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Beiträge von Lothar Frohwein
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Wenn ich mir die Ergebnisse der HSG anschaue, ist die aktuelle missliche Situation (es kann ja noch gut gehen!) sowohl beim Heimspiel gegen Wetzlar als auch beim 17:39 in Kiel entstanden. Klar, in Kiel hoch zu verlieren ist für Mannschaften aus der unteren Region normal. Aber wenn man statt -22 (Einstellungssache!) nur mit -14 oder -12 (Normalbereich) verloren hätte, wäre die Tordifferenz gegenüber Wetzlar jetzt besser.
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THW Kiel - HSG Nordhorn 1
TV Großwallstadt - SG Flensburg-Handewitt 1
HSG Wetzlar - SC Magdeburg 1
TuS N-Lübbecke - Eintracht Hildesheim 1
Vfl Gummersbach - HSG Düsseldorf 1
SG Kronau/Östringen - GWD Minden 1
TBV Lemgo - HBW Balingen-Weilstetten 1
FA Göppingen - HSV Hamburg 2
Melsungen - Wilhelmshavener HV 1 -
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"Es war erschreckend!"
HANDBALL-BUNDESLIGA. Indisponierter HSG droht nach Pleite gegen Nettelstedt sogar der Abstieg. Noch gibt es Hoffnung.
Katerstimmung, Entsetzen, Abstiegsangst. Jene unangenehmen Gefühlslagen begleiteten die Handballer der HSG von Samstagabend an durch ein ungemütliches verlängertes Pfingstwochenende. Seit der 29:36 (12:17)-Pleite gegen bissige Nettelstedter greift die Abstiegsangst um sich, steht das von der HSG auf die eigenen Fahnen geschriebene Projekt " Bundesliga-Handball in Düsseldorf" wohlmöglich vor dem Aus.Geknickt verfolgte HSG-Trainer Nils Lehmann gestern Abend das erste Relegationsspiel zwischen den Zweitliga-Vize-Meistern TSV Bayer Dormagen und dem Stralsunder HV (31:31). Gegen eines der beiden Teams könnte es für die Düsseldorfer schon bald zum Showdown im Kampf um den Klassenerhalt kommen.
Wunder oder Schützenhilfe
Wohlgemerkt: Trotz der Pleite vom Samstag steht die HSG vor dem letzten Saisonspieltag noch immer auf Nicht-Abstiegsplatz 15. Gelingt aber am Samstag in der Kölnarena kein Wunder gegen Rekordmeister VfL Gummersbach oder punkten Nettelstedt gegen Hildesheim und Wetzlar gegen Magdeburg jeweils doppelt, ist sogar der Abstieg besiegelt. Scheitert zumindest Namenscousine Wetzlar, geht es immerhin in die Relegation.
"Wir geben nicht auf. Die Hoffnung stirbt zuletzt", betonte Trainer Nils Lehmann gebetsmühlenartig. Wer jedoch den völlig indisponierten, leidenschafts- und größtenteils kampflosen Auftritt vom Samstag verfolgte, für den dürften diese Worte eher wie blanker Hohn denn Zuversicht klingen. Von der gern zitierten Heimstärke war die eingeschüchtert wirkende HSG im vorab selbst zum "wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte" deklarierten Match meilenweit entfernt.
"Ein ganz schwarzer Tag"
"Es war ein ganz schwarzer Tag für uns, einfach erschreckend. Die Mannschaft hat nicht den nötigen Biss gezeigt, um in der Liga zu bleiben", formulierte HSG-Manager Frank Flatten milde das völlig unverständliche und verunsicherte Auftreten seiner Handballer.
Einzig von der 36. bis zur 53. Spielminute konnten sich 2480 Daumendrücker in Reisholz sicher sein, eine Mannschaft zu sehen, die um ihre sportliche Existenz kämpft.
