Beiträge von Lothar Frohwein

    Es soll nicht sein! Unverdiente 30:31-Niederlage im OWL-Derby

    (HOK). Es soll nicht sein! Der TuS N-Lübbecke kann gegen den TBV Lemgo einfach nicht gewinnen. Wie so oft in der Vergangenheit war es ein dramatisches Ostwestfalen-Derby, wie so oft in der Vergangenheit behielt der zweifache Deutsche Meister die Oberhand: Am Mittwochabend hieß es in der Lübbecker Kreissporthalle nach 60 tollen Handball-Minuten 31:30 (16:17).

    30:27 hatte Lemgo in der 56. Minute schon geführt und sah wie der sichere Sieger aus, als sich die niemals aufsteckenden Gastgeber noch einmal herankämpften und eine Minute vor Schluss nach einem Traumanspiel von Stian Tønnesen auf Patrick Fölser zum 30:30 ausgleichen konnte. Auszeit Lemgo. Gespielt waren 59:02 Minuten. 26 Sekunden später tankte sich Michael Hegemann auf Halblinks durch und bekam einen Siebenmeter zugesprochen.

    Logi Geirsson trat gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Birkir Ivar Gudmundsson an. „BIG“ bekam den Ball an die rechte Hand, doch das Leder trudelte zum 31:30 für den TBV ins Tor. In der verbleibenden Spielzeit verteidigte Lemgo geschickt und ließ keine Wurfchance mehr zu.

    „Es war ein glücklicher Sieg für uns. Aber letztlich zählt das Ergebnis. Kompliment an Nettelstedt. Sie haben uns alles abverlangt“, resümierte ein sichtlich erleichteter Volker Mudrow nach dem Spiel.

    Der TuS hatte von der ersten Minute das Heft in die Hand genommen und gute Konzepte gegen die 5:1-Deckung der Gäste gespielt. Vor allem Rolf Hermann nutzte die sich bietenden Lücken und brachte seine Mannschaft mit einem Doppelschlag mit 4:1 in Front. Lemgo kam nur schwer ins Spiel. „Wir haben 17 Gegentore bei 28 Angriffen bekommen. Da hakte es ein wenig in der Deckung“, analysierte Mudrow. In der Tat hatte der Lübbecker Rückraum einen Sahnetag erwischt. Sowohl Alois Mraz als auch Rolf Hermann trafen beinahe nach Belieben. Auch Stian Tønnesen konnte immer wieder Kreisläufer Paco Fölser in Szene setzen. Erst die Umstellung auf eine defensive 6:0-Formation hemmte den TuS kurzeitig, so dass Lemgo kurz vor der Halbzeit mit 15:13 in Führung gehen konnte.

    Jedoch fand der TuS auch hiergegen schnell Mittel und verabschiedete sich mit einer 17:16-Führung in die Kabine.

    In der zweiten Halbzeit stellte Jens Pfänder seine Abwehr um und stellte Dragan Sudzum offensiv gegen Filip Jicha. Bis zum 22:21 (39.) hielt die Führung, danach steigerte sich Jörg Zereike im Lemgoer Tor mehr und mehr. Er vereitelte unter anderem drei Strafwürfe der Nettelstedter und zeigte tollte Reflexe gegen gut platzierte Würfe von Rolf Hermann und Stian Tønnesen. Florian Kehrmann versenkte die anfallenden Gegenstöße sicher. Der Nationalrechtsaußen brauchte für seine neun Tore lediglich zehn Versuche. „Das ist eben der Unterschied zwischen uns und einer Spitzenmannschaft“, kommentierte TuS-Coach Jens Pfänder.

    Nettelstedt kämpfte leidenschaftlich und kam, wie geschildert, trotz aller Rückschläge im Angriff kurz vor Schluss zum Ausgleich. Bis Logo Geirsson den glücklichen Lemgoer Sieg sicher stellte.

    „Wir sind in der Bundesliga angekommen. In den letzten beiden Spielen haben wir deutlich gezeigt, dass wir mithalten können und Fortschritte machen. Jetzt müssen wir dieses in Zählbares umsetzen“, zeigte sich Pfänder weniger enttäuscht als optimistisch für die Zukunft.

    Bereits am Samstag hat der TuS in Göppingen Gelegenheit, an die heute gezeigte gute Leistung anzuknüpfen.


