Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    ALF

    Gislason hatte ich gar nicht erwähnt. Und nicht, weil ich ihn lieber in Kiel sehe, sondern weil ich glaube, dass die N7 mit seiner Art nicht zurecht käme. Wenn Glandorf seine weitere Karriere schon am nächsten Trainer festmachen will und nicht unbedingt an der Zukunft des deutschen Handballs mitzuarbeiten gedenkt, ist Alfred sicher nicht der Richtige... ;)


    Weiß ich. War ja nur ein Beispiel. Ich wollte ja nur ein Gegenbeispiel mit einem titelträchtigen Trainer bringen.

    Ich bin der Meinung, daß es nicht ausgemacht wäre, daß Gislason der richtige Mann für die Nationalmannschaft wäre. Ich würde aber auch nicht soweit gehen, daß er nicht passen würden. Warum bist Du dieser Auffassung?

    Ich finde die Spieler haben das gute Recht, ihre Bereitschaft für die Nationalmannschaft zu spielen, an das Umfeld der Mannschaft zu knüpfen. Immerhin ist es eine gewaltige Belastung für ein Ehrenamt (auch wenn vielleicht ein paar Euro hängen bleiben). Ich sehe da nichts ehrenrühriges. Zumal bei Glandorf nicht, der immerhin nach der Ärztesache wieder für den DHB spielt. Das war auch nicht selbstverständlich.

    Freundschaft!

    Habe ich das Konstrukt GmbH&Co KG richtig verstanden? Das Unternehmen ist eine KG mit der GmbH als Komplementär? Das heißt für den Fall der Insolvenz, die GmbH ist Vollhafter und haftet als juristische Person lediglich mit ihrem Stammkapital, während die Komanditisten "im angemessenen Verhältnis haften", sprich mit ihrer Einlage?


    Korrekt. Grundsätzlich ist das so.

    Abweichend davon der Fall, daß es wegen Mißbrauchs zu einer Durchgriffshaftung kommt. Aber ich denke, das ist klar.

    Freundschaft!

    Robson
    Was Du Charisma nennst, ist bei mir Proletentum. Ich bin da sicher nicht der einzige, der das so sieht. Ist jedenfalls meine Erfahrung.

    Er hat alles gewonnen. Schön. Entscheidend ist nie, wer was gewonnen hat, sondern was man jemanden für die Zukunft, noch zumal unter schwierigen Bedingungen, zutraut. Danach muß man einen Trainer suchen. Petre Ivanescu hat als Trainer auch alles gewonnen. Und er war wirklich ein phantastischer Trainer, ein ganz anderes Kaliber als z.B. Schwalb. Und was war? Mit der Nationalmannschaft ist er voll gegen die Wand gefahren. Er hat das überhaupt nicht verstehen können, weil er sonst überall Erfolg hatte.

    Freundschaft!

    Keine Abwehrvariante, stattdessen eine Auszeit, in der Spieler wenig Hilfe bekommen („Da müssen wir jetzt irgendwas machen“ - ja, fragt man sich doch da: Was denn, Herr Trainer?)

    Und auch in Sachen Präsenz und Ausstrahlung war Biegler – den ich persönlich jetzt nicht als großen Sympathen bezeichnen würde – klar vorne. Heuberger konnte seinen Stress nie ummünzen, war sichtlich belastet, strahlte eben nur Angst und Unsicherheit aus. Das hatte Biegler ihm klar voraus – und der hatte eben auch den besseren Plan, auch mal einen Plan B.

    Jetzt habe ich richtig Lust mal was aus dem Archiv zu holen. Aus einem Interview mit Johannes Bitter im HandballMagazin Nr. 10/2003 nach der Junioren-Weltmeisterschaft.

    Zitat

    HM: Das Auftreten gegen Katar nannte ihr Trainer Martin Heuberger phasenweise "arrogant und überheblich".

    JB: Das weiß ich nicht. Wir haben uns einfach nicht gefunden und uns von den Katarern beeindrucken lassen. Das wir das Spiel verbockt haben, müssen wir uns vorwerfen lassen, aber mehr nicht. Auch Martin Heuberger muss als Trainer noch lernen. Das weiß er aber auch. Teilweise war er angespannter als die Mannschaft.

    Freundschaft!

    Ronaldo
    Klar, muß man dem Neuen erstmal ein Perspektive aufzeigen. Aber ich bin der Überzeugung, daß man das kann. Es gibt genug Potential im deutschen Handball, was sich Stück für Stück entfalten wird. Und auch im Verband hat ein neuer Bundestrainer die seltene Chance, Veränderungen mitgestalten zu können.

