Beiträge von Lothar Frohwein

    28:23
    TVN versiebt 5 Siebenmeter. Vortmann hält zehn Bälle mehr als seine Kollegen aus Neuhausen.
    Unzählige technische Fehler auf beiden Seiten. Ein Spiel bestenfalls auf mittlerem Zweiliganiveau. Nur 1650 Zuschauer, was wohl auch der frühen Anwurfzeit (mittwochs 19 Uhr) geschuldet ist.

    Letztlich ein verdienter Erfolg von GWD, weil Bilbija nach dem Seitenwechsel ein wenig aus dem Quark kam. Ohne seine Tore läuft bei GWD derzeit vorne nicht viel.
    Vielleicht löst sich ja jetzt bei dem einen oder anderen Mindener die sichtbare Blockade.

    Trotz 13:7 Torwartparaden daheim gegen Neuhausen zur Pause zwei hintenzuliegen muss man auch erstmal hinbekommen. Vielleicht lags an den neun technischen Fehlern und einer Angriffsqutote von unter 40 Prozent.
    Bis jetzt eines der schlechtesten Bundesligaspiele, das ich je gesehen habe.

    Beide Teams hatten kaum Wechselalternativen.
    Wenn Bilbija - in Schulnoten ausgedrückt - wenigstens eine Vierminus erreicht hätte, hätte GWD gewonnen. Er produzierte nicht nur die entscheidenden Fehler. Sehr verwunderlich, dass er in der Schlussphase auf der Platte war...

    Sehr überzeugend waren Südmeier (dem am Ende krankheitsbedingt die Kraft fehlte) und Steinert.

    Bärenstark beim VfL: Kentin Mahé. Pfahl schien gehemmt, agierte ähnlich wie Bilbija, machte aber am Ende ein wichtiges Tor.
    Weil der VfL auch im Tor einen Vorteil hatte (Ristovski - Persson 19/1 : 15) ging der Sieg für den VfL unter dem Strich in Ordnung.

    So, damit endet der längste Diskussionsthread in der Geschichte der Handballecke. Ein Thread, der teilweise sehr emotional war, an dem sich unzählige Mitglieder aktiv beteiligt haben, der die User unzählige Stunden Zeit kostete und der von den Medien intensiv verfolgt wurde.

    Die Staatsanwaltschaft hat aufgrund eines eindeutigen und klaren "Hinweises" des Bundesgerichtshofs die Revision gegen den Freispruch von Uwe Schwenker zurückgenommen. Damit ist Uwe Schwenker rechtskräftig freigesprochen, was den Vorwurf angeht, durch Schiesrichterbestechung "das Champions-League-Finale und mindestens zehn weitere Eurpopokalspiele" (so ja der Anfangsvorwurf der Medien) manipuliert zu haben.

    Aufgrund der von Anfang an bekannten Fakten ein absolut voraussehbarer und zwangsläufiger Ausgang des Verfahrens, auch wenn es sich vielleicht der eine oder andere anders gewünscht hätte.

    Uwe Schwenker muss jetzt noch etwas abwarten, bis die StA die Revision in Gänze einstampft (auch weil es keinen Schaden gibt, der aber Tatbestandsvoraussetzung ist); ohnehin geht es jetzt bildhaft gesprochen von der Wertigkeit eh nur noch um mögliches Falschparken (Untreue wegen Darlehensgewährung an Serdarusic) während des Banküberfalls mit Geiselnahme ("größter Handballskandal aller Zeiten"). Wobei sich herausgestellt hat, dass es weder einen Banküberfall noch eine Geiselnahme gab und es herauskommen wird, dass der vermeintliche Falschparker längst ein gültiges Parkticket vorgewiesen hat, das aber in den Akten untergegangen ist.

    Man könnte sich jetzt wünschen, dass all diejenigen Medien und Journalisten, die diesen vermeintlich "größten Skandal des Handballs" aufgebauscht (und weit überwiegend unreflektiert ohne jeglichen juristischen Hintergrund bzw. diesbezügliche Recherche) verbreitet haben, in gleichem Umfang über den Ausgang des Verfahrens berichten würden. Aber ein solcher Wunsch wäre naiv. Mal sehen, ob es dem Spiegel u.a. wenigstens eine Randnotiz wert sein wird...

    Was bleibt ist die Tatsache, dass diejenigen, die die Sache angeschoben oder zumindest forciert haben, nicht mehr da sind. Der "Kasi-Kasper" ist vom Krokodil gefressen worden, Andreas Rudolph hat sich vom Handball zurückgezogen, Serdarusic und Manni Werner im verdienten Ruhestand. Herr Mattheis ist nicht mehr im AR der Löwen...

    Uwe Schwenker steht die Rückkehr in den Handball wieder offen.

    Aus meiner Sicht wäre das für unseren Sport wünschenswert, wenn er wieder in verantwortungsvoller Position auftauchen würde. Denn der Handball braucht Köpfe, die Positionen einnehmen und das Ganze - die Entwicklung des Handballs an sich - im Blick haben.

    Definition Recken (Wikipedia):

    Zitat

    Als Recken bezeichnet man die definierte Verformung von Materialien zur Erzielung anisotroper mechanischer Eigenschaften. Setzt man beispielsweise Kunststoffe beim Verformen unter Zugspannung, so richten sich die ungeordneten Polymere und die teilkristallinen Bereiche etwa parallel zur Zugrichtung aus. Durch diese Maßnahme werden die Berührungsflächen zwischen den Makromolekülen größer, der Abstand geringer. Demzufolge werden die Sekundärbindungen stärker. [...] ... weiter ...

    Ja, das ist die genannte Ausnahme, so es denn mindestens eine beidseitige (!) Möglichkeit ist. Aber glaub' mir, dass das im Profisport absolut unüblich ist. Es könnte dann ja auch sein, dass Spieler /Trainer dem Verein vor Ablauf der Befristung kündigen und das ist weit überwiegend nicht gewollt...

    wenn ich fristlos kündige, dann kündige ich in der regel ja auch hilfsweise noch ordentlich, da eine fristlose kündigung gerichtlich oft schwer zu halten ist....ob man da vielelicht juristisch schlecht beraten war

    Nö, sicher nicht!
    Zeitverträge sind grundsätzlich nicht ordentlich kündbar (das ist ja der Sinn und Zweck von Zeitverträgen), nur wenn das ausnahmsweise so (unter bestimmten Voraussetzungen) vereinbart war. Das ist im Profisport aber nicht üblich.