Beiträge von Lothar Frohwein

    Den Reporter fand ich auch lustig: "Die Schiedsrichter, die zu den besseren in Deutschland gehören", sollten "einfach demnächst mal darüber nachdenken", ob "sie nicht auch mal auf die Füße und nicht nur auf den Ball" schauen.

    Man hat deutlich gemerkt, dass hr-3 nicht der klassische Handball-Sender ist.

    "Der Pole Makowka" von Herrn Damm war auch nicht schlecht...

    11.03. 19:30 SG Wallau/Massenheim - Wilhelmshavener HV 2
    12.03. 19:15 TuS N-Lübbecke - Post Schwerin 1
    15.03. 20:00 HSG Nordhorn - THW Kiel 2
    16.03. 20:00 FA Göppingen - VfL Gummersbach 1
    16.03. 20:00 VfL Pfullingen - TBV Lemgo 2
    16.03. 19:30 SC Magdeburg - HSG Düsseldorf 1
    16.03. 20:00 TV Großwallstadt - SG Flensburg-Handewitt 2
    16.03. 20:00 HSV Hamburg - GWD Minden 1
    16.03. 20:00 HSG D/M Wetzlar - TuSEM Essen 2

    Ich bin ein ruhiger Bürger, mich regen nur wenige Dinge wirklich auf. Das Wallau-Spiel (Acht-Tore vor vergeigt) hat mich nicht sonderlich aufgeregt, aber bei folgenden Sachen kenne ich mich selbst nicht mehr:

    - Einkaufen mit Frau (kein Supermarkt) nach dem Motto: "Was brauchst du denn?" Antwort: "Weiß ich nicht, aber entweder einen Pullover, eine Hose, eine Jacke oder Schuhe!". In der Praxis findet mann (!) dann immer wieder folgendes ehernes Gesetz bestätigt: Nach acht Schuhläden und 25 Anpoben, wird drei Stunden später das erste Paar aus dem ersten Laden gekauft. Konsequenz: Ich fahre da nicht mehr mit und kaufe mir grundsätzlich das erste Paar...

    - Im Supermarkt: Dahin kann man Frauen mitnehmen, was die Ganze allerdings erheblich verzögert und einen um die Erfahrung reicher macht, dass Kiwi-Buttercreme-Brotaufstrich für 2,29 € genau so scheiße schmeckt, wie er aussieht. Wenn man einen zweiten Wagen mitnimmt, geht es. Zwei Dinge bringen mich allerdings in Amoklauf-Stimmung:

    1. Oma Hilde und Oma Trude, die sich zufällig im Gang treffen, über das neue Auto von Nachbars Heinz und die neuen Primeln im anderen Supermarkt quasseln und dabei eine korrekte Sperre stellen ohne es zu merken.

    2. Lange Schlangen an der Kasse.
    Es ist immer das gleiche: Entweder hat die Kassiererin beim Kunden vor mir einen Storno verursacht, die Kassenrolle ist leer, der Kiwi-Buttercreme-Aufstrich ist nicht in der Kasse gespeichert oder jemand vor mit bezahlt auf die ostwestfälische Art:

    Meist sind es ältere Damen, die dieses Brauchtum pflegen: Erst alle Artikel schön langsam vom Band in den Wagen packen. Dann sagt die Kassiererin: "39,97 Euro!"

    Jetzt fingert die Dame ihre Quadratmeter große Tasche vom Haken vor dem Wagen. Sie öffnet die Tasche und fördert eine Halbquadratmeter-Tasche zu Tage. Diese legt sie auf das Band, nestelt an dem Reißverschluss und breitet aus: Eine kleine Tasche, eine weiße Geldbörse, eine rote Geldbörse, ein Apfelschälmesser und zuletzt das Brillenetui. Lesebrille raus, auf Nase setzen, Messer und Geldbörsen wieder einzeln zurück in die Tasche legen.

