Beiträge von Lothar Frohwein
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Also wieder Schwamm drüber?
Und wenn Gruppe A sich beim Rückspiel oder in der nächsten Saison an Gruppe B rächen wollte und zur Sicherheit mal ein Messer oder eine Wumme einsteckt?
Haben wir dann am Ende einen ganz normalen Totschlag, der jetzt zufällig beim Sport passiert ist?
Ich sehe da kein Horrorszenario, sondern eine reale Gefahr, der vorbeugend begegnet werden muss.
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Verletzung als negativer Höhepunkt
Trauriges Nachspiel des Bundesliga-Spiels: Flensburger "Fan" schlägt zu
Minden (much). Ein trauriges Nachspiel hatte die Handball-Bundesliga-Partie zwischen GWD Minden und der SG Flensburg-Handewitt.Negativer Höhepunkt der Tumulte zwischen rivalisierenden Fans von GWD und der SG war die Verletzung einen jungen GWD-Anhängers, der durch einen Schlag eines Flensburger "Fans" eine gebrochene Nase und einen gesplitterten Zahn davontrug.
Bereits vor der Partie gab es Ärger: Teile der berüchtigten Flensburger Fan-Gruppierung "Ultras" wollten, offenbar "auf Krawall gebürstet", die Stammkneipe des Mindener Fanclubs "Commando 1924" betreten. Die aber ließen sie nicht herein. Als Antwort darauf warfen ihnen die Flensburger ein bengalisches Feuer vor die Füße, welches diese zurückschleuderten.
Während der Partie beließen es beide Parteien bei lautstarken verbalen Attacken. Nach dem Spiel allerdings kam es zu unschönen Szenen. Die Mindener verließen die Halle durch einen Seitenausgang. "Weil wir wussten, dass die Flensburger den Haupteingang nehmen würden", so Mario Hentzschel vom Commando, "wir wollten ihnen aus dem Weg gehen."
Die Flensburger verließen die Halle auch durch den Haupteingang, gingen aber dann Richtung Sportlereingang, wo sich die GWD-Fans befanden. Nun griffen einige der teils stark alkoholisierten "Ultras" die Mindener tätlich an, und dabei kam es auch zu der geschilderten Verletzung.
"Die Randale ging nur von den Flensburgern aus", betonte Philipp Weißwange vom "Commando" nach den Szenen, "wir haben aus den Vorfällen des Nettelstedt-Spiels in der letzten Serie gelernt."
Schlimmeres verhinderte das Ordnungspersonal. "Wir wussten, dass es mit den Flensburg-Fans Ärger geben könnte", erklärte GWD-Manager Horst Bredemeier, "deshalb haben wir das Ordnungspersonal extra eingewiesen." Bereits vor der Partie war vier Personen, die mit Hallenverbot belegt waren, der Zutritt zur Kampa-Halle verwehrt worden.
Auch die Polizei war vor Ort. Deren Pressesprecher Werner Wojahn: "Es wird keinen Polizeibericht geben, es ist auch keine Anzeige eingegangen. Wir haben nur durch optische Präsenz dazu beigetragen, dass es nicht weiter eskaliert ist. Die Ordnungskräfte haben das Problem selbst in den Griff bekommen."
Ein anderes Problem ergab sich vor dem Spiel, als während der Einlaufphase vielen in der Halle geradezu die Luft wegblieb. Die meisten Betroffenen führten die Kurzatmigkeit auf die Nebelmaschine zurück, die die Mindener Spieler beim Einlaufen immer in Dunst hüllt. Der Betreiber dieser Maschine, Philippe Hemmerling, wehrt sich gegen diese Vorwürfe: "Das hatte mit der Nebelmaschine absolut nichts zu tun, sondern mit den Rauchfahnen der Fans."
Mindener Tageblatt
http://www.mt-online.de/mt/lokalsport/handball/?cnt=1137982Was man so hört, hatten sich beide Seiten vor dem Spiel bereits über Internetkommunukation "beschnupert". Ärger war vorprogrammiert!
Auch wenn noch keine Anzeige vorliegt, die Staatsanwaltschaft wird es interessieren.
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Zitat
Original von Meikel
Da ist viel Wahres dran, Olaf... Ich wehre mich jedoch, jetzt automatisch alle Krawallmacher im Handball als ehemalige Fussball-Hooligans zu bezeichnen, dafür sind die teilweise auch zu jung... Um nichts anderes geht es mir!So ist es auch nicht, Meikel! Aber es gibt definitiv einige wenige Hooligans aus Bielefeld, die zunehmend Spiele von GWD besuchen und entsprechend aufgefallen sind. Das hat nichts mit dem Sport Fußball zu tun, aber dort tauchen diese Idioten nun einmal auf.
