Rückzug aus der 1. Liga für GWD "kein Thema"
Bredemeier widerspricht "Handball-Woche"-Artikel
Minden (soe). Als "dummes Zeug" bewertete Horst Bredemeier, Manager des Handball-Bundesligisten GWD Minden-Hannover, Meldungen in der aktuellen "Handball-Woche", bei seinem Verein gebe es Überlegungen, sich aus finanziellen Gründen aus der 1. Liga zurückzuziehen.
Frank Bohmann, Gechäftsführer der Deutschen Handball-Liga (HBL) hatte danach bestätigt, "auch in Minden werden wegen der wirtschaftlich bedrohlichen Lage Überlegungen angestellt, ob GWD in der nächsten Saison noch für die 1. Liga melden soll, selbst wenn der Abstieg sportlich noch vermieden werden sollte".
Bredemeier bestätigte auf MT-Nachfrage "vor zwei, drei Monaten" bei der HBL nach den Regularien und Terminen für einen freiweilligen Rückzug aus dem Oberhaus nachgefragt zu haben, um im "Falle eines Falles" gewappnet zu sein und nicht an Formalitäten zu scheitern.
Dabei wies er darauf hin, dass bei Nichterteilung der Lizenz die Rückstufung in die Regionalliga erfolge. Bei fristgerechtem Rückzug "vor dem letzten Saisonspieltag" hingegen gelte man als erster Absteiger und sei somit im folgenden Sportjahr in der 2. Liga spielberechtigt.
Wie seinerzeit berichtet, haben die Dankerser mit ihrer über drei Jahre vertraglich fixierten Kooperation mit der Tui-Arena in Hannover zum 10. März die erforderlichen Papiere für das Lizenzverfahren für die Bundesliga bei der HBL in Dortmund eingereicht. Das sei mit einem an den in Hannover bisher nicht erfüllten Zuschauer-Erwartungen orientierten abgespeckten Etat für die kommende Saison geschehen. Und man sei zuversichtlich, am Ende des bis zum 25. Mai laufenden Prüfungsverfahrens auch für die kommende Saison die Spielberechtigung für die Eliteliga zu bekommen.
Insgesamt stufte Horst Bredemeier, auch Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes, die Äußerungen Bohmanns auch über andere finanziell angeschlagene Vereine als "völlig überzogen" ein. Bohmann sei zudem in seiner Funktion nicht befugt, solche Auskünfte öffentlich zu machen.
Nachdem "Hotti", ohnehin gestern in Dortmund vor Ort, mit dem HBL-Geschäftsführer diese Problemeatik erörtert hatte, meldete er sich noch einmal beim MT: Bohmann habe ihm gegenüber die in besagtem Artikel als Zitate gekennzeichneten Aussagen in der Form nicht getätigt.
Der HBL-Mann habe dies bereits in einem Brief an alle Liga-Vereinen zu Papier gebracht. Zudem wolle Bohmann gegen den Autor rechtliche Schritte einleiten.
Mindener Tageblatt