Beiträge von Spielmacher79

    Der TVB ist für mich das entbehrlichste Team der HBL. Trotz ihrer Ansprüche sind sie für mich die wahre graue Maus der Liga.

    Die Verpflichtung von Heinevetter ist doch noch nur zu einem Teil sportlich zu sehen. Der viel wesentlichere Teil ist die Aufmerksamkeit, die er auf Stuttgart lenkt. Das gelang bereits bei Jogi Bitter, der allerdings jederzeit mit Leistung zurückzahlte. Daran wird sicherlich auch Heine gemessen.

    Dann ist es immer noch ein Wechsel ohne erkennbaren Mehrwert für Lemgo, die in der Tabelle weit vor dem BHC stehen und deutlich ambitionierter unterwegs sind. Für den BHC finde ich den Wechsel ja auch okay.

    Schlussendlich ist doch egal, wer Nr. 2 hinter Zecher wird. Die Frage ist dann also, ob Kastelic günstiger als Johanesson ist.

    Hansen

    Offensiv ist Hansen vermutlich der beste Spieler aller Zeiten, mindestens von den Fähigkeiten her. Balic als Spielmacher vielleicht noch ausgenommen. Hansen aus solchen Diskussionen rauszunehmen geht halt nur, wenn man das Kriterium einführt Angriff/Abwehr gleichwertig liefern zu müssen. Warum man das als Maßstab nimmt, weiß ich eigentlich nicht. Klar ist beides können gut, aber umgekehrt kehrt man ja auch die Klasse von reinen Abwehrspezialisten hervor.

    Ich denke, du unterschlägst hier Olafur Stefansson, der schon weit vor Mikkel Hansen das Komplettpaket eines Rückraumspielers hatte.

    Kunkel galt ja vor 5-6 Jahren mal als eines der vielversprechendsten Talente auf LA. Ich kann mir nicht vorstellen, dass seitdem nur Melsungen passiert sein soll, das ihn in seiner Entwicklung so gehemmt hat, aber vielleicht überrascht er ja alle und hat ausgerechnet bei den Löwen noch ein paar gute konstante Jahre im Tank.

    Natürlich ist das ihr Credo, aber es ging ja darum warum entwickelte Spieler den Verein verlassen und nicht bleiben.

    Wer waren denn die prägnanten Beispiele der Vergangenheit?

    Andreas Wolff, Benjamin Buric, Philip Weber, Jannick Kohlbacher.

    Die sind m.E. alle zu einem früheren Zeitpunkt ihrer individuellen Entwicklung gegangen als es jetzt der Olle tut.

    Nimmt man das als Benchmark hat sich entweder die HSG deutlich mehr Renomee erspielt oder der Olle ist im Verhältnis zu den anderen ein kleineres Talent, was sich den Sprung zu einem größeren Club (ok passt in der Momentaufnahme der Löwen gerade nicht) vorher noch nicht zutraute.

    Man kann ihm nur wünschen, dass er nicht eine ähnliche Entwicklung nimmt wie Steffen Fäth, wobei ich das ehrlich gesagt nicht glaube.

    In den kürzlichen Rankings von Kretzsche und Co kommt er nicht vor. Es ist natürlich richtig, dass er nie in der Bundesliga gespielt hat. Aber das schmälert seine Qualität als Handballer nicht.

    Kretzsches Rankings Leben doch größtenteils aus den Spielern mit denen er aufgewachsen ist (Vujovic) oder mit bzw. gegen die er selbst gespielt hat (Karabatic, Stefansson, etc.).

    Es gibt nur eine Möglichkeit diesem Kreislauf zu entfliehen: Etataufstockung und entsprechend höhere Gehälter mit allen damit verbundenen Abhängigkeiten.

    War nicht immer das Wetzlarer Credo, das optimale aus den bestehenden Möglichkeiten zu machen, wobei vorrangig die Ligazugehörigkeit das Ziel ist und alles andere Ergebnisse über dem Soll sind?

    Die Begeisterung einen Spieler wie Oma Inge in unseren Reihen zu haben, wächst natürlich auch mit solchen Auftritten wie gegen die Franzosen. Begehrlichkeiten werden schon seit seiner letzten HBL-Toptorschützensaison gewachsen sein. Keine Frage, was er für ein Typ ist und welches Umfeld er benötigt. Sportlich ist er momentan mit dem SCM in der Situation, dass er Titel gewinnen kann. Inwieweit sein Vertrag finanziell schritt hält, wird sich zeigen. Aber, wo wäre er denn mit seinem Spielstil tatsächlich soviel besser aufgehoben? Aalborg, Barcelona, Paris, Kielce, Kiel? Ich glaube kaum. Der Junge ist cool und reflektiert und wird sich auch hierzu seine Gedanken machen. Ich glaube auch nicht, dass er mal eben wie Albin Lagerbier bei nächstbester Gelegenheit die Biege machen will.

    Hinsichtlich der Ausbildung unserer Jugendspieler wäre es natürlich hervorragend, wenn sich Dessau als die Zwischenstation mit Zweitspielrecht erweisen könnte, um je nach sportlicher Qualität den nahtlosen Übergang aus dem Juniorenbereich in Liga 3, über Liga 2 in die HBL zu ermöglichen. Schlussendlich brauchen die Jungs Spielpraxis. Wohin das im günstigsten Fall führen kann und das sich auch die 2. Liga als Sprungbrett lohnt, zeigt doch Julian Köster.

