Beiträge von Lothar Frohwein

    Ein Datenkabel ist sehr hilfreich, erst recht, wenn man in irgendeiner Halle mit dem Notebook auf dem Schoß sitzt, weil es keine ausgewiesenen Presseplätze mit Tisch gibt.

    Das mit den Zugriffszahlen ist natürlich unterschiedlich. Während der Saison haben wir täglich im Schnitt rund 700 Besucher. Beim Ticker sind es im Schnitt 1400 unterschiedliche URL, in der Spitze über 2000. Das hängt vom Wochentag (und natürlich auch vom Gegner) ab. Freitags und sonntags ist mehr, samstags weniger. Da sind die Leute oft unterwegs.

    Aber das ist alles relativ. Jeder zählt seine Besucher irgendwie anders. Ich steig da nicht durch Es gibt ja noch "Seitenaufrufe", "Anfragen" etc. als Bemessungsgrundlage. Darum habe ich mich aber nie gekümmert. Traffic liegt über 5 GB im Monat, allerdings haben wir weniger interaktive Sachen (Forum etc.). Ist also rein Text. Unterschiedliche URL ist m.E. noch der beste Maßstab.

    Letztlich zählt, dass alle zufrieden sind. An unserer Region (geographisch wie Tabelle) gemessen (Lübbecke hat 22.000 Einwohner) sind wir mit dem Zuspruch mehr als zufrieden.

    Wie käme ich dazu? :lol: Heide kann doch sprechen und ist nicht von Gottes Gnaden...

    Es wird wohl nie ein gerechtes Wahlsystem erfunden werden, das allen Konstellationen gewachsen ist. Für unseren Kulturkreis halte ich persönlich das repräsentative System tendenziell für angebrachter (weil sonst der Wahlkampf noch mehr als bisher NUR noch auf Personen gemünzt wäre), allerdings sollten zumindest Volksentscheide auf Bundesebene möglich gemacht werden.

    Der Trianer hatte die erste rote Karte auch von diesen SR bekommen und gilt allgemein als Heißsporn.

    Keine Wirkung ohne Ursache, wobei sich hier allerdings die Frage stellt, ob nicht möglicherweise die Wirkung überzogen war.

    Wenn man alle Presseberichte in der Gesamtheit liest (auch die Zitate der Recklinghäuser Trainerin), drängt sich die Vermutung auf, dass auch die SR sich nicht einwandfrei verhalten haben können.

    Wir nutzen für den Live-Ticker (den wir ja nur auswärts machen, in der Halle gäbe es ISDN), jetzt in der vierten Saison meinen E-Plus-Pressetarif mit HSCDI (10 ct/Min = 12 Euro pro Ticker, also angesichts des großen Nutzens keine Kosten).

    Handy mittels Datenkabel ans Notebook und das Ding läuft wie geschmiert. Wir hatten nicht mal in den kleinsten Hallen der zweiten Liga Nord Netzprobleme und haben seit September 01 von jedem TuS-Auswärtsspiel ausführlich berichtet.

    Was sich praktisch ebenfalls (bei weiten Fahrten) als sehr gute Alternative erwiesen hat: Ich telefoniere das Spiel für 3 ct/Min. komplett an einen Kollegen durch, der zuhause am Rechner sitzt und den Ticker mit DSL ins Netz ballert.

    Den Spielbericht kann ich dann vor Ort anschließend per Notebook online stellen.

    Ich weiß ja nicht, wie die Gegebenheiten in eurer Halle sind, aber gemäß der DHB-Bestimmungen (in Verbindung mit dem Verband der Sportjournalisten, dessden Standards für Arbeitsbedingungen in der Bundesliga der DHB und somit auch zwangsläufig die Vereine anerkannt haben) müsste zumindest aus eurem Erstligajahr ein ISDN-Anschluss irgendwo in der Halle für die Presse zur Verfügung stehen. Allerdings nicht zwangsläufig kostenfrei. Aber das ist Detailsache.

