Beiträge von Lothar Frohwein

    Ich denke nicht, dass die Konstellation des § 17 RO schwer vermittelbar ist. Die Regelung trägt vielmehr im gewissen Umfang der Unschuldsvermutung und der Gewaltenteilung Rechnung.

    In der weit überwiegenden Anzahl der Fälle belässt es die Spielleitende Stelle bei der automatischen Sperre.

    Falls nicht, erlässt sie nach entsprechender Prüfung und ggf. Anhörung einen weitergehenden Strafbescheid, meist durch Erhöhung der Sperre. Dass erst in dem Moment, wo dem Betroffenen der Bescheid zugeht, die "volle" Sperre eintritt, halte ich für angemessen und gerecht. Der Betroffene wird also nicht durch die SR-Entscheidung vorverurteilt, bzw. lediglich in dem geringen Rahmen des 17 (1).

    Ja, seit dem 28.11.2015 gilt der neu gefasste und zum 01.07.2016 nochmals umformulierte § 17 (1) RO für alle Fälle der DQ+B.

    In Satz 2 heißt es:

    Zitat

    Die automatische Sperre nach diesem Absatz ist eine ausschließlich mannschafts- und spielbezogene Sperre, die nicht für die Teilnahme am sonstigen Spielbetrieb gilt.

    So weit, so eindeutig.

    Ein in der Rechtsprechung meines Wissens noch ungeklärtes Rechtsproblem ergibt sich allerdings für diejenigen Fälle, in denen die Spielleitende Stelle die Sperre nicht erhöht, indes allerdings per Bescheid "über die automatische Sperre von einem Spiel hinaus" (Zitat aus Bescheid) eine Geldstrafe festsetzt.

    Aufassung 1 sagt: Die Geldstrafe und die Bescheidung an sich seien ein "Mehr" zu § 17 (1) RO und damit sei der Betroffene wegen § 22 (1) bis zum Ende des nächsten Meisterschafts- oder Pokalspiels komplett gesperrt (also für sämtliche Funktionen und z.B. auch Freundschaftsspiele).

    Auffassung 2 sagt: Der Betroffene müsse auch in diesen Fällen nach § 17 (1) RO behandelt werden und sei ausschließlich für das nächste Meistersschafts- oder Pokalspiel, derjenigen Mannschaft, in der er fehlbar wurde, gesperrt. Er dürfe bis zum Ende dieses Spiels andere Funktionen wahrnehmen und auch Freundschaftsspiele seiner Mannschaft absolvieren. Das ergebe sich aus dem Wortlaut der vorrangigen Spezialvorschrift des § 17 (1) RO.

    Relevant wird dies insbesondere für diejenigen Betroffenen, die z.B. im Bundesligabereich im letzten Spiel vor der Winterpause "Blau" bekommen und deren Mannschaft in der Vorbereitung auf die Rückrunde viele Freundschaftsspiele absolviert.

    Ich tendiere klar zu Auffassung 2.

    Was meint ihr?

    Völlig offenes Ding und mit Sicherheit davon abhängig, welche der beiden Mannschaften nach der Pause besser aus den Hufen kommt.

    Beim TuS (13er-Kader) ist Nils Torbrügge, der einzige Kreisläufer, gesperrt und Abwehrchef Piotr Grabarczyk plagt sich derzeit mit einer Innenbandverletzung. Hüttenberg hat rein gar nichts zu verlieren und die Verantwortlichen versicherten mit unlängst sehr glaubhaft, dass sich die Mannschaft diebisch auf das Spiel freut.

    Tabellenführer gegen Tabellenführer!

    Zwei Tabellenerste? Ja! Beide Mannschaften sind punktgleich und haben eine identische Tordifferenz.

    Nach § 3 Nr. 1 der Ordnung zur Durchführung von Spielen der HBL sind die beiden Mannschaften somit gleichauf.

