Mal sehen, was die jetzt machen!
Als SPD würde ich mir sehr genau überlegen, einer Neuwahl zuzustimmen, die gleichbedeutend mit dem Machtverlust wäre.
Es gibt also aus SPD-Sicht nur zwei Möglichkeiten:
1. Eine große Koalition anzustreben, wobei allerdings neben den unzähligen Streitpunkten die Frage des Ministerpräsidenten zu klären wäre. Die Union bekommt ihren Kandidaten auch nicht durch. Bliebe eine Halbierung der Amtszeit für SPD und CDU. Allerdings würde das auch Machtverlust, wenn auch erst in 2,5 Jahren bedeuten. Normalerweise werden Amtinhaber wiedergewählt.
2. Einen neuen Kandidaten ins Rennen schicken, der möglicherweise die 35 Stimmen bekommt. Die Gefahr ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass der Abweichler unbedingt eine große Koalition haben will und sich somit erneut enthalten würde.
Aber: Zur Machterhaltung ist dies allerdings die einzige Option, die die SPD hat. Grüne und SSW würden sie nach einigem hin und her sicherlich tragen. So erhält man sich die Macht. Und wer weiß, vielleicht ist der neue Kandidat in fünf Jahren ja so beliebt, dass er dann klar gewinnt. Und nach einem halben Jahr ist das Hickhack eh vergessen!