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Tja, wer in beinahe allen Punkten dem Fußball nacheifert, muss auch den negativen Seiten dieses Trends stellen. Leider ist zu beobachten, dass in zunehmender Anzahl Fußball-Hooligans den Handballsport für sich entdeckt haben.
Glücklicherweise sind Gewalttätigkeiten und Ausschreitungen noch Einzelfälle, aber die häufen sich mehr und mehr.
Dabei kann es so sein wie Samstag in Göppingen! Nach dem Spiel feiern Fans beider Vereine zusammen im Vereinsheim!
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Wie gesagt, erst einmal muss in diesem Fall der Sachverhalt aufgeklärt werden.
Aber unabhängig davon MUSS JETZT ETWAS VEREINSÜBERGREIFEND UND BUNDESWEIT PASSIEREN, ehe es den ersten Toten gibt. Hört sich jetzt dramatisch an, aber der Weg ist nicht mehr allzu weit, wenn erst einmal Gewaltspiralen entstehen und toleriert werden.
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Jetzt gilt es, den Sachverhalt zu ermitteln und dann alle Hebel in Bewegung zu setzen, um diese Geschehnisse aufzuklären. Dann muss alles daran gesetzt werden, dass solche Vorfälle im Handball nicht mehr vorkommen.
Die Fotos aus der Halle werden ausgewertet werden (wer war alles da und wer hat geprügelt?) und wegen des zweifelsfrei bestehenden öffentlichen Interesses wird die Staatsanwaltschaft anfangen zu ermitteln. Dafür wird schon gesorgt werden. Immerhin geht es um Körperverletzung und Landfriedensbruch, kein Kleinkram also.
In letzter Zeit war leider zu beobachten, dass immer mehr Gewalttätigkeiten unter Handball"fans" entstehen, die es bis vor kurzem nicht gab. Aktionen erzeugen Gegenaktionen.
Das ist ein Thema, dem sich sowohl die HBL, die Presse als auch jeder einzelne Verein annehmen muss. Fanarbeit wird unumgänglich. Noch ist die Schraube am Anfang und sie kann mit ein paar gezielten Maßnahmen zurückdreht werden.
Verharmlosungen von Vereins- und "Fan"seite (welcher auch immer) kann und will ich nicht mehr hören!
Es muss dringend eine zentrale Kartei der auffällig gewordenen Chaoten angelegt werden und bundesweite Hallenverbote müssen möglich werden.
Ich habe keinen Bock, dass man in naher Zukunft - wie beim Fußball - von der Polizei zur Halle eskortiert werden muss oder am Eingang abgetastet wird.
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Was war denn da nun wieder los?
Während des Spiels habe ich schon zu meinen Nebenleuten gesagt, dass das mit Sicherheit noch Ärger gibt, so wie die Aggressionen verbal schon rüberkamen.
ZitatZahn gesplittert und Nase gebrochen
Zu Ausschreitungen zwischen randalierenden "Fans" kam es vor und nach der Partie in Minden. Vor dem Spiel hatten "Anhänger" der SG Flensburg-Handewitt der Mindener Fan-Gruppierung "Commando 1924" ein bengalisches Feuer vor deren Stammkneipe vor die Füße geworfen.Außerdem war die Polizei nach eigenen Aussagen vor dem Anpfiff zur Stelle und verwies vier "Fans", die mit Hallenverbot belegt worden waren, der Kampa-Halle. "Anschließend haben wir nur noch Präsenz gezeigt, mussten aber nicht weiter einschreiten. Das hat der Ordnungsdienst vor Ort selbst gemacht", erklärte Werner Wojahn auf Anfrage.
Nach dem Schlusspfiff kam es dann noch zu Handgreiflichkeiten seitens der gefürchteten Ultras aus Flensburg gegenüber dem Commando 1924. Die Mindener Fans wurden bewusst seitlich aus der Kampa-Halle geführt. Doch die Ultras ahnten dies und rannten schnell dorthin. Dabei wurde ein Mindener mit Faustschlägen so schwer im Gesicht getroffen, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Diagnose: Zahn gesplittert und Nase gebrochen! Erst durch das Eingreifen des Ordnungsdienstes konnte die Situation einigermaßen entschärft werden.
