Beiträge von ALF

    Freundschaft!


    Wenn Du Deine Abneigung gegen den THW einmal kurz beiseite lässt, ist auch Dir sicherlich nicht entgangen, daß die Diskussion in diesem Thread sich hauptsächlich auf die Überlegenheit des THW an der Spitze beschränkt, da der Rest der Liga durchaus sehr spannend ist. Da dieser Punkt heute einmal wieder ad absurdum geführt wurde, hat sich theoretisch auch diese Diskusion und die Diplomarbeit des Threaderöffners erübrigt.

    Wenn Du das nicht verstehen WILLST, kann ich allerdings auch nix dafür. :verbot:


    Weil der THW nach 101:1 Punkten einmal verliert, ist eine wissenschaftliche Arbeit obsolet? Was für eine Hybris. Es ist doch völlig egal für die Gesamtbetrachtung der LIga, worüber hier hauptsächlich geredet wurde. Nur weil dieses Thema hier mal wieder völlig THW-zentriert be- aka mißhandelt wurde, ändert das nichts daran, dass man heute trotzdem in fast jedem Spiel vorher weiß, wie es ausgehen wird. Auch wenn wir wieder mehr spannende Spiele und im Bereich der EC-Plätze und des Mittelfeldes haben als in den Vorjahren. Langfristig gesehen ist die Liga nach wie vor erhelblich langweiliger als im historischen Schnitt. Kein Vergleich mit den 90er Jahren.

    Im übrigen hat der Melsunger Sieg nichts daran geändert, daß TuSEM nach wie vor nur einen Punkt hat und vermulich keine Chancen auf den Klassenerhalt.

    Freundschaft!

    Und jetzt die Frage: was passiert mit Nantes? Wenn sie Erster oder Zweiter werden, dann sind sie direkt im Final Four und wenn sie schlechter abschneiden außen vor?

    Freundschaft!

    Ist schon toll, was die Tunesier da in den Jahrgängen 1990 und 1991 haben. Die werden damit international sicher nicht schlecht dabei sein in den nächsten Jahren. Ob Jallouz aber soviel Klasse mitbringt, auch den THW auf Dauer weiterzubringen, da bin ich recht unentschlossen. Ist eine spannende Sache.

    Freundschaft!

    Es ist natürlich bezeichnend, daß eine Debatte darüber, wie man die Liga spannender machen könnte, darauf verengt wird, wie und ob man den THW einbremsen kann. Es geht hier wie gesagt um die Liga. Um spannende Spiele. Und der THW ist bekanntlich nur an 34 von 306 Spielen beteiligt. Wir haben in den letzten 15 Jahren erlebt, wie die einzelnen Spiele immer langweiliger wurden, weil die Liga immer weiter auseinander klafft. Früher gab es kaum mal Spiele, die vor der 50 bis 55 Minute entschieden waren. Heute ist das die Regel. Man sollte auch erwähnen, daß damals der THW von 1994 bis 2000 sechs von sieben Meistertiteln abgeräumt hat. Das halte ich auch für völlig unproblematisch, weil man vorher nicht wußte, ob sie es packen. 1999 hat der THW fünf Punkte auf Flensburg aufgeholt. Heute sind drei Punkte Unterschied schon nicht mehr aufzuholen, weil es nur noch einige ganz wenige Spiele sind, die über die Meisterschaft entscheiden. Früher konnten auch die Spitzenteams jedes Spiel verlieren. Der THW hat zu Hause gegen Wuppertal verloren. Heute sind die Spitzenteams so enorm weit von den Kellermannschaften enfernt, daß da in 99 Prozent der Fälle nichts geht. Und irgendwann muß sich die Liga diesem Problem auch mal annehmen. Denn das wird sich langfristig schon enorm auf die Attraktivität der Liga aus.

    Freundschaft!

    Mir fällt nichts ein, was rational für Magdeburg in Skopje spricht. Ich glaube aber trotzdem, daß es für die Gruppenphase langen wird. Ist so mein Gefühl.

    Freundschaft!

    Hallo zusammen,

    ich bin Student der Sportökonomie und da ich Handballer bin, schreibe ich meine Bachelorarbeit über Möglichkeiten, wie die Handball-Bundesliga spannender gemacht werden könnte (ist ja im Moment durch die Kieler Dominanz nicht unbedingt der Fall).

    Was meint ihr?


    Ganz grundsätzlich mal die Anregung, sich die Entwicklung der letzten 15 Jahre anzusehen. Da hat man nämlich gezeigt, wie man die LIga langweilig macht. Wenn man sich dann die Maßnahmen ansieht, die es in dieser Zeit gegeben hat, dann weiß man auch, was man genau andersherum machen müßte.

