Beiträge von Lothar Frohwein

    Bei dieser Quelle sollte man immer vorsichtig sein!

    Zwischen Etat für die kommende Serie mit dem Ziel Etaterhöhung mit Ziel Aufstieg und "Aus" ist doch ein gewaltiger Unterschied.

    Burgdorf ist eben keine Traditionsmannschaft und Liganeuling. Da fallen die Sponsoren nicht vom Himmel, zumal mit Hildesheim ein designierter Erstligist in der unmittelbaren Nähe spielt...

    Abwarten!

    Tsubasa, du freust dich über ne Nullmeldung!

    Die aktuelle Ansetzungsperiode in der 1. Liga endet am 19. April und bis dahin hatten die beiden eh kein Spiel mehr. Danach wird neu angesetzt und das Verfahren dürfte auch über die Bühne sein, wenn niemand Revision einlegt...

    Es ist völlig normal, dass Zeugen (die beiden sind Zeugen, nicht etwa "Angeklagte") während eines schwebenden Verfahrens nicht angesetzt werden.

    Zitat

    Original von OsloStar
    @ Helge: Ich denke auch, dass man die Gelbe Karte nicht überbewerten sollte. Allerdings ist das kein Comedyfestival sondern eine Sportveranstalltung. Das tragische ist nicht die Gelbe Karte sondern der Umstand, dass Zeitnehmer und Schiedsrichter einen groben Fehler begangen haben. Sich über den Fehler dann noch lustig zu machen und dem Hallensprecher die Quittung zu geben, verstehe ich hier allerdings nicht.

    Ansonsten sehe ich es wie ATOM ... doch so langsam müssen die Zeitnehmer schon zittern, wenn Sie die ARENA betreten. Unglaublich wieviel hier schon diese Runde schief gelaufen ist. Es kann nur besser werden!


    Okay.

    Das Problem ist doch dieses (ich wiederhole mich gerne):

    Regeltext:

    Zitat

    17:8 Beide Schiedsrichter sind für das Zählen (Notieren) der Tore verantwortlich.
    Außerdem notieren sie Verwarnungen, Hinausstellungen, Disqualifikationen und Ausschlüsse.

    Das mag aus verschiedenen Gründen für die unteren Klassen auch die praktisch beste Lösung sein. Aber in der HBL haben die Jungs so viel andere Sachen zu tun: Das Spiel ist durch die schnelle Mitte viel schneller geworden, da sind Fehler in der Hektik (Kreuz in falscher Spalte machen) doch vorprogrammiert. Daher muss diese Regel für die HBL geändert werden, damit die SR nach einem Torgewinn auch darauf achten können, dass der Ball ohne Behinderung nach vorne kommt, alle hinter der Linie stehen, kein Gener den Anwurf behindert...

    Wenn sich die SR zu viel Zeit für das sorgfältige Notieren lassen und deshalb eine schnelle Mitte nicht schnell genug anpfeifen, werden sie doch auch kritisiert. Oder wenn sie aufgrund des Notierens nicht sehen, dass der Pass nach vorne regelwidrig unterbunden wird.

    So kann es nicht gehen und daher wundert es mich, dass es nicht öfter zu Irritationen über den Spielstand kommt!

    Die Verantwortlichkeit müssen die Zeitnehmer bekommen zudem MUSS der Videobeweis endlich für bestimmte Dinge zugelassen werden!

    Zitat

    Original von TuS-Benjamin
    Immer noch wird auf der gelben Karte rumgeritten. Neben der Szene in der Wikinghalle haben die beiden das auch schon vor zwei oder drei Jahren mal in der Kreissporthalle gemacht, darüber hat man sich halb totgelacht. Und nun wird ihnen ihre sympathische Art und Weise mit solchen Aktionen zum Verhängnis. :wall: :wall:

    Ich freue mich wenn ich die beiden wieder in der Liga pfeifen sehe!


    Die passenden Worte!

    Zum Artikel und darüber hinaus:

    1. Das Bundessportgericht ist die zweithöchste Instanz der DHB Gerichtsbarkeit. Es sitzt derzeit in Solingen. Die höchste Instanz ist das Bundesgericht, das in Husum sitzt. Gegen Urteile des Bundessportgerichts ist die Revision vor dem Bundesgericht möglich.

    2. Das Urteil wird wohl recht bald kommen (die Zeit drängt ja), so dass Becker/Hack nicht lange pausieren müssen. Es ist selbstverständlich, dass sie als Zeugen in einem Verfahren bis dahin nicht angesetzt werden, KEINE Strafe, sondern Schutz!