Schon Tage vor dem Spiel hatte das Commando 1924 darauf hingewiesen, dass es Ärger mit den Ultras aus Flensburg geben könnte. GWD Minden hatte daraufhin verstärkt externe Ordner eingesetzt.
von Volker Krusche - Westfalen-Blatt vom 17.11.06
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Es war kein Spaziergang für Flensburg. Minden setzte neun Spieler, davon nur 2 sporadisch ein. Der A-Jugendliche Simon Witte spielte auf RA durch. GWD musste dem hohen Tempo Tribut zollen und konnte nicht sinnvoll wechseln, während Flensburg immer noch einen Star bringen konnte. Das Spiel entschied die SG unmittelbar nach der Halbzeit für sich, weil Jensen und Boldsen in der Deckungsmitte richtig Alarm machten und GWD (Just + Gudjonsson) nicht mehr durchkamen. So wurde aus dem 17:15 ein 17:22 (39.). Sehr gut neben Malik Besirevic (21/2 Paraden) gefiel Moritz Schäpsmeier (7). Bei Flensburg versenkte Christiansen (kam nach dem Seitenwechsel) die Konter sicher. Torge Johannsen und Lijewski verballerten zu viele klare Möglichkeiten, ansonsten wäre das Spiel eher entschieden gewesen. Verdienter SG-Sieg, aber eben nicht im Schongang. Und die Handball-Welt brauchte dieses Spiel ((mehr als Bengalos in Kneipen!))

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ZitatAlles anzeigenFUMMELN IM FLUGZEUG
Liebespaar drohen 20 Jahre Haft
Knutschen, Schmusen, Fummeln. Das sollte man bei Flügen in den USA besser vermeiden. Einem Paar, das sich das Turteln an Bord nicht verbieten lassen wollte, drohen bis zu 20 Jahre Haft - wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung.Washington - Das allzu heftige Knutschen und Schmusen könnte das hemmungslose Pärchen teuer zu stehen kommen: Die beiden hätten sich während eines Flugs der Southwest Airlines von Los Angeles nach Raleigh im September auf derart unanständige Weise liebkost, dass es anderen Passagieren unangenehm gewesen sei, heißt es nach Justizangaben in einer jetzt eingereichten Klageschrift des FBI.
So habe der Mann sein Gesicht in den Schoß seiner Gefährtin gedrückt, die darüber selig gelächelt habe. Auch die Bitte eines Stewards, die Spielchen zu beenden, habe nicht gefruchtet; kurze Zeit später habe das Pärchen weitergemacht.
Als der Flugbegleiter erneut eine Verwarnung aussprach, drohte ihm der Liebhaber mit "ernsten Folgen". Er wolle in Ruhe gelassen werden. Diese Drohung veranlasste das Flugpersonal, das FBI zu benachrichtigen - bei der Landung in Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina wurde das Paar festgenommen.
Den beiden Passagieren droht jetzt ein Prozess nach dem Anti-Terror-Gesetz und damit eine bis zu 20-jährige Gefängnisstrafe. Die beiden müssen sich ab Februar wegen Widerstandes gegen einen Flugbegleiter und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor einem Bundesgericht verantworten.
Ein Anwalt des Manns erklärte jetzt: Sein Mandant habe sich während des Fluges unwohl gefühlt und deshalb seinen Kopf auf die Knie seiner Begleiterin gelegt.
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Vor allem der IHF muss mal deutlich vor Augen geführt werden, wer denn die Gehälter der Spieler bezahlt, die abzustellen die Vereine von der IHF verpflichtet werden. Die Frage ist auch, ob solch eine unentgeltliche Abstellung (unter Zwang) überhaupt mit EU-Recht vereinbar ist.
Werden die Vereine an den Einnahmen der WM beteiligt? ich denke, an dieser Stelle wird sich mittelfristig einiges bewegen.
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Wir haben erst einmal in Bensheim gespielt. Müsste im November oder Dezember 1994 gewesen sein. Gegen Leutershausen. Auf einem Mittwoch. Wir haben, wenn ich mich recht erinnere, 29:25 gewonnen. Gutes Pflaster!

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[ironie]
Von Lübbecke nach Bensheim ist es viel weiter, als von Mannheim, Kronau oder Östringen! Erst recht an einem Dienstag!
Melsungen als Austragungsort (in etwa in der Mitte) hätte ich noch viel besser gefunden! 
[/ironie] -
Diesen Titel muss man sich beim Fanclub verdienen...

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Rolf Hermann ist der aktuelle Nettelstedter Handballgott, Nachfolger von Gerit Winnen, Andreas Kohl etc.
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Bei Hildesheim ist doch alles im Lot. Gut, die "Bonuspunkte" aus dem Heimsieg gegen Kronau sind weg, aber sonst ist nichts passiert. Selbstverständlich muss die Mannschaft als Aufsteiger wohl bis zuletzt um den Klassenerhalt kämpfen. Zusammen mit einer Handvoll anderer Mannschaften, jedoch nicht dem WHV. Die Spiele der Abstiegskandidaten untereinander werden die Sache entscheiden.
