Freundschaft!
Natürlich vollkommen unsinnig. Aber vollkommen.
Und jetzt zur Realität. Wir reden hier über Clubs, die (etwa) doppelt soviel Geld in ihren Kader stecken, wie die nächsten Verfolger. Wir reden hier über Clubs, die in der Lage sind, ihren ärgsten Verfolgern auch noch zusätzlich Spitzenspieler aus ihrem Kader zu nehmen. Das Ungleichgewicht nimmt so große Ausmaße an, daß eine Meisterschaft tatsächlich Pflicht ist.
Allein, daß der THW, in einer Sportart, in der das Zufallselement dank der vielen Tore eine untergeordnete Rolle spielt und in der zudem ein qualitativ breiter Kader praktisch in seiner Gänze genutzt werden kann, mit deutlich überlegenen Mitteln in zwei Jahren zwei Punkt Vorsprung auf die Löwen herausspielt, ist schwach. Oder überragend von den Löwen. Relativ betrachtet ist die Leistung des THW so oder so nicht Spitze.
Vom Spielerischen mal ganz abgesehen.
Insofern ist die Einschätzung des Publikums, egal ob Fußball oder Handball schon sehr zutreffend, daß es da Mannschaften gibt, für die eine Meisterschaft das Minimum ist. Das mag bitter für die Protagonisten sein, ist aber das Ergebnis der eigenen wirtschaftlichen und Personalstrategie. Damit werden diese Clubs leben müssen.