Beiträge von ALF

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    Original von JA!
    so richtigen Sinn ergibt die Verpflichtung (noch nicht bestätigt) für mich nicht, weil wir ja zwei große Talente hinter unserer Numero uno haben, es sei denn, dass Gerrie geht, das wäre natürlich sehr sehr schade... mal schauen, wann der SCM offiziell etwas bestätigt


    Das gibt sehr wohl Sinn. Der SCM hat derzeit nur einen bundesligatauglichen Spieler im Tor. Das muss man einfach so festellen. Und das ist eine echte Schwäche, sobald der eine dann eben nicht gut hält.

    Ich bin ja schon lange ein großer Anhänger von Quenstedt. Aber er ist derzeit nicht auf dem Niveau, bei einem Ausfall von Eijlers dauerhaft eine Leistung zu bringen, die eine Mannschaft benötigt, die im oberen Mittelfeld spielt. Quenstedt ist jetzt 21 Jahre. Da muss man sagen, daß Wieland Schmidt und Henning Fritz zu dem Zeitpunkt längst Leistungsträger und Nationalspieler. Schmidt sogar bereits WM-Teilnehmer. Von dieser Klasse ist Quenstedt weit entfernt. Ich hätte ihm durchaus zugetraut, daß er mit einem Knalleffekt in der Bundesliga auftaucht, so wie das bei Fritz war. So ist es leider nicht, was ja noch lange nicht bedeutet, daß er nicht noch kommt. Aber aus der Sicht des Vereins ist der Transfer von Gustavson auf jeden Fall richtig, wenn man denn ernsthaft weiter nach oben will.

    Derzeit hat der SCM einen Stamm von zehn Spielern, auf die man in der Bundesliga wirklich setzen kann. Eijlers - Natek, Tönnesen, van Olphen, Wiegert - Weber, Grafenhorst, Coßbau - Jurecki und Landsberg. Alles was dahinter kommt, kann gar nicht oder nur eingeschränkt bundesligataugliche Leistungen anbieten. Und mit dem Kern kann man nicht erwarten, daß man eine ganze Saison lang um Platz sechs oder so spielen kann.

    Da macht es schon viel aus, wenn Gustavson kommt und Rojewski wirklich wieder richtig hergestellt zurück kommen würde.

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    Original von Lothar Frohwein
    Ich glaube nicht, dass sich der Sachverhalt unter 299a subsumieren lässt. Dann müsste das Pfeifen eine "gewerbliche Leistung" sein. Das schreit im Fall einer Verurteilung schon jetzt nachh Revision, also noch drei weitere Jahre Schwebezustand.


    Es wäre doch aber trotzdem interessant, was abgesehen von der strafrechtlichen Seite bei einer Verurteilung passieren würde. Das strafrechtliche Urteil würde zwar in der Revision kassiert, aber der Nachweis der Bestechung wäre erbracht. Wie gesagt ohne strafrechtliche Folgen, aber vielleicht mit verbandsrechtlichen Folgen und natürlich auch mit negativen Folgen fürs Image.

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    Original von Kono
    Auswärtssieg seit 20? Jahren oder so in Flensburg ( foerdefuchs, denke mal du bist jetzt hier mal gefragt ;) ) und das alles auch noch völlig verdient.

    24 Jahre. Aber soviel Spiele waren es ja auch nicht.

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    Potsdam hat einen schönen Start hingelegt. Ohne Zoltan Majeri. Der ist nach einem Spiel schon wieder weg. Ich hätte ihn gern mal gesehen, nachdem er mir jetzt schon so oft "virtuel" über den Weg gelaufen ist. Aber der scheint nicht gut genug zu sein. Deshalb ist er alle paar Monate woanders. Nun wohl in der Schweiz.

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    Habe Flensburg schon in Wetzlar nicht toll gesehen und mir schon gedacht, daß es für die SG heute schwere werden würde, als alle glaubten. Aber dass sie die Punkte hergeben und auch noch chancenlos, das ist dann schon harter Tobak.

