Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Ich halte Johannes Bitter für den derzeit besten deutschen Torwart. Silvio Heinevetters Leistungen sind einerseits viel zu schwankend (mit Tendenz nach unten in der Rückrunde) und andererseits strahlt er keinerlei Ruhe und Rückhalt aus den diese Mannschaft in schweren Spielen dringend benötigt. Insbesondere im "Spiel auf der Linie" also beim Positionsangriff des Gegners sehe ich Johannes Bitters Stärken, während sich Silvio Heinevetter fast auschließlich mit spektakulären Paraden gegen die Außen oder bei Gegenstößen profiliert. Bei Würfen aus dem Rückraum dient er - überspitzt formuliert - oft bloß dazu den Ball aus dem Netz zu holen.


    Sehe ich nicht so. Einmal halte ich die Sache mit dem Rückraum eher für eine selektive Wahrnehmung, die eher auf der Stärke Heinevetters in den andern Bereichen beruht als anders herum. Belastbar kann ich sagen, daß Heinevetter Bitter in den drei Turnieren, die sie gemeinsam gespielt haben, bei der Quote aus dem Rückraum sogar etwas hinter sich läßt.

    Witzigerweiße haben beiden schon zweimal das Duo gegeben. Und immer wenn sich die Waage in Richtung Heinevetter senkte, war Bitter dann schnell weg. In der Nationalmannschaft und in Magdeburg.

    Die Frage ist für mich aber sowieso nicht relevant. Ich sehe beide als Typ als perfekte Ergänzung, sowohl von der Art zu spielen, wie auch charakterlich. Überhaupt sieht der Kader doch prima aus (statt Roggisch gehört Heinl rein), wenn man von der Schwachstelle Rechtshänder im Rückraum absieht. Da werden wir noch warten müssen, aber die Talente dort gibt es ja. Dissinger leider mit der Verletzungsgeschichte, dazu Kühn, Drux und Lemke sowie Ernst und Suton für die Mitte. Das finde ich schon Klasse. Der eine oder andere wird ankommen. Da bin ich mir sicher.

    Freundschaft!

    Gerald
    Man muß aber auch sagen, daß Magdeburg oder Kiel Großstädte sind. Keine Metropolen, aber das ist wohl eher Vor- als Nachteil für diese Vereine. Und auch der Umzug in die Stadt kann ja erfolgen. Von Dutenhofen nach Wetzlar, von Handewitt nach Flensburg, von Dankersen nach Minden, von Nettelstedt nach Lübbecke, von Großwallstadt nach Aschaffenburg. Das macht doch Sinn und passiert darum auch immer wieder.

    In den Metropolen muß man die Vereine aber mit viel Geld ständig interessant halten. Gelingt das aus den laufenden Einnahmen, dann wächst ein Verein auch an. Wenn nicht, dann wird er irgendwann auch wieder weg sein. Es ist halt ein Problem, wenn man einen Verein künstlich etablieren will.

    Ich habe so den Eindruck, daß man im Handball viel Geld reinpumpen muß, um einen Bundesligaverein in einer Metropole halten zu können, während es beim Fußball umgekehrt ist. Da braucht es viel Geld von Außen, wenn man einen Bundesligaverein in einer zu kleinen Stadt etablieren will (vgl. Hoffenheim, Wolfsburg, Leverkusen oder Ingolstadt). Das spricht ja irgendwo dafür, daß bei Sportarten ihre natürliche Heimat in bestimmten Städten haben. Beim Handball sind das in der Regel Städte zwischen 50.000 und 250.000 Einwohnern.

    Freundschaft!

    Warum wird der Kaiser eigentlich in Magdeburg und Flensburg auch nach (zum Teil) Jahren immer noch so gedisst? Weil er die finanziellen Schieflage aufgedeckt hat? :pillepalle: Er hat doch in beiden Vereinen grundsolide Arbeit geleistet, um nicht gleich davon zu sprechen, daß er diese saniert hat.


    Na das ist doch mal eine sehr gute Frage! Für Flensburg kann ich nichts sagen. Da kenne ich mich nicht aus.

    Für Magdeburg ganz kurz und knackig: weil es nicht so war, wie man es in der Presse lesen konnte und man es auch wissen konnte, wenn man es wirklich wissen wollte. Überregional hat es die Presse nicht groß interessiert, was abging und wenn berichtet wurde, dann wurde eben das verlautet, was von der Vereinsspitze kam. Breit berichtet hat lediglich eine nicht näher genannte Magdeburger Tageszeitung, die jedoch ihre eigene Agenda verfolgt hat und das war nicht die sachgemäße Information für die Öffentlichkeit.