    Wenn man einen Wunschkandidaten hat, den man unbedingt will, dann würde ich auch ein halbes Jahr auf ihn warten. Ich hätte keine Bedenken, daß ein Johannesson beispielsweise noch die WM 2015 absolviert. Den DHB könnte interimsweise auch ein Jan Gorr führen, sofern er dazu bereit ist. Da hätte ich kein schlechtes Gefühl bei.

    Trollinger
    Wenn das so ist, hätte ich damit keine Probleme. :)

    murano13
    Bin auch ein großer Fan von Jan Gorr. Ich denke aber auch, daß das als Chef auf Dauer noch zu früh kommt. Nicht, weil er das nicht könnte. Aber da gehört auch die Außenwirkung dazu. Wenn er Co bleiben würde, wäre das klasse. Außerdem wäre er in der Pipeline, wenn der neue Bundestrainer vielleicht wirklich bis 2020 macht und dann wechseln will. Da wäre Gorr dann 42 Jahre. Das wäre ein interessantes Backup.

    Interimsweise würde ich es Gorr aber auf jeden Fall auch heute schon anvertrauen.

    Robson
    Genau, schon wieder kommt diese Argument, daß Schwalb ablösefrei zu haben wäre. Das ist keins, wenn man tatsächlich eine Weichenstellung für die nächsten sechs Jahr vornehmen will. Wenn ich nicht bereit bin, für einen Trainer eine Ablöse zu bezahlen, dann ist er sowieso nicht der Richtige. Daß bedeutet nicht, daß mit Gewalt eine Ablöse gezahlt werden muß. Aber es darf eben nicht das Ausschlußkriterium sein.

    Abgesehen davon, halte ich Schwalb zwar nicht für einen schlechten Trainer, aber eben auch nicht für einen Spitzentrainer. Dafür hat er Hamburg über die ganzen Jahre einfach nie stabil bekommen. Im übrigen sind die Gefängnisse voll mit Typen. Das ist mir also zu billig. Ich sage es mal vorsichtig: ich finde Schwalb jetzt nicht gerade gentlemenlike.

    Nebenbei bemerkt: Schwalb ist sehr wohl ein Brand-Mann. Er war sein Co-Trainer in der Nationalmannschaft, später sein Trainer in Wallau und zum Schluß dann sein Nationaltrainer.

    Paul Jonas
    Korrekt. Es ist alles da für schnellen Konterhandball. Auf die Rücksraumspieler müssen wir noch warten. Aber auch die kommen bald wieder.

    Brooks
    Ich persönlich schätze den Pokalsieg mit Berlin (ebenso wie Platz drei in der CL oder zweimal in der Bundesliga) höher ein, als Titel mit dem THW abzuräumen (als Beispiel). Ebenso die Arbeit von Brack in Balingen und natürlich auch in den Stationen davor. Wenn ich die Wahl hätte zwischen Alfred Gislason und Dagur Sigurdsson (egal ob jetzt als Nationaltrainer oder irgendwo im Verein), ich würde mich für Dagur entscheiden. Da ist es für mich persönlich egal, wer mehr Titel gewonnen hat. Dagur hat nämlich schon etliche Spieler im laufenden Betrieb entwickelt und seine Mannschaften substantiell verbessert. Von Alfred weiß ich nur, daß er es umsetzen kann, wenn das Umfeld stimmt und der Kader stark ist. Ich weiß nicht genau, was er leisten könnte, wenn er sich auf einer Baustelle bewegen muß. Hameln und die letzten zwei Jahre in Magdeburg waren aber Hinweise darauf, daß er das vielleicht gar nicht kann.

    Ich habe mich ja eher auf dieses Profil, wie in meinem Beitrag weiter oben beschrieben, festgelegt. Geht man einen anderen Weg, wäre ich mit Wilbek absolut einverstanden. An den hatte ich auch gedacht und mal geguckt, wie alt der ist. 1958 geboren. Er wäre 2020 62 Jahre. Das würde selbst bis dahin gehen, wäre allerdings grenzwertig. Man kann heute nicht sagen, ob er da noch die Verfassung hätte.

    Freundschaft!

    Wenn der Handball in Deutschland eine Perspektive
    haben will, muss eine Quote für deutsche Junioren-Nationalspieler her. In Frankreich funktioniert das. Dort bekommt jeder Jun-Nat.-Spieler der sich dem Profihandball stellen will, einen Platz in der ersten Liga. Wenn wir auf der Nationalmannschaftsebene wieder Erfolge sehen wollen, müssen wir Klasse exportieren, statt Masse einzukaufen.[/font]


    Ich halte nichts von einer Quote. Das Ding muß über die Masse an talentierten Nachwuchsspielern laufen. Je mehr davon da sind, desto mehr schaffen es auch in den Profibereich. Und positive Beispiele führen dann dazu, daß sich andere Vereine dann ebenso um solche Spieler bemühen.

