Beiträge von Lothar Frohwein

    Zitat

    Original von sn-ultra
    @ waldorf: es gibt noch einen aktuelleren artikel, in dem versucht wird , bei den finanzen licht ins dunkle zu bringen.........

    Danke für den Hinweis!

    Zitat

    Original von sn-ultra
    das gedanke bei der ganzen sache könnte evtl sein, dass unser manager alles riskieren muss, um die klasse zu halten! mit unseren finanziellen gegebenheiten, wird es in der 2. liga wahrscheinlich noch finsterer!


    Ich befürchte, Risiko reicht da nicht. Selbst wenn Post sieben der acht Heimspiele gewinnt, braucht man schon viel Glück (Andreas Rudolph verzockt sic o.ä.), um mit 16 Pkt. auf den Relegationsplatz zu kommen.

    D.h. Post muss alle Heimspiele (auch das gegen Kiel) gewinnen oder entsprechend auswärts punkten.



    GWD hat folgendes Heimspielprogramm: Kiel, Göppingen, Großwallstadt, Pfullingen, Wetzlar, Wallau, Essen, Lemgo, wird also in der Rückrunde aller Voraussicht nach mehr punkten als in der Hinrunde. Außerdem vier Punkte vor.

    Düsseldorf hat ein ähnliches Programm wie Post, aber schon fünf Punkte Vorsprung: Göppingen, Großwallstadt, Pfullingen, Wetzlar, Wallau, Essen, Wilhelmshaven. Minden, Kiel

    Pfullingen hat Hammerspiele, aber schon sieben Punkte Vorsprung: Wallau, Essen, Lemgo, Flensburg, Gummersbach, Nordhorn, Hamburg, Wilhelmshaven

    Zur Finazierung von Just sagt Post:

    Zitat

    Zur finanziellen Entlastung leihen die Mecklenburger in dieser Zeit Sven Thormann an den Zweitligisten HSV BW Insel Usedom aus, räumten sich aber das Zweitspielrecht ihres Rückraumspielers ein. Auch Kreisspieler Fabian Christ erhielt das Angebot, sich für einen anderen Verein zu entscheiden. http://www.sv-post-schwerin.de

    Zu den angeblichen Schwierigkeiten hat Pumpe kürzlich Stellung genommen:

    Zitat

    SVZ, 16.12.2004
    Schwerin (rg) • Steht Handball-Bundesligist Post Schwerin beim Kroaten Ivica Obrvan, Ex-Spieler Robert Licu und Ex-Trainer Holger Schneider in der Kreide? Gab es sogar eine Pfändung der Abendkasse beim Spiel gegen Lemgo? Geschäftsführer Michael Krieter nahm gestern auf SVZ-Nachfrage zu entsprechenden Vorwürfen in der jüngsten "Sport-Bild" Stellung: "Was da alles steht, ich lache mich kaputt. Es gab und gibt keine Pfändung. Ich habe das Gefühl, dass ich persönlich degradiert werden soll", so Michael Krieter - der ehemalige Nationaltorwart.

    Zu Forderungen von aktuellen Spielern (Ivica Obrvan) bzw. Ex-Spielern (Robert Licu) sowie von Ex-Trainer Holger Schneider und diversen Spielerberatern sagte Krieter: "Licu ist vom Tisch. Bei Obrvan gibt es einen ganz normalen Rechtsstreit, die Rechtsanwälte beider Seite arbeiten die Sache gerade auf. Aber wir machen beiderseits keinen Stress", verkündet der Post-Geschäftsführer.

    Der gerade am Kreuzband operierte Kroate Obrvan hatte bereits vor einiger Zeit gegenüber SVZ erklärt, dass es bei ihm "um Prämien aus den vergangenen beiden Spielzeiten geht. Das aktuelle Geld kommt pünktlich." Das gilt nach unseren Informationen für die gesamte Mannschaft samt Trainer Peter Pysall, was bei der wirtschaftlichen Lage in Deutschland in der Handball-Bundesliga der Männer nicht überall so selbstverständlich sein soll...

    "Mit Schneider gibt es eine Ratenvereinbarung, der bekommt jeden Monat sein Geld. Und mit allen Spielerberatern (die noch Forderungen haben - d. Red.) haben wir Zahlungsvereinbarungen", so Krieter. Zu im Raum stehenden Summen - bei Schneider etwa sollen es einmal an die 25 000 Euro gewesen sein - lehnte Krieter jeglichen Kommentar ab. Auf unsere Frage, ob etwa beim Ex-Spieler Lars Klüttermann die durch die Schweriner Handballszene geisternden drei Monatsgehälter noch offen sind, kam zur Antwort: "Das stimmt nicht. Fragt ihn doch selbst!" "Klütti", der jetzt für den Süd-Zweitligisten Balingen-Weilstetten spielt und der nicht nur durch seine Freundin, SSC-Volleyballerin Anika Schulz, bestens im Bilde ist, was im Norden abgeht, erreichten wir gestern Nachmittag am Handy: "Ich bekomme noch die Aufstiegsprämie, das war's..."