    Freundschaft!

    Wir wissen ja nicht erst seit den Zeiten von Hexer Thiel (als Gummersbach die Rolle des Seriensiegers hatte) und Wieland Schmidt (dito für Magdeburg) & Co., dass nur ein Spitzentorwart (oder ggf. -gespann) eine Titelgarantie ist. Muss der Omeyer erst gehen (und Heinevetter in Berlin bleiben), damit die anderen Mannschaften eine Chance kriegen?


    Also ich behaupte, daß das totaler Bullshit ist. Omeyer profitiert doch enorm von der Deckung. Möchte gern mal sehen, ob er in Montpellier oder wo auch immer, dann noch solche Spiele spielt. Vielleicht geht es ihm ja wie Karabatic ("Der Unterschied" Piet Krebs), der hat in in Montpellier auch gezeigt, wie sehr er international den Unterschied macht, wenn er nicht mehr die Mitspieler hat: nämlich nie. Wie hat Omeyer denn kürzlich in Celje gehalten? Oder im Viertelfinale gegen Barcelona von anderthalb Jahren? Fünf oder neun Prozent (ich weiß nicht, ob er eine oder zwei Paraden hatte, weil man das bei einem Ball nicht genau erkennen konnte). WM-Finale 2011. Da ist auch viel Schwund bei ihm. Ich wehre mich dagegen, daß Einzelspieler zu Wundermännern stilisiert werden, die ihre Leistungsfähigkeit aus dem Mannschaftsverbund ziehen.

    Gegen Wieland Schmidt war Omeyer ein Schuljunge. Was der für freie Bälle gehalten hat, war ein ganz anderes Kaliber. In einer Oberligasaison haben die Gegner mal 55 Prozent der Siebenmeter nur unterbringen können. Im Europacup 1980/81 weniger als die Hälfte. Und er stand auch sonst nicht hinter einer guten Deckungsreihe. Da kam viel durch. Die Abwehr war damals auf den Ballgewinn aus, also sehr offensiv.

    Freundschaft!

    Mensch ALF, ich hatte gehofft, du würdest auf einen Magdeburger Sieg tippen, da du bezüglich des SCM meistens richtig liegst...wem drückst du eigentlich in diesem Spiel die Daumen?


    Hab' Deinen Beitrag total übersehen. Da ich das Spiel nicht alleine gesehen habe, habe ich erzählt, was ich hier zum Spiel geschrieben habe. Ich bin dann zum Anpfiff genötigt worden, mich festzulegen. Da habe ich plus zwei für die Füchse gesagt. :cool:

    Nachdem was die Füchse in den letzten Wochen gespielt haben, hätte Magdeburg durchaus seine Chance haben müssen. Aber am Ende fehlt dann doch die Qualität. Da haben die Füchse viel mehr zu bieten. Plus eine Riesenerfahrung, wie man knappe Spiele gewinnt. Die ziehen sie ja fast immer. Qualität, das sind jetzt nicht nur Heinvetter, Romero oder Jaszka, sondern eben auch einer wie Jewgeni Pewnow. Den hätte man ja 2010 statt Landsberg holen können. Jetzt spielt der Magdeburger Jugendspieler eben in Berlin und man hat zwei Ü30-Spieler am Kreis.

    Man hat schon gut erkannt, daß da am Dienstag der SCM gespielt hat. Am Wappen auf der Brust. Und im Nackenbereich stand es ja auch noch einmal zur Sicherheit. Sonst habe ich aber nichts gesehen, was den SCM über Jahre und Jahrzehnte stark gemacht hat.

    Freundschaft!

    Warum hat Rojewski nicht gespielt? Bei Schäpsmeier krankte meiner Meinung nach das Spiel.


    Rojewski hat ja gespielt. Aber er war ganz sicher schlechter als Schäpsmeier. Bei Rojewski weder im Angriff, noch in der Abwehr was.

    Der einzige Magdeburger Spieler, der wirklich frisch war und frei im Kopf, war Asmussen. Der hatte wirklich Spaß. Bei allen anderen war der Wurm drin. In der ersten Halbzeit haben es die Füchse mit der Zeit gut in den Griff bekommen, ohne extrem stark spielen zu müssen. Gut, Heinevetter hat da ntürlich viel gehalten. In der zweiten Halbzeit haben die Füchse dann weder im Angriff, noch in der Abwehr so richtig ein Bein auf die Erde bekommen. So kam Magdeburg wieder ran. Die Füchse hatten dann aber Jaszka und Romero, die mit Einzelaktionen das Ding ziehen konnten.

    Freundschaft!

