Beiträge von Lothar Frohwein

    Vor einiger Zeit hatte der Wilhelmshavener HV mal so viele erkrankte Spieler, dass man kaum eine Mannschaft für das Spiel gegen Großwallstadt zusammenbekommen hätte. Uwe Stemberg hat das Spiel seinerzeit (m.E. zu Recht) aus dem Gesichtspunkt der sportlichen Fairness abgesagt. Es wurde nachgeholt. Diese Entscheidung wurde hier auch sehr kontrovers diskutiert. Vielleicht hat ja jemand die Muße, den entsprechenden Thread zu suchen und zu verlinken. Es wurde damals auch geschrieben, die HBL habe einen Präzedenzfall geschaffen und müsse sich in Zukunft an dieser Entscheidung in vergleichbaren Fällen messen lassen...

    @ Donald Duck: Falls mich mein Gedächtnis getäuscht haben sollte: Entschuldigung! Ich möchte keinesfalls falsche Dinge behaupten. Ich hatte nur keine Zeit, die alten Quellen zu durchforsten. Mein Fehler!

    Letztlich ging es mir darum, darauf aufmerksam zu machen, dass es alle Vereine, die von der seit Jahren bekannten Relegations-Terminproblematik betroffen waren oder künftig sein könnten, versäumt haben, von ihrem Mitspracherecht Gebrauch zu machen. Man hätte im Vorfeld der Saison Klarheit schaffen können.

    Wie gesagt, Emsdetten kann verlegen. Der Keeper ist absolut kein Argument! Auch der BHC kann und sollte es. Denn eines habe ich in all den Jahren intensiven Kontakts mit der Bundesliga und verschiedenen Vereinen erfahren: Man sieht sich immer zweimal im Leben!

    Das ist eine Grundsatzdiskussion, Totti.
    Wenn die Vereine bereit wären, jährlich mehr Geld an die HBL zu zahlen unter der Bedingung, dass die HBL personell aufgestockt wird, dann könnte man sicherlich unbesehen verlangen, dass die Verantwortlichen von sich aus aktiv werden. Es wird aber nicht aufgestockt.

    Kosten darf die Verwaltung nichts, aber rund um die Uhr (fehlerfrei) arbeiten soll sie dann doch.

    Ich will mich jetzt auf niemandens Seite stellen. Die Terminierung ist für den Allerwertesten und genügt nicht dem Grundsatz des fairen sportlichen Wettbewerbs mit Chancengleichheit. Aber man muss alles eben auch von zwei Seiten sehen. Siehe auch Beitrag von Arcosh.

    Dass die Vereine viel zu passiv sind, wenn es darum geht, ihre Interessen (und nicht nur die eigenen) innerhalb der HBL zu vertreten, sage (und schreibe) ich seit Jahren. Oft aus Unwissenheit, fehlendem Problembewusstsein, oft aus purer Ignoranz, aus Furcht, Unkenntnis der Möglichkeiten oder auch aus Zeitmangel oder manchmal auch aus Faulheit der Vereinsverantwortlichen.

    Wie gesagt: Man hätte vor der Saison eine Lösung finden können, sei es durch Veränderung des Modus, sei es durch früheren Beginn der Saison oder was auch immer.

    Mal, ganz bewusst etwas provokativ, aus einer anderen Perspektive:

    Die HBL ist der Zusammenschluss aller Vereine. Jeder Verein ist Mitglied und kann mitbestimmen. Wie jedes Vereinsmitglied in jedem anderen Verein auch.

    Allen Vereinen wird auf der Ligatagung vor der Serie der Rahmenspielplan überreicht. Alle können maulen. Alle Vereine können Punkte auf die Tagesordnung der Vollversammlung setzen lassen. Das Problem "Relegationstermine" ist seit Jahren bekannt.

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    Ich provoziere jetzt absichtlich mal ein wenig: Als 2007 Dormagen als Zweitligist davon profitierte, dass der TuS als Erstligist aufgrund von Abstellungen nicht in Bestbesetzung auflaufen konnte, war die Kritik an der Terminierung seitens des TSV und Kai Wandschneiders nicht gerade fürchterlich laut ;) - Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hat der TSV damals einen diesbezüglichen Verlegungswusch des TuS abgelehnt... ;) :lol:
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    Soweit ich weiß, ist niemals ein Antrag gestellt worden, eine Opimierung für die Terminierung der Relegationstermine zu finden.
    Auch vom TSV nicht. Es fühlte sich offenabr niemand berufen. Bitte um Korrektur, falls es anderes sein sollte! "Betroffen sind eh immer die anderen und was geht´s mich an?" - Ein bisschen Mitbestimmung und aktive Mitgestaltung seitens der Vereine und viele Probleme würden schnell gelöst. Nicht immer nur abnicken, was vorgeschlagen wird und dann am Ende maulen, wenn es nicht optimal läuft.