    Eine Pfändung der Einnahmen des Lemgo-Spiels verneinte auch Kongresshallen-Chefin Petra Blunk. Sie unterhält bei Spielen des SV Post eine Abendkasse, zwei weitere kommen vom Verein. "Es gibt eine Vereinbarung, dass ich von den Eintrittsgeldern die Hallenmiete gleich einbehalte. Das ist der Fakt", so Petra Blunk. Schweriner Volkszeitung vom 16.12.04

    Zitat

    Original von Müllers Omar

    Genau! Mit dem Beispiel HSV vor Augen bricht jetzt die Lizenz-Anarchie aus. Just ist erst der Anfang. Bis man auch auf 2 Mio. Schulden kommt, kann Post noch einige weitere Hochkaräter verpflichten. Lizenzentzug gibt es ja nicht mehr, man muss nur ab und zu ein paar Verbindlichkeiten verheimlichen oder dann und wann elegant den wirtschaftlichen Träger wechseln...

    Das gilt übrigens für alle Vereine. Der Schuldenmach-Wettbewerb ist eröffnet! :wall: :P ;)

    Na, wir wollen Pumpe doch nichts unterstellen! Außerdem ist Schwerin derzeit nicht in der Lage, sich einen Vierpunkteabzug leisten zu können ;)

    Aber die beschriebene allgemeine Gefahr besteht natürlich, wie schon anderenorts lang und breit diskutiert.

    Vielleicht kann Schwerin ja den gespendeten "Stier von Valladolid" noch verhökern...

    Zitat

    Original von Kleiner Muck
    Bei sowas wird mir mal ganz spontan schlecht, wenn jemand anfängt, sein Essen zu sezieren..... :rolleyes:

    Ich kenne jemanden, dem diese Angewohnheit den Namen "Quincy" eingebracht hat...

    Ich esse keine Meeresbewohner mehr, seit dem ich mal eine Woche lang mit ner Fischvergiftung das Badezimmer nicht verlassen habe. Seit dem dreht sich der Magen schon bei entsprechendem Geruch. Vor allem bei Thunfisch. Ich kann nichts dagegen tun.

    Innereien oder irgendwelche Blutgerichte sind auch bah! Fleischiges Fett muss auch nicht sein.

    Ansonsten gibt es viele Dinge, die ich nur esse, wenn ich ihnen nicht ausweichen kann.

    Der schon oft erwähnte Rosenkohl, Spargel, Blumenkohl, Wirsing, Spinat, Grünkohl etc. gehören dazu

    Die Statuten geben keine andere Entscheidung her. Es gibt keinen Spielraum. Daher musste das Sportgericht unabhängig von der Frage, ob Wallau einen Vorteil hatte oder nicht, so entscheiden.

    Wenn zwei Mannschaften während des Spiels gleichzeitig einen Wechselfehler begehen und der Ball derweil langsam am Anwurfkreis gepasst wird, werden auch beide Mannschaften bestraft, wenn die Zeitnehmer pfeifen.

    Stemberg hat hier im übertragenen Sinn gepfiffen. Es gibt nur diese eine Rechtsfolge. Man könnte allenfalls für die Zukunft die Regelung durch den Zusatz "wird disqualifiziert, wenn durch die Regelwidrigkeit ein Vorteil entstanden ist" ergänzen.

    Bleibt der Gnadenweg. Hier gebe ich daabefuggeler Recht. Ein Entscheid pro Wallau würde bedeuten, dass diese Instanz künftig überrannt wird.

    Das geht am Ende so weit, dass jede negative Entscheidung dort landet. Wenn also demnächst ein Verein mal wieder 50 € zahlen muss, weil der Schiedsrichterbewertungsbogen durch das Faxgerät geschwärzt wurde, wird man also ein Gnadengesuch stellen, weil man das Fax ja rechtzeitig abgeschickt hat und nichts dafür kann, dass das eigene oder das andere Faxgerät kaputt ist. Egal, was in den Regeln steht. Man hatte ja keinen Vorteil...

