Beiträge von ALF

    Freundschaft!

    Denke, da liegen wir in der Wahrnehmung gar nicht weit auseinander. 80% in deiner Lesart wären im Schnitt der Top 3 gerundet 54:14 Punkte (bzw. gerundet 163:41 insgesamt). Bei der Betrachtung gibst du aber einem Dreikampf mit jeweils 54:14 den gleichen Stellenwert, wie einer 68:0-Saison vom Meister und jeweils 47:21 Zählern vom Vize und Dritten. ^^ ;)


    Nicht ganz. 80 Prozent wären im Schnitt 51:17 Punkte. Wenn man die ersten Drei betrachtet, können die nicht auf 68 Punkte im Schnitt kommen, sondern nur auf 64 maximal. Und darauf basieren meine Prozentangaben.

    Es geht mir nicht um die Spannung in der Tabelle, sondern um die Einzelspiele. Daß mal eine Mannschaft sich absetzt, kann passieren. Das wird man auch nicht verhindern. Soll man auch gar nicht. Metaloplastika hatte mal in einer Saison mehr Vorsprung vor dem Zweiten als der Zweite vor dem Letzten. Das hielt aber nicht ewig an.

    Ob nun der Erste 61 Punkte holt und die anderen beiden 46 oder alle drei Mannschaften 51 Punkte holen, ist für die Zahl der tatsächlich spannenden Spiele von untergeordneter Bedeutung. Es ist ein statistischer Wert, der, je geringer er ausfällt, es desto wahrscheinlicher macht, daß es mehr spannende Spiele gibt. Und daran krankt die Liga schon.

    Außerdem: je enger die Liga ist, desto länger geht es für umso mehr Mannschaften noch um etwas. Die Wahrscheinlichkeit, daß Spiele am Ende abgeschenkt werden, wird deutlich geringer.

    Freundschaft!

    Ja, das möchte ich sehen, wie IHF und EHF ausgerechnet den DHB aus den Wettbewerben nehmen. Dann können sie ihren Laden auch gleich zumachen.

    Was mir an dem Urteil besonders gefällt, ist, daß das Gericht festgestellt hat, daß es sich bei IHF, EHF und DHB um "wirtschaftliche Unternehmen" handelt, "die am Sportmarkt wirtschaftliche Interessen verfolgen". Das ist ja das, was sich schon länger sage. Es sind keine Sportverbände mehr, sondern Vermarkter geworden. Leider. In der krassen Schieflage: leider. Ich lehne diese wirtschaftliche Entwicklung sicher nicht grundsätzlich ab. Aber die Verbände haben ihre Rahmengebende Funktion leider völlig aus den Augen verloren. Daher auch das wilde Wuchern der Wettbewerbe und die immer einseitiger werdenden nationalen Ligen.

    Freundschaft!

    ALF: Das mit den Punktzahlen sehe ich noch nicht so. Es sind weiterhin "10 oder weniger Minuspunkte", die man für die Meisterschaft benötigt. Das letzte Mal, wo man mit mehr als 10 Miesen Meister wurde, war die Saison 01/02 mit dem Dreikampf aus Kiel, Nordhorn und Lemgo. Davor war es die Spielzeit mit Magdeburg, Lemgo und Flensburg und der 20er-Liga. Endet also kurioserweise also mit dem ersten deutschen Sieg in der Champions League und dem Auftritt des HSV Hamburg auf der Handballbühne...


    Aber ich sehe da so. Und sicher auf einer breiteren und längerfristigen empirischen Basis. Ich greife verschiedene Indikatoren ab und habe die Zahlen dort bis 1992/93 zurück, seitdem wieder eingleisig gespielt wird.

    Zum Beispiel die Prozentzahl der Punkte der ersten Drei an der der tatsächlich möglichen Punktausbeute. Das ist praktisch, weil man auch Spielzeiten mit unterschiedlichen Ligenstärken vergleichen kann.