Der WHV ist jetzt quasi allein das Mittelfeld der Liga...
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Übrigens eines derjenigen "Spiele, die die Welt nicht braucht", endete in der vergangenen Saison in Minden für die SG Flensburg-Handewitt unentschieden.
Ich empfinde diese Bezeichnung als maßlos arrogant.
Vorschlag, damit es noch weniger solcher Spiele gibt: Hamburg (als Gastgeber), Flensburg und Kiel sind automatisch für die Pokalendrunde gesetzt. Der vierte Platz wird unter dem SCM, Gummersach, Lemgo und einer Mannschaft, die per Los bestimmt wird, allerdings aus der Bundesliga stammen muss, ausgespielt. Die restlichen Pokalspiele werden gestrichen.
Im Europapokal sind deutsche und spanische Mannschaften automatisch für das Halbfinale qualifiziert. CL-Gruppenspiele werden ersatzlos gestrichen. Wer will schon 52:23-Siege gegen irgendwelche zypriotischen, israelischen, rumänischen, makedonischen u.s.w. Mannschaften sehen?
Mal wieder im Ernst: Es wird im Laufe der Saison noch Spiele der Kategorie "die die Welt nicht braucht" geben, in denen der Favorit Federn lässt.
Die Diskussion um eine Verkleinerung der Liga ist allerdings nachvollziehbar, auch wenn ich glaube, dass sich dafür nur schwer Mehrheiten finden lassen. Aber wer weiß. Immerhin schreien jetzt diejenigen am lautesten nach einer Verkleinerung, die seinerzeit unbedingt eine Aufstockung von 16 auf 18 Vereine haben wollten.
Besser wäre es, die CL wieder auf ein gesundes Maß einzuschrumpfen sowie EM und WM im Vierjahres-Rhythmus auszutragen. In Olympiajahren sollten EM oder WM ausfallen. Aber auch das wird sich nicht durchsetzen lassen.
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So, nachdem man den X. Trainer verschlissen hat und (vorhersehbar) trotzdem keinen Punkt geholt hat, versucht man es in Wetzlar jetzt anders:
ZitatAlles anzeigenHSG Wetzlar nimmt die Mannschaft in die Pflicht – Abstriche bei Spielergehälter kommen Fans zu Gute
Axel Geerken und seine Mitspieler verzichten auf einen Teil ihres Gehalts
Foto: Christopher Monz
Nach zehn Saisonspielen ohne Punktgewinn und der damit verbundenen Einstellung des Negativrekords in der Geschichte der Handball-Bundesliga ist bei der HSG Wetzlar jetzt Schluss mit lustig: "Die Mannschaft hat mit ihrer Leistung gegen Nordhorn viel Kredit verspielt – nicht nur bei unseren Sponsoren sondern ganz besonders bei unseren treuen Fans", reagiert HSG-Manager Rainer Dotzauer immer noch wütend, wenn er sich an die 25:29-Heimniederlage der Grün-Weißen gegen das personell geschwächte Team von der deutsch-holländischen Grenze zurückerinnert."Mit der richtigen Einstellung und dem nötigen Kampfgeist hätten wir in diesem Spiel durchaus die Möglichkeit gehabt ein oder zwei Punkte zu sammeln und Selbstbewusstsein zu tanken. Leider habe ich das aber komplett vermisst", wiegt auch bei HSG-Coach Robert Sighvatsson die Enttäuschung weiterhin schwer und sein Trainerkollege Wolfgang Klimpke fügt an, "dass im Training jetzt erst mal härtere Töne angeschlagen werden. Ich habe leider den Eindruck, dass einige Spieler noch nicht so richtig begriffen haben, in welcher prekären Situation wir uns derzeit befinden", so Klimpke. "Es geht für uns darum in der Bundesliga zu überleben!"
"Unsere Mannschaftsleistung gegen Nordhorn war absolut inakzeptabel", gibt sich HSG-Kreisläufer Gregor Werum selbstkritisch. "So etwas dürfen wir uns nicht noch einmal erlauben. Das war eine Zumutung. Wir können uns bei unseren Zuschauern, Sponsoren und Fans dafür nur entschuldigen!" Nicht nur von Seiten der Verantwortlichen, auch innerhalb der Mannschaft wurde in dieser Woche bereits "Tacheles" geredet – zudem hat die Negativserie der Grün-Weißen jetzt auch finanzielle Konsequenzen für das Team. "Die Spieler werden in nächster Zeit auf einen Teil ihres Geldes verzichten", verrät Geschäftsführer und "Stand by"-Profi Axel Geerken, der sich von der Regelung nicht ausnimmt. "Wir hoffen die Mannschaft dadurch endlich wachrütteln zu können. Das eingesparte Geldwerden wir denjenigen zu Gute kommen lassen, die es verdient haben – nämlich unseren Fans", so der 34-jährige weiter.
Der Verein hat beschlossen die Eintrittspreise für das erste der fünf kommenden "Vier-Punkte-Spiele" gegen den Bundesliga-Aufsteiger HBW Balingen/Weilstetten drastisch zu senken. "Damit wollen wir uns bei unseren treuen Zuschauern für die vielen Negativergebnisse der vergangenen Wochen entschuldigen", so Rainer Dotzauer, der durchaus nachvollziehen kann, "dass die Fans zur Zeit mächtig sauer sind."
"Trotzdem haben wir noch alle Chancen die nötigen Punkte zu sammeln, um die 1. Liga zu halten", weicht bei dem 59-jährigen "HSG-Macher" die Enttäuschung urplötzlich in Kampfgeist. "Nach der Partie in Hamburg stehen für uns fünf Endspiele auf dem Programm, in denen wir die Unterstützung der Fans mehr denn je brauchen. Deshalb haben wir die Einzelticket-Preise für das nächste Heimspiel gegen Balingen in allen Kategorien um 5 Euro gesenkt, um möglichst viele Zuschauer dazu bewegen zu können, unsere Mannschaft auch weiterhin zu unterstützen!" Somit zahlen Jugendliche beispielsweise Jugendliche (bis 18 Jahre) für eine Stehplatzkarte nur 2 statt bisher 7 Euro. Eine Sitzplatzkarte gibt für Erwachsene schon ab 13 Euro. Auch die Dauerkartenbesitzer profitieren, sie bekommen zwei Getränkegutschein und die VIP-Bescher erhalten einne 5-Euro-Gutschein für den Fan-Shop der HSG.
"Wir wollen unseren Zuschauern mit dieser Geste Entschuldigung sagen – sie aber auch dazu bewegen weiter an die Mannschaft zu glauben, denn wir tun es auch", will Axel Geerken nicht den Eindruck entstehen lassen, dass die HSG-Verantwortlichen den Matosevic & Co. den Klassenerhalt nicht mehr zutrauen. "Wir halten an der aktuellen Mannschaft fest. Die Jungs haben gegen Lemgo und Göppingen gezeigt, dass sie das Format haben die kommenden Spiele gegen Balingen, Minden, Düsseldorf, Hildesheim und Wilhelmshaven zu gewinnen – auch ohne Neuzugänge", so Geerken, der daher zunächst keine Neuverpflichtungen im Blick hat.
"Natürlich könnten wir jetzt noch einmal versuchen auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Ob wir dort aber einen Spieler finden, der uns wirklich verstärkt ist fraglich. Wenn selbst finanzstärkere Clubs wie Nordhorn und Göppingen derzeit suchen und keine adäquaten Spieler finden, wie soll es uns da gelingen einen Spieler zu verpflichten, der uns im Kampf um den Klassenerhalt wirklich weiterbringt", so Geerken. Stattdessen bauen die Mittelhessen darauf, dass bei der aktuellen Mannschaft sowohl in Angriff als auch in der Deckung der Knoten platzt. "Die Jungs haben allesamt das Potential die Bundesliga zu halten", so Coach "Wolle" Klimpke. "Sie müssen ihre Stärken nur endlich auch selbstbewusst ins Spiel einbringen und sich für den Erfolg den Allerwertesten aufreißen!"
So wie es gegen Nordhorn Torhüter Valter Matosevic und Youngster Michael Allendorf getan haben, die als einzige aus einer ansonsten enttäuschenden Mannschaft Bundesligaformat erreichten. "Dann werden wir an unserer Mannschaft auch wieder Spaß haben", so Rainer Dotzauer, der für die Auswärtsspiele in Minden und Hildesheim – mit Unterstützung von Sponsoren und Mannschaft – zwei Fanbusse bestellen ließ. "Auch die Busse werden von Verein und Mannschaft bezahlt. Außerdem gibt es von uns noch einen Zuschuss zu den Stehplatzkarten. Wir würden uns freuen, wenn uns so möglichst viele Fans zu den Auswärtsspielen begleiten würden." Interessierte können sich ab sofort beim Fan-Club-Verantwortlichen Hans-Ulrich Moser oder auf der Geschäftsstelle der HSG Wetzlar anmelden.
Pressemitteilung der HSG Wetzlar auf http://www.handball-world.com