Beiträge von Lothar Frohwein

    Play-Offs spielen doch nur den Großen Vereinen in die Karten (mehr Heimspiele als die "Kleinen"). Denjenigen, die es am nötigsten haben ;) Schaut mal, von wem die Vorschläge kommen...

    Oder glaubst jemand ersthaft, dass es angesichts der klaren sportlichen Zwei- bis Dreiteilung der Bundesliga einem Achten gelingen wird, sich im Modus "Best of 5" gegen den Ersten durchzusetzen, der zur Not dreimal zuhause spielen darf? Und wenn dann nur aufgrund einer momentanen Verletztenmisere des "Großen", was den sportlichen Wert der Vorrunde völlig verzerren würde.

    In der normalen Punktrunde gelingt ein Heimsieg eines Achten gegen die ersten drei Teams schon selten genug.

    Wo ist denn da die Spannung? Die wäre erst im Finale gegeben.

    Und was macht man mit denjenigen Mannschaften, die im Viertelfinale ausscheiden? Spielen die dann noch einen (oder je nach Situation bei Titelverteidiugungen zwei oder drei) EC-Plätze aus? Was, wenn acht Plätze für die EC-Teilnahme zur Verfügung stehen, was nie ausgeschlossen ist? Dann kommt überhaupt kein Zuschauer mehr zu diesen Spielen.

    Gleiches gilt für die Abstiegsrunde.
    Angenommen 9 schlägt 16 dreimal. Team 16 muss dann noch weiter spielen, aber was ist mit den vier Teams, die ihre erste Abstiegs-Runde gewonnen haben? Worum spielen die? Haben die dann weniger Spiele? Wo ist da die Gerechtigkeit? Wie kann man da seriös planen? Und welcher Zuschauer kommt denn zu dem zweiten Heimspiel gegen den 16. innerhalb einer Woche?

    Nein, Play-Offs würden unter dem Strich nur Zuschauer kosten und die Leute verwirren.

    Großes überregionales Medieninteresse bestünde doch auch nur ein den Finalspielen und da wahrscheinlich auch nur am letzten.

    Die HBL muss, soll der Handball noch mehr ins öffentliche Rampenlicht rücken, erstmal Hausaufgaben machen, um vermeidbare Negativschlagzeilen möglichst zu vermeiden. Solange mehr über Wallaus, Hamburgs oder Essens Finanzkrise als über den Sport geschrieben wird, ist das Image der Liga ramponiert.

    Mit professionell ausgearbeiteten Lizensierungsrichtlinien wäre das nicht passiert. Aber eine solche Reform ist ja kompliziert. Dann lieber anregen, das gute und funktionierende das Spielsystem zu ändern...

    Nebenbei bemerkt würde es selbst der THW Kiel schwer haben, alle Heimspiele des Viertelfinals gegen den Achten ausverkauft zu bekommen. Man kann ja keine Dauerkarten machen, weil man nicht weiß, wie viele Spiele stattfinden. Müssen kurzfristig (innerhalb weniger Tage) Karten einzeln verkauft werden, wird es immer schwer, die Halle zu füllen.


    Man darf nicht vergessen, woher die Play-Offs stammen, nämlich aus den USA. Dort sind sie sinnvoll. Die Klubs spielen in riesigen Städten in gigantischen Hallen. Der "Nachbarverein" ist hunderte von Meilen entfernt. Die Spiele sind oft auf Monate im voraus ausverlauft. Durch Play-Offs wird die Spannung erhalten, Reisekosten- bzw. stress gespart und es haben mehr potenzielle Zuschauer die Möglichkeit, ein Spiel zu besuchen. Da macht es nichts, dass gegen die Gastmannschaft zweimal innerhalb von zwei Tagen gespielt wird. Es gibt kein Stammpublikum. Die Leute gehen in den Staaten alle Jubeljahre mal zu einem Basketball- oder Eishockeyspiel, auch weil die Karten teuer sind. Es ist ihnen Wurscht, wer gegen wen spielt. Hauptsache die Show stimmt. Sie gehen hin, um EINMAL dieses Erlebnis zu haben, die Handball-Bundesliga lebt vom Stammpublikum und dem kann man den gleichen Gegner innerhalb weniger Tage dauerhaft nicht zumuten. (kleines Beispiel zwei TuS-Heimspiele gegen Flensburg innerhalb von drei Tagen in dieser Saison. Zum Pokalspiel, das ja KO-Charakter hatte, kamen recht wenige Zuschauer)

    Wir haben eine Bundesliga in einem relativ kleinen Land, keine mit den USA vergleichbare Europaliga. Gäbe es diese mit jeweils maximal einem Vertreter pro Staat, wären Play-Offs sinnvoll.