    Die Rekordwerte liegen hier bei 93 Prozent für 2011/12 und 92 Prozent für 2009/10. In der letzten Saison waren wir bei 88 Prozent und derzeit (nach 32 Spieltagen) bei 89 Prozent. Gewinnen die ersten Drei ihre restlichen Spiele, wären es 90 Prozent. Im Drei-Jahres-Mittel sind die Zahlen ebenfalls rückläufig und erstmals im erhobenen Zeitraum gibt es zwei Jahre am Stück ohne eine weitere Steigerung in diesem Index.

    Es gibt also schon statistische Hinweis auf eine leichte Entspannung, wenn auch nur leicht. Ich persönlich halte einen Wert von 80 Prozent schon für das Maximum dessen, was sich die Liga leisten sollte, um halbwegs spannend in der Mehrzahl der Spiele zu sein. Eigentlich ist auch das schon zuviel 1992/93 betrug der Wert hier übrigens gerade einmal 68 Prozent.

    Freundschaft!

    Der VfL hat sich aber in dem halben Jahr recht gut entwickelt. Klar ist es möglich, daß die Löwen das hoch gewinnen. Aber ob das schon vorher so sicher ist, weiß ich nicht. Ich zweifle ein bißchen dran. Ich glaube schon, daß der VfL mit einem guten Spiel es lange eng halten kann.

    Freundschaft!

    Wenn die Löwen durchziehen, wirds +20. Damit werden sie wohl die Meisterschaft (wenn nicht über die Punkte) mit 10-20 Toren holen. Da kann der THW sich noch so strecken, aber vom VfL ist sicher nicht mehr Gegenwehr zu erwarten, als von der MT heute.


    13 sind es geworden. 41:28

    Ich hatte mir vorher so gesagt, daß die Zielmarke für die Löwen so bei 15 Toren liegen sollte. Ist so meine Rechnung gewesen, daß Kiel wohl nicht mit mehr als 23 Tore in Nettelstedt gut machen wird. Ich denke, daß das Ergebnis dem THW noch die Tür aufläßt. Ich weiß nicht, was man von Nettelstedt erwarten kann. Aber ich denke durchaus, daß der THW ein paar Tor gut machen kann. Gefühlt erwarte ich auch so um die 15 Tore plus x.

    Freundschaft!

    Das Geschwafel mit der ausgeglichensten Liga der Welt und jedes Topteam muss in jedem Spiel alles geben um zu gewinnen ist nach dieser Saison für mich Geschichte!


    Daß jetzt mal beide Topmannschaften voll durchziehen müssen, ist schon ganz schön entlarvend für die Liga. Ich habe diese Leistungsunterschiede in der Liga immer kritisiert, aber ich bin jetzt doch nochmal überrascht, wie groß die wirklich sind.

    Freundschaft!

    In der HandballTime stehen in jeder Ausgabe die aktuellen Zahlen von Facebook, Twitter, Google+ und Youtube für die erste und zweite Bundesliga der Männer und die erste Bundesliga der Frauen, sowie ausgewählte internationale Vereine und Verbände sowie einigen Handballern.

    Die RNL sind übrigens bei Google+ ganz stark vertreten und Tarp-Wanderup hat tatsächlich ein kleine Minus von der vorletzten zur letzten Ausgabe.

    Freundschaft!

    Elwardt meinte doch neulich, dass sich bei den Gehältern entgegen landläufiger Meinung zumindest bei den Spitzenspielern und damit beim THW nichts geändert hätte und auch durch einen kleinere Brötchen backenden HSV nicht ändern wuerde, weil es international genug Vereine gibt, die hohe Gehälter bieten.


    Das ist doch aber das, was man sich immer gewünscht hat. Es ist doch der Klassiker. "Die 'Topspieler sind ihr Geld wird. Der Durchschnitt verdient zuviel!". Wenn es heute mehr gutzahlende Topclubs in Europa gibt, dann werden die Spitzenspieler tatsächlich teurer, während die normalen Bundesligaspieler, auch bedingt durch mehr nachströmende Talente eher billiger werden. Das führt dazu, daß die Topclubs, die in der CL mithalten wollen, einen so teuren Stamm finanzieren müssen, daß sie sich die Breite von vor ein paar Jahren nicht mehr leisten können. Das erkennt man ja auch an den Punktzahlten. Die Topmannschaften haben wieder mehr Minuspunkte als noch vor ein paar Jahren.

