Beiträge von Lothar Frohwein
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In den Lizenzierungsrichtlinien steht vereinfacht gesagt, dass im Fall des Eigenantrags der Verein als erster Absteiger feststeht. D.h. aber m.M.n. auch, die Saison kann theoretisch gespielt werden.
Zitat§7 (4) Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Vereins oder des wirtschaftlichen Trägers i. S. d. § 1 Abs. 1 ist nicht gegeben, wenn
a) über das Vermögen des Vereins bzw. seines wirtschaftlichen Trägers im Sinne des § 1 Abs. 1 während des laufenden Spieljahres, für die die Lizenz erteilt worden ist, das Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird,
b) der Verein bzw. der wirtschaftliche Träger im Sinne des § 1 Abs. 1 selbst die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt hat,
c) wenn hinsichtlich des Vermögens des Vereins oder des wirtschaftlichen Trägers im Sinne des § 1 Abs. 1 am 30.4. des laufenden Spieljahres für die die Lizenz erteilt worden ist, noch vorläufige Insolvenzverwaltung im Sinne des § 22 InsO besteht.
In allen genannten Fällen steht der betreffende Verein als erster Absteiger aus der jeweiligen Spielklasse fest. Er hat nur in diesen Fällen noch die Möglichkeit, ggf. mit einem anderen wirtschaftlichen Träger einen Lizenzantrag für die dann gültige Spielklasse zu stellen. Die Antragstellung kann nur innerhalb der Beschwerdefrist gem. § 9 Abs. 2 erfolgen (Ausschlussfrist).
Es gibt aber noch ein Hintertürchen des Antrags wegen "drohender ZU" (der muss aber auch so gestellt werden). Wenn der vorläufige Inso-Verwalter innerhalb einer bestimmten Frist keine Überschuldung oder/und Zahlungsunfähigkeit feststellt, geht´s weiter.
ZitatAlles anzeigenStuttgarter Zeitung, 12.07.07, von Jörg Nauke
Doch kein Handball in der Porsche-Arena
SVK Salamander insolvent - Stadt fühlt sich verschaukeltDer Plan, in der Porsche-Arena ein Stuttgarter Handball-Bundesligateam zu etablieren, ist schon vor Saisonbeginn gescheitert. Nachdem der SVK Salamander vergeblich versucht hat, von der Stadt 360 000 Euro zu erhalten, meldet er heute Insolvenz an.
Das hat sich Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) ganz anders vorgestellt. Gegen Widerstände in den Reihen der Porsche-Arena-Verwalter und im Rathaus hat sie sich für einen Regelspielbetrieb im Handball in der neuen Halle stark gemacht. Ein eigenes Stuttgarter Team sollte es sein, und weil es keine bundesligafähigen Spieler in der Landeshauptstadt gibt, hat sie zum Ärger der Nachbarstadt Ludwigsburg deren Handballer abgeworben. Das zerfiel, der Stamm aus Kornwestheimer Aktiven und Funktionären firmiert nun als SVK Salamander Stuttgart.
Doch schon vor Beginn der neuen Saison 2007/2008 ist alles aus: „Um dem Strafbestand der Insolvenzverschleppung entgegenzuwirken, hat die Geschäftsführung der TVK Marketing und Management GmbH & Co. KG beschlossen, am Donnerstag das Insolvenzverfahren zu beantragen", teilte Geschäftsführer Markus Graf gestern mit. Diese Gesellschaft, und nicht etwa der Verein, ist im Besitz der Bundesligalizenz. Die Richtlinien der Handball Bundesliga GmbH dürften nicht umgangen werden, heißt es in der Begründung. Und es ist die Rede davon, dass die Spieler von ihren vertraglichen Verpflichtungen befreit worden seien. Wie es sportlich weitergeht, ist unklar; wenn überhaupt, dann nur in Kornwestheim, wo der Zuschauerschnitt allerdings so gering ist, dass Handball auf hohem Niveau kaum finanzierbar ist.