"Wir waren dem Druck nicht gewachsen"
Die zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 19:21 und 22:24 nach einem total verkorksten Start förderten allerdings nicht den erhofften Endspurt zu Tage. Statt dessen Auflösungserscheinungen. Einzig der nimmermüde Philipp Pöter und in Teilen Frank Berblinger schienen den Ernst der Lage zu begriffen. Zu spät. Weshalb Coach Lehmann schließlich konsterniert vor die Mikrofone zu seiner bislang "schwersten Pressekonferenz" trat.
"Wir waren dem Druck nicht gewachsen, haben erst zu spät in die Partie gefunden", räumte der 38-Jährige sichtlich mitgenommen ein. Nur hinter vorgehaltener Hand wollte Manager Frank Flatten über den Ernstfall nachdenken.
"Wenn wir die finanziellen Mittel für die zweite Bundesliga haben, würde ich an Bord bleiben", betonte der Manager. Was voraussetzt, dass Präsident und Mäzen Erwin Schierle entgegen seiner Ankündigung sich ebenfalls weiter engagiert.
Und der Trainer? Flatten: "Alle Spieler hören auf Nils, aber nur der Erfolg gibt einem Übungsleiter Recht. Es würde schwer werden, sich hinter einen Abstiegstrainer zu stellen!"
"Die Spieler fühlen sich für die Situation verantwortlich. Wir leben alle für diesen Verein und für Düsseldorf", bekannte Lehmann. Nächsten Samstag haben alle in der Kölnarena gegen Gummersbach die Gelegenheit, den Lippenbekenntnissen Taten folgen zu lassen.
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Das Rückspiel ist am kommenden Sonntag in Stralsund.
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Solche PR-Aktionen wie Füchse-ASG - nichts anderes war das ja - kann man ja zuweilen einstreuen, darf dabei aber nicht das Wesentliche aus den Augen lassen.
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Ich tippe Remis oder Sieg für Wetzlar. Für den SCM geht es realistischerweise um nichts mehr. Die CL wird der VfL gegen Düsseldorf in der Kölnarena klar machen. Die HSG wird sich zerreissen, um sich zu retten.
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Hängt nicht alles am letzten Spiel auf!
Ein Punkt mehr gegen Wetzlar, der ja durchaus drin war, und die Kuh wäre vom Eis gewesen. Samstag war die HSG chancenlos. -
Da vermisst der zahlende Kunde des sog. "FANsehen" kurzfristige Umdisponierungen.
Von den Relegationsspielen mal ganz zu schweigen, die wirklich beinahe jeden Handballfan in Deutschland interessieren, zumal es an diesen Terminen keine Parallelveranstaltungen gibt.
Die Qualität hat jetzt einen Standard errreicht, den man als selbstverständlich erachten muss.
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Angesichts des Umstands, dass Gummersbach gegen Düsseldorf in der Kölnarena gewinnen wird (alles andere wäre utopisch), geht es für Magdeburg praktisch um nichts mehr. Ich glaube nicht, dass der SCM auswärts bei einer Mannschaft, die um die Existenz kämpft, voll gegenhalten wird.
Tipp: Remis oder Sieg für Wetzlar
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Schade, dass es nicht möglich ist, nachträglich zu sperren. Glasklarer Ausschluss! Warum die SR da nur Rot gegeben haben, wird ihr Geheimnis bleiben!
Ein absichtliches Foul übelster Sorte, mit dem Wissen, dass es lebensgefährlich sein kann! Pfui!
Eigentlich müsste er den Rest des Jahres 2007 gesperrt werden!
Und da hacken hier immer viele Leute auf Abati rum, aber sowas hat der in X Jahren Bundesliga noch nie gebracht!
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Es spricht nicht unbedingt für den Standort Düsseldorf, wenn bei einem Spiel mit dieser Bedeutung trotz unzähliger Freikarten die Halle nicht voll wird. Schade eigentlich, denn das Konzept ist sehr sympathisch.
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*unterschreib*
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Ich glaube nicht, dass Hildesheim den TuS im nächsten Jahr wirklich in der Nordstaffel haben will...
Angesichts der Leistungen in den letzten Spielen muss man als Lübbecker sehr optimistisch sein, auch wenn es über die Relegation gehen sollte.