    Ich freue mich jetzt im stillen Kämmerlein, daß jetzt die Nachwuchspolitik bemängelt wird, genauso wie ich mich 2007 geärgert habe, daß damals viele meinten, es wäre ja alles in Ordnung. Das war es damals eben nicht. So wie heute eben nicht alles schlecht ist. Die Situation von damals hat sich ins Gegenteil verkehrt.

    Heute ist die Lage viel besser, als sie durch das Scheitern gegen Polen wahrgenommen wird. Mir soll es recht sein, wenn das zu weiteren Anstrengungen im Nachwuchsbereich führt. Aber auch so schlagen die Maßnahmen der letzten fünf Jahre doch an. Es ist ja längst nicht mehr so, daß ein Frank von Behren wie ein Schatz gehütet wurde, weil da mal ein Spieler kam. Wir haben heute schon wieder deutlich mehr Nachwuchs als vor zehn, zwölf Jahren. Und ich denke, daß das einerseits noch deutlich mehr wird und sich das ja auch aufsummiert, wenn das so weiter geht. Die Spieler hören ja nicht mit 25 Jahren auf.

    Freundschaft!

    Übrigens fand ich am Fernseher die Polen meist lauter. Das mit den 6 Toren hat sich wohl eher auf den SCM bezogen.


    Ich habe es ja schon geschrieben. Der Plan ging nicht auf, weil zuviele andere Zuschauer drin waren. Das hat nichts damit zu tun, daß der SCM nicht gespielt hat, sondern mit den Leuten, die in der Halle waren. 2007 bei der WM hat auch nicht der SCM gespielt. Dort hat die Halle Island gegen Frankreich zum Sieg getragen. Und in ihrer vollen Wucht, kann die Halle sowohl gegnerischen Spielern das Selbstbewußtsein rauben wie Schiedsrichter umkippen lassen. Ich habe es oft genug erlebt.

    Diese original BLH-Stimmung auf ihrem Topniveau hätte die Mannschaft heute durch die Schwächephase getragen und wäre für ein paar Tore gut gewesen. Glaubt es oder glaubt es nicht. Heute waren aber in erster Linie Handballtouristen aus ganz Deutschland in der Halle. Was okay ist bei einem Spiel der Nationalmannschaft. Aber den Hintersinn dieser Ansetzung leider unterlaufen hat.

    Freundschaft!

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jetzt der Jugendwahn ausbricht. Wer aus dem aktuellen Kader hat seine Tauglichkeit vermissen lassen?


    Also Kneer braucht es nun wirklich nicht. Der hat auch kaum gespielt in diesen Duellen gegen Polen. Da gibt es mit Andreas Schröder und Fynn Lemke zwei Spieler auf der Position, die nach zwei guten Jahren in der Bundesliga soweit sind, auch mal die Chance in der Nationalmannschaft zu erhalten. Die würden dort in erster Linie lernen, sind aber trotzdem schon so gut, daß sie nicht das fünfte Rad am Wagen wären. Auch bei Haaß sehe ich die unbedingte Notwendigkeit nicht. Nur, wer bietet sich da an? Ein Mittelmann mit Abwehrqualitäten ist nicht wirklich zu sehen. Die Talente wie Simon Ernst und Tim Suton sind hier noch nicht soweit, daß man sie mitnehmen sollte/könnte. Das dauert noch zwei Jahre.

    Ansonsten ist die Mannschaft so wie sie gegen Polen gespielt hat, schon recht gut aufgestellt. Leute wie Wiencek, Pekeler, Sellin sind ja schon drin. Letztlich muß sie reifen. Wobei ihr die WM auf jeden Fall geholfen hätte. Schlecht gespielt hat man in beiden Spielen anfangs nicht. Ich war schon begeistert, was da heute in der ersten Halbzeit spielerisch teilweise abgeliefert wurde. Nur leider ist die Mannschaft noch nicht so stabil, daß sie ein Tal im Spiel unbeschadet durchschreiten kann. Und von Heuberger kam da leider gar keine Hilfe.

    Freundschaft!

    Allein bei der Auswahl für die Abstimmung rollen sich mir die Fußnägel hoch. Genau so sollte es doch bitte nicht laufen. Da stehen vier Namen, die für den Weg des geringsten Widerstandes stehen. "Wer wäre denn zu haben?" ist die Frage, die dahinter steht.

    NEIN! So darf es eben nicht laufen. Die Frage muß lauten: "Welchen Trainer will man unbedingt haben?" Im Klartext: Für welchen Trainer würde ich auch eine halbe Millionen Euro Ablöse hinlegen, wenn es denn sein muß? Und wenn man die zusammenkratzen oder abstottern muß. Bei welchem Trainer würde ich ohne zu zögern, das Vertrauen haben, ihm von vorn herein einen Vertrag bis 2020 hinzulegen? Denn das ist das Fernziel: Olympiasieg 2020 - so wurde es proklamiert.