    Klar, der WB-Artikel ist sehr subjektiv. Aber es ist sonst nicht die Art des Verfassers, auf SR einzuprügeln.

    Der Artikel, den Benjamin gepostet hat (Neue Westfälische) ist sachlicher, stellt aber unter dem Strich ebenfalls heraus, dass die SR-Leistung auch aus Sicht dieses Journalisten absolut nicht in Ordnung gewesen ist.

    Der Trainer wurde jetzt aufgrund des Sonderberichts und der roten Karte bestraft.

    Vielleicht kommt unter dem Strich dabei heraus, dass das Gespann für Spiele der Nettelstedter Damen nicht mehr angesetzt werden. Das wäre wohl für alle Beteiligten gut.

    @ Sepp:
    Wer weiß, ob es das Gewissen (gut möglich) oder doch nur schnöder Mammaon war (zumindest nicht abwegig). Was bedeutet angesichts der Tragweiste schon ein Koffer voll Schmiergeld? Diese Geschichte gab es seinerzeit schon einmal beim Misstrauensvotum Barzel - Brandt. Da hatten beide Parteien Abgeordnete der anderen geschmiert, so dass sich im Ergebnis damals nichts änderte...

    Wie gesagt, die Diskussion über das repräsentative Wahlsystem ist vielschichtig.

    Man könnte deinem Vorschlag entgegenhalten: Die Mehrheit wollte die stärkste Partei nicht (gilt natürlich nur, wenn diese nicht die absolute Mehrheit hat). Wenn also eine starke Partei für eine Richtung steht und meinetwegen fünf kleinere Parteien, die aber insgesamt mehr Mandate bekommen, für eine andere Richtung und diese sich zusammenraufen, entspricht es nicht dem Sinn des Ganzen, die stärkste Partei automatisch an der Macht zu beteiligen.

    Die Briten (und auch die Amis bei der Präsidentenwahl) haben sich für das Mehrheitssystem entschieden. Es gibt keine Zweitstimmen, es werden nur die Parlamentarier direkt gewählt.

    Das schafft klare Verhältnisse, hat aber den Nachteil, dass theoretisch 49,99% der Stimmen gänzlich unter den Tisch fallen, wenn alle Abgeordneten einer Partei mit knapper Mehrheit gewählt werden und im Gegenzug alle Abgeordneten der anderen Partei knapp scheitern.

    Dann bekommt eine Partei unter dem Strich 100% der Mandate, hatte real aber nur 50,01 %. Auch nicht wirklich gerecht.

    Oder auf die USA gemünzt: Al Gore hatte vor vier Jahren insgesamt mehr Stimmen als Bush, allerdings nicht mehr Wahlmänner. Entspricht es damit dem Willen des Volkes, dass Bush Präsident wurde?

    Also mal pauschal: Was ich gehört habe, kostet das nur viel zu viel und läuft fast nirgendwo. Der Mindener Live-Ticker (UMTS) ist schon mehrfach ausgefallen, weil es kein Netz gab.

    Derzeit ist UMTS sicherlich noch nicht die goldene Wahl.

    Ich hab doch mal nachgeschaut:

    Heide kann theoretisch bis zur nächsten turnusgemäßen Wahl geschäftsführend im Amt bleiben.

    Zitat

    Artikel 27
    Ende der Amtszeit, Rücktritt

    (1) Das Amt der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten und der Landesministerinnen und Landesminister endet mit dem Zusammentritt eines neuen Landtages, das Amt der Landesministerinnen und Landesminister auch mit dem Rücktritt oder jeder anderen Erledigung des Amtes der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten.

    (2) Endet das Amt der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten, so sind sie oder er und mit ihr oder ihm die anderen Mitglieder der Landesregierung verpflichtet, die Geschäfte bis zum Amtsantritt der Nachfolgerinnen oder der Nachfolger weiterzuführen. Auf Ersuchen der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten hat eine Landesministerin oder ein Landesminister die Geschäfte bis zur Ernennung einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers weiterzuführen.