    Das Spiel in Zahlen:

    TuS N-Lübbecke – TBV Lemgo 30:31 (17:16)

    TuS N-Lübbecke:
    Gudmundsson (ab 40. - 7/1 Paraden), Friedrich (8 P.); Fölser (5), Szymanski, Greiner, Sudzum (1), Mraz (8/2), Tønnesen (7/3), Hermann (8), Hartmann (1), Olafsson (n.e.), Iacob (n.e.), Remer

    TBV Lemgo:
    Lichtlein (0 Paraden), Zereike (ab 7. - 17/3 P.); Preiß (3), Schwarzer (2), Hallgrimsson, Hegemann (2), Mocsai (3), Kehrmann (9), Binder (1), Baur (3/2), Geirsson (5/3), Jicha (3)

    Zuschauer: 2500

    Schiedsrichter: Bernd & Harald Andler (Remseck/Stuttgart)

    Siebenmeter: 7/4 Tönnesen (2) und Mraz scheitern an Zereike —- 5/4 Gudmundsson hält gegen Baur

    Strafminuten: 4:0 Szymanski (15.), Greiner (55.) —- null

    Angriffseffektivität TuS: 30/52 = 57,69%

    Torfolge: 1:0, 1:1, 4:1 (6.), 4:2, 5:2, 5:3, 6:3, 6:5, 7:5, 7:7 (12.), 8:7, 8:8, 9:8, 9:9, 10:9, 10:10, 11:10, 11:11, 12:11, 12:13 (21.), 13:13, 13:15, 15:15, 15:16, 17:16 —- 18:16, 18:17, 19:17, 19:18, 20:18 (34.), 20:20, 21:20, 21:21, 22:21 (40.), 22:23, 23:23, 23:24, 24:24, 24:26 (48.), 25:26, 25:27, 26:27, 26:28, 27:28, 27:30 (56.), 30:30 (59:02), 30:31 (59:28)


    Pressegespräch im O-Ton: http://www.tus-n-luebbecke.de


    Es fehlte nur ein ganz wenig. Aber Lemgo scheint dieses Jahr enormes Glück zu haben. Matchwinner war Rocco. Der Sieg war mehr als glücklich. Schade.

    Zitat

    Original von Lothar Frohwein
    Ich sehe das Pokalspiel SCM - Gummersbach noch nicht verlegt. Am 13. Dezember ist Länderspiel gegen Schweden und ich glaube kaum, dass Heiner auf die Magdeburger Spieler verzichtet, weil BUH sein Pokalspiel im Fernsehen haben will bzw. die BLH am 29.11. belegt ist.


    Derby doch am Dienstag im DSF
    HANDBALL: Bredemeier spricht von erneuter Verlegung des Magdeburger Pokalspiels

    Lübbecke (wib). Viel Lärm um Nichts. Das 52. Derby zwischen den Handball-Bundesligisten GWD Minden und TuS N-Lübbecke steigt am Dienstag, 12. Dezember, um 20 Uhr in der Kampa-Halle.

    „Nach meinen Informationen wird das Pokalspiel Magdeburg - Gummersbach noch einmal verlegt und es bleibt beim Derby-Termin am 12. Dezember mit der Übertragung im DSF“, betonte Mindens Manager Horst Bredemeier, der gestern in seiner Funktion als DHB-Vizepräsident zusammen mit Bundestrainer Heiner Brand die WM-Roadshow in Hamburg präsentierte. „Es mag der Wunsch des DSF sein, das Pokalspiel zu übertragen, doch hätte uns die HBL darüber informiert – und dies ist nicht geschehen“, ergänzte Bredemeier auf Nachfrage.

    Auf der Suche nach einem Fernsehspiel war das Deutsche SportFernsehen (DSF) auf das Derby gestoßen, das dann in Abstimmung mit Heiner Brand auf Dienstag, 12. Dezember, vorverlegt wurde. Der Bundestrainer verzichtet dafür am 13. Dezember beim Länderspiel Deutschland - Schweden auf den Lübbecker Nationalspieler Rolf Hermann. Als sich bei der DHB-Pokalauslosung eine Verlegung der Begegnung Magdeburg - Gummersbach auf den 12. Dezember ergab, griff das DSF zu, doch kommt dieses Vorhaben angesichts der neuen terminlichen Entwicklung offenbar nicht über den Status „geplant“ hinaus.

    „Wenn das DSF nicht übertragen würde, hätten wir das Derby natürlich sofort wieder auf den ursprünglichen Termin am Freitag, 15. Dezember, zurückverlegt“, ergänzte Horst Bredemeier. „Die Fernsehübertragung kostet uns bestimmt einige Zuschauer“.

    Neue Westfälische

    Ich habe es schon mehrfach gesagt: Ich bin froh, wenn in unserer Klasse (1. Kreisklasse) sonntags überhaupt jemand auftaucht, der gewillt ist, das Spiel zu leiten. Da immer mal wieder angesetzte SR nicht auftauchen, scheint das auch keine Selbstverständlichkeit zu sein. Ich rede vom selben Handballkreis wie Benni im Eingangsbericht.

    Mehr als 90% der Schieris und deren Leistungen sind absolut okay. Das muss auch mal klar herausgestellt werden und davor habe ich Respekt. Aber es gibt nun einmal leider einige Leute, die es offenbar anregend finden (um es vorsichtig auszudrücken), einmal pro Woche für eine Stunde "Chef im Ring" zu sein. Jedenfalls wird dieser Eindruck immer wieder alle paar Monate hervorgerufen. Für diese Leute ist es scheinbar das allergeilste, serienweise Strafen zu verteilen...

    Leider kommt es vor, dass die Regelkenntnis bei einigen SR nicht sonderlich ausgeprägt ist. Und damit meine ich nicht irgendwelche abgefahrenen Details, die in 20 Jahren einmal vorkommen. In dieser Saison haben wir schon nach einem "Hochball" hechten müssen, als der Ball vorher unter der Decke war. Ab und zu wird auch mal ein Gegenstoß zurückgepfiffen, wenn der Gegner den Torraum betreten hat und unser Keeper schnell einen Abwurf gemacht hat. Er soll dann bitte mit einem Fuß auf dem Kreis stehend den Freiwurf "ordnungsgemäß" ausführen. Gut, damit können wir auch leben. Es ist schließlich nur eine quasi ehrenamtliche Freizeitbeschäftigung der Schieris. Wenn es allerdings - wie geschehen - eine Zeitstrafe gibt, weil ein Spieler sein Trikot nicht in der Hose hat und im selben Spiel ein Faustschlag nicht mit Ausschluss oder meinetwegen auch noch Rot geahndet wird, weil wörtlich "kein Blut geflossen ist", hört der Spaß auf. (Anderes Spie. SR sagt, nachdem der herauslaufende Torwart unseren Konterspieler an der Mittellinie "umgemacht" hat und dafür 2 Minuten gab: "Das macht der *Vorname* nicht mit Absicht. Bei ihm reichen 2 Minuten". Diese Mannschaft hatte übrigens nur 1 Keeper mit.)
    lDie "Blutregel" stammt, so viel ich weiß, aus dem Eishockey und zieht dort mindestens eine 5-Minutenstrafe nach sich. Auch wenn manche Böden in manchen Hallen bei uns glatt sind und es manchmal saukalt ist, es ist immer noch Handball ;)

    Solche Vorfälle, wie von Benni geschildert, sind nicht hinnehmbar. Da muss der Kreis trotz latentem SR-Mangel einschreiten und mal nachforschen und den SR ggf. auf den Topf setzen.

    Leider ist es so, dass Negativerlebnisse eher haften bleiben als positive.

    Jeder Verein, der für den Pokal gemeldet hat, kannte die Austragungstermine, denn die sind festgeschrieben. Wenn die BLH seit 2 Jahren geblockt ist, hätte man also für die Eventualität eines Heimspiels im Achtelfinale gewappnet sein müssen. Wenn Halle A dicht ist, muss man eben in Halle B. So einfach ist das.

    Dieses Hin und Her mit der Verlegerei aus fadenscheinigen Gründen geht gewaltig auf die Nerven, zumal auch wir betroffen sind und nun wieder "Kommando zurück!" vermelden und verbreiten müssen.

    Eine belegte Halle kann nicht andauernd ein Argument sein. Schließlich gab es erst am letzten Spieltag der abgelaufenen Serie eine fette Extrawurst für den SCM. Dann muss man eben in Dessau spielen. Andere Vereine bekommen die Hallenproblematik schließlich auch in den Griff.

    Ein Gutes hat das Ganze aber doch: Das Derby wird nicht auf Dienstag vorgezogen und so bleibt beiden Mannschaften mehr Pause zwischen entscheidenden Spielen.

    Aber künftig glaube ich erst an DSF-Übertragungen, wenn die Kameras in der Halle stehen.

    Ich sehe das Pokalspiel SCM - Gummersbach noch nicht verlegt. Am 13. Dezember ist Länderspiel gegen Schweden und ich glaube kaum, dass Heiner auf die Magdeburger Spieler verzichtet, weil BUH sein Pokalspiel im Fernsehen haben will bzw. die BLH am 29.11. belegt ist.

    Ich bin sauer, weil ein Spiel aufgrund einer festen Zusage des Senders verlegt wurde, so dass der TuS nun im Abstiegskampf 3 Spiele in 6 Tagen hat, davon 2 ganz wichtige. Eine nicht glückliche Kombination, die wegen der vermeintlichen Live-Übertragung aber kein Thema war.

    Jetzt kommt der Sender daher und sagt: :baeh: SCM - VfL ist viiiiiiel schöner. Das Ganze steht in zig Internetmeldungen, aber die betroffenen Vereine wurden bislang nicht informiert.

    Nun ja. Sicher scheint es ja auch nicht zu sein, da das DSF auf seiner HP ja nur schreibt, dass die Übertragung "geplant" sei.

    Vielleicht lässt sich ein Pokalspiel ja auch nicht so einfach nach hinten umlegen?!?!

    Aber vielleicht tagen ja mal wieder die Ärzte... Es muss doch auch noch andere Hallen in MD geben!

    Sollen sie machen, was sie wollen. Hauptsache, das Derby wird wieder auf den ursprünglichen Termin am 15.12. zurück verlegt.

    Zitat

    Original von FB Matchbox

    Sie begründete es damit, dass man Tag zufür ein Spiel mit gleicher Situation abgebrochen würde.

    Ach so. Wenn alle zu schnell fahren, darf ich das auch?

    Du hast Recht: Ermessenssache und somit ist es normal, dass es in vergleichbaren Situatioen unterschiedliche Entscheidungen gibt.