    Bezüglich Gidsel stelle ich fest, dass er ein Spielertyp ist, der ganz stark vom richtigen Timing abhängig ist und aus meiner Sicht nicht über diese individuellen Grundvoraussetzungen verfügt, wie z.B. Oma Inge. In einem passenden System mit spielintelligenten Mitspielern blüht der auf und kann zu seinen Durchbruchsaktionen kommen. Oma Inge kann aber noch deutlich mehr für andere initiieren als es Gidsel bislang tut. Außerdem spielt die Oma auch solide Abwehr.

    Jetzt haben die Löwen also noch einmal ordentlich die Schatulle aufgemacht, um etwas retten zu wollen, was in dieser Saison längst gegen die Wand gefahren ist. Birlehm vorzeitig mitten in der Saison aus Leipzig zu holen, ist schon ein ordentlicher Panik-Move von Roggisch.

    Fritz sollte sich mal wieder irgendwo al s Rentner Torwart auf die Bank setzen. Das ist dann sicher eine zukunftsorientierte Lösung

    Ich finde es schon einen Unterschied, ob ein Altverdienter wie Henning Fritz kommentiert, der in seiner beruflichen Entwicklung nicht zwingend auf Handball angewiesen ist oder sich davon etwas verspricht oder die Trainer-/Funktionsgilde um Schwarzer und Stephan.

    Hätte sich z.B. ein Mimi Kraus geäußert, wäre der manch einem nicht seriös genug gewesen.

    Ja, Fritz und Gislason haben eine gemeinsame Vergangenheit, aber die Berührungspunkte heute, sind z.B. im Gegensatz zu Kretzsche nicht vorhanden.

    Zum "richtigen" Zeitpunkt ist schon alles gesagt worden. Den gibt es nie, aber die Öffentlichkeit ist vor einem großen Turnier halt am größten.

    Ansonsten muss auch Gislason liefern, da er sonst irgendwann Kredit verspielt.

    Bei Prokop kam halt vieles zusammen. Die Ergebnisse waren mitnichten schlechter als jetzt, ob wohl der Kader nicht unbedingt besser war. Zum einen war es seine Inthronisierung durch Hanning gegen den DHB, zum anderen war es seine Sturheit gegenüber etablierten Führungsspielern, sonst hätte wohl kaum ein Pekeler "geputscht" und des Weiteren war er mit seiner vorherigen Karriere und den Erfolgen, die er vorweisen konnte, der Öffentlichkeit noch nicht strahlend genug, um Kredit zu haben und längeres Vertrauen zu genießen.

    Es wurden bereits zwei Neuzugänge, drei Abgänge und mehrere Vertragsverlängerungen verkündigt. Das Ganze nicht etwa zum Ende der Saison, sondern zur Hälfte. Es steht eine EM vor der Tür, was traditionell dazu genutzt wird, sich Spieler anzuschauen. Üblicherweise werden die meisten Transfers ab Februar bekannt gegeben und das wird sich diese Saison nicht ändern.

    Wenn nächste Saison eine Gurkentruppe auf dem Feld steht, die ums internationale Geschäft bangen muss, ist alle Kritik berechtigt und ich werde mich ihr anschließen. Bis dahin lassen wir die Zuständigen mal ihre Arbeit machen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der THW (wie vermutlich die meisten internationalen Vereine) ein Auge auf die ägyptischen Spieler geworfen hat. Leider sind die besten zwei ab nächster Saison bei Veszprem, aber bei den Leistungen bei der letztem WM sind da sicherlich noch einige richtig gute dabei.

    Das Talent der Nordafrikaner war ja nie das Problem. Nur die Eingewöhnung gestaltet sich oftmals schwieriger als bei den Europäern.

    Der THW Kiel hatte ja 2013-2014 schon einmal eines der damals größten Talente im Welthandball unter Vertrag. Nur kam Wael Jallouz nicht so zum Zug und wirkte oft wie ein Fremdkörper. Bei Djamoul, der jetzt in Minden ist, scheint das anders zu sein. Der nimmt sogleich eine tragende Rolle ein, was jedoch in einer Mannschaft wie GWD aufgrund der geringeren Qualität im Vergleich zum THW auch leichter sein dürfte.

    sein von dir selbst beschriebenes problem.....

    ist die fehlendes eloquenz.....also was soll daran albern sein ?

    oder

    hast du eine andere interpretation für den begriff ?

    Eloquenz ist ein anderes Wort für Sprachfähigkeit. Die traue ich Heine generell zu. Sein Problem ist nur, dass er diese Fähigkeit zu selten in dem akzeptierten Normrahmen einsetzt bzw. einsetzen will.

    Also Heine Eloquenz abzusprechen, ist echt albern. Ich glaube, dass er sehr wohl darüber verfügt.

    Sein Problem liegt m.E. darin, dass er in seiner Wahrnehmung doch arg verbrannt ist, als permanentes Rumpelstielzchen und ihm eher mangelnde Seriösität und Loyalität unterstellt würde, weshalb es ein zu großes Wagnis wäre, ihn einzustellen, möchte man nicht gleich Feuer unterm Dach. Über ein Netzwerk und Spielerwissen dürfte er verfügen. Ob er eine Wandlung a la Kretzsche hinbekäme, keine Ahnung. Dem hat man ja zu seiner Spielerzeit auch nicht unbedingt prophezeit, dass er mal als sportlich Verantwortlicher diverser HBL-Clubs durchstartet.

    Eigentlich gibt es in der HBL nur ein Club, bei dem das gerade eigentlich ziemlich egal wäre, aber selbst für Heine würden die Löwen ein ziemliches Himmelfahrtskommando darstellen.

    Realistischer sehe ich Heine eher als TV-Experten bei Sky. Der könnten gut und gerne den ewigen Heiner ablösen und wäre deutlich unterhaltsamer.