    Ist aber auch wirklich zu dumm, wenn man nur einen Kreisläufer und einen Rechtsaußen hat und gar keinen Linksaußen. Gut, Knudsen ist noch verletzt. Das kann mal passieren, aber wer macht den so eine Transferpolitk mit jeweils nur einem Außen und noch dazu, wenn ich keinen im Rückraum habe, der das wenigsten passabel spielen könnte.

    Der SCM auf jeden Fall verbessert. Aber um wieviel, das ist nach diesem Spiel schwer zu sagen. Da hat es die SG dem SCM zu leicht gemacht. Gut war die Deckung. Gut war die Geduld im Angriff. Spannend wird sein, ob die zweite Reihe gegen schwächere Gegner zum Zuge kommt oder nicht. Denn wenn nicht, dann hat die Mannschaft bald ein Kraftproblem. Und noch viel spannender finde ich die Frage, wie lange Carstens lange Leine und antiautoritärer Stil wohl gut gehen wird. Im Moment tut das der Mannschaft wahrscheinlich gut. Aber ob das auf Dauer gut geht? Carstens kam ja in der Auszeit gar nicht zu Wort.

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    Original von Brownie
    Wie gut der Konitz wirklich ist, werden die Meisten wohl erst wissen, wenn er wirklich da ist.


    Konitz ist in der niederländischen Nationalmannschaft schon eine feste Größe. Ich habe die schon eine Weile nicht mehr gesehen. Vor ein paar Jahren war er leistungsmäßig vielleicht ein kleines Stück hinter Fabian van Olphen, aber auch nicht viel. Mittlerweile ist er ja im besten Alter und er hat mit 1,97 m auch eine gute Größe. Er sollte sich schon in der Bundesliga durchsetzen können. Warum nicht? Ein Michal Jurecki ist er allerdings nicht.

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    Original von felixS
    Ich kann zwar die beiden neuen Spieler nicht einschätzen, jedoch gefällt mir, das in MD anscheinend doch noch Spieler verpflichtet werden können. Durch die quantitative Verstärkung des Kader, wird zumindest die Last auf mehr Schultern verteilt. Wie es mit der Qualität aussieht, wird sich zeigen. Oder kann bereits jemand etwas zu den beiden Neuen sagen?


    Also ich kenne Doborac ein wenig und Balogh sehr gut. Ich halte sie für Verlegenheitseinkäufe, die den Club nicht wirklich weiterbringen. Und ich halte die Transferpolitik für ein Abbild der sportlichen Leitung. Es gibt dort keinen, der eine gewissen Grundkompetenz für den internationalen Transfermarkt mitbringt oder über ein Netzwerk im internationalen Handball verfügt. Das kann Schmedt nicht haben, das kann Stiebler nicht haben, das kann Carstens nicht haben. wer Co wird, ist auch noch offen. Der einzige, auf den das nicht zutrifft, ist im SCM-Umfeld Kuleschow. Und auf seine Meinung wird offensichtlich kein großer Wert gelegt.

    Deshalb lebt man vor solchen Transfers informativ von der Hand in den Mund. Man muß immer erst mühsam Informationen sammeln, wenn ein Spieler in den Fokus rückt oder sich gar auf Spielerberater verlassen.

    Balogh wird sich aus meiner Sicht wahrscheinlich überhaupt nicht in der Bundesliga festsetzen können. Es ist eine Sache, wenn ein junger, talentierter Spieler noch nicht so weit ist, aber Anlagen hat. Bei Balogh muß ich aber sagen, daß er überhaupt keine ausgewiesene Stärke hat. Er ist mit 1,89 m sehr klein, er hat keinen ausgewöhnlichen Wurf, er ist nicht sonderlich sprungstark. Er ist, obwohl er die meisten Tore für Elektromos gemacht hat, nicht die dominante Person im Angriff gewesen. Dazu kommt, daß er überhaupt nicht Abwehr spielt. Er wurde bei Elektromos sogar dann möglichst immer getauscht, wenn er in der Halbzeit den langen Wechsel hatte. Ich halte es für fraglich, ob er den SCM überhaupt groß helfen kann.