    Ich traue mich noch nicht mal zu tippen. Ganz ohne D. Bei den Füchsen ist irgendwie der Wurm drin. Die können aber trotzdem enge Spiele ziehen. Magdeburg hat in den letzten Wochen gezeigt, was sie gut können: schlecht spielen. Sonst wären sie auf jeden Fall Favorit. Aber so?

    Freundschaft!

    Bin mal gespannt, wie das in Skopje wird. Theoretisch könnte noch was gehen. Wenn man aber die Erfahrungen von 2001 zu Grund legt, dürfte es fast ein aussichtsloses Unterfangen werden. Damals hat der SCM eine um Welten bessere Mannschaft gehabt. Zu Hause mit 15 Toren gewonnen, aber in Skopje nur Remis (Gruppenspiele). So beschissen wie dort, wurde der SCM noch nie.

    Freundschaft!

    Ob das eine Momentaufnahme ist, werden wir erst in der Zukunft wissen. Immerhin konnte es nicht mehr langweiliger werden, als in der letzten Saison. Der Erste mit 68:0 Punkten und der Letzte mit 1:67.

    Von dieser Saison bin ich positiv überrascht. In dieser Saison weiß man vorher nicht immer, wer gewinnt. In der letzten Saison war es praktisch so. Ansonten ist immer der Wandel die Konstante. Es gab oft länger Phasen, in denen bestimmte Mannschaften dominiert haben. Erst waren es Gummersbach und Großwallstadt, dann kam Essen dazu. Es gab die kurze Zwischenphase mit Wallau, bis sich dann die sehr lange beständige Vierergruppe Kiel, Flensburg, Magdeburg und Lemgo herausbildetet. Die wurde dann (theoretisch) abgelöst von Kiel, Hamburg und Kronau - den Geldteams. Während es in Hamburg lange funktionierte, war das bei Kronau nie der Fall. Kurios, daß es jetzt, da man sparen muß, plötzlich funktioniert.

    Jetzt da Kronau, Hamburg abspecken mußten und vorher schon Gummersbach und Lemgo, ist das Mittelfeld wesentlich konkurrenzfähiger geworden. Wetzlar profitiert von der Lage. Hannover sicher auch, aber diese Mannschaft war ja zudem noch im Aufbau nach dem Aufstieg. Man hat sich ja erst etabliert. Melsungen arbeitet mehr mit Verstand als früher. Ich glaube nicht, daß dort an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen liegt. Die waren ja nie so schlecht. Da ist wohl eher der Trainer der Treiber. Nettelstedt hat ja z.B. bei Vukovic auch vom Sparkurs anderswo profitiert, ist aber ebenfalls noch in der Etablierungsphase und hat auch von Baur und Chalepo profitiert.

    Göppingen scheint neben den Verletzungen intern vielleicht ein paar Abnutzungserscheinungen zu haben. Das kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Magdeburg ist die Mannschaft, die auf dem Spielermarkt eigentlich gar nicht von der Krise anderswo profitiert hat. Obwohl da ein erhöhter Etat durchaus Spielräume hätte geben müssen. Da fehlte wohl das know-how.

    Freundschaft!

    Da ich das Spiel nicht alleine sah, mußte ich mit ständig anhören, wie langweilig das Spiel wäre. Wenn man jetzt hier sieht, daß sich zum Spiel selbst noch niemand geäußert hat, sagt das ja alles. Und auch am Flensburger Publikum merkte man, daß Magdeburg nicht mehr als Gefahr wahrgenommen wird, auch wenn man vor dem Spiel fast gleichauf lag.

    Wo kommt eigentlich der Irrglaube her, Herr Eijlers wäre auch nur in der Nähe, ein Toptorwart zu sein? Daniel Stephan schlug ja auch in diese Kerbe. Das ist der schwächste Stammtorwart bei Magdeburg seit mindestens 40 Jahren.

    Freundschaft!

    Daß Uwe Gensheimer in der Nationalmannschaft bisher nicht die Leistungen gebracht hat, die er mit Kronau zeigt, da müssen wir uns nicht drüber unterhalten. Die Frage kann da nur lauten, warum das so ist.

    Aber daß Gensheimer die Berechtigung für die Nationalmannschaft abgesprochen wird und Klein dafür zu spielen hätte, ist wohl ein ganz schlechter Scherz. Uwe Gensheimer ist zusammen mit Holger Glandorf der konstanteste Schütze in der Nationalmannschaft in aktuellen Kader. Obwohl Gensheimer dort bisher weit unter seinen Möglichkeiten gespielt hat, traf er in seinen Länderspielen im Schnitt immerhin doppelt so oft wie Klein.