    So hart es für Wallau jetzt auch sein mag: Es kann nur bei der ersten Entscheidung bleiben.

    Allerdings sollte man sich, wie gesagt, um eine Regeländerung für die kommende Saison bemühen, um Fälle wie diesen abzudecken.

    @ Olso: Das ist das, was der SCM nach außen vertritt. Was intern vereinbart wurde, sei es eine teilweise Gehaltsfortzahlung oder Einmalzahlung oder nichts, wissen wir doch gar nicht.

    Jedenfalls ist die von Wieland beschriebene Vorgehensweise in der Liga durchaus üblich. Nur mal angenommen, man hätte sich auf "Halbe-Halbe" geeinigt, hätten beide Vereine (der SCM spart Kohle für einen Spieler, den er eh nicht einsetzt) und der Spieler etwas davon. Allerdings spricht man nicht darüber!

    Oh, lag etwa ein Bündel Euro-Scheine unter dem Weihnachtsbaum im Hause Krieter?

    Jedenfalls eine deutliche Verstärkung für Post, weil Appollo vielseitig einsetzbar ist. Schön, dass man sich noch nicht aufgegeben hat und hier ein deutliches Zeichen setzt!

    Zitat

    "Mit der neuen Gesellschafterstruktur ist der letzte Hemmschuh für die Sponsoren weg, beim HSV einzusteigen", glaubt Trainer Hanning. "Sie können jetzt in einen sauberen, von Altlasten befreiten Verein investieren - und in eine gute Zukunft. Künftig werden wir nur noch sportliche Schlagzeilen schreiben"

    Wenn das mal nicht ein wenig voreilig ist, Bob!

    Was Andreas Rudolph macht, ist das Ausschöpfen der juristischen Möglichkeiten. Insbesondere hat er die Gesetzeslücke in den Statuten gefunden (Stichwort: Gläubigerantrag), die unter der Federführung von Heinz Jacobsen beabsichtigt oder unbeabsichtigt in die Richtlinien aufgenommen worden ist. Natürlich bleibt ein fader Nachgeschmack, aber legitim ist das allemal.

    Festzuhalten bleibt, dass es Rudolph vorerst geschafft hat, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Probleme folgen, da die Gläubiger, vor allem die der öffentlichen Hand, unter Garantie eine Betriebsübernahme annehmen werden und sich diese ggf. auch auf dem Rechtsweg bestätigen lassen werden, so dass die Altschulden erhalten bleiben.

    Sollten diese aber getilgt werden, ist das in meinen Augen kein Problem, solange öffentliche Gelder außen vor bleiben.

    Die Konkurrenz sollte letztlich dankbar sein. Schließlich hat sie rechtzeitig vor dem Beginn des neuen Lizensierungsverfahrens, für das die gleichen Regeln wie beim letzen gelten, gelernt, dass man es mit der Angabe von Verbindlichkeiten nicht so genau nehmen muss. Wenn nun ein Verantwortlicher vor der Entscheidung steht, den Laden zuzumachen oder es erst einmal mit einem geschönten Antrag zu versuchen und damit auf Zeit zu spielen, dürfte klar sein, wie er sich entscheidet, wenn ihm der Verein am Herzen liegt.

    Wenn´s rauskommt, kostet das vier Punkte. Ein Schnäppchen, das man sich nicht entgehen lassen darf.

    Der Fehler liegt in den Statuten, die für die übernächste Saison (vorher geht´s nicht mehr) dahin gehend geändert werden müssen, dass Falschangaben im Lizensierungsverfahren, die nicht unerheblich sind, zum sofortigen Entzug der Spielberechtigung führen.

    Aber auch diese Regel ist – bewusst oder unbewusst – in die letzte Änderung vom Dezember 2003 (waren zu diesem Zeitpunkt bei irgendeinem Verein finanzielle Probleme zu vermuten? ;)) nicht mit aufgenommen worden.

    Andreas Rudolph hat das getan, was jeder an seiner Stelle täte, nämlich alle Möglichkeiten genutzt. Zudem haut er noch Kohle rein, wie es in den Jahren zuvor – und das sollte beim HSV niemand vergessen – Klimek getan hat. Als das Geld noch kam, hat man es schließlich gerne genommen.

    Wie gesagt, das „Projekt“ ist noch lange nicht gerettet (auch ein eventuell neuer Geschäftsführer der Omni-Sport ist verpflichtet, sich einem eventuellen Gläubiger-Inso-Antrag anzuschließen, was als eigener Inso-Antrag gewertet werden könnte), diese Saison vermutlich schon. Für eine Party ist es noch zu früh.