    Bei Doborac bin ich da schon gespannter. Ich kenne ihn nicht so gut wie Balogh. Ich traue ihm durchaus zu, ein paar Akzente setzen zu können. Allerdings bezweifle ich, daß er ein Leistungsträger in der Bundesliga sein wird. Ich sehe ihn eher in der Rolle eines Ergänzungsspielers, der immer ein paar Minuten reinkommt.

    Zudem werden beide am Anfang erstmal auf das Niveau kommen müssen, um überhaupt das Tempo in der Bundesliga mitgehen zu können. Zudem muß man mal sehen, wie der Club ganz allgemein in der Abwehr aufgestellt sein wird. Ich vermute, schlechter als im Vorjahr, zumal ja Krause auch noch verletzt ist.

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    Original von Hereticus
    Dem WM-Pokal mag man noch zugute halten, daß er aus den Fünfziger oder Sechzigern stammt, wo man sich mancherorts gerne mal ein gußeisernes Stück sozialistischen Realismus in die Vitrine gestellt hat.


    Der ist aus dem Jahr 1972 und wurde meines Wissens nach nicht als WM-Trophäe entworfen, sondern tatsächlich als Kunstwerk (von einem Spanier übrigens). Dieses wurde dann angekauft und als WM-Pokal gestiftet.

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    Original von RolfB
    Wow, seid wann ist Thoke denn beim SCM? Na dann wird ja alles gut. :nein:


    Seit Anfang der Saison. Ist aber sein erstes Spiel bei der Ersten, soweit ich das weiß.

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    War nur stellvertretend gemeint. Allerdings sehe ich weder bei Hamburg, noch bei Kronau ein "Problem". Wenn man ein solches sucht, dann impliziert man doch, dass die Existenz eines solchen für die Erklärung eines sportlichen Misserfolges vorhanden sein muss. Allein, ich sehe keinen sportlichen Misserfolg, weder bei Hamburg, noch bei Kronau. Hamburg hat in der Liga eine Toprunde gespielt. Hätte Schwalb nicht ein paar Anfängerfehler gemacht, dann würden man wohl gar Meister werden. Daneben hat man den Pokal gewonnen. Und in der Champions League ist man gegen eine der besten Mannschaften der Handballgeschichte ausgeschieden (ich glaube, so sollte man CR einordnen). Kronau hat eine völlig neu formierte Mannschaft, mit einem neuen Trainer. Ich habe da von Anfang an nicht mit gerechnet, dass sie in der Liga eine Rolle spielen würden. Allerdings in den Pokalwettbewerben schon, sofern es sie nicht gleich am Anfang erwischt. Im DHB-Pokal waren sie gleichwertig mit Hamburg (in deren Halle). Gegen Kiel in der CL waren sie ebenfalls nahezu ebenbürtig. Man spielt mittlerweile mit den deutschen Topmannschaften auf Augenhöhe. Ich halte das für einen Erfolg.

    Und wenn man diesen Erfolg von Mannschaften, die noch am Anfang einer Entwicklung stehen, mit den Maßstäben einer Mannschaft bewertet, die am Ende einer Entwicklung steht, dann finde ich das arrogant.

    Empfohlen sei noch ein Interview mit Olafur Stefansson aus dem letzten Jahr:
    http://www.spox.com/de/sport/handb…-philosoph.html

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    Original von kuestentanne
    Ich denke auch, das Problem in Hamburg ist die Presse (vor allem MoPo-Hoffi) und das Reingerede des Präsis und nicht Schwalb.
    Bei den RNL ist es auch nicht Lindgren, sondern Storm und Nielsen.