    Sie öffnet die kleinere Tasche und findet die schwarze Geldbörse.
    Bevor sie Reißverschluss Nummer 1 öffnet, der IMMER klemmt, stellt sie eine gewagte These in den Raum: "Moment, ich hab´s passend!"

    Jetzt geht es los: Den ersten Zehner, auf Briefmarkengröße gefaltet, auseinanderklappen. Dem zweiten Zehner folgt der erste Fünfer. Alle ordentlich gefaltet. "Ach so langsam gewöhnt man sich an das neue Geld. Früher waren Fünfmarkscheine so selten." Nach dieser Weisheit, die so sicher wie das Amen in der Kirche aus ihrem Mund sprudelt, legt sie zaghaft lächelnd den zweiten Fünfer auf den Tisch des Hauses.

    Der klemmende Reißverschluss Nummer 1 wird zugezogen, Reißverschluss Nummer zwei geöffnet. Das Kleingeld. Der Horror neigt sich dem Höhepunkt entgegen: Drei Zweier, zwei Eurostücke, zwei 50 ct-Stücke liegen nach wenigen Minuten in der Hand der Kassiererin. Die Dame fingert weiter. 20 ct, 20 ct, 10 ct...

    "Sind das 5 Pfennige oder 2 Pfennige?", fragt sie ein kupfernes Geldstück der armen Angestellten unmittelbar vor deren Augen haltend.

    "Zwei Cent!"

    "Dann reicht´s es doch nicht! Aber ich schau nochmal!". Jetzt kommt die weiße Geldbörse (Rente) ins Spiel , danach die rote (Miete). Die Ausbeute: Zwei Centstücke.

    Also alles wieder zurück. Ein Cent-Stück in die rote, eines in die weiße, den Rest in die schwarze Geldbörse. Dabei wäre es ein arger Verstoß gegen die Tradition, die Scheine nicht wieder auf Briefmarkengröße zu falten. Und die Traditionen wollen wir doch schön aufrecht erhalten!

    Zum Abschluss öffnet sie den Reißverschluss Nummer drei des schwarzen Portemoinnaies, der sich problemlos aufziehen lässt, holt zwei gebügelte Zwanziger heraus, steckt die drei Cent Restgeld in die Manteltasche. "Ach, hier hätte ich noch fünf Cent gehabt", sagt sie und schiebt, nachdem sie bedächtig alle Taschen wieder in alle Taschen gesteckt hat von dannen, trifft im Gang Oma Hilde, setzt eine Sperre, die Kassenrolle ist leer. Ich laufe Amok...

    - Leute (immer mit HF-Kennzeichen), die die Botschaft der "Tempo-30-Zone" hinaus in die Welt tragen machen mich rasend!

    - Wartezimmer, in denen ausschließlich "Frau im Spiegel", "Brigitte" und "Praline" ausliegen und in denen es nach Tod riecht, weil seit Wochen nicht gelüftet wurde.

    Das war noch nicht alles, Eltern mit verzogenen Bratzen, denen alles durchgelassen wird, regen mich auch auf. Aber ich habe jetzt keine Zeit mehr...

    Zitat

    Original von HVS-SR
    Für mich gilt der Gedanke des Fair play auf und außerhalb der Spielfläche.

    So sollte es ein! Und so ist es glücklicherweise in 99 Prozent der Fälle auch.

    Allerdings steht manchmal sehr viel auf dem Spiel (die eigene Existenz). Da kann es in sehr seltenen Fällen vorkommen, dass die Abwägung einzelner Spieler zwischen Fair-Play und eigener Haut gegen das Fair-Play ausfällt.

    Ich denke mal, in den Wallauer Äußerungen steckt viel verständlicher Frust!

