Bei den Sportdeutschland.tv-Übertragungen des TuS werden die Schiris regelmäßig gelobt. Zu Recht! In der Tat konnte ich in dieser Serie weit überwiegend gute SR-Leistungen in Lübbecke beobachten.
Abgesehen von der Leistung der Unparteiischen auf der Platte ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal, wie sie mit eigenen Fehlern umgehen. Ich erlebe das aus beruflichen Gründen (bzw. als ehrenamtlicher Verbandsrichter) von der Kreisliga bis zur Bundesliga dauernd. Szenario: Einspruch wegen spielentscheidendem Regelverstoß.
Da gibt es SR, die zu ihrem Fehler stehen und ihn unumwunden zugeben, bzw. ehrlicherweise zugeben, nichts gesehen zu haben. Dann wird das Spiel eben wiederholt. Das geschieht in etwa der Hälte der Fälle.
Dann gibt es aber auch SR, die - offenkundig vom Verband bzw. irgendwelchen Verantwortlichen vermeintlich zum Wohl des SR-Wesens und des Sports "unterstützt" - vor dem Handballgericht so "gekonnt" aussagen (u.U. auch trotz eindeutigem Video), dass aus dem vermeintlich klaren Regelverstoß eine unanfechtbare Tatsachenfeststellung wird. Es kommt auch vor, dass im Verfahren genau das Gegenteil von dem ausgesagt wird, was unmittelbar nach dem Spiel geäußert worden ist. Das betrifft leider auch in etwa die Hälfte der Fälle.