Beiträge von Lothar Frohwein

    Beim HSV überzeugten mich nur Lackovic und Flohr. Beim TuS spielten alle an ihrem oberen Limit und Quenstedt (9) und Blazicko (1) hielten mehr als Bitter (7) und Beutler (0). Nur so kann es gegen eine Weltklassemannschaft wie gegen den HSV reichen, der wohl schon zu sehr mit den Gedanken in Kiel war.

    Beeindruckend, wie Vori und B. Gille abgemeldet wurden. Løke machte dafür die unmöglichsten Dinger, notfalls mit links. Und wenn er eine Pause hatte, traf Gustavsson vom Kreis. Daniel Svensson wieder mit spektakulären Toren. Die Abwehr war aggresiv und beweglich, hat dem Gegner sichtbar den Schneid abgekauft.

    Am Ende wurde es nocheinmal dramatisch, als der HSV offen deckte. Da rutschte dem einen oder anderen schon das Herz in die Hose. Aber auch der HSV zeigte Nerven: Lindberg verwarf seinen zweien Gegenstoß und Lackovic traf nur die Oberfläche des Lattenkreuzes. Ein wenig Glück des Tüchtigen, dennoch vollauf verdient, was Carlén auch einräumte.

    Für den TuS ein absolutes Highlight der letzten Jahre!

    Hätte ich nicht gedacht: Der TuS wollte und konnte mehr als der Meister!
    Das zeigt mal wieder, dass die Liga in diesem Jahr so ausgeglichen ist, wie lange nicht mehr. 90% reichen nicht; das mussten die Kröten in Nettelstedt, der TuS in Balingen und jetzt der HSV erleben. Gut für den Sport!

    Ok, die Meisterschaft dürfte spätestens am Sonntag vergeben sein, aber der Kampf um die Plätze 2-5, 6-10 und 14-16 ist richtig spannend.

    Wenn man sich Bilanz und Auftreten der "Kröten" ansieht, muss man feststellen, dass den Vorgängern Gudmundssons für weniger das Vertrauen entzogen wurde.
    Von den mit einem Löwen in Verbindung gebrachten Eigenschaften ist diese Ansammlung von Profis jedenfalls weit entfernt. Serienmeister im Wettbewerb "enttäuschte Erwartungen", könnte man sagen.
    Respekt vor den Füchsen, denen die Doppelbelastung mit der CL bis jetzt nicht anzumerken ist!

    @ Borah:
    Nach meiner Einschätzung ist das völlig neutral. Man kann nichts daraus folgern.
    Das Gericht hält sich an den von Anfang an veröffentlichten Marschplan. Das Aufbauschen der routinemäßig angesetzten Reservetermine zur Prozessverlängerung war eine Erfindung der Medien. Allenfalls werden noch die beiden Zeugen gehört, die die Staatsanwaltschaft hören will.

    Bis jetzt scheint ja alles im Wesentlichen nach Aktenlage zu verlaufen. Einzig Grote hat was Neues erzählt. Es ist auch nicht zu erwarten, dass jetzt noch neue Aspekte kommen werden. Vermutlich werden Butzek, Theo und der Anwalt ihre schriftlichen Aussagen bestätigen.

    Ich gehe davon aus, dass sich das Gericht insgeheim schon ein Bild gemacht hat, das sich im bisherigen Verlauf verfestigt hat.

    Eine wesentliche Frage interessiert mich aber doch: Ersteckt sich die Anklage überhaupt auf den Zeitraum 2008, wo es die dubiosen Buchungen gab?

    Edit:
    Butzeck widerspricht Nielsen

    Zitat

    [...]Funktionär Gerd Butzeck hat am neunten Verhandlungstag bestritten, dass der angeklagte Uwe Schwenker im Rahmen einer Party auf Mallorca die Verschiebung des Champions-League-Finales 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt zu Gunsten seines Ex-Klubs THW Kiel zugegeben haben soll.

    „Das Thema Champions-League-Finale 2007 war eines unter hundert. Uwe Schwenker war völlig betrunken, er war blitzeblau“, sagte Butzeck, Geschäftsführer des „Forum Club Handball“ (FCH): „Schwenker hat dummes Zeug geredet. Aber ich kann konkret nicht sagen, welche Geschichten erzählt worden sind.“

    Mit dieser Aussage widersprach Butzeck der Darstellung des Zeugen Jesper Nielsen. Der Gesellschafter der Rhein-Neckar Löwen hatte bei seiner Befragung gesagt, Butzeck habe ihm erzählt, dass Schwenker im Gespräch mit Butzeck die Manipulation eingeräumt habe.[...]

    Edit:
    Handball-World und dpa

    Zitat

    [...]Konfrontiert mit der schriftlichen Aussage des Zeugen Manfred Werner von der SG Flensburg-Handewitt, wonach er Werner bestätigt haben soll, Schwenker habe die Manipulation zugegeben, sagte Butzeck: "So etwas hätte ich Manfred Werner nie erzählt, das ist lächerlich."

    Detailliert schilderte Butzeck hingegen die Ereignisse am Final-Wochenende der WM 2009 in Zagreb. Damals habe ihn der Manager der Rhein Neckar-Löwen, Thorsten Storm, darüber informiert, dass der zweite Angeklagte, der frühere THW-Coach Zvonimir Serdarusic, dem THW Kiel Bestechung vorwerfe. Storm habe ihn daher um Vermittlung gebeten.

    Schwenker aber habe damals erklärt, an den Vorwürfen sei nichts dran, die Löwen wollten ihn nur wegen der Höhe der Ablöse für den damaligen THW-Star Nikola Karabatic unter Druck setzen. Schwenker und Serdarusic haben ohnehin stets bestritten, manipuliert zu haben.

    Der Nächste bitte!

    Zitat

    Hassan Moustafa, Präsident des Handball-Weltverbandes IHF ist erneut in den Fokus der Staatsanwaltschaft geraten. Wie das Schweizer Nachrichtenportal onlinereports.ch berichtet, wurde am Mittwochmorgen die Privatwohnung von Moustafa sowie der Sitz der IHF durchsucht.

    Hintergrund der Durchsuchungen am Sitz der IHF sowie im Penthouse des IHF-Präsidenten in Rheinfelden und einer Firma in Hamburg sollen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg im Zusammenhang mit vermeintlichen Beratertätigkeiten Moustafas im Rahmen der Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland sein. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittele wegen Verdachts auf "Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr", dies bestätigt der Hamburger Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers im Gespräch mit dem SID.[...]

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