    Aber das Ganze ist Profisport. Auch in anderen Vereinen geht es um Existenzen. Charakterlosigkeit gibt es da nicht. Die Mär der großen Handballer-Familie ist eh Vergangenheit. Wenn es um die Wurst geht, sucht man erst den eigenen Vorteil. Wie gesagt, jeder hat zu kämpfen und in jedem Verein geht es um Jobs!

    Für einen edlen Zug des TVG nach dem Motto: "Wir hätten sie haben können, wollten unserem kranken Nachbarn aber nichts Böses", hätte der TVG Aufsichtsrat die Verantwortlichen gefeuert. Statt Job hätte es dann eine Fair-Play-Medaille gegeben. Die kann man aber nicht essen...

    @ Rolf:

    Ich kannte mal einen Bundesliga-Trainer, der sagte zu seinen Außenspielern: "Den ersten immer auf den Kopf!" ...

    Wir können auch die Szene vom Mittwoch in Schwerin diskutieren: Der Spiel bestimmende Caillat ist in der 44. Minute sicher nicht über die Kreislinie mit dem Gesicht in einen Ellenbogen gestolpert...

    So was kommt in allen Spielklassen relativ häufig vor.

    Handballer sind wie alle anderen Sportler auch keine Engel und foulen natürlich mit Absicht. Leider manchmal auch mit der Absicht, den Gegner zu verletzen. Aber das wird es im Sport immer geben und hat nichts mit Zeitz zu tun!

    Ehe das wieder in einen falschen Hals kommt: Das war losgelöst von Zeitz, dem ich keine Absicht unterstelle! Es gibr aber, und das wollte Rolf wohl zum Ausdruck bringen, sehr wohl absichtliche Fouls, die den Gegner verletzen sollen. Man kann nicht immer davon ausgehen, dass solche Aktionen unglücklich waren!

    zu 1: Er muss seine Würfe "frei vor" umstellen. Es war ja nicht das erste Unglück, das ihm in deser Hinsicht passiert.

    zu 2: Er muss den KN stecken, dass er sich selbstverständlich entschuldigt hat und dieses zur Not nachholen. Der Satz im Kommentar der KN mit der Schublade, in die C.Z. bald reinpassen könnte, ist fast wahr, aber: Er steckt schon drin!

    zu 3: Unangemessen und undiplomatisch! Es ist nichts einfacher für einen Trainer direkt nach Spielschluss drei Sätze zu sagen: "Ich hoffe, C.L geht es bald wieder gut. Ich muss mir die Szene in Ruhe auf Video anschauen. Es war bestimmt keine Absicht von C.Z."

    DPA:

    Zitat

    Bundesligist SG Wallau/Massenheim hat die Rettung vor Augen. Wie der deutsche Meister von 1992 und 1993 am Donnerstag in Wallau mitteilte, wird die notwendige Liquidität von 532 000 Euro bis zum 18. März gesichert sein. Die Gesellschafter und Sponsoren haben nach Angaben von Rolf Jahnke, dem Sprecher der Spiel- und Marketing-GmbH, bis zu diesem Donnerstag entsprechende Zusagen gemacht.

    Zitat

    Original von flyboy
    @ waldorf

    Wie kannst Du so lapidar behaupten "war klar ?"

    Weil mit Ausnahme des OSC Rheinhausen bislang noch alle Vereine in letzter Minute gerettet wurden, Wallau ein großer Name ist, die Summe relativ gering war und Eitelkeiten immer die entscheidene Rolle spielen!

    Zitat

    Original von Müllers Omar

    Hat jemand die Aktion gegen Caillat gesehen? Bitte um einen kurzen Bericht ohne Vereinsbrille...
    Gute Besserung, Christian!!!

    Ich hab´s, wie gesagt selber nicht gesehen. Die Schweriner Zuschauer hinter mir brüsteten sich aber damit, dass "Vildalen den 51er gut umgekloppt" habe...

    Wer oder was auch immer das war: Es war Sieg bringend!

    Caillat soll wohl ne Prellung am Jochbein haben.