    Das wirklich tolle an der Sache ist, daß die Handball Magdeburg GmbH wie jede Gesellschaft jährlich publizieren muß. Irgendwann mußte da die Hose runtergelassen werden. Und wenn man die Geschäftberichte, die übrigens in mehreren Jahren die Unterschrift Kaisers tragen, gelesen hat, dann ist einem klar, was Sache ist. Und das ist weder, daß Kaiser gute Arbeit gemacht hat, noch daß die Gesellschaft per se saniert werden mußte. Wir hatten es hier mit einer GmbH zu tun, die einen knapp kalkulierten Etat hatte und wenig Reserven, jedoch keine Altlasten (z.B. ganze null Euro Finanzverbindlichkeiten). Es war dann regelmäßig so, daß zum Saisonende die größeren Sponsoren noch mal einen Nachschlag gegeben haben, wenn die Saison noch nicht komplett gedeckt war.

    Dadurch daß dann der alte GF auf eine Art abgesägt wurde, die eine geordnete Geschäftsübergabe unmöglich machte und der neue GF einfach mal überhaupt keinen aus der Sponsorenlandschaft kannte, war es dann zwangsläufig, daß es zu Problemen kam. Also brauchte man Geld und hat der Öffentlichkeit von irgendwelchen (Alt-)Löchern erzählt. Interessanterweise werden die aber den Geschäftsberichten nicht erwähnt.

    Als Kaiser dann nach zwei Jahren ging, mußten kurzfristig 600.000 Euro aufgetrieben werden, um die Lizenz zu bekommen. Ich finde da einfach keinen Ansatzpunkt, ihm gute Arbeit zu attestieren. Fairerweise muß man sagen, daß das für ihn von vorn herein ein Himmelfahrtskommando gewesen ist. Ich glaube nicht, daß er sich darauf eingelassen hätte, wenn er gewußt hätte, was auf ihn wartet.

    Trotzdem habe ich bis heute keine öffentliche Klarstellung oder Richtigstellung von ihm gehört oder gelesen. Und solange das nicht der Fall ist, ist Kaiser für mich das, was er seit sieben Jahren ist.

    Anbei erwähnt. Ich hatte kürzlich ein Gespräch (mit einer Person, die ich sehr ernst nehme), die mir versichert hat, daß Kaiser ganz ordentliche Arbeit bei der HBL macht und sicher die kompetensteste Person dort ist. Gut, das Letzte ist noch nicht zwangsläufig ein Lob. :lol:

    Freundschaft!

    in diesen 76 städten leben keine 25 mio gesamteinwohner und damit nicht mal ein drittel der einwohner deutschlands - warum soll sich der handball nun gerade auf diese - durch andere sportarten übersättigte - kundschaft wenden, anstatt sich in einer nische stark zu machen?

    Warum nummer 3 oder 4 in der großstadt sein, wenn man nummer 1 in der mittelstadt sein kann? göppngen, flensburg, lemgo oder wetzlar - dies ist die basis auf die man aufbauen sollte, anstatt auf teufel komm drauf große wolkenkuckucksheime zu bauen


    Vollkommen richtig. Die Nische bedeutet weniger Konkurrenz und ermöglicht ein intensiveres Abfischen der finanziellen Potentiale.

    Außerdem bedeuten die alten Standorte gewachsene Strukturen. Fünf Vereine wie Wetzlar, Gummersbach, Magdeburg, Flensburg und Hannover, die mal in größere Hallen (aber nicht die Superarenen) umgezogen sind, bringen der LIga auch mehr Zuschauerzuwächse als ein HSV Hamburg im Vergleich zu Balingen bringt. Zudem wurden auch andere Halle wie in Lemgo, Kiel oder Göppingen mit der Zeit auch größer. Dieses organische Wachstum bringt mehr als ein Großstadtteam, welches dauerhaft subventioniert werden muß.

    Freundschaft!

    Würde der HSV Insolvenz anmelden würden sie doch Schuldenfrei in der Oberliga an den Start gehen können?
    Ansonsten müssten sie doch in der 3. Liga die Schulden weiterhin abzahlen oder ist der Gedankengang falsch?  :pillepalle:


    Jap, ist falsch. In der 3. LIga kann der wirtschaftliche Träger locker flockig in die Insolvenz gehen und man darf sogar noch aufsteigen. So passiert bei Henstedt-Ulzburg.

    Freundschaft!