    3. Das mit der gelben Karte ist ein alter Scherz von den beiden. Ich habe mal erlebt, als sie im Jahr 2001 einer Wischerein in der Handewitter Sporthalle beim Spiel von Flensburg II gelb zeigten, weil diese sich mit ihrer Freundin festgequatscht hatte und auch die "Wischsignale" der SR nicht reagierte... Es war Spaß, keine Unkenntnis der Regeln! Das bekommt auch jeder so mit, der es sieht.

    In diesem Fall wird ihnen das natürlich auf´s Brot geschmiert, wenn sie die Sache etwas auflockern...

    4. Wo ist denn diesmal das unterstützende Statement von Peter Ruchfuß? Nach dem Motto: "Solange die SR für das Mitschreiben der Tore vom Regelwerk her verantwortlich sind, werden diese Fehler immer wieder passieren. Die SR haben ohnehin schon auf so viel zu achten: Das gehört dringend geändert!"

    Hier wäre das dringender, angemessener, korrekter und vor allem berechtigter als nach dem Spiel GWD - FAG!

    Zitat

    Uwe Schwenker: Erstrebenswert für den Handball wäre eine ständige Präsenz auf dem Bildschirm. Ich denke da an ein regelmäßiges Magazin und an die Übertragung von zwei Livespielen pro Woche. Für die Vereine sollten zudem Beträge herauskommen, die deutlich im sechsstelligen Euro-Bereich liegen.

    (Aus den Kieler Nachrichten vom 29.03.2006, das Interview führte Reimer Plöhn)

    [/quote]

    Riecht irgendwie nach Premiere. Ich hoffe, ich liege mit dieser Vermutung falsch...

    Nun ja, der TVG hat einfach den Sack nicht zugemacht. In der ersten Halbzeit drei oder vier klare Bälle nach vorne verschenkt und eben das mögliche 14:20 durch Petersson...

    So letztlich wegen der konditionellen Überlegenheit ein doch verdienter Sieg des SCM.

    Mit der Frage, ab wann ein Regelverstoß spieentscheidend ist, hat sich das Bundesgericht (die höchste Instanz in der DHB-Sportgerichtsbarkeit) erst am 3. März auseinandergesetzt.

    Nachzulesen in der Urteilsbegründung hier.

    Spielentscheidend ist demnach ein Regelverstoß (auf unseren Fall übertragen) nur, wenn der Ausgleich "hochgradig" wahrscheinlich wäre.

    In dem zu entscheidenden Fall wurde dies bei einer wegen eines Regelverstoßes der SR benachteiligten Mannschaft bei der Spielzeit von 59:31 beim Stand von 36:37 bei Ballbesitz des Gegners (!) abgelehnt. Eine hochgradige Wahrscheinlichkeit des Ausgleichs sei nicht anzunehmen, da die andere Mannschaft in Ballbesitz gewesen sei...

    Übertragen auf o.g. hypothetischen Sachverhalt (wir kennen ja wie gesagt nur die Darstellung einer Seite) dürfte es demnach auch dann nicht zu einem Wiederholungsspiel kommen, wenn tatsächlich ein Regelverstoß angenommen werden müsste.

    Unterstellen wir mal (rein hypothetisch) den Sachverhalt so (ist natürlich problematisch, weil nicht die Aussagen beider Seiten bekannt sind) und es läge tatsächlich ein Regelverstoß vor.

    Dann stellt sich die Frage, ob dieser spielentscheidend war.
    Natürlich kann man argumentieren, dass rechnerisch eben gerade dieses eine Tor zum Remis gefehlt hat; man kann sich aber auch gut auf den Standpunkt stellen, dass der HSG noch 34 Minuten Zeit hatte, das Spiel selber zu entscheiden.

    Wenn ich mich recht entsinne, ist dies auch die gängige Argumentation der Sportgerichte. Anders sähe es aus, wenn die Sache zwei Minuten vor Schluss passiert wäre...

    Aber, wie Handball-SR schon sagt, warten wir es ab!

    Das sehe ich anders! Fehler sind menschlich und SR müssen von offizieller Seite unterstützt werden, diese Fehler zu vermeiden. Ihnen kann dieses Risiko durch kleinsten Aufwand abgenommen werden. Zumindest im Bereich der HBL.

    Wenn auf deren Karten 11:9 stand, warum auch immer, ist es zu leicht die Schuld bei denjenigen zu suchen, die in der allgemeinen Hektik des heutigen Tempohandballs mit schneller Mitte usw. ein Kreuzchen falsch, zuviel oder zuwenig gesetzt haben. Es ist zu fragen, warum die SR im Jahr 2006 überhaupt Kreuzchen auf ihrer Karte machen müssen...