    Mir geistert grad nen anderes Szenario durch den Kopf, das das ganze Land lahm legen würde:

    - Heide bleibt geschäftsführend im Amt, weil es keine Mehrheit für einen Kandidaten gibt.

    - Heide findet auch keine Mehrheit mit einer anderen Partei.

    - Man will deshalb den Landtag auflösen und Neuwahlen durchführen.

    - Es findet sich aber nicht die 2/3-Mehrheit zur Auflösung...

    Zitat

    Original von Ronaldo
    Eine Ergänzung Waldorf, das gilt analog auch für den Bundeskanzler!

    Wird ganz gern vergessen (oder ist gar unbekannt), dass bei der Bundestagswahl nicht Schröder oder Stoiber/Merkel gewählt wird, sondern die jeweilige Partei.

    Schon klar. Er wird "aus der Mitte des Bundestages" gewählt. Wobei Staatsrechtler Studenten im ersten Semester diskutieren lassen, was "Mitte" bedeutet. Nur FDP? Oder nur keinen vom linken oder rechten Rand... :lol:

    Ich habe grad die S-H-Landesverfassung nicht greifbar bzw. keinen Bock im Internet zu stöbern. Vielleicht hat jemand die Info in der Berichterstattung aufgeschnappt:

    Wie lange kann die Regierung (mit Heide) geschäftsführend im Amt bleiben?

    Was passiert, wenn sie sich die Mehrheiten für das Tagesgeschäft aus dem Parlament besorgt bzw. der "Heide-Mörder" sich bei diesen Entscheidungen nicht mehr enthält?

    In Deutschland wird der Ministerpräsident nicht direkt vom Volk gewählt, sondern aus dem jeweiligen Landtag. Die Abgeordneten können theoretisch unabhängig vom Ausgang der Wahl zum Ministerpräsidenten wählen, wen sie wollen.

    Die ganze Problematik würde sich nicht stellen, wenn die Landesoberhäupter, Bundeskanzler und Bundespräsident direkt gewählt würden. Aber dieses Wahlsystem hat sich in Deutschland nicht durchgesetzt. Man hat nach dem Krieg dem Volk nicht getraut und wollte einen "Puffer" schaffen, um ggf. Leute "verhindern" zu können. Daher gibt es auch keine Volksabstimmungen im Bund.

    Ich denke, das ist überholt und man sollte ernsthaft darüber nachdenken, dem Wähler mehr Einfluss zu geben.

    Bei einer Direktwahl könnten allerdings - wie in der Kommunalpolitik durchaus üblich - unbequeme Konstellationen entstehen. Z.B. Heide wird Ministerpräsidentin aber die Union hat die Mehrheit der Sitze im Landtag.

    Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

    Wenn Heide Neuwahlen zustimmt bedeutet das gleichzeitig, dass die SPD weg vom Fenster ist und schwarz-gelb oder sogar schwarz alleine regieren wird. Und das nicht nur für die nächsten vier Jahre, wie die Erfahrung zeigt.

    Also wird man angesichts der Signalwirkung auf NRW versuchen, irgendwie an der Macht zu bleiben. Sei es geschäftsführend (Wie lange geht das eigentlich?) oder mit oben genannten 2-Jahres-Modell, das auch für die Union den Vorteil hätte, sofort an der Macht beteiligt zu werden, statt in die Opposition zu wandern.

    Im Übrigen bedarf es zur Auflösung des Landtags auch einer Mehrheit, die möglicherweise nicht da ist.

    Für Aufsteiger wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, weil die Kluft zwischen erster und zweiter Liga immer größer wird.

    Wir sind zu null aufgestiegen, haben uns verstärkt und jetzt 18 Punkte!
    Düsseldorf ist relativ souverän aufgestiegen, konnte sich nur punktuell verstärken und hat jetzt zehn Punkte und muss wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag bangen.

    Schwerin hat sich zunächst verschlechtert und erst zur Rückrunde nachgerüstet. Das Ergebnis ist der abgeschlagen letzte Platz.