsels hat wohl keine am Spielstand ablesbare Konsequenz gehabt.
P.S. Über die Grundlagen der Statistik braucht man mit Dir offensichtlich nicht zu reden. Die Größe der Stichprobe ändert nichts am Erwartungswert des Durchschnitts. Es wird nur bei größeren Datenmengen die Wahrscheinlichkeitsverteilung gestaucht.