Ohne Worte:
ZitatWerden Detektive auf Kiel gehetzt?
Liga-Geschäftsführer will Aufklärung beschleunigen / Keine Zweifel an Serdarusic
DIRK HOFFMANNWeil das Mauern des THW Kiel in der Manipulationsaffäre um mindestens zehn verschobene Europacupspiele dem Handball jeden Tag mehr schadet, ist Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann (44) zu drastischen Schritten bereit.
Angesprochen auf die Aussage des Kieler Gesellschafter-Sprechers Dr. Wegner, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft könnten noch ein Jahr dauern, sagte Bohmann der MOPO: "Eine Option, die uns bleibt, ist, privat-wirtschaftliche Ermittlungen anzustellen." Im Klartext: Detektive könnten auf den THW gehetzt werden. Zwölf weitere Monate Negativ-Schlagzeilen, ohne dass Kiel etwas zur Aufklärung der Affäre tut, will Bohmann nicht hinnehmen. Gespräche mit mehreren Detekteien und Anti-Korruptionseinheiten hat er bereits geführt. Kosten für so ein Unterfangen: zwischen 100000 und 200000 Euro.
In der "Sport Bild" lässt Bohmann übrigens deutlich erkennen, dass er fest daran glaubt, dass der THW Schiedsrichter bestochen hat: "Ich zweifle nicht an den Worten der Vertreter der Rhein-Neckar Löwen. Ich glaube, dass das Gespräch mit Noka Serdarusic (58), in dem er von Bestechungen des THW Kiel berichtete, so stattgefunden hat." Trotz aller Feindschaft zu Kiels Ex-Boss Uwe Schwenker (50) - dass Serdarusic Märchen erzählt hat, kann getrost ausgeschlossen werden.