Beiträge von Lothar Frohwein

    EDITIERT

    Ja ja, der olle Trick mit der "drohenden" Zahlungsunfähigkeit (obwohl tatsächlich schon zwei Monate Rückstand da sind, wenn man Erik Eggers Artikel glaubt), bedeutet noch nicht zwangsläufig den Abstieg.

    Lizenzierungs-Richtlinien

    Grundsatz nach § 6 Abs. 4, Bst b)

    Zitat

    Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Vereins oder des wirtschaftlichen Trägers i. S. d. § 1 Abs. 1 ist nicht gegeben, wenn
    a) über das Vermögen des Vereins bzw. seines wirtschaftlichen Trägers im Sinne des § 1 Abs. 1 während des laufenden Spieljahres, für die die Lizenz erteilt worden ist, das Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird,

    b) der Verein bzw. der wirtschaftliche Träger im Sinne des § 1 Abs. 1 selbst die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt hat,

    c) wenn hinsichtlich des Vermögens des Vereins oder des wirtschaftlichen Trägers im Sinne des § 1 Abs. 1 am 30.4. des laufenden Spieljahres für die die Lizenz erteilt worden ist, noch vorläufige Insolvenzverwaltung im Sinne des § 22 InsO besteht.

    Das heißt: Wenn selber Insoantrag gestellt wird: Zwangsabstieg ohne jegliche Nachbesserungsfrist, ohne Wenn und Aber. (vgl. TuSEM)

    ABER vom Grundsatz gibt es eine Ausnahme, die steht in Abs 5:

    Zitat

    (5) Ziffer 4 b) gilt nicht, wenn der Verein bzw. sein wirtschaftlicher Träger die Einleitung eines
    Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit im Sinne des § 18 InsO beantragt hat und der vorläufige Insolvenzverwalter bis zum Ablauf der Beschwerdefrist gem. § 9 Abs. 2 (Ausschlussfrist) bestätigt, dass die Insolvenzgründe „Überschuldung“ und/oder „Zahlungsunfähigkeit“ nicht vorliegen und alle Unterlagen zur Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit fristgerecht eingereicht wurden.

    D.h platt gesagt: Wird der Deckel bis zum Stichtag X bezahlt, gibt es die Lizenz.

    Wann ist der Stichtag? Steht letztlich in § 6 (4) c) und es ist der 30. April. Wenn am 30. April (noch) vorläufige Insolvenzverwaltung bestünde, bedeutete dies den Zwangsabtieg bzw. Lizenzverweigerung für Liga 1.

    Die Entwicklung ist alles andere als überraschend; es war klar, dass es so kommt und das FA nen großen Deckel aufmacht.
    Sollte die HSG tatsächlich, wie in dem Artikel von Eggers beschrieben, mit 2 Gehältern im Rückstand sein, handelt es sich nicht um eine "drohende" Insolvenz (="Ich kann jetzt noch alles zahlen, weiß aber schon, dass ich es bald nicht mehr kann") , sondern um die "normale" Insolvenz ("Ich kann nicht zahlen")...

    Zitat

    HR Ortenau steht vor dem Aus

    Sportlich lief es in der laufenden Saison nicht immer ganz rund, aber immerhin konnte die „Handball-Region Ortenau“, kurz HRO, in der Südstaffel der zweiten Liga bislang einen vierten Platz belegen. Mittelfristig sei das Ziel die erste Liga, ließ man in Südbaden verlauten, der Zusammenschluss der Vereine HGW Hofweier, TuS Altenheim, Hedos Elgersweier sowie der ehemaligen Erstligisten TuS Schutterwald und TV Willstätt sollte das Ende des Nebeneinanders und der Beginn einer möglichst erfolgreiche Entwicklung in der Handballhochburg rund um Offenburg darstellen. Nun droht das ganze Projekt zu scheitern, HRO ist in massiven Zahlungsschwierigkeiten, am Abend soll in einer Pressekonferenz das weitere Vorgehen von Seiten des Vereins dargestellt werden.

    Weiter: http://www.handball-world.com/o.red.c/news.p…1&auswahl=18894


    Nordhorn, Essen, Stralsund, Bernburg und jetzt Ortenau. Hab ich wen vergessen?

    Anfang Februar wurden bei HRO noch Verträge verlängert, DAS bedarf einer fundierten und nachvollziehbaren Rechtfertigung!

    Zitat

    Original von Ivano
    Die Transfers von Kavticnic und Karabatic zu Kasi-Jesper`s RNL sind doch schon längst klar. Alles was da jetzt zwischen THW und RNL läuft, ist doch nur schmuckes Beiwerk, Geplänkel um ein paar Euros.

    Wenn ein Spieler weg will, geht er, das hat doch immer so funtioniert.

    Ich bim mir da nicht so sicher und tippe mal aus dem Bauch, dass beide auch 09/10 beim THW bleiben.