Die Gründe für die Pleite liegen auf der Hand: Die Marketing und Management GmbH hat aus der vergangenen Saison noch 360 000 Euro Schulden - viel mehr als gedacht. Mit 160000 Euro steht sie allein bei der Veranstaltungsgesellschaft „In Stuttgart" in der Kreide, die bereits in den letzten fünf Spielen der vergangenen Saison die Halle für die Kornwestheimer geöffnet und eine Vorauszahlung von 75 000 Euro geleistet hatte.
Offensichtlich hat sich die Suche nach Sponsoren nicht wie erhofft entwickelt. Bürgermeisterin Eisenmann und Andreas Kroll, Chef von „In Stuttgart", erstaunt das nicht. Sie hätten in den zurückliegenden Monaten feststellen müssen, dass der Verein fast allein aus Manager Markus Graf bestehe. Der habe bei den Schlussverhandlungen mit den von Stadt und „In Stuttgart" vermittelten Sponsoren keine glückliche Hand besessen. Bei den Heimspielen der Kornwestheimer in der Porsche-Arena sei erkennbar gewesen, dass der Verein offensichtlich nicht die Möglichkeiten besitze, genügend Zuschauer zu mobilisieren.
„Wir waren schon längere Zeit skeptisch", so Kroll und Eisenmann. Während sich Manager Graf früher nahezu täglich gemeldet habe, sei der Kontakt zuletzt abgebrochen. Man sei nicht einmal über eine Veränderung der Gesellschafterverhältnisse informiert worden. Auch über die in den letzten Spielen erzielten Erlöse und das schon im Vorgriff auf die neue Saison beanspruchte Budget habe sich der SVK ausgeschwiegen.
Graf hat gestern in einer Pressemitteilung behauptet, der SVK Salamander suche gemeinsam mit der Stadt nach Lösungen, um die Finanzlücke zu schließen. Dies könnte beispielsweise durch die Anwerbung von Sponsoren geschehen. Falls dies nicht eintrete, müsse die öffentliche Hand eben in die Bresche springen. Wenn die Stadt aushelfe, so der Manager, bringe der neue Sponsor Urs Zondler 400 000 Euro ein, um den Bundesligahandball in Stuttgart zu sichern.
Bürgermeisterin Eisenmann legt allerdings großen Wert auf die Feststellung, „dass diese Pressenotiz nicht mit mir abgestimmt worden ist". Die Altschulden seien allein Sache des Vereins, verbindliche Zusagen über Finanzzuschüsse habe es nie gegeben. Eine ihr von Graf zur Unterschrift vorgelegte Erklärung, in der sie der TVK Marketing und Management GmbH 360 000 Euro aus Steuermitteln zusagen sollte, hält sie für „absurd".Und abermals stellt sich die immer wieder auftauchende Frage: "Wie konnten die eine Lizenz bekommen"?
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Nun ja, zunächst sind Transferrichtlinien der EHF sicherlich nicht übergeordnetes Recht.
Wenn es allerdings hinsichtlich von einseitigen Optionen von Profisportlern schon EU-Rechtsprechung geben sollte, sähe das anders aus. Das weiß ich nicht.
Aber derzeit - ohne die Begründung der EHF und die Vertragsklauseln im Detail zu kennen - ist das alles zu theoretisch. Ich bin mir aber sicher, dass man die Sache auch anders sehen kann, als heute entschieden wurde. -
Spannendes Thema. Da muss ich gelegentlich mal forschen.
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Na ja. Ich wäre da jedenfalls nicht so voreilig wie Snuff mit dem Urteil über den Kollegen Thiel. Noch gibt es genügend Instanzen, die die Entscheidung korrigieren können. Leider kennen wir den Wortlaut des Passus bzgl. der Option nicht.
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Das bedeutet, dass jeder EU-Spieler jederzeit straflos ins EU-Ausland wechseln kann? Egal, was in dem Vertrag steht, den unterschrieben hat? Das kann so nicht sein. Irgendeine Info fehlt mir da...
