Beiträge von Lothar Frohwein

    Jedes Derby hat seine kleine oder große Geschichte. Dieses 56. Derby ist angesichts des frühen Zeitpunkts nicht annähernd so brisant, wie das letzte im Mai 2008, das das "Wunder von Flensburg" nach sich zog. In der Rückschau bin ich froh, dass dieses Wunder gesah. Der TuS konnte sich in der zweiten Liga erfolgreich neu aufstellen und einspielen und GWD blieb in der ersten Liga, so dass der Kreis jetzt wieder zwei Erstligisten hat.

    Am Tag der Bundestagswahl ist das 56. Derby sicherlich auch für Nichtwähler die richtige Wahl! ;) - Die Hochrechnungen/Prognosen ab 18 Uhr werden die Zuschauer wohl nur in Auszeiten und in der Halbzeit interessieren! (Mit dem Wahlergebnis müssen wir uns bis 2013 rumärgern, da kommt es auf anderthalb Stunden nicht an.) :mrgreen:

    Die Ausgangslage ist nach den Ergebnissen am Wochenende klar. Der TuS ist Favorit. Aber mit dieser Rolle ist der TuS in der Vergangenheit oft genug in Derbys nicht sonderlich gut zurecht gekommen. Schlechter als vergangenen Sonntag kann GWD im Angriff nicht spielen. Ich erwarte eine tolle (rivalisierende aber faire) Kulisse, ein enges und spannendes Spiel, bei dem die ganze Handballwelt auf Arne schaut und der TuS am Ende die Bilanz aufgebessert haben wird.


    Links für Derby-Statistiker:
    http://alt.tus-n-luebbecke.de/pages/news_details.html?UID=6083
    http://alt.tus-n-luebbecke.de/pages/downloads.html

    Tja, Steinmeier ist offensichtlich der leichte Rückenwind der vergangenen Tage nicht bekommen. Ich vermute mal, dass er mit seinem "Ampel-Gefasel" viele SPD-Stammwähler verschreckt hat, denen es aktuell in erster Linie darum geht, dass die FDP keinesfalls an der Regierung beteiligt wird.

    Wetzlar sehr kompakt in der Abwehr, vorne abgezockt und clever und beinahe fehlerlos. Wenn sie den Ball verloren, hat Katsigiannis gehalten.

    Dem GWD-Rückraum fehlte es an Durchschlagskraft. Bezeichnend, dass Aljosha Schmidt die meisten Mindener Rückraumtore geworfen hat. Als Just ab etwa der 45. Minute auf RL spielte, bekam der bis dahin ohne Fehlwurf spielende Schmidt und mit Abstand gefährlichste Dankerser keinen Ball mehr. Im RR hatten sowohl Schäps als auch Klesniks mächtig "verwachst".

    Madsen spielte in der zweiten Halbzeit nicht mehr im Angriff. Just rieb sich auf und Wleklak war insgesamt viel zu harmlos (er holte 2 Siebenmeter raus).

    Katsigiannis kam etwa in der 16. Minute für den glücklos agierenden Medhus und machte ein ebenso gutes Spiel, wie sein Gegenüber Weber.

    GWD hat das Spiel vorne verloren. Die Deckung passt schon recht gut.

    Jetzt kann GWD völlig ohne Druck zum Derby fahren. Eine Ausgangslage, die wir in der Vergangenheit schon oft genug hatten. Meist hat GWD dann überzeugt.

    Sorry, aber die Mannschaften waren nicht gleichwertig. Der HSV war spielerisch besser, hat weniger krasse Fehler gemacht und war im Tor stärker besetzt. Vier Tore Unterschied waren eigentlich noch geschmeichelt. So habe ich das empfunden.
    Lindberg muss neben Vori und Bitter auch hervorgehoben werden.

    Ein solches bewusst eingesetztes taktisches Mittel kann niemals unsportlich sein. Dafür gibt es m.M.n. auch keinen Regelbezug.

    Wenn man Unsportlichkeit annähme: Wäre es auch unsportlich, einen Spieler "vorne" stehen zu lassen und hinten nur mit fünf Abwehrspielern zu spielen? Wie wäre es bei vier Abwehrspielern und zwei Spielern vorne? Wo ist die Grenze?

    Ziel des Spiels ist es, Tore zu erzielen. Das will letztlich die nicht verteidigende Mannschaft auch, weil sie nämlich darauf hofft, dass die angreifende Mannschaft die Nerven verliert, vergeimelt und so selbst ein Gegenstoß gelaufen werden kann, um noch zu punkten.

    An dieser Stelle unterscheidet sich der Sachverhalt auch von dem des Torwarts, der den Siebenmeter nicht halten will. Der will kein Tor erzielen und selbst wenn: Hier gibt es eine ausdrückliche Regel.

    EDIT: Ist dann das Spielen mit sieben Feldspielern (ohne Torwart) auch unsportlich? Immerhin ist das Gegentor so gut wie sicher, wenn der Ball vorne vertändelt wird...

    Zitat

    Original von Juraschick
    Sind die Mindener, Nettelstedter und Flensburger Ultras eigentlich als Handball-Fans einzustufen? Wenn ja, ist ja noch nicht Hopfen und Malz verloren.

    Weit überwiegend sicherlich. Leider ist aber diese Mehrheit offensichtlich nicht in der Lage, in der eigenen Gruppe durchzusetzen, sich von der gewaltbereiten und auf Krawall gebürsteten Minderheit zu distanzieren. Zudem flüchten sich diese Gruppen in die Anonymität.

    Und solange das so ist, ist es nur logisch, dass die gesamte Gruppe vom Hausverbot betroffen ist.

    Zitat

    Original von Felix0711
    Keine besonders neue Erkenntnis. Die Partei mit den ehemaligen drei Punkten auf gelbem Grund hat ja immer gesagt, dass sie für den Neubau von AKW ist.

    Der Guido hat in den Talkrunden auch schon so verdächtig gestrahlt...

    Süddeutsche Zeitung - 14.09.2009 - Sport

    Rhein-Neckar-Löwen - HSV Hamburg 2
    SG Flensburg-Handewitt - Füchse Berlin 1
    TBV Lemgo - HSG Düsseldorf 1
    VfL Gummersbach - TuS N-Lübbecke 1
    MT Melsungen - HBW Balingen-Weilstetten 1
    TSV Hannover-Burgdorf - TV Großwallstadt 2
    FA Göppingen - SC Magdeburg 1
    GWD Minden - HSG Wetzlar 1
    TSV Dormagen - THW Kiel 2

    Tja, so leid es mir für Dormagen tut, aber einen schlechterer Gegner wird in dieser Saison in der Kreissporthalle aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr auflaufen. Dem TuS reichte eine mäßige Angriffs- und eine durchwachsene Deckungsleistung zum sicheren Zehntoresieg. Und das, obwohl Jurecki mächtig "verwachst" hatte. Für den TSV wird es mächtig schwer.