    @foerdefuchs:Die Meldung der Europapokalteilnehmer an die EHF obliegt der HBL. Wenn ich mich recht erinnere musste TuSEM Essen nach dem Abstieg aufgrund der Insolvenz 2005 ebenfalls auf den sportlich erreichten Europapokalplatz als Titelverteidiger im EHF-Pokal verzichten.


    Richtig. Als Zweitligist hätte TuSEM starten können, als Drittlgist aber nicht. Magdeburg ist in die Club-EM nachgeruscht und Göppingen in den EHF-Cup.

    Freundschaft!

    Es gäbe bestimmt bestimmt einige Fans, die mit in die 3. Liga gehen würden (mich eingeschlossen). Aber nochmal: Noch ist nicht bekannt, ob dafür aufgrund der enormen Schuldenlast überhaupt eine Chance besteht.


    Klar das. Wenn die Gesellschaft in die Insolvenz geht und nicht liquidiert wird, kann man ganz normal in der 3. Liga spielen. Man darf sogar aufsteigen. Anderseits kann auf jeden Fall auch der Verein selbst dort antreten. Denn die Spielberechtigung liegt definitiv beim Verein, da die Gesellschaft mehrheitlich nicht diesem gehörte (sofern das überhaupt relevant wäre).

    Freundschaft!

    Veszprem ist doch klasse, da haste einen "entspannten" Ligabetrieb, verdienst gutes Geld und kannst dich komplett auf die CL konzentrieren. Ich bin gespannt, ob die einen Pálmarsson verpflichten.


    So entspannt ist es in der SEHA dann vielleicht auch nicht mehr. Die wird dann nächstes Jahr noch einmal eine andere Qualität haben.

    Freundschaft!

    Bei den Polen weiß man auch nie so recht, was man bekommt. Die haben bei der EM anfangs eine Grütze zusammengespielt und waren dann plötzlich richtig stark. Den Zenit hat ihre Goldene Generation schon deutlich überschritten. Einige spielen schon gar nicht mehr in der Auswahl, der Rest ist fast komplett über 30.

    Vom Gefühl her ist Polen eigentlich Favorit. Wenn man aber in die Analyse geht, sehe ich dort auch genug Ansatzpunkte. Immerhin hat die DHB-Mannschaft in 2013 noch eine gute WM gespielt, besser als die Polen. Ein Selbstläufer wird das für Polen nicht.

    Freudschaft!

    Bin gespannt, wie das nächste Saison wird. Gegenüber dem selben Zeitpunkt letztes Jahr haben die Löwen aktuell fast doppelt so viele Dauerkarten abgesetzt. Wäre schön, wenn die Besucherzahlen in der kommenden Saison anziehen würden. Aber dazu ist halt auch ein einigermaßen verlässlicher und günstiger Spielplan nötig.


    Sofern der "Tag des Handballs" auch wie geplant über die Bühne geht, werden die Besucherzahlen auf jeden Fall explodieren.

    Freundschaft!

    Grundsätzlich gilt: Arschlöcher muß man Arschlöcher nennen, denn sonst kommen sie mit ihrer Tour ja immer weiter durch. UND: nur weil es noch andere Leute gibt, die sich nicht korrekt verhalten, wird Arschloch A nicht zu einem kleineren Arschloch.

    Vier Monate in Kielce und schon zwei Trainern in die Weichteile geschlagen oder es zumindest versucht. Was man da schönreden kann, ist mir nicht klar. Es war schon nicht okay, wie er nach dem Löwen-Spiel vom eigenen Verein verteidigt wurde. Das sind Sachen, die einfach nicht gehen. Und wenn er so weiter macht, wird sich vielleicht auch mal eine Kante vom Gegner finden, die sich gerne revanchiert. Und von Kielce ist es recht weit bis Minden.

    Freundschaft!

    Wenn das stimmt, dann sollten Potsdam, Füchse 2, Oranienburg, Stralsund, Schwerin, Altenholz, Kiel 2, Flensburg 2, Beckdorf, Fredenbeck, Achim sicher in der Nord sein. Was als Option entweder mit Aurich, Varel und Wilhelmshaven in der Nord dann wohl noch Hannover und Großburgwedel in der Nord bedeuten würde ODER die drei Friesen in der West und dann noch Burgdorf, Springe und Minden 2 in der Nord. Eventuell auch Burgdorf 2, Hannover und Großburgwedel vertauscht.

    Es würde entweder der Strich zwischen Hannover und Burgdorf verlaufen oder zwischen Minden und Lemgo.