@ Huhn: Wobei die Spielanlage und das Konzept des TBV wirklich gut und sehenswert sind. Unheimlich viele Tore über die (erweiterte) schnelle Mitte. Hohes Tempo und nahezu perfekte Passgenauigkeit. Heute dazu noch Løke aus dem Spiel genommen (kein Siebenmeter gerissen, nur zwei Tore; das hat bislang noch kein anderer TuS-Gegner geschafft). Der TBV spielt konzeptionell und taktisch einen sehr modernen zukunftsorientierten Handball, auf den sich der Gegner nur schwer einstellen kann.
Heute haben 31 Tore nicht gereicht, weil die Keeper einen schlechten Tag hatten oder - wahlweise - zu viele "Freie" ausgelassen wurden. Wenn eine Mannschaft mit nur acht Torhüterparaden nur mit einem Tor verliert, obwohl die gegnerischen Keeper 16 Bälle gehalten haben, ist das Team perspektivisch betrachtet auf dem richtigen Weg. Angesichts der aus wirtschaftlichen Zwängen resultierenden Kaderzusammenstellung liegt der TBV bislang sehr gut im Rennen. Es macht Spaß zuzuschauen!
Es wäre falsch, das Spiel schlecht zu reden.
Auf der anderen Seite hat der TuS die Erwartungen übertroffen. Garbor Langhans macht in seinem ersten Bundesligaspiel über 60 Minuten neun Buden, zwei Anspiele an den Kreis und vier nach RA. Das war überraschend gut. Blazicko hält gut, vor allem gegen Zieker; Semisch fischt die fetten Dinger am Ende. Die 5:1-Deckung nach der Halbzeit war eine Herausforderung für den Tus. Das Spiel hätte auch andersherum ausgehen können. Kein Grund für den TBV, den Kopf in den Sand zu stecken. Aber heute war der TuS unter dem Strich wegen der weitaus besseren Torhüterleistung knapp der verdiente Sieger in einem - wie ich finde - hochklassigen Handballspiel.