    So einen deutschen Linksaußen gab es von der Klasse in Konstanz bisher nur einmal in der Bundesliga. Das war Jochen Fraatz. Der war ja interessanterweise in einer ähnlichen Situation. In der Zeit seiner größten persönlichen Leistungsfähigkeit ist die Nationalmannschaft damals in B- und C-WM herumgeturnt. Nur mal zur Erinnerung. Uwe Gensheimer hat seitdem er 19 Jahre ist, in jeder Bundesligasaison immer klar über 100 Feldtore geworfen. Nimmt man die zweite Bundesliga dazu, dann sogar seit seinem 18. Lebensjahr - also in jeder seiner Spielzeiten, die er komplett im Seniorenbereich verbracht hat. Jetzt ist er in der vierten Saison auch der etatmäßige Siebenmeterschütze. Da hat er in der Zeit einen Quote von 79 Prozent. Einen besseren Spieler kann man sich doch gar nicht wünschen.

    Klar, Dominik Klein gibt immer vollen Einsatz. Das ist auch seine Stärke. Aber das muß er doch auch, er ist von dem, was er sonst so mitbringt doch arg limitiert. Und ja, die Titel aufzuzählen, die er gewonnen hat, ist ein Alibi. Wenn man heute viele Titel gewinnen will, dann muß man in einer der drei Mannschaften Kiel, Barcelona Ciduad Real/Atletico sein. Dort sind die Topspieler inzwischen so konzentriert, daß es fast egal ist, ob da der eine Spieler seine Topleistung bringt oder nur 80 Prozent davon. Gerade der THW hat in der letzten Saison doch sehr von der Breite profitiert. Ich denke da z.B. mal an das Pokalfinale oder das Spiel in Zagreb. Vor zehn, fünfzehn Jahren hätten Omeyer, Jicha, Narcisse, Zeitz, Klein, Ahlm und Sprenger in der einen und Palicka, Ilic, Palmarsson, Vujin, Sigurdsson, Toft Hansen und Ekberg in einer anderen gespielt. Und vor zwanzig Jahren wären sie auf acht oder zehn Mannschaften verteilt gewesen.

    Individuell hat Gensheimer schon fast jede Wahl mal gewonnen und war fast überall Torschützenkönig. Klein war, wenn ich es richtig sehe, nichts davon.

    Freundschaft!

    Klatschpappen sind ganz einfach eine geniale Erfindung.
    Dass sie von manchen Anhängern anderer Vereine gehasst werden, weil sie mit wenig Aufwand denselben Geräuschpegel schaffen, den 5 oder 6 Zuschauer sonst mit bloßen Händen schaffen würden, ist verständlich...
    Diese "Applausverstärker" nun als Inbegriff von "Kommerz", "Kapitalismus" und "allem Bösen dieser Welt" zu sehen, ist dann aber doch etwas übertrieben.


    Sie sind mit Sicherheit keine geniale Erfindung. Du übersiehst eine Sache. Menschen können Gesänge oder auch Klatschen bis auf wenige Hunderstel Sekunden synchronisieren. Dadurch ist das Klatsche dann in Phase. Etwas, was man mit Klatschpappen motorisch gar nicht schaffen kann. Eine Halle mit echter, durch die Fans selbstinduzierter Stimmung ist etwas ganz anderes, als z.B. in Berlin oder (ich war schon lange nicht da) in Hamburg. Das ist natürlich doppelt schwierig an diesen Standorten. Einmal weil das Publikum enorm schnell gewachsen ist und sich so nur sehr schwer eine eigene Charakteristik herausbilden konnten. Und zum anderen, weil ja in diesen Großstädten der Pool der Leute viel größer ist, die mal zum Handball gehen, dafür dann aber nicht so oft da sind. Man hat jedes Mal ein anderes Publikum da.

    Schwer zu sagen, was in Berlin wirklich ginge. Denn die Halle ist für die Stimmung vermutlich die beste der gesamten Liga. Sie ist so herrlich steil und eng. Wenn man eine selbsttragende Stimmung in die Halle bekommt, dann kann man damit auch Gegner oder Schiedsrichter so richtig beeindrucken. Man kann selbst Topspieler total verunsichern damit. Ich habe es in Magdeburg oft genug erlebt. Aber erst in Montpellier (in der alten Halle) habe ich begriffen, wie sich das für eine Auswärtsmannschaft anfühlt. In Berlin wird man plötzlich von ganz vielen Augen angeguckt, wenn man einem gegnerischen Spieler nach einem verworfenen Gegenstoss ein paar nette Worte mit auf den Weg gibt. :D

    Das ist etwas richtig Geiles und hat nichts damit zu tun, wie man zu einem Verein steht. Aber man muß echt mal erlebt haben, wie ein Topspieler einen Ball ohne Not ins Aus wirft, weil er mit dem Druck der Halle nicht mehr klar kommt.