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Ich hatte dem damals völlig verzweifelten Richard Ratka nach dem Derby "versprochen", dass beide Mannschaften direkt die Klasse halten und wir uns an gleicher Stelle in der selben Liga wiedersehen werden. RR wörtlich: "Wie soll das gehen? Einen von uns erwischt es!"
Diesen Satz würde er heute sicherlich nicht noch einmal sagen...

Glückwunsch nach Minden! Ich find´s gut, dass GWD weiter dabei ist!

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Zitat
Original von TuS-Benjamin
Noch 60 Minuten und das WUNDER ist geschafft!Noch 60 bis 180 Minuten, Benni!

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Das Spiel war trotz seiner Bedeutung sehr fair.
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Geiles Spiel. Der TuS war von der ersten Minute an in allen Belangen überlegen. Die letzten Spiele haben mächtig Selbstvertrauen gegeben. 66% (!) Angriffsquote sind auswärts in solch einem wichtigen Spiel phänomenal.
13 Würfe von außen, 12 Treffer. Friedrich klar besser als Savonis. Remer mit dem Spiel seines Lebens (8/9), Olafsson (7/7).
Ein neutraler Beobachter meinte nur: Man hat nicht gesehen, dass Düsseldorf gegen den Abstieg kämpft.
Die Mannschaft war dem Druck nicht gewachsen und nach dem schnellen 1:5 gelähmt.
Die 5:1-Deckung hat den HSG-Rückraum (mit Ausnahme von Pöter) komplett abgemeldet.
Jetzt noch gegen Hildesheim gewinnen und es reicht vielleicht direkt. Das hätte vor einigen Wochen kaum wer für möglich gehalten, ist aber auch mit dem Spielplan zu erklären.
Düsseldorf kann die Reli noch schaffen. Es wäre ihnen zu gönnen.
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Alles sehr sehr mysteriös. Ich kenne das eigentlich nur so, dass beglaubigte Abschriften wichtiger Papiere in einem Bankschließfach lagern, falls die Geschäftsstelle mal abbrennt.
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Alle schauen auf Fölser
HANDBALL: TuS N-Lübbeckes Kapitän gegen seinen künftigen Arbeitgeber HSG Düsseldorf
VON RAINER PLACKE
Lübbecke. Patrick Fölser ist sich der besonderen Situation bewusst, die am Samstag Nachmittag auf ihn zukommt. Mit seinem aktuellen Arbeitgeber TuS N-Lübbecke spielt er in einem wahren Abstiegs-Endspiel bei seinem künftigen Arbeitgeber HSG Düsseldorf. "Es werden alle Augen auf mich gerichtet sein", weiß Fölser.
Gewinnt der TuS N-Lübbecke, werden alle von einem professionellen Auftritt Fölsers sprechen. Verliert der TuS N-Lübbecke, wird es Kritik geben für den Kapitän. "Ich bin Profi und stehe bis zum Saisonende beim TuS N-Lübbecke unter Vertrag. Also werde ich alles dafür tun, dass der TuS N-Lübbecke nicht absteigt. Ich werde mein Bestes geben. Ob es reicht, wird man nach dem Schlusspfiff sehen", versucht der Österreicher ganz professionell mit der Situation umzugehen.
Was allerdings nicht gerade leicht fällt. Sollte nämlich der TuS N-Lübbecke gewinnen, könnte es durchaus möglich sein, dass die HSG Düsseldorf am Ende der Saison absteigen muss. Patrick Fölsers in Düsseldorf unterzeichneter Vertrag gilt allerdings nur für die erste Bundesliga. "Über all diese Dinge wird man erst nach dem letzten Spieltag reden können. Es gibt noch so viele theoretische Möglichkeiten, wer direkt absteigt und wer in die Relegation muss. Ich konzentriere mich jetzt erst einmal auf unser Spiel in Düsseldorf, das wir natürlich gewinnen wollen", sagt Fölser - und man nimmt es ihm ab.