    Das strukturelle Grundproblem bleibt. Die Mannschaften werden für zwei völlig verschiedene Wettbewerbe konstruiert. Wer in der CL richtig mithalten will, muß so stark sein, daß er die heimischen komplett dominiert. Das ist in der Bundesliga nicht ganz so ausgeprägt, in Spanien dafür umso mehr.

    Freundschaft!

    Es ging ihm nicht darum, den Bezug auf Hens als nicht mehr aktuell darzustellen. Vielmehr darum, daß Rudolph schon vor vier Jahren sparen wollte und es bis heute nicht umgesetzt wurde.

    Davon ab, ist es egal, was Hens mit seinem Geld macht. Ob er es wert ist (aus Spielersicht) und daß er es nicht hätte nehmen sollen, wenn es ihm geboten wird. Das ist für die Diskussion egal und letztlich auch seine Privatsache.

    Für den Gesamtvorgang ist es jedoch relevant und ein starkes Zeichen, daß der Verein ihm dieses Geld zahlt. Das geht, wie schon gesagt, nur dort, wo sich ein Verein nicht nach marktwirtschaftlichen Gegebenheiten in der Liga richten muß. Was über die Einnahmen hinausgeht, wird eben vom Onkel subventioniert. Das beeinträchtigt die Stabilität der Liga, wenn der Onkel eben keine Lust mehr hat. Und das macht es nach Marktmechanismen handelnden Vereinen in der Liga zudem schwerer, ihre Mannschaften seriös zu finanzieren. Oder sie fallen sportlich einfach so extrem ab, wie man es in der Liga hinten eben leider sehen muß.

    Freundschaft!

    Ich frage mich immer woher solche Zahlen kommen? Bitte um Quellenangabe. Ein wirklich positiver Effekt von dem ganzen Schlamassel wäre doch, wenn in die ganze Finanzlage der BuLi Vereine mal etwas mehr Transparenz kommen würde.


    Vor der Saison hatte die Sportbild einen Vergleich der CL-Sieger im Fußball und im Handball. Dort wurde Hens als Topverdiener mit 600.000 Euro aufgeführt, wenn auch mit dem Zusatz "geschätzt" versehen.

    Das sind 25.000 Euro netto. Das ist/war für die HBL jetzt nicht absurd viel, sondern durchaus im Rahmen der Spitzengehälter. Man fragt sich nur, warum Hens? Hat Duvnjak weniger verdient als Hens? Allein diese Vorstellung verdeutlich ja das Hamburger Problem. Es war lange soviel Geld da, daß man sich nicht marktwirtschaftlich aufstellen mußte.

    Freundschaft!

    Warum waren wir 2007 Weltmeister? Weil Jahre vorher viele deutsche Spieler in der Liga gespielt haben. Und heute???????


    Ich habe mich immer dagegen gewehrt, die 2007er Mannschaft als Weltmeister zu bezeichnen. Weltmeisterschaftsgewinner trifft es viel besser. Warum wurde die WM 2007 gewonnen? Weil man den Heimvorteil hatte, weil (und das wird nicht gern gehört) die Schiedsrichter dem DHB-Team sehr gewogen waren und weil alte Säcke wie Schwarzer noch einmal eingesprungen sind.

    Die Mannschaft war mitnichten die beste der Welt. Im Gegensatz zur Mannschaft 2002 bis 2004 kam der Erfolg nicht aus der Substanz, sondern war Umständen geschuldet. Und die Kombination Erfolg bei substantiellen Problemen ist der Nationalmannschaft in der Folge wirklich schlecht bekommen. Genau deshalb stehen wir ja jetzt da, wo wir stehen. Gleichwohl sich ja in der Zwischenzeit viel getan hat und doch wieder viel junge Deutsche in der Liga spielen. Das wird sich mittelfristig auch in der Nationalmannschaft bemerkbar machen.