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Mag ja sein, dass er wechseln darf, aber möglicherweise hat der VfL einen Schadenersatzanspruch gegen Narcisse.
Ist jedenfalls denkbar. Details müsste man wissen...
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Ohne die genauen Formulierungen zu kennen, kann man eh nichts dazu sagen.
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Hier das Saisonfazit der Nettelstedter "Red Devils"
ZitatAlles anzeigenRochAde – Eine turbulente Saison im Rückblick
10.07.2007 - Wer noch keine grauen Haare hatte, hat sie in dieser Saison bekommen. Die abgelaufene Spielzeit war für alle Beteiligten Kraft raubend und Nerven aufreibend wie nie zuvor. Am Ende durften wir dennoch jubeln. Die kaum mehr für möglich gehaltene Verlängerung im Schlussspurt erreicht, gewonnen und Klassenverbleib gesichert.
Aus Sicht der Red Devils überwiegt natürlich die Freude, dass der TuS in der ersten Liga spielt. Ende gut – alles gut? So könnte man sagen. Die Ereignisse im Herbst, die den Fanklub vor eine echte Zerreißrobe stellten, bleiben sicherlich bei den Betroffenen haften. Sie haben den Zusammenhalt innerhalb der Red Devils und den Fanklub nach außen gestärkt, treten aber letztlich als eine Episode der langen Geschichte des TuS in den Hintergrund.
Nach den Abgängen von Fabian van Olphen, Daniel Kubes und Nandor Fazekas war uns schon vor dem ersten Saisonspiel klar, dass es knallhart gegen den Abstieg gehen würde, auch wenn dies von offizieller Seite zunächst niemand wahrhaben oder zugeben wollte. Die Heimniederlage gegen den Wilhelmshavener HV zum Rundenauftakt bestätigte die Befürchtungen. Die neue Mannschaft war noch nicht zusammengewachsen. Riesige Baustellen in Abwehr und Angriff waren offensichtlich.
Der Spielplan meinte es nicht gut mit uns, viele der existenziell wichtigen Spiele lagen am Ende der Hin- und Rückrunde.2:24 Punkte vor dem Dezember war eine realistische Prognose, die wiederum so recht niemand wahrhaben wollte. Aber so kam es. Viele Spiele wurden knapp und unglücklich verloren, oft fehlte nur eine Winzigkeit, um z.B. den TBV Lemgo zum Straucheln zu bringen. Aber diese Winzigkeit fehlte in den Spielen gegen die so genannten „Großen“ bis zum Saisonende. Göppingen als Zehnter war letztlich die höchstplatzierte Mannschaft, gegen die wir punkten konnten.
In dieser Phase erreichte die aus unserer Sicht völlig unnötige und von Manager Sigi Roch absichtlich gesuchte Konfrontation ihren Höhepunkt. Statt das offene und klärende Gespräch nach dem unsäglichen Interview in der „Lübbecker Kreiszeitung“ zu suchen, in dem unser Vorsitzender Benjamin Hennerkes bloß gestellt und angegriffen wurde, wollte Roch das Problem aussitzen. Die Folge war ein Stimmungsboykott beim Heimspiel gegen den VfL Gummersbach. Erst als Paul Gauselmann dankenswerterweise vermittelnd eingriff, Hauptsponsoren und Fanklub an einen Tisch brachte, konnten die Unstimmigkeiten beseitigt werden. Für die große aufmunternde Unterstützung in dieser Zeit aus dem gesamten Spektrum des TuS und dessen Umfeld möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken!
Ein paar Wochen später – Anfang Dezember - musste Roch seinen Hut nehmen. Inwieweit der Disput mit den Red Devils dazu beigetragen hat, ist nicht wichtig. Es hätte - ein Minimum an Kommunikations- und Kompromissbereitschaft vorausgesetzt - einfach nicht sein müssen!
