Beiträge von Spielmacher79

    Es ging mir zumindest bei dem Punkt um Sagosen für mich auch eher darum das er der absolute Überspieler ist und dadurch zwangsläufig das Spiel an sich reißt, auch Duvnjak konnte da nicht mehr mithalten. Pytlik ist trotz all der gezeigten Klasse, die er dann eventuell auch bestätigt, nicht der beste Rückraumspieler den wir dann haben. Das bleibt absehbar natürlich Jim Gottfridson. Der liebt natürlich solche Mitspieler, weil ihm im Zweifel das Torewerfen weniger wichtig ist, als die Spielsteuerung. Das wird gut passen.

    Sagosen wurde immer unterstellt, der absolute Überspieler zu sein, aber wie oft hat er beim THW oder in der norwegischen Nationalmannschaft tatsächlich den Unterschied gemacht. Er ist ein herausragender Spieler, der gehypt als der kommende Superstar aus Paris kam, das in der Knochenmühle HBL so jedoch nur ansatzweise belegen konnte. Verletzungen wie übertriebene Erwartungen haben da gleichermaßen eine Rolle gespielt.

    Pytlick wird wohl der torgefährlichste Rückraumspieler, den ihr habt, weil er auch für sich selbst kreieren kann. Da ist er mit einem Sagosen vergleichbar. Gottfridsson ist natürlich das Hirn, das die Spielsteuerung übernimmt und den Flensburger Angriffstakt dirigiert.

    Wenn man nach der EM konstatieren musste, dass der DHB-Kader zu große Qualitätsunterschiede besonders im Rückraum aufweist, wurde dies ohne Stutzke und Köster heute noch mal deutlicher. Ob es mit den beiden zum Sieg gereicht hätte, glaube ich nicht, aber besser hätte es vermutlich schon ausgesehen. Ohne seherische Fähigkeiten kann dass ja keiner exakt sagen.

    Stutzke war doch heute dabei. Du meinst sicher Witzke.

    Das Problem im Angriff war doch der "Standhandball", der macht es jeder Abwehr relativ leicht. Da bleibt man beim scoring unter 50% und wird gegen gute Mannschaften keine Chance haben.

    Der Angriff ist ein individuell starker Knorr + Kreisläufer. Das reicht im Leben nicht für mehr. Selbst die Meister der "Standhandballs", die Spanier, haben mittlerweile trotz Ü35 mehr Dynamik als die deutsche Offensive.

    Das ist leider das zentrale Problem. Was wir da für einen Aufwand betreiben müssen ist schon Wahnsinn wenn man das mit anderen Topnationen vergleicht. Nur Stutzke war heute zeitweise aus dem Rückraum erfolgreich. Das ist schon sehr mau.

    Selbst, wenn man mal Shooter Kühn in 2016er Form mit dem 2023er Mensing vergleicht, ist letzterer nicht nur ein starker Shooter, sondern auch noch spielintelligent und beweglich.

    Die Hoffnung liegt also bei Köster, einem wiederkehrenden Heymann und der Wundertüte P.Weber.

    Auf RR sieht es ja noch dramatischer aus.

    Ja, Nielsen sogar noch besser als Wolff. Obwohl bei uns einige Abschlüsse auch echt nur zweit- bis drittklassig sind.

    Die Abschlussschwäche, insbesondere aus dem Rückraum ist wirklich eklatant. Da sind die Dänen qualitativ mindestens eine Liga besser als wir.

    Na euch beide würd ich gern mal in Badehose sehen :hi: Da könnt ich bestimmt ablästern und dem 58er zu prosten :bier:

    Ich bin vielleicht so kräftig, aber sich nicht so gelenkig wie der Emil.

    Mal im Ernst, ist schon ein starker TW. Das dick bezieht sich ja wie beim Berliner Bär auf den Vergleich zu den meisten anderen Handballern. Seine Leistung ist eher fett. :hi:

    Ja, es muss Perez de Vargas sein. Der hat eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, dass er umsonst zu dem Verein wechseln darf gegen den er 2x hintereinander ein Finale verliert.

    Welche Ausstiegsklausel hast du eigentlich aus dem SCM-Thread? Eine Kiste Schwarzbier von obotrit ? :P

    Spanische TW in der HBL sind doch eher selten. Hombrados war auf seine alten Tage mal in Wetzlar. An den Justin glaube ich ehrlich gesagt nicht. Der THW kann ja gerne noch daran glauben, dass sie ihn 2024 verpflichten können. ;)

    Es heißt ja immer, dass die Löwen (finanziell) nicht besonders gut durch die Corona-Zeit gekommen sind und erstmal kleinere Brötchen backen müssen. Das machen sie doch überragend gut, inklusive Seppel Hintze, der genau der richtige Trainer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein scheint. Dass die Investitionen in die Jugend sich nicht sofort und wenn überhaupt erst mit Verzögerung rentieren, sollte klar sein. Bei der Maskottchen-Flügelzange ist der eine obsolet, und der andere erlebt gerade seinen zweiten Frühling. Für den Umbruch wird er als erfahrener Löwe (noch) gebraucht.

    Ansonsten haben die Löwen es geschafft, dass momentan größte deutsche TW-Talent Birlehm zu verpflichten und mich Späth ein eigenes Talent zu entwickeln. Diese Schlüsselposition ist doch bereits jetzt perspektivisch besetzt. Dazu Knorr als RM, der diese Achse fortführt und ein zumindest im Angriff international konkurrenzfähiger KM in Kohlbacher.

    Die aktuelle Saison ist gewiss ein unerwarteter Ausreißer nach oben. Für die Meisterschaft hängen m.E. die Trauben in den nächsten Jahren ob der Konkurrenz aus Berlin, Magdeburg und dann auch Flensburg zu hoch. Platz 5 ist aber durchgängig realistisch.

    Ich fasse mal zusammen:

    TW K. Möller / Buric

    RA Hansen / (Einarsson)

    RR Smits / Einarsson

    RM Gottfridsson / Mensah

    RL Pytlick / Mensing / L. Möller

    LA Jakobsen / Pedersen

    KM Golla / Jörgensen / Blagotinsek

    Schwachstellen sehe ich allenfalls auf der rechten Seite. Auf RL/RM ballt sich natürlich die Qualität.

    Allerdings verlieren sie auch richtige "Kaliber", das kommt bei aller (berechtigten?) Lobhudelei aktuell etwas zu kurz

    Wobei ich den Abgang von Hald, der neben Golla der Fels in der Flensburger 6-0 war zumindest anfänglich schwerwiegender einschätzend würde als Sjögard, wo Pytlick m.E. aktuell der deutlich bessere Spieler ist. Röd gegen Smits ist ein Paradigmenwechsel, wobei Smits, wenn er nur ansatzweise so abliefert wie gerade bei SCM, sicherlich nicht schwächer als der Norweger ist.

    Alles in allem hat Flensburg in der nächsten Saison einen richtig starken Kader, bei dem es außer nicht zu hoffenden Verletzungen eigentlich keinerlei Ausreden geben dürfte. Unabhängig davon muss man auch den beiden neuen Dänen eine gewisse Eingewöhnung zugestehen.