    Der Modus hätte vor Beginn der Serie sicherlich diskutiert und geändert werden können (z.B. nur ein Spiel auf neutralem Boden, dafür vor der Quali). Dann gäbe es jetzt das Problem nicht. Die HBL macht die Terminierung seit Jahren so. Wenn kein Antrag auf Änderung kommt, warum sollte sie von alleine aktiv werden?

    OK, das war jetzt ziemlich provokativ, aber im Kern müssen die einzelnen Mitglieder sich einfach der Tatsache bewusst werden, dass sie innerhalb der HBL gestalten können. Sie sollten dieses Recht auch wahrnehmen. Tun sie aber meiner Meinung nach viel zu wenig, vor allem so genannte "kleine Vereine", deren Verantwortliche sich nicht trauen, mal voranzugehen oder meinen "auch mich hört eh niemand"...

    Der Rechtsweg ist sicher der letzte Weg. Chancen? Ungewiss. Auch die HBL hat meiner Meinung nach gute Argumente!

    Erfahrungsgemäß ist aber wenigstens die Beschwerdeinstanz, das OLG Hamm, in der Lage und Willens, sich auch im Rahmen eines Verfahrens zum einstweiligen Rechtsschutz mit den Details der Satzungen, Durchführungsbestimmungen etc. im Handball auseinanderzusetzen und diese vor allem auch kritisch zu hinterfragen. Das (erstinstanzlich zuständige) LG Dortmund tut sich da eher schwer und macht es sich gerne mit dem Hinweis: "Der Verband hat das geregelt und er durfte das so regeln, ihr habt die Leute ja schließlich gewählt und die Bestimmungen zumindest abgenickt" leicht.

    Also wenn, dann bis zum OLG.

    Auch andere nehmen es mit Humor:

    Zitat

    CSU-Vorstand Paul Linsmaier warb für Edmund Stoiber. Der ehemaliger Ministerpräsident Bayerns sei in diesem Amt "ein großer, ehrenhafter Staatsmann" gewesen und "wäre hervorragend dafür geeignet, ganz Deutschland zu repräsentieren", sagte Linsmaier dem "Münchner Merkur".

    :lol:

    Derzeit sehe ich keine andere Lösung, die allerdings viel guten Willen aller Beteiligter bedarf:

    - Nur ein Spiel. Wenn beide Vereine sich darauf einigen, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sich die HBL dem Antrag verschließt. Schließlich trägt sie wegen der Terminierung eine Mitverantwortung für die Situation.

    - Termin: mittwochs, 08.06.
    Scratchi: Wochentagsspiele sind in der ersten Liga schon fast die Regel, wäre ein Testlauf für die TVE-Fans ;)

    - Ort: irgendwo in der Mitte (meiner Meinung nach das größte Problem, so kurzfristig eine taugliche Halle zu bekommen)

    - Der TSV nimmt den Einnahmeverlust aus dem eigenen Heimspiel in Kauf und entschädigt den Gegner für dessen Einnahmeverlust. Z.B. mit dem Überschuss des Endspiels, bis zu der Höhe, in der der Verlust gedeckt ist.

    - Sollte es der TVE schaffen: Es dürfte überhaupt gar kein Problem sein, den Torwart von einem bedeutungslosen Freundschaftsspiel loszueisen, wenn man wirklich will. Schließlich ist es auch dem Nationaltrainer lieber, wenn sein Spieler in der Bundesliga spielt, als in der zweiten.

    Ich denke schon, dass eine einvernehmliche Lösung grundsätzlich unterstützt werden würde. Der Zweitligist muss ja sehen, dass er unter Umständen in 12 Monaten vor derselben Situation steht, wie der TSV jetzt. Das Problem dürfte da wahrscheinlich eher die fehlende Kohle aus dem dann gestrichenen Heimspiel sein, die beide Vereine sicher brauchen können.

    Zitat

    "Meine Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr am 22. Mai dieses Jahres sind auf heftige Kritik gestoßen. Ich bedauere, dass meine Äußerungen in einer für unsere Nation wichtigen und schwierigen Frage zu Missverständnissen führen konnten. Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen.

    Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten - mit sofortiger Wirkung. Ich danke den vielen Menschen in Deutschland, die mir Vertrauen entgegengebracht und meine Arbeit unterstützt haben. Ich bitte sie um Verständnis für meine Entscheidung.

    Verfassungsgemäß werden nun die Befugnisse des Bundespräsidenten durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen. Ich habe Herrn Bürgermeister Böhrnsen über meine Entscheidung telefonisch unterrichtet, desgleichen den Herrn Präsidenten des Deutschen Bundestages, die Frau Bundeskanzlerin, den Herrn Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts und den Herrn Vizekanzler. Es war mir eine Ehre, Deutschland als Bundespräsident zu dienen."

    Schade. Damit ist der letzte Politiker von der Bildfläche verschwunden, der auf die überwiegende Akzeptanz der Bundesbürger trifft bzw. von weit mehr als der Hälfte der Wahlberechtigten akzeptiert wird.

    Zitat

    Staatsoberhaupt
    Bundespräsident Köhler tritt zurück

    Bundespräsident Horst Köhler: Abgang nach Afghanistan-Äußerungen
    Paukenschlag in Berlin: Bundespräsident Horst Köhler ist überraschend zurückgetreten. Als Grund nannte das Staatsoberhaupt die Kritik an seinen Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz.

    Berlin - "Ich erkläre meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten", sagte Horst Köhler am Montag in Berlin. Der Bundespräsident begründete seine Entscheidung mit der Kritik an seinen Äußerungen in Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr.


    Mehr in Kürze auf SPIEGEL ONLINE


    http://www.spiegel.de/politik/deutsc…,697781,00.html

    Ufff.... Das soll der Grund sein?

    Zitat

    Original von cruise
    Und es hat gezeigt, dass nicht nur Fußball- und Basketballfans bereit sind zu reisen. Das nächste Finale kann gerne in Barcelona oder Paris stattfinden, das dürfte auch gewaltige Reisewellen auslösen. Nächstes Jahr wieder in Köln fände ich falsch.

    Was nervt sind diese elenden Schreihälse am Mikro (Hallensprecher) und die Musik (also ich bin nicht gegen Musik, aber ein gefühlter 80 Prozent-Anteil ist einfach zu viel). Allerdings war das in Ciudad noch viel schlimmer, insofern war das nach den Schiriskandalen und den zweifelhaften Bedingungen in Ciudad, der erste richtige Sieg einer europäischen Mannschaft ohne Begleiterscheinungen (allerdings mit Fanvorteil für Kiel).

    Wie hoch war denn der Anteil der spanischen oder russischen Fans? 15%?

    Nee, ohne Mannschaft des Gastgeberlandes wird das Ding floppen.

    Der Modus ist jetzt nun einmal festgelegt. Glücklich finde ich ihn auch nicht. Angenommen, der THW hätte gegen Ciudad verloren: Der Finaltag wäre stimmungsmäßig ziemlich trist geworden und die Veranstaltung sicherlich zum Flop. Wer das erste Halbfinale und Spiel um Platz 3 in der Halle verfolgt hat, weiß was ich meine.

    Beim aktuellen Modus muss der Veranstalter immer darauf hoffen, dass ein Verein aus dem Gastgeberland ins zunächst einmal überhaupt ins Halbfinale und dann am besten ins Finale kommt.

    So lange die EHF aus dem Turnier mehr Kohle zieht, als aus dem alten Modus, werden sich die Diskussionen allenfalls auf den Austragungsort (Köln hat die größte Halle = größter Gewinn) erstrecken.

    Aber sollte es mal so kommen, dass es keine "Heimmannschaft" gibt, ist die Veranstaltung tot. Die Kosten sind einfach zu hoch, um darauf hoffen zu können, dass jeder Teilnehmer knapp 5000 Fans mitbringt. Wenn z.B. die Endrunde in Zagreb ausgetragen würde und es wäre ein kroatischer Verein dabei: Ich glaube nicht, dass die Veranstaltung erfolgreich wäre.

    Der BHC hat jetzt meiner Meinung nach eine 50:50-Chance. Es wird sicherlich nicht noch einmal passieren, dass die Keeper nicht allzu viel halten. Sechs Tore sind in einer Relegation nicht allzu viel (Kiel hat heute sechs Tore im Duell zweier beinahe gleichwertiger Mannschaften in 20 Minuten aufgeholt), jedenfalls sind sie nicht beruhigend oder geeignet, einem Verein eine Favoritenrolle zuzuweisen. Das belegen die Relegationen der Vergangenheit. Mal sehen, wer die besseren Nerven hat.