    Das Unterscheidungskriterium "mehr erzielte Tore" bei Punktgleichheit und identischer Tordifferenz gibt es im Bundesligahandball nicht. Käme es am Ende der Saison für den Aufstieg oder den Abstieg auf eine Unterscheidung an, gäbe es zwei Entscheidungsspiele zwischen den punktgleichen Mannschaften mit gleicher Tordifferenz.

    Sieht man sich zudem die Gesamtbilanz des TuS gegen Hüttenberg an (6 Siege, 2 Remis, 6 Niederlagen bei 284:281 Toren für den TuS), ist auch diese nahezu ausgeglichen. Beide sind punktgleich, haben die identische Anzahl an Siegen. Der TuS liegt in der Tordifferenz minimal mit drei Toren vor dem TVH!

    Mehr Spitzenspiel geht nicht!

    08.02.2017, 19:00 Uhr, SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel
    08.02.2017, 19:00 Uhr, HSG Wetzlar - MT Melsungen
    08.02.2017, 20:15 Uhr, Frisch Auf Göppingen - GWD Minden
    08.02.2017, 20:15 Uhr, HBW Balingen-Weilstetten - SC Magdeburg
    11.02.2017, 19:00 Uhr, HC Erlangen - TSV Hannover-Burgdorf
    11.02.2017, 19:00 Uhr, Bergischer HC 06 - TVB 1898 Stuttgart
    12.02.2017, 15:00 Uhr, TBV Lemgo - Füchse Berlin
    08.03.2017, 19:00 Uhr, SC DHfK Leipzig - HSC 2000 Coburg
    12.04.2017, 19:00 Uhr, Rhein-Neckar Löwen - VfL Gummersbach

    Der Stream war eine nette Idee und ein absoluter Notnagel. Lobenswert aber in keiner Weise ein Ersatz.

    Leider hat er oftmals nicht funktioniert und geruckelt. Warum das so war, weiß ich nicht; ist mir aber auch egal. Gestern passte der Stream zum Spiel der deutschen Mannschaft - holprig und fehlerbehaftet. Und jetzt komm bitte niemand und sage sowas wie: Da musst du erst noch Plugin bla bla bla runterladen oder Einstellung Y ändern, dann läuft es!

    Nein! Wenn ich ein ein Jahr altes voll internetfähiges TV habe und eine 50 Mbits Leitung bzw. alternativ ein iPhone 6plus und voll LTE, dann erwarte ich einfach einen einwandfrei durchlaufenden Stream. Den bekam ich allerdings nicht oft. Und wenn es auf dem TV nicht lief, lief es auf dem Handy (andere Verbindung) auch nicht.

    Ging vielen meiner Bekannten gestern übrigens genauso wie mir.

    Letztlich waren es dann doch die unzähligen leichten Ballverluste und dass in der entscheidenden Phase die Abwehr kein Mittel mehr gegen Capote gefunden hat. Die dritte Zeitstrafe gegen Wiencek war übrigens auch ein Witz. Als es der Spielverlauf hergab, waren die SR doch sehr einseitig. Die Krönung war natürlich die Szene beim 20:20, als statt Zeitstrafe gegen Kater und 7 m für Deutschland Stürmerfoul gegen Drux gab. Das war schon krass und wirdt wieder viele Fragen auf.

    Andererseits hätte es auch klar sein müssen, das bei engem Spielstand die Kataris die besseren Karten haben. Es hätte eben nicht soweit kommen müssen und dürfen. Warum Dagur die dritte grüne Karte als Souvenir mit nach Hause nimmt, statt sie im letzten Angriff zu legen, wird sein Geheimnis bleiben.

    Rivera hat mal wieder seine Klasse unter Beweis gestellt.

    Dass Handball geiler bzw. attraktiver zu Schauen ist als Fußball, sagen auch viele meiner Freunde und Bekannte, die Fußballer sind.

    Aber gegenüber dem Fußball gibt es eben den entscheidenden Nachteil, dass man Handball nicht jederzeit überall, mit beliebig vielen Spielern z.B. im Garten, auf dem Schulhof etc. z.B 2:2 auf ein Tor aus zwei Blumentöpfen spielen kann.