    Zitat

    Original von Pommes01

    Diese "Mitläufer" haben aber jetzte ebenso Hallenverbot wie die Verantwortlichen. Selbst Mitglieder die bei diesem Spiel garnicht anwesend waren dürfen nicht merh in die Halle. Herzlichen Glückwunsch SG!

    Die Mitläufer hatten aber Jahre Zeit, in ihrer Gruppe dafür zu sorgen, dass die wenigen gewaltbereiten Leute rausfliegen. Jetzt müssen sie eben darunter leiden.

    Zitat

    Original von horny01
    Ungewohnt ernst blickte SG-Geschäftsführer Fynn Holpert bereits am Sonntag nach dem Spiel auf die dramatischen Ereignisse zurück. "Erstmals musste die SG bei einem Heimspiel ihr Hausrecht an die Polizei abtreten - das ist eine neue Qualität von Fan-Radikalismus", sagte der SG-Manager. Durch das Abtreten des Hausrechts war es der Polizei möglich, auffällige Fans von beiden Seiten sofort in Gewahrsam zu nehmen, was bereits während des Spiels mehrfach geschah.

    "Das sind für den Handball bisher nicht gekannte Verhältnisse"

    "Das sind für den Handball bisher nicht gekannte Verhältnisse, die man sehr ernst nehmen muss", sagt auch der langjährige SG-Geschäftsführer und heutige Vizepräsident des HSV-Handball, Dierk Schmäschke. Er zählte zu den vielen unfreiwilligen Zeugen der Auseinandersetzungen nach dem Spiel. Einen großen Anteil an der Eskalation hätten aber auch die Mindener Fans. "Die haben auch in Hamburg schon ihre Gewaltbereitschaft deutlich demonstriert", sagt Dierk Schmäschke.

    Die Geister, die ich rief... Bzw. der Theo Strom. Warnungen gab es hier und anderswo genug...

    Zitat

    11.02.2009 13:57
    Die SG Flensburg-Handewitt hat dem Fanclub „Ultras Flensburg“ mit sofortiger Wirkung Hallenverbot erteilt. Beim letzten SG-Heimspiel gegen GWD Minden soll es laut Polizei und Sicherheitsdienst zwischen den „Ultras Flensburg“ und den gegnerischen Fans zu Gewalttätigkeiten gekommen sein.
    Die SG-Geschäftsführung sah sich gezwungen, den „Ultras“ den Status eines offiziellen Fanclubs abzuerkennen. Auch mit dem Wissen, dass nicht alle Mitglieder der Gruppe gewaltbereit sind, sieht der Verein den Schritt als notwendig an. Die „Ultras Flensburg“ sind gestern über die Entscheidung der SG-Geschäftsführung informiert worden.

    http://www.sg-flensburg-handewitt.de/2432.html?&tx_ttnews[tt_news]=3048&tx_ttnews[backPid]=2591&cHash=d35e6f24cb


    http://www.ultras-flensburg.de/index2.htm


    Wahrscheinlich war das Maß jetzt nach zig Vorfällen endgültig voll, trotz abweichender Darstellung der Ultras Flensburg.

    Medial liegt der THW jedenfalls nach Punkten uneinholbar in Front. Nur ein KO würde den Kröstis noch den Sieg bringen.

    Derzeit stellt sich das in der Öffentlichkeit doch so dar (die Realität kann bzw. wird ja durchaus anders aussehen):

    Handlungsstrang 1: Ein Krösti-Gesellschafter schreit laut, dass Karabatic sicher käme und man die weltbeste Mannschaft aufbauen werde und gleichzeitig stellt er quasi einen "Ratenzahlungsantrag" beim Primus, den er beerben will, was der Primus auch weiß...

    Handlungsstrang 2: Dem weltbesten Spieler fällt ein, dass es einmal ein Versprechen gab. Erst nach vielen Monaten stört ihn der angebliche Wortbruch derart, dass er unbedingt weg will...
    Aber die Zebraherde geht davon aus, dass der drohned brüllende Löwe keine Zähne hat und allein ist...

    Zitat

    Original von Thorsten
    Und zum Thema "meine einzige Kondition".
    Wenn der Verbleib von Noka als Trainer Nikolas die EINZIGE Kondition bei den Vertragsverhandlungen gewesen ist, finde ich es doch recht ungewöhnlich, wenn er sich genau DAS nicht schriftlich bestätigen lässt.

    Genau dieser Punkt ist es - da wiederhole ich mich gerne - der NKs Darstellung unglaubhaft macht. Oder seinen Berater zum Stümper.