    Wer ist was? Wenn ich dieses arrogante Geschreibsel lese, dann wird mir schon übel. Sowohl Hamburg als auch Kronau sind in einer Aufbauphase. Beim HSV ist man schon so weit, dass man vor der Saison erstmals gezielt nur noch punktuell nachgelegt hat. Und das sehr gut mit Vori und Duvnjak. Bei Kronau ist man noch nicht ganz so weit. Da hat man vor der Saison ordentlich hingelangt mit Transfers. Um eine Basis zu legen. Und irgendwann reicht es dann, wenn man mit ein, zwei Transfers die Stellschrauben justiert. Aber da muss man erstmal hinkommen. Wie lange hat es denn beim THW gedauert?

    Rudolph ist jetzt seit gut 5 Jahren beim HSV Hamburg. Ciudad Real hat 2000 angefangen, richtig Geld in die Hand zu nehmen (Urios, Dujschebajew). Sechs Jahre hat es bis zum ersten CL-Sieg gedauert. Barcelona hat 1983 angefangen, eine Topmannschaft aufzubauen. Valero Rivero durfte jahrelang richtig Geld ausgeben. Acht Jahre hat es bis zum ersten Titel im Cup der Meister gedauert. Beim SCM hat man zehn Jahre Aufbauzeit bis zum CL-Titel gehabt. Mironowitsch hat zehn Jahre gebraucht bis zum ersten Erfolg (1977 bis 1987). Klaus Miesner ebenfalls (1968 bis 1978). Sabac hat 1979 die ersten Spieler geholt (u.a. Vujovic), die dann 1985 den ersten Europacup gewannen - sechs Jahre. ZSKA Moskau hat über ein Jahrzehnt gebraucht bis 1988. Man kann noch mehr Beispiele finden. Es braucht typischerweise sechs bis zehn Jahre, bis so eine Mannschaft die Klasse und die Reife hat, ganz oben anzuklopfen. Na ja, außer in Kiel. Da hat man noch viel länger gebraucht, aber das ist ja eine andere Geschichte.

    Hamburg hat noch ein paar Schwachstellen. Wenn die beseitigt werden, werden die großen Titel auch an die Alster gehen. (1) Halblinks wurde genannt. Man braucht halt große Spieler. Und nicht Spieler, in das Image eines großen Spielers haben. (2) Der Trainer wurde genannt. Schwalb ist ein Guter. Aber mehr nicht. Dass er auf absoluten Topniveau der Mannschaft nichts geben kann, sieht man seit Jahren. Da brauchte es nicht das Spiel gestern. (3) Was gern unerwähnt bleibt. Hamburg ist auf einer Position überragend besetzt - auf der des zweiten Torhüters. Da hat man sogar zwei Topleute - Bitter und Sandström. Leider hat man keinen Ersten. Ohne überragenden Keeper braucht man eigentlich gar nicht anfangen. Das muss jemand sein, der über die ganze Saison hinweg mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit immer wieder Topsspiele hinlegt, gerade in den wichtigen Spielen. Und den hat Hamburg nicht. Und viele davon gibt es derzeit auch nicht.

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    ösi1980
    Hast Recht. Viel mit Verstärkung ist da nicht. Einzig Natek hätte man da sehen können. Aber seit gestern ist das auch Makulatur. Rojewski mit Knorpelschaden, sicher als Folge seiner Kreuzbandrisse, weil die Stabilität im Knie nicht mehr so da ist. Ich glaube, da droht die Sportinvalidität.

    Bleibt der Trainer. Vielleicht gibt es da einen Zuwachs. Ansonsten gibt es kaum Steigerungspotential. Klar, bei Coßbau und Quenstedt vielleicht. Aber dafür gehen Böhm und Auerbach, die von hinten Druck hätten machen können. Tönnesen, Jurecki, Kabengele etc. - da wird keine Steigerung mehr zu erwarten sein. Eher im Gegenteil.