Das Sportsystem in der DDR dient der politischen Außendarstellung eines Unrechtsstaates. Die erfolgreichen Sportler waren Botschafter des totalitären Bauern- und Arbeiterstaates.
Mit welchen Mitteln und Möglichleiten die Ziele erreicht wurden, ist allgemein bekannt und muss nicht vertieft werden. Weiterhin wurden die Sportler auf "Linientreue" getrimmt, wenn nicht siehe: Wolfgang Böhme.
Die DDR ist, wie das dritte Reich, kein Ruhmesblatt der deutschen Geschichte. In Folge dessen sollten die "sportlichen Errungenschaften" dieser Zeit(en), sei es einzelner Personen, oder ganzer Mannschaften, immer mit Respekt, aber kritisch gesehen werden.
Wer ist Ostalgie schwelgen möchte, bitte schön. Mein Ding ist es nicht.
Jedes Sportsystem dient der Darstellung eines Staates im globalen Wettbewerb oder warum leistet sich die Bundesrepublik sonst, "Staatsathleten" bei Bundespolizei und Bundesgrenzschutz (insbesondere im Wintersport)?
Ich verstehe, dass du zu recht, Unrecht anprangerst und den Sport als Beispiel dafür nutzen möchtest, aber es ist mir zu wenig differenziert. In der ach so glorreichen Bundesrepublik durften Alt-Nazis munter weiter ihrer Bestimmung nachgehen, während eine Vielzahl von DDR-Bürgern nach der Wende unter Generalverdacht gesetzt wurde.
Apropos auf Linie gesetzt, der DFB setzt doch auch regelmäßig Spieler auf Linie, die zu unbequem sind, angefangen von Uli Stein bei der WM 1986, bis hin zum "geschickten" Umgang mit Mesut Özil.
Nach meiner Wahrnehmung wollte der alte Sack nicht in Ostalgie schwelgen, sondern die ersten Handballerlebnisse seiner Jugend mit Gleichgesinnten teilen, da das hier im allgemeinen westdeutsch zentrierten Weltbild an der ein oder anderen Stelle leider etwas zu kurz kommt, was nicht mal unbedingt mit Arroganz, sondern vielmehr mangelnder Kenntnis zu tun hat.
Ich würde gerne meine sportlichen Erinnerungen teilen, die zum Teil auch meine Handballsozialisation begünstigt haben. Als Kind siehst du nicht das große Ganze hinter allem, sondern begeisterst dich für den Sport.
Wenn es nicht dein Ding ist, brauchst du dich nicht beteiligen, tust es andererseits mit der Meinungsäußerung trotzdem, weil du unbedingt etwas dazu beitragen wolltest.