    Zitat

    Original von meteokoebes
    Wenn normales Arbeitsrecht gelten würde, hätte er aber auch jederzeit ein bestimmtes Kündigungsrecht, oder? ;)

    Es gilt "normales" Arbeitsrecht. Der Vertrag ist befristet, daher gibt es im Regelfall eben keine vorzeitige ordentliche Kündigungsmöglichkeit, sonst hätte die Befristung ja keinen Sinn.
    Eine vertraglich vereinbarte Kündigungsmöglichkeit könnte aber eine "Trainer-Klausel" sein, wie sie gar nicht so unüblich ist. Nur muss das eben (letztlich aus Gründen der Beweisbarkeit) auch im Vertrag stehen.

    Zitat

    Original von Ösi

    Doch - genau darum geht's - eine solche mündliche Zusage wäre Vertragsbestandteil. Ich weiß schon, was Nikola sagt - nur hat Schwenker sicher nicht zugesagt, dass der Vertrag unter der "Condition" geschlossen wird, dass Noka immer Nikos Trainer bleibt (eine solche Zusage konnte er zum damaligen Zeitpunkt gar nicht machen). Schwenker ist wie Ong (der mit Sicherheit bei der Vertragsunterzeichnung dabei war), davon ausgegangen, dass Noka über 2009 hinaus verlängern wird (die beiden hatten sich damals noch lieb) - dass ist etwas völlig anderes. Im übrigen hat Niko selbst gesagt, dass Noka nur noch ein Jahr bleiben wollte (siehe Interview Handball-Magazin 10/2008) und dass er die Trennung von Serdarusic überwunden hätte (gibt es auf der THW Homepage nachzulesen).

    Sehe ich auch so! Etwas Jura-Gedöns noch:
    Unterstellen wir einmal, es hätte ein solches Versprechen tatsächlich und nachweisbar gegben und aus irgendwelchen juristischen Gründen wäre die "Noka-Klausel" Bestandteil des Arbeitsvertrags. Vielleicht sogar eine, die zur außerordentlichen Kündigung berechtigt. Bei einer solch engen Bindung zwischen NK und Noka, wie sie jetzt behauptet wird, läge das sogar auf der Hand.

    Dann würde doch das Unverzüglichkeits-Prinzip greifen, d.h. unverzüglich nach Bekanntwerden des außerordentlichen Kündigungsgrundes muss die Kündigung erklärt werden. Dann oder nie! Im Regelfall beträgt eine solche Frist zwei Wochen. Lässt man sie verstreichen, ohne zu kündigen, akzeptiert man quasi das Geschehene.

    Aber selbst wenn die hier gedachte "Noka-Klausel" nicht zur außerordentlichen Kündigung berechtigte, dann zumindest zur ordentlichen vor Saisonbeginn. Als NK die Saison begann, durfte der THW darauf vertrauen, dass NK bleiben will.

    Kurz: Man kann nicht Montate warten und sich plötzlich (wenn es gerade angenehm ist) auf eine (hier beispielhafte) Verfehlung der anderen Vertragspartei in der Vergangenheit berufen, wenn man diese kannte und nichts unternommen hat.

    Wie auch immer das alles ausgeht, der Ruf von NK ist jedenfalls angekratzt, denn dieses (weinerliche) „Ich will zu Noka!“ (Titel der heutigen Handballwoche) glaubt ihm eh kaum wer. Siehe Süddeutsche Zeitung.

    Wäre er gut beraten worden, hätte man ihm nahegelegt, sinngemäß etwa folgendes zu sagen: „Ich spiele in einem tollen Verein mit einem tollen Umfeld und einem Spitzentrainer. Jetzt habe ich ein wahnsinnig attraktives Angebot bekommen, vor allem auf der finanziellen Seite. Niemand kann mir ernsthaft böse sein, wenn ich das Angebot annehme. Wenn jemand in einer erstklassigen Firma arbeitet und sich wohlfühlt und eine andere erstklassige Firma möchte für denselben Job viel mehr bezahlen, wäre man ja dumm, wenn man das Angebot nicht annähme. Das würde doch jeder machen, wenn wir ehrlich sind, zumal ich als Berufssportler ohnehin nie weiß, wie lange ich noch mein Geld mit Handball verdienen kann. Das Risiko der Berufsunfähigkeit ist recht hoch, vor allem bei dem aktuellen Pensum, also nehme ich mit, was ich bekommen kann. Wenn sich die beiden Vereine einig werden, werde ich wechseln, zumal ich mich auch über Noka als Trainer freuen würde, die Entwicklung in Mannheim spannend finde und mir die Perspektive aufgezeigt wurde, sportlich mit dem THW gleichzuziehen. Wenn sich die Vereine nicht einigen, ist es auch gut, denn ich bin bei einem tollen Verein, wenn nicht sogar dem weltbesten, der mir viel ermöglicht hat und für den ich alles geben werde, solange ich für ihn spiele.“


    Solch eine Aussage und jeder hätte gedacht: Wenigstens ehrlich, der Junge!