    Beispiel: Kiel spielte Europaliga, die Bundesliga (ohne Kiel) wäre nationaler Unterbau. Wir hätten dann eine mit der NBA verleichbare Ausgangslage. Dann könnte es sein, dass Handballfans aus ganz Deutschland nach Kiel fahren, um das "deutsche Heimspiel" (vergleichbar vielleicht mit einem US-Bundesstaat, der nur eine NBA-Mannschaft hat) gegen Barcelona oder Moskau zu sehen. Dann wäre es auch Wurscht, wenn Barcelona dort innerhalb einer Woche zweimal oder dreimal spielte. Die Halle wäre voll.

    Lange Rede kurzer Sinn: Play-Offs passen nicht zum europäischen Sport Handball und würden wesentlich mehr schaden als nützen! Nicht immer alles, was aus den Staaten kommt unreflektiert gut finden bzw. übernehmen und dafür eigene Stärken über Bord werfen!

    HSV Hamburg - TV Großwallstadt 1
    SC Magdeburg - FA Göppingen 2
    HSG D/M Wetzlar - VfL Gummersbach 2
    HSG Düsseldorf - Wilhelmshavener HV 2
    TuS N-Lübbecke - THW Kiel 2
    VfL Pfullingen - HSG Nordhorn 1 (!)
    SV Post Schwerin - GWD Minden-Hannover 2

    @ maxfunse: Zur deiner Beruhigung: Derzeit würden alle drei Aufstiegs-Konkurrenten in der Bundesliga gnadenlos durchgereicht. Wer auch immer hoch geht, muss ordentlich nachlegen, will man nicht wie Schwerin enden...

    Die Vorentscheidung fällt am Samstag im Spiel Stralsund - Delitzsch. Gewinnt Delitzsch, ist das der Aufstieg. Gegen Wuppertal (H) und Niestetal (A) wird man sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen.

    Gewinnt der SHV, kann Hildesheim den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen. Kleinere Klippen sehe ich in Bernburg und vielleicht im Heimspiel gegen Ahlen.

    Demnach hat Stralsund unabhängig vom Ausgang des Spiels die schlechtesten Chancen auf Platz 1, muss aber gewinnen, um Platz 2 nicht zu verdaddeln.

    Bei einem Unentschieden würde plötzlich die Tordifferenz wichtig...

    @ Ronaldo: :nein:

    Umzüge zählen nicht! :lol:

    Das einzig echte Derby gibt´s nur bei uns, weil:

    beide Vereine Gründungsmitglieder der BL waren,
    es bereits 49 Aufeinandertreffen in der Halle seit dem 18.9.76 gab,
    es in den 20er, 30er, und 40er unzählige Feldderbys in der damals höchsten Spielklasse gab,
    es von Halle zu Halle seit je her 22 km sind und
    beide Mannschaften aus einem Kreis kommen.

    Basta! :lol: :D

    Nielsen war schon mal ein Jahr in der Bundesliga. Hat letztendlich bei der Zweiten von Flensburg gespielt, weil er sich in der ersten nicht durchsetzen konnte.

    Zu Velyky: Wenn die Kröstis die Kohle haben sollten: Hut ab! Er kostet alleine so viel wie eine ganze mittelprächtige Zweitligasmannschaft...

    Liga verkleinern?

    Was soll der Mumpitz denn?

    So wie ich das sehe, gibt es weder für Play-Offs noch für eine Verkleinerung eine Mehrheit in der Vollversammlung. Glücklicherweise haben dort die Vereine von 9 - 18 eine gleichwertige Stimme wie die ersten acht Klubs.

    Wahrscheinlich fordern das jetzt dieselben Leute, die 98/99 die vehement die Aufstockung auf 18 Mannschaften verlangt haben (Holpert, Hildebrandt etc.)

    Die Herren sind jetzt wohl der Meinung, dass man mit dem Geimelzeug ab Platz 16 oder besser noch 12 nichts mehr zu tun haben will?

    Noch besser: Die Liga auf acht Vereine verkleinern. Der Rest geht in eine eingleisige zweite Liga. Dann Doppelhin- und Rückrunde, dann die ersten Vier im "Best of eleven" um die Meisterschaft, die anderen gegen den Abstieg. Danach spielen der Vierte und der Fünfte noch im "Best of nine" einen EC-Platz aus. Der Letzte muss dann im "Best of thirteen" gegen den Ersten der 2. Liga spielen, wobei er die ersten sieben Spiele in eigener Halle ausrichten darf... Die enormen Fernsehgelder, die dann sprudeln werden, bitte nur für die dann in "Superliga" umbenannte 1. Liga, für diese gilt dann auch kein Lizensierungsverfahren mehr...