In den vergangenen Wochen konnte der TuS N-Lübbecke einige Erfahrungen in sogenannten Abstiegs-Endspielen sammeln. "Vielleicht ist das ja ein Vorteil für uns, dass wir in Balingen und zuletzt gegen GWD Minden zwei so extreme Situationen überstanden haben", glaubt Fölser, der sein Team seit dem Sieg gegen FA Göppingen wieder im Aufwind sieht. "Wir haben uns jetzt sehr viel Selbstvertrauen holen können. Mit dieser Einstellung befinden wir uns auf einem guten Weg. Ich hoffe nur, dass wir das Glück nicht zu sehr strapaziert haben", so Fölser weiter.
Seitdem Velimir Kljaic das sportliche Kommando beim TuS N-Lübbecke übernommen hat, steht auch Patrick Fölser wieder mehr in der Pflicht, da er auch in der Abwehr wieder gesetzt ist. "Es tut mir gut, auch hinten zu spielen. Da kann man sich durch gelungene Abwehrsituationen aufbauen und man fühlt sich auch vorne sicherer", glaubt er.
Mit dem Trainerwechsel von Jens Pfänder zu Velimir Kljaic hat es beim TuS N-Lübbecke ohnehin einen kompletten Kurswechsel gegeben. "Kljaic vertritt eine komplett andere Philosophie. Das hat ein wenig gedauert, bis wir alle ihn verstanden hatten. Aber jeder einzelne Spieler bekommt klare Ansagen, was er von uns erwartet. Und es fruchtet", bewertet Fölser die Arbeit Kljaics als sehr positiv. "Er bringt mir sehr viel Vertrauen entgegen. Das versuche ich ihm zurück zu geben", so Fölser.
Am vergangenen Samstag im Derby gegen GWD Minden war Patrick Fölser sehr sicher, denn für seine acht Treffer brauchte er auch nur acht Versuche. "Natürlich hoffe ich darauf, wieder solch eine Leistung abliefern zu können, wobei es eigentlich vollkommen egal ist, wer die Tore wirft. Es heißt doch auch nicht, wenn ich vorne zwei oder drei Bälle verschieße, dass ich dann weniger gekämpft habe", erläutert er seine Sichtweise.
Fölser, der seit fünf Jahren das Trikot des TuS N-Lübbecke trägt und alle emotionalen Höhen und Tiefen erlebte, weiß um die Bedeutung der Partie in Düsseldorf. "Es geht für beide Teams um alles oder nichts. Das ist genauso wie vor dem Derby gegen GWD Minden. Auch in Düsseldorf wird uns eine volle Halle erwarten, es wird bestimmt kein Spiel für Handball-Ästheten. Das wird in erster Linie über den Einsatz und die Zweikampfbereitschaft entschieden", ist sich Fölser sicher. "Und in puncto Kampf und Einsatzbereitschaft haben wir zuletzt immer alles aus uns heraus geholt. Das wollen wir in Düsseldorf erneut unter Beweis stellen", appelliert er an seine Mannschaftskameraden, alles für den TuS N-Lübbecke zu geben.
"Zuletzt haben auch die eingewechselten Spieler wie Damjan Blecic, Thorir Olafsson oder Sandu Iacob gestochen. So muss es auch in Düsseldorf sein", hofft Fölser am Samstag ab 15 Uhr auf eine geschlossene Teamleistung.
Neben dem Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga mit dem TuS N-Lübbecke ist Patrick Fölser übrigens schon seit Monaten mit etwas ganz Persönlichem beschäftigt. "Der einzige feste Termin, mit dem ich augenblicklich planen kann, ist der 23. Juni", scherzt er - an diesem Tag wird Fölser seine langjährige Partnerin Gabriela heiraten. Und da kann es durchaus zur Mittagszeit passieren, dass statt zu essen die Sitzordnung der Gäste der Hochzeitsfeier besprochen werden muss - auch das Unterfangen Hochzeit geht Patrick Fölser professionell an.
Neue Westfälische, LK vom 26.05.07