Jens Pfänder übernahm neben dem Traineramt die Funktion des Managers und stellte einige viel versprechende Grobkonzepte zur engeren Bindung an den TuS Nettelstedt und zur Jugendarbeit vor, auf deren Umsetzung wir weiterhin hoffen. Die Integrationsfigur Zlatko Feric stieß hinzu, was wir alle sehr begrüßt haben.
Im Dezember dann endlich die lange ersehnten Siege; der Auswärtserfolg in Hildesheim war sicherlich eines der wenigen Saison-Highlights. Die Party, die die Fans in der Halle 39 feierten, wird lange in Erinnerung bleiben. Es hätte ein ruhiger Jahresausklang werden können, wäre da nicht der lustlose Auftritt der Mannschaft am 30. Dezember in Wilhelmshaven gewesen. Ohne Gegenwehr wurden wir 29:41 abgeschlachtet. Der Mannschaft schien es aber egal zu sein. Hauptsache Urlaub, so der Einsdruck, den wir gewinnen mussten.
In der Rückschau war dies der Anfang von Ende der verhältnismäßig langen, sehr erfolgreichen, ruhigen und kontinuierlichen „Ära Jens Pfänder“ beim TuS. Die Art und Weise der Niederlage baute aber eine Menge Frust auf, auch im Fanklub.
Nach der WM-Pause und dem tollen Erfolg der Nationalmannschaft war es dann trotz zweier recht guten Auftritte in Flensburg und gegen Magdeburg soweit: Nach der 30:33-Niederlage gegen den TV Großwallstadt, wo die Mannschaft erneut lustlos wirkte, erwischten auch Pfänder die Mechanismen des Profisports und er musste gehen. Bis dahin hatte der TuS lediglich acht Punkte auf dem Konto, stand aber mit Platz 15 nicht auf einem Abstiegsplatz. Dennoch war die Gefahr des Abstiegs mittlerweile konkret geworden.
Das Auswärtsspiel in Wetzlar ging über den Jordan und Pfänder-Nachfolger Velco Kljaic erwischte keinen guten Einstand. Die Heimschlappe gegen Melsungen war die erste Niederlage gegen einen unmittelbaren Konkurrenten in der Kreissporthalle uns riss den TuS tief in den Abstiegsstrudel, auch weil Melsungen sich so absetzen konnte. Velco Kljaic war vermutlich der einzige, der danach noch an den Klassenerhalt glaubte und diese feste Überzeugung gebetsmühlenartig allen Beteiligten zu vermitteln versuchte.
Es folgte der sportlich absolute Tiefpunkt der langen TuS-Geschichte: Mit 33:18 demütigte Kronau unsere Mannschaft in der Kreissporthalle, zur Halbzeit stand es 6:19. An eine solch blamable Halbzeit des TuS konnten sich selbst die „uralten Hasen“, die in den Siebzigerjahren den Durchmarsch Nettelstedts von der Kreis- in die Bundesliga miterlebt hatten, nicht erinnern.
Hätte Kronau in der letzten Viertelstunde nicht aus Mitleid ein paar Gänge zurückgeschaltet: Ach, wir mögen gar nicht daran denken. Nach der höchsten Heimniederlage der Vereinsgeschichte bot Velco seinen Rücktritt an. Doch er überlegte nur kurz, machte weiter und verbreitete wiederum Optimismus. Alle Konzentration galt nun dem Schlüsselspiel gegen Göppingen.
Endlich hatte der TuS einmal das nötige Glück. Die Schwaben waren ersatzgeschwächt, so fehlte u.a. „WM-Held“ Michael Kraus und der TuS landete nach einem 21:24-Rückstand in der 48. Minute dank einer neuen aggressiven und offenen Deckungsformation den Befreiungsschlag. Es durfte wieder gehofft werden.
Die Formkurve stieg, die Einstellung der Mannschaft wurde von Spiel zu Spiel auch sichtbar kämpferischer und zur Freude vieler Fans nutzte Tim Remer seine Chance, die sich aufgrund des Pechs von Dragan Sudzum (Kreuzbandriss) bot. Remer wurde schnell zum Liebling der Fans und Zuschauer. Auch Branko Kokir, der während der Saison unter vielen Verletzungen zu leiden hatte, drehte mächtig auf.
Velco Kljaic hatte bei seinem Dienstantritt angekündigt, sich acht oder neun Leute herauszusuchen, die den Klassenerhalt mit ihm schaffen wollen. Diese Auswahl war beendet, so dass auch einige Spieler wie Alois Mraz „durch die Maschen“ fielen.
In Gummersbach war dann die Sensation zum Greifen nah, doch es sollte erneut nicht reichen. Es war klar, dass die Entscheidung in den letzten vier Spielen fallen musste.
Balingen. 16. Mai. 21:12 führt der Aufsteiger 22 Minuten vor Schluss. Der TuS ist quasi abgestiegen. Doch dann bricht Balingen konditionell zusammen und der TuS schafft sensationell noch den 27:27-Ausgleich, hätte sogar gewinnen können, doch Damjan Blecic scheiterte in der Schlusssekunde. Eines der verrücktesten Spiele der TuS-Geschichte. Alles ist danach noch offen. Die Qualifikation für das nächste Endspiel ist erreicht. Torsten „Fichte“ Friedrich vergleicht die letzten drei ausstehenden Begegnungen mit Pokalspielen, die alle gewonnen werden müssen, um den „Pott“ zu holen.
Drei Minuten vor dem Ende des Derbys in der Kreissporthalle führt GWD mit 30:28. 27 Sekunden vor dem Schluss – es steht 30:30 - schärft Richard Ratka seiner Mannschaft nochmals ein: „Ein Punkt reicht uns!“. Dem TuS würde das nicht reichen. Stephan Just schließt glücklicherweise ab – will die Taube auf dem Dach, statt des Spatzen in der Hand - und zielt just daneben! „Totti“ Olafsson ist der gefeierte Held, der drei Sekunden vor Schluss mit seinem 31:30 Siegtreffer den TuS im Rennen hält und GWD in ein Jammertal stürzt, aus dem sich der Kreisnachbar dank eines Remis gegen Gummersbach noch befreien konnte.
Es folgt ein absolut überlegener 36:29-Sieg in Düsseldorf. Mehr als 150 Nettelstedter Fans sind dabei. Düsseldorf kommt mit dem Druck nicht klar, hatte den Klassenerhalt innerlich zu früh verbucht. Der TuS agiert dagegen eiskalt und abgeklärt. Der größte Hürde ist aus dem Weg geräumt.
2. Juni. Gegen die bereits als Absteiger feststehenden Hildesheimer krampft sich der TuS zum Sieg, liegt Mitte des zweiten Abschnitts sogar zurück ist zwischenzeitlich abgestiegen. Doch es reicht am Ende. 35:32. Banges Warten auf die Ergebnisse aus den anderen Hallen. Bei einer Niederlage von Düsseldorf in Gummersbach und Wetzlar im Heimspiel gegen Magdeburg ist Platz 15 sicher. Doch Wetzlar spielt nicht mit und rettet sich mit einem Sieg gegen Magdeburg. Der TuS fängt Düsseldorf auf der Zielgeraden dank der besseren Tordifferenz ab und muss in die Relegation.
Gemischte Gefühle im gesamten Umfeld: Einerseits freut man sich über die Relegation, deren Erreichen einige Wochen zuvor fast unmöglich schien, andererseits heißt es jetzt: Verlängerung. Sich nochmals motivieren, die endlose Saison wird noch elf Tage länger.
Mit Dormagen wartet eine relegationserfahrene und unangenehme Mannschaft. Das Hinspiel gewinnt der TuS mit Ach und Krach 30:28. Das ist weniger als viele erwartet hatten, aber dennoch ein im Vorfeld nicht unrealistisches Ergebnis. Vor allem sind alle gewarnt. Velco Kljaic ist weiterhin optimistisch: „Die können uns nicht schlagen“, meint er und behält Recht.
Das Rückspiel dominiert der TuS bis kurz vor Schluss. Dann reißt Dormagen beim 25:24 die Führung an sich und kommt in Ballbesitz. Ein weiterer Treffer und die Rheinländer wären aufgestiegen. Doch Bayer verdaddelt, Stian Tønnesen übernimmt die Verantwortung und führt in zwei Situationen die Entscheidung für den TuS herbei.
Als die Schiedsrichter abpfeifen, entbrennt ein grenzenloser Jubel bei Mannschaft und Fans. Eine lange Nacht schließt sich an, ehe sich die Mannschaft in alle Himmelsrichtungen zerstreut.
Zehn Abgänge sind letztlich zu verzeichnen, unter ihnen Stützen und „volksnahe“ Integrationsfiguren und Lieblinge der vergangenen Jahre wie Kapitän Paco Fölser, Rolf Hermann und Stian Tønnesen. Trotz der sicheren Verträge anderenorts haben sich alle Spieler in der entscheidenden Endphase voll reingehängt. Das erfordert Anerkennung und Respekt.
In der Rückschau war es eine Saison, in der die „Red Devils“ einiges erreicht haben: Zu fast allen Auswärtsspielen wurden Busse eingesetzt. Dank Paul Gauselmann konnten wir den zu Saisonbeginn von der Geschäftsführung eingestellten Live-Ticker reaktivieren und gestalten. Der Ticker ist nicht nur bei den heimischen Fans sehr beliebt. Er ist mittlerweile ein Markenzeichen des TuS und der Red Devils. 4400 Menschen verfolgten am Ticker das Relegations-Rückspiel in Dormagen. Eine Traumquote, die beweist, wie viele Leute mit dem TuS mitfiebern und sich mit unserem Verein identifizieren.
Unter dem Strich stand die Saison im Zeichen eines kompletten Neuaufbaus und einer Neustrukturierung: Roch weg, Pfänder weg, zehn Spieler weg, Feric da, Kljaic da, neun neue Spieler da.
Kurz: Eine große RochAde-Saison.
Warten wir ab, was die Zukunft bringt! Wir werden wieder dabei sein und freuen uns schon auf die ersten Testspiele der neuen Mannschaft, auf viele Auswärtsfahrten, auf nette Kontakte mit der Mannschaft, auf ein gutes und kommunikatives Miteinander mit der TuS-Führung und hoffentlich mehr Punkte, Jubel und weniger Stress und Frust als 2006/2007!
In diesem Sinne noch eine angenehme und erholsame Saisonpause!
- Der Vorstand -
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Zitat
Original von Heinrich
Danke...Aber ich denke das wird auch nicht mehr lange dauern.....
Gibt es was neues von der Merkur-Arena? Oder war das nur ein Sommerloch bericht?
gruß Heinrich
Ich habe nichts Neues gehört. Soviel ich weiß ist angedacht, während der Saison anzubauen (VIP-Bereich, Foyer o.ä.). Der Name ist wohl nur ein Arbeitstitel. Letztlich muss der Kreis ja einer Umbenennung zustimmen, wie damals bei der Kampa-Halle.
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Solche Namen sind (noch) verboten. BHW = "Ballsportgruppe Hameln Weser"
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Hallennamen werfen keine Tore, Geld (im Handball) schon.
Im Volksmund wird es wohl mindestens eine Generation lang die Ostseehalle bleiben.
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Zitat
Original von Snuffmaster
Eine Weise vorraussicht
20007....Ob da noch einer spielen wird 
Der gute Vader lebt halt in der Zukunft...
Ist geändert. -
Das kommt darauf an, wie und was der Veranstalter (!) angekündigt hat (welche Leistung) oder hat ankündigen lassen. So kann man nichts dazu sagen.
Im Mittelpunkt steht aber sicher das Abschiedsspiel und das findet ja statt.
Wenn du das Ritz buchst, weil in einer Zeitung stand, dass dort an diesem Wochenende auch Robbie Williams absteigt und du ihn unbedingt sehen willst, musst du das Hotel auch bezahlen, wenn Robbie seine Pläne ändert. Es sei denn, du sagst bei der Buchung, dass es dir genau und ausschließlich auf Robbie ankommt und das Hotel lässt sich darauf ein...
Anders ist es natürlich, wenn das Hotel selber damit wirbt und Robbie nicht kommt...
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Im übertragenen Sinn kann der SCM doch froh sein, wenn keine "Ärzte" kommen und nicht "tote Hose" ist.

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Wenn jemand am 20. August eine Dauerkarte haben will, bekommt er keine mehr?
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Zu den o.g. Zahlen denkt man sich als Außenstehender:
Die Saison geht erst in sechs Wochen los. Da werden noch jede Menge Dauer- und Business-Karten verkauft werden. Kein Verein (außer Kiel) dürfte seinen Dauerkartenverkauf jetzt schon abgeschlossen haben.
So wird sich die Summe sicher noch deutlich reduzieren. Die restliche Unterdeckung (grob überschlägig zwei Monate Gehälter und Kosten) kann bis März oder April beseitigt werden. Das ist zwar alles nicht schön, aber auch nicht so fürchterlich dramatisch. Ich denke mal, dass der eine oder andere Verein auch mit etwa 600.000 € Unterdeckung in die Saison geht.
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Mmm, Neuanmeldung mit Insiderinfos. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten:
1. jemand will stänkern
2. es stimmtMal 2.) unterstellt, müssten grob überschlägig 1500 Dauerkarten weniger verkauft worden sein.
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Nun ja, ich glaube, in der kommenden Saison wird es unten noch etwas kuscheliger, weil noch mehr Vereine enger zusammenrücken. Oben wird es eine noch deutlichere Spitzengruppe geben. Kann gut sein, dass ab Platz neun die Abstiegszone beginnt.
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1 Gudmundsson, Birkir Ivar 14.09.76 1,93 Tor 126 ISL
?? Blazicko, Nikola 13.09.77 1,87 Tor 18 KRO
?? Madert, Konstantin 15.06.88 Tor
3 Szymanski, Jakub 09.02.83 1,98 RL 52 TCH
8 Greiner, Nico 08.02.80 1,94 Kreis
10 Kokir, Branko 28.08.74 1,92 RM 95 SER
24 Olafsson, Thorir 28.11.79 1,84 RA 16 ISL
85 Remer, Tim 29.07.85 1,94 LA 35 NL
?? Skatar, Michele 30.12.85 1,91 RR 32 ITA
?? Anclais, Danny 01.04.80 1,85 RA
?? Cale, Josip 06.05.83 1,90 RL,RM,RR 25 KRO
?? Datukashvili, Sergo 28.04.78 1,95 RL 45 GEO
?? Tesch, Oliver 11.10.84 1,94 Kreis
?? Tomic, Dusan 02.04.80 1,91 RR
?? Schibschid, Thomas 04.03.84 1,71 LA
Kljaic, Velimir - Trainer
Abgänge:
Torsten Friedrich (Tor, TuSEM Essen); Patrick Fölser (Kreis, HSG Düsseldorf); Dragan Sudzum (LA, unbekannt); Alois Mraz (RL, HSG Wetzlar); Stian Tønnesen (RM, SC Magdeburg); Rolf Hermann (RR, TBV Lemgo); Dirk Hartmann (RA, ASV Hamm); Damjan Blecic (RL, unbekannt); Sandu Iacob (RR, Bacau); Henning Wiechers (Tor, Korschenbroich)Zugänge:
Danny Anclais (RA, Stralsunder HV), Nikolas Blazicko (Tor, Paris Handball); Josip Cale (RL, RM, RR, Medvescak Zagreb); Sergo Datukashvili (RL, Ystad IFK); Konstantin Madert (Tor; Lemgo Handball); Thomas Schibschid (LA, Haspo Bayreuth); Michele Skatar (RR, TSG Friesenheim); Oliver Tesch (Kreis, Eintracht Hildesheim); Dusan Tomic (RR, Triest)