    Für mich muß das ein Trainer sein, der bereits gezeigt hat, daß er besondere Fähigkeiten hat. Es muß ein Trainer sein, der aber trotzdem erst um die 40 Jahre alt ist. Einer der jung ist, noch das absolute Feuer hat und innovativ arbeiten kann und der auch in fünf Jahren noch beweglich im Kopf ist.

    Wir reden hier über Kaliber wie Ljubomir Vranjes, Dagur Sigurdsson oder Patrekur Johannesson. Letzterer wäre mein persönlicher Favorit. Der hat mich schwer begeistert. Sigurdsson fällt sicher raus, weil Hanning da seine Hand drauf hat. Ich glaube, darüber müssen wir nicht reden.

    Wenn ich weiß, wen ich unbedingt will und der Kandidat nicht mit vorgehaltener Waffe zu diesem Posten gezwungen werden müßte, dann lege ich mich als DHB solange krumm, bis ich ihn habe. Und das muß man Ronaldo im Zweifel auch mal arrogant angehen. Nicht überheblich, wie es der DHB schon oftmals gekonnt hat. Aber mit einem sehr gesunden Selbstbewußtsein. Gerade das überzeugt dann vielleicht den Mann, den man haben will.

    Hat man den Trainer dann gefunden, muß natürlich alles nach seinem Konzept ausgerichtet werden. Also die Frage B-Mannschaft, Jugend-Nationalmannschaften (z.B. ob man einen Fäth für die Junioren-Weltmeisterschaft nominieren muß, wenn er beim VfL Gummersbach schon in der Bundesligamannschaft ist und dort stattdessen lieber die Saisonvorbereitung mitmacht) und so weiter.

    Fazit: man sollte einen Fahrplan aufstellen, was man in den nächsten Jahren erreichen will (hat man ja schon getan). Dann stellt man dazu passend ein Profil auf (habe ich für mich hier getan). Dann, und erst dann, überlege ich mir, wer ins Raster paßt. Wenn ich weiß, wen ich will, überlege ich mir, was ich machen muß, ihn zu kriegen (egal wie schwierig das erstmal aussieht).

    Hamster
    Mal ehrlich. Serdarusic wird im September 64 Jahre. Der wäre bei Olympia 2020 bereits fast 70. Was soll das bringen?

    Freundschaft!

    wird bestimmt ein schönes Spiel,für das man nur auf e-bay Karten kriegt.Ich hätte das Spiel in eine größere Halle gepackt


    Und warum? Weil dann mehr Leute in die Halle können? Es geht hier darum, ob der DHB das zweite Turnier in Folge verpaßt. Da ist es völlig egal, ob 3000 Leute mehr in die Halle passen oder nicht. Es geht daraum, daß die Halle die Kulisse erzeugt, die ein paar Extratore bringt. Ich habe es vor Jahren mal statistisch erhoben. Die Bördelandhalle bringt im Schnitt sechs Tore im Vergleich zu Auswärtsspielen zusätzlich. Das war damals klar der Höchstwert in der Bundesliga. Das ist ein Durchschnittswert. In wichtigen Spielen können das durchaus auch noch mehr Tore sein. Die Halle kann einen gewaltigen Einfluß auf das Spiel nehmen. Jetzt muß nur noch das richtige Publikum drin sitzen. Aber ich glaube, da hat man auch gut dran gearbeitet.

    Freundschaft!

    Auch 16 Teams wären gut machbar. Dann spielt man eben in zwei Achter-Staffeln. Mit Hin- und Rückspiel gegen alle aus der eigenen Staffel plus je vier Heim- und Auswärtsspiele gegen die Teams der anderen Staffel. Das wären dann wie heute 22 Spiele. Die ersten beiden pro Staffel kommen ins Final Four (oder alternativ beide Staffelsieger plus die beiden punktbesten Zweiten und Dritten staffelunabhängig). Also gehen würde das.

    Freundschaft!

    Also wer auch immer über die Kommentatoren von Eurosport oder Sport1 schimpft, dem wurde heute aufgezeigt wieviel schlimmer es geht! Immerhin zahlen wir alle dafür und dann so ein unglaublich unterirdischer Schwachsinn.
    Wie kann man minütlich seine Bewertung wechseln und nicht mal elemenatre Grundkenntnisse des Spiels haben. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, da würde jemand ein Spiel mit taktischen Vorgaben aus den 80er kommentieren! GRUSELIG!!


    Ich fand den Kommentator extrem gut. Der ist mitgegangen, ohne auszurasten, war ansonsten sehr sachlich und hat das fachlich am breiteren ARD-Publikum ausgerichtet. Das fand ich angemessen. Und mir hat es gefallen.