    Die eigentliche Problematik an der Sache ist, dass "Phantomtore" immer wieder vorkommen und auch wichtige Spiele entscheiden und man an verantwortlicher Stelle nichts dagegen unternommen hat, die Fehlerquelle zu minimieren oder gänzlich trockenzulegen.

    Das ist ein unhaltbarer Zustand!

    Das Sperren der SR oder der Zeitnehmer bringt gar nichts. Reine Symptombekämpfung.

    Es muss eine verbindliche "offizielle Zählung" der Tore geben, wie beim Basketball durch das Kampfgericht. So werden die SR entlastet und können sich noch mehr auf das Spielgeschehen konzentrieren, was schon schwierig und anspruchsvoll genug ist.

    Mit der richtigen Technik ist so etwas innerhalb von drei Minuten nachzuschauen. Zur Not halt in der Halbzeit.

    Warum soll im Handball nicht das funktionieren, was in anderen Sportarten auch funktioniert. Schon jetzt wird aufgezeichnet. So viel mehr Aufwand ist es gar nicht, einen Monitor und ein "Oberschiedsrichter-Bedienungspult" aufzubauen. Immerhin reden wir von derjenigen Liga, die sich selber gerne als "stärkste Liga der Welt" bezeichnet und davon träumt, ihre Spiele selber für das TV zu produzieren! Wir müssen das Ganze doch mal an den eigenen Ansprüchen messen!

    Ein Eingeständnis, ein Videosystem sei technisch nicht realisierbar, würde dem Angeführten zuwider laufen, zudem ist es heutzutage eher peinlich als ein wirkliches Argument.

    Die Anschaffungskosten stehen in keiner Relation zu dem Imageverlust, den solche Situationen wie zuletzt in Kronau (und in den Jahren zuvor immer auch immer wieder) verursachen.

    Es ist ja jetzt schon nahezu unmöglich, dem allgemein interessierten Sportfan plausibel zu machen, dass ein Spiel aufgrund einer so genannten Tatsachenentscheidung nicht neu ausgetragen wird, obwohl offenbar jeder gesehen hat, dass lediglich ein Additionsfehler der Tore vorlag und eine Mannschaft dadurch ganz klar benachteiligt bzw. bevorteilt wird, selbst wenn es gegen den Abstieg oder um die Meisterschaft geht.

    Eine solche Rechtsordnung gibt es in keiner anderen Sportart, die um Platz zwei hinter dem Fußball konkurriert.

    Allein schon zum Schutz der Schiedsrichter gehört ein solcher Videobeweis zumindest in der ersten Liga einfach dazu. Die fühlen sich dann bestimmt auch sicherer.

    Hier sieht es so aus, als müsse die HSG die Niederlage einfach so hinnehmen. Tatsachenentscheidung und gut ist.

    Auch das Regelwerk gehört an dieser Stelle dringend überarbeitet!

    Man stelle sich vor, der Staat ginge hin und nähme einem Richter sämtliche Korrektivinstanzen (Berufung, Revision und Wiederaufnahmeverfahren werden abgeschafft), d.h. sein Urteil wäre stets endgültig und selbst dann wenn es sich später, trotz aller angewandten Sorgfalt - objektiv und zweifeldfrei - herausstellt, dass sein Urteil falsch war, bleibt es mit dem Argument: "Tatsachenentscheidung" in der Welt, auch wenn dadurch ein großer Schaden entstünde und - übertreiben wir mal nicht - Arbeitsplätze verloren gingen (wie es ja bei einem Abstieg eines Vereins gut geschehen kann).

    Wenn dann noch der Staat hinginge und das Ganze als Schutzmaßnahme für die Richter verkaufen würde: Ich glaube hier gäbe es eine Revolution! Sowohl seitens der Richter als auch seitens der Bürger, denn so Vorgehen entspricht nicht dem Rechtsgefühl der Menschen.

    Dennoch sehen es die Regelgeber IHF und DHB weitestgehend anders!

    Dieses Regelwerk ist - zuminstest für den Profisport - antiquiert und schadet dem Sport in diesem Punkt mehr als es nutzt.

    Bei dem Druck, der auf den Schiedsrichtern lastet, kann mir keiner erzählen, dass sie nicht heilfroh wären, wenn ein Fehler später korrigiert werden könnte.

    Und - um es nochmals zu betonen - dem allgemein interessierten Sportfan oder Sponsor, der damit liebäugelt öfter mal zum Handball zu gehen bzw. dort zu inverstieren, wird soetwas niemals einleuchten!

    Andere Sportarten sind uns da